TOR-Netzwerk: Strafverfolger überwachen Server und haben Erfolg

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Spannend, aber auch nicht wirklich gut für das TOR-Netzwerk. Seit Juni 2024 laufen unter der Ägide des Cybercrime-Zentrums der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg Untersuchungen gegen unbekannte Täter der Ransomware-Gruppe „Vanir Locker“. Diese Gruppe ist dafür bekannt, Unternehmensdaten zu stehlen, zu verschlüsseln und Lösegeld für die Entschlüsselung und Nichtveröffentlichung zu fordern.

Im August 2024 konnten die Ermittler einen Server lokalisieren, den die Gruppe innerhalb des TOR-Netzwerks benutzte, um die gestohlenen Daten zu veröffentlichen. Aktuell hat das Landeskriminalamt die Kontrolle über die TOR-Seite der Angreifer übernommen, auf Anweisung des Cybercrime-Zentrums. Sie wurde auf eine Sperrseite umgeleitet, was die Veröffentlichung der entwendeten Daten verhindert. Die Ermittlungen zur Feststellung der Identität der Tätergruppe sind noch im Gange.

Hintergrund: Das Tor-Netzwerk (The Onion Router) ist ein dezentrales Anonymisierungsnetzwerk, das verwendet wird, um die Privatsphäre und Anonymität von Benutzern im Internet zu schützen. Es funktioniert, indem es den Internetverkehr durch eine Reihe von freiwilligen, weltweit verteilten Servern (Knoten) weiterleitet und dabei