
Wer das Blog schon länger verfolgt, der weiß ganz genau, dass ich ein riesiger Fan von Technik bin, die mir im Alltag tatsächlich Zeit schenkt, anstatt mich mit kompliziertem Gedöns zu nerven. Und wenn es ein Thema gibt, das bei Gartenbesitzern regelmäßig für Schweißperlen auf der Stirn sorgt, dann ist es das Verlegen von Begrenzungsdrähten für Mähroboter. Wer hat schon Lust, sein halbes Grundstück umzugraben oder hunderte Plastikhaken in den Boden zu hämmern?

Auch Segway hat mit dem Navimow i208 ein Gerät auf den Markt geworfen, das genau dieses Problem aus der Welt schafft. Ich habe mir den kabellosen Gesellen mal ausleihen und ansehen können. Gartenarbeit macht mir zwar Spaß und beruhigt sogar, aber Mähen ist da eher weniger mein Ding. Die Einrichtung ist beim i208 (ich nutze die kleine, 800-Quadratmeter-Variante) eher ein Videospiel als harte Arbeit. Man schnappt sich sein Smartphone und steuert den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto einmal komplett an den Außenkanten des Rasens entlang, das klappt besser als die Autoerkundung.

Der Mäher merkt sich diesen Weg über eine Kombination aus GPS-Daten und Kamerasensoren und erstellt so eine virtuelle Landkarte. Das ist eigentlich ratz fatz erledigt. Falls ihr später ein neues Blumenbeet anlegt oder den Pool aufstellt, müsst ihr nicht wieder Kabel flicken, sondern passt einfach die Karte in der App an. Das ist genau der Komfort, den man braucht.

Und wo wir bei technischen Spielereien sind: Ihr habt eine Anhebungserkennung, Geo-Fence-Alarm, eine GPS-Verfolgung und…..Apples Wo ist? Das hilft Android-Nutzern wenig, aber Apple-Nutzer können so In-App tracken, wo der Lümmel ist. Wer mag, der kann den Robo auch über Google Home und Alexa befehligen.

Ansonsten? Unter der Haube steckt eine Technik, die Segway EFLS LiDAR nennt. Das ist im Grunde eine sehr präzise Satellitennavigation, die durch eine KI-Kamera namens VisionFence unterstützt wird. Diese Kamera ist der eigentliche Clou an der Sache.

Viele Mäher kommen ins Straucheln, wenn sie unter dichte Bäume fahren oder nah an hohen Hauswänden arbeiten müssen, weil dann das Signal vom Himmel abreißt. Hier springt die Kamera ein und übernimmt die Orientierung. Außerdem erkennt sie Hindernisse zuverlässig.

Ob da nun ein Igel durch den Garten spaziert, die Kinder ihr Spielzeug vergessen haben oder der Gartenschlauch noch in der Sonne liegt, der Navimow erkennt das Objekt und umfährt es bestenfalls, ohne alles kurz und klein zu häckseln. Ich habe das ohne lebendige Kinder oder Igel getestet, in meinem Fall wurde nichts geschreddert.

Ein weiterer Punkt, der mir gut gefällt, ist die Art und Weise, wie das Gerät arbeitet. Er fährt nicht nach dem Chaos-Prinzip kreuz und quer über die Fläche, bis zufällig alles gemäht ist, sondern zieht für meine Augen saubere, parallele Bahnen. Das sorgt für ein sehr gleichmäßiges Schnittbild. Es gibt sogar echt schräges Zeug, so ist ein Kreativ-Tool dabei, da zeichnet ihr Muster in die App, die dann auf den Rasen umgesetzt werden. Why not?

Ansonsten gibt es das Übliche, will meinen: Zonen-Management, Zeitpläne, wetterabhängiges Mähen und so. Segway gibt bis 110 Minuten Mähzeit mit einer Ladung an, das kommt gut hin, da schafft er über 200 Quadratmeter.
Was die Reinigung angeht, ist der i208 erstaunlich unkompliziert. Er ist nach IP66 gegen Strahlwasser geschützt. Das bedeutet für euch, dass ihr ihn nach getaner Arbeit einfach mit dem Gartenschlauch abspritzen könnt, um Grasreste und Dreck zu entfernen. Alternativ einfach den Schmodder trocknen lassen und abbürsten.

