Der deutsche Hersteller Cherry hat unter seiner Gaming-Marke Xtrfy eine neue Tastatur vorgestellt: die K5 Pro TMR Compact. Wie der Name es ja verrät, so handelt es sich um ein Gaming-Keyboard im kompakten 65-%-Format. Spannend ist hier aus meiner Sicht aber vor allem die Kombination aus 8K-Abtastrate und magnetischen Switches. Deswegen habe ich dieses Modell dann auch für euch in den letzten Wochen ausprobiert.
Das Gaming-Keyboard Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact nutzt Schalter auf Basis von Tunnelmagnetoresistenz (TMR). Dies kommt für höherwertige Tastaturen, aber auch Controller immer mehr in Mode. Die TMR-Technik ist im Grunde eine Weiterentwicklung der Hall-Effekt-Sensoren. Es kommen magnetische Schalter zum Einsatz, was direkte Kontakte und damit den Verschleiß reduziert. Zudem ergeben sich niedrigere Reaktionszeiten und eine höhere Eingabepräzision. Dies kombiniert Cherry hier mit einer 8K-Abtastrate, was die Xtrfy K5 Pro TMR Compact zum Preis von 149,99 Euro zu einer interessanten Option für kompetitive Spieler mit Auge aufs Budget macht.
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Modell | CHERRY K5 Pro TMR Compact |
| Formfaktor | 65 % (Kompakt-Design) |
| Tastenanzahl | 68 (ISO-Layout) / 67 (ANSI-Layout) |
| Schaltertechnologie | Magnetische CHERRY MK Crystal Switches (Hot-swappable) |
| Sensortechnik | TMR (Tunnel-Magnetowiderstand) mit 0,01 mm Präzision |
| Abfragerate (Polling Rate) | 8.000 Hz (Super-Scan-Technologie) |
| Besondere Funktionen | Rapid Trigger, Dynamic Key Travel, SnapKey, Mod Tap |
| Beleuchtung | Anpassbare RGB-Einzeltastenbeleuchtung Strip-LED |
| Anschluss | USB (abnehmbares 2-m-Kabel, geflochten) |
| Tastenkappen | Hochwertige ABS-Caps mit Laser-Gravur und UV-Beschichtung |
| Gehäuse-Features | Integrierte Metallplatte, Mehrschicht-Dämpfung, geschmierte Stabilisatoren |
| Abmessungen (BxTxH) | 328 x 114 x 35 mm |
| Gewicht | ca. 568 g |
Wer die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact voll ausreizen möchte, benötigt die Begleit-Software MagCrate. Die erlaubt es euch als Besonderheit der TMR-Technik, auch die Auslösepunkte millimetergenau anzupassen. Ganz ehrlich, das ist schon richtig genial. Zusätzlich könnt ihr über die App z. B. auch mehrere Funktionen auf eine einzige Taste legen und bestimmen, was genau wann greift. Auf diese Weise können bestimmte Features ausgelöst werden, je nachdem, wie weit oder wie lange eine Taste gedrückt wird.
Ausstattung und Verarbeitung der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact
Die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact nutzt im Inneren eine Metallplattenkonstruktion mit Multi-Layer-Dämpfung und vorgeschmierten, auf der Leiterplatte montierten Stabilisatoren. Von außen betrachtet ist sie allerdings mit einem reinen Plastikgehäuse versehen. Wegen des 65-%-Formats fehlt nicht nur der Ziffernblock, auch die obere Funktionsleiste ist der Schere zum Opfer gefallen. Der reduzierte Platzbedarf soll es beim Zocken bequemer machen, die Tastatur eng neben einer Maus zu verwenden.
Ausgeschaltet wirkt die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact schlicht und elegant, angeschlossen gibt es bei angeschalteter ARGB-LED-Beleuchtung den typischen Gaming-Look. Ihr könnt das Blingbling jedoch auch abschalten. Dank der Hot-Swap-Funktion lassen sich die magnetischen Switches einzeln wechseln. Generell bin ich geneigt, das Marketing-Versprechen von einem „sanften, vibrationsarmen Tippen“ voll zu bestätigen.
Tatsächlich war mir die TMR-Technik für Tastaturen natürlich schon länger ein Begriff. Es handelt sich hier aber um das erste Modell, das ich langfristig daheim unter die Lupe genommen habe. Und tatsächlich ist das Tippen und Zocken mit den kontaktlosen, magnetischen Schaltern schon der Hammer. Für den Office-Betrieb würden mir bei der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact zwar Tasten fehlen, da bin ich doch Liebhaber des 100-%-Layouts, aber beim Gaming ist das echt ein Traum. Doch ich will nicht zu weit vorgreifen, gehe also lieber zum Praxistest über.
Praxistest
Ich spiele privat meistens mit einem Controller, weil ich meinen Gaming-PC an den TV angeschlossen habe. Einige Titel, z. B. Strategiespiele oder First-Person-Shooter, steuern sich aber objektiv einfach mit Maus und Tastatur besser. Da habe ich also z. B. flugs für Games wie „Battlefield 6“, „Sid Meier’s Civilization VI“ oder auch „Pathfinder: Wrath of the Righteous – Enhanced Edition“ die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact mit der Razer Viper V4 Pro kombiniert. Die Polling-Rate von 8.000 Hz beherrschen beide Eingabegeräte, aber ehrlicherweise profitiere ich persönlich davon nicht.
Zum einen ist die Bildwiederholrate meines LG OLED G5 mit 165 Hz zu niedrig, um die niedrige Eingabeverzögerung über den Bildschirm zu gewährleisten, welche die ultrahohe Abtastrate praktisch erlebbar macht. Zum anderen bin ich kein Hardcore-Multiplayer-Spieler, der von diesen Nuancen ernsthafte Vorteile hat. So dürfte es allerdings auch dem Gros der Leser ergehen. Daher mein Praxistipp für andere Modelle mit Akkus: Stellt die Abtastrate auf 1.000 Hz an, das ist ein sinnvoller Wert für die meisten Systeme, und freut euch über die deutlich längere Akkulaufzeit.
Richtig stark finde ich, wie bereits angedeutet, die magnetischen Switches der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact. Zum einen ist der anpassbare Auslösepunkt natürlich eine extrem geniale Sache. Beispielsweise kann man sich daher auch für verschiedene Spiele und Anwendungsfälle unterschiedliche Profile anlegen. Das Tastengehämmer beim Armdrücken in „Crimson Desert“ geht da doch direkt mit minimalem Anschlagsweg leichter von der Hand. Zum anderen kompensiert die Option, je nach Dauer und Länge des Tastenwegs unterschiedliche Funktionen auszulösen, die fehlenden Tastenblöcke. Da können findige Gamer schon eine ganze Menge mit anstellen.
Für eine mechanische Gaming-Tastatur ist die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact wegen der magnetischen Schalter und der Dämpfung sehr leise. Die Tasten haben dabei eine spezielle Beschichtung, die sich ein bisschen wie Samt anfühlt. Schade ist natürlich, dass dieses Gaming-Keyboard ausschließlich kabelgebunden arbeitet. Das ist gerade in meinem Set-up am Smart-TV ein wenig nervig. Überdurchschnittlich finde ich wiederum Cherrys Begleit-Software MagCrate. Das Programm ist zwar visuell nicht so flashy wie z. B. Razer Synapse, dafür aber deutlich (!) übersichtlicher. Hier habe ich mich wirklich schnell zurechtgefunden. Eine willkommene Abwechslung von den überladenen Oberflächen anderer Hersteller.
Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Tippen an der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact sehr viel Spaß gemacht hat. Die TMR-Switches sind schon ein echter Mehrwert in Spielen. Da ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, da ihr für Shooter etwa einen sehr kurzen Anschlagsweg festlegen könnt, während ihr bei der Arbeit die Chance habt den Auslösepunkt zu verlängern, damit weniger Tippfehler auftreten – richtig stark.
Mein Fazit
Die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact hat mich sehr positiv überrascht. Die TMR-Switches sind ein echtes Killer-Feature, das ich bei einer Gaming-Tastatur nicht mehr missen wollen würde. Die Chance, Tasten je nach Dauer der Betätigung und Länge des Anschlags mit verschiedenen Funktionen zu belegen, ist saustark. Zumal es eben möglich ist, unterschiedliche Auslösepunkte für z. B. Spiele, Office-Arbeit, Multimedia und mehr festzulegen. Dagegen ist die Abtastrate von 8.000 Hz primär für E-Sportler relevant.
Selbst die Begleit-App MagCrate ist erfrischend aufgeräumt, wenn auch etwas hausbacken. Kleine Abzüge gibt es eher im Detail. Beispielsweise nutzt die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact zwar im Inneren eine Metallplatte, aber ein reines Plastikgehäuse. Wäre auch das Case auf Metall, würde dies direkt zu einem echten Premium-Feeling führen. Obendrein ist bei dieser Gaming-Tastatur leider nur der kabelgebundene Betrieb möglich, was Couch-Gamer wie mich etwas hemmen dürfte.
Im Gesamtbild ist die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact aber eine richtig tolle Gaming-Tastatur zum fairen Preis.
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