Natürlich gibt es auch ein paar Dinge, die man vor dem Kauf wissen sollte, denn die eierlegende Wollmilchsau ist auch dieser Roboter nicht. Ein Kritikpunkt ist für euch vielleicht die Schnitthöhenverstellung (2 bis 7 cm, 22 cm Breite, 6 Klingen). Während die teureren Serien von Segway das bequem per App erledigen, müsst ihr beim i208 noch selbst Hand anlegen und an einem mechanischen Drehrad am Gehäuse drehen. Das ist kein Weltuntergang, wirkt aber im Vergleich zum restlichen High-Tech-Paket fast schon ein bisschen altmodisch.
Bedenkt, dass die Navigation zwar sehr gut ist, aber eben immer noch einen halbwegs freien Blick zum Himmel benötigt. Wer einen extrem schmalen Garten direkt zwischen hohen Betonmauern hat, könnte eventuell an die Grenzen der Technik stoßen. Da ich an allen Seiten Abstand habe, passte aber alles. Übrigens Abstand: Schaltet in der App Edge Sense an, damit mäht er auch an den Rändern noch einmal einen Ticken genauer.
Ein weiterer Punkt ist die Konnektivität. Ab Werk funkt der Mäher im heimischen WLAN. Es gibt aber auch Mobilfunk. Das erste Jahr ist Connect kostenlos, danach kostet es extra, und das sollte man bei der Kalkulation auf dem Schirm haben (30 Ocken im Jahr, vielleicht braucht ihr es aber auch nicht).
Auch bei der Steigung ist irgendwann Schluss. 45 Prozent schafft er offiziell, was für die meisten Gärten absolut ausreicht, aber bei richtig steilen Hanglagen wird er nicht glücklich. Das manuelle Fahren ist auch spaßig, der Kleine ist wendig und flott, da hatte ich schon ganz andere Kandidaten. Macht Laune. Da solltet ihr aber schauen, dass ihr nicht auf 20 mm stellt, wenn ihr Löcher im Boden hat, das kann dann Navigationsschwierigkeiten geben.

Unterm Strich muss man sagen, dass Segway hier ein Paket geschnürt hat, das schon gut passt. Die Kiste arbeitet sehr solide, der Rasen hat ein gutes, sogar anpassbares, Schnittbild- und flugs eingerichtet ist er auch. Das muss man sich allerdings auch leisten wollen, derzeit wird er für knapp unter 1.000 Euro angeboten. Wer eine unkomplizierte Lösung für Flächen bis etwa achthundert Quadratmeter sucht, sollte sich den i208 definitiv genauer anschauen. Am Ende des Tages macht er genau das, was er soll: Er kümmert sich um den Rasen, während ihr entspannt ein Kaltgetränk auf der Terrasse genießt. Schon lange keinen Robo mehr gehabt, der eine so gute App hatte und sich gut manuell lenken lässt….
| Kategorie | Eigenschaft | Details |
|---|---|---|
| Mähleistung | Empfohlene Rasenfläche | Bis zu 800 m² |
| Max. Steigung | 45 % (ca. 24°) | |
| Flächenleistung / Ladung | ca. 265 m² | |
| Navigation | Technologie | EFLS LiDAR (LiDAR Vision AI) |
| Hindernisvermeidung | VisionFence (KI-gestützt) | |
| Begrenzung | Kabellos (virtuell) | |
| Mähsystem | Schnittbreite | 22 cm |
| Schnitthöhe | 20 – 70 mm (elektrisch) | |
| Kantenmähen | EdgeSense (bis 5 cm Randabstand) | |
| Technik | Geräuschpegel | 59 dB(A) |
| Schutzklasse | IP66 (strahlwassergeschützt) | |
| Akku | Kapazität | 5,1 Ah (ca. 160 min Laufzeit) |
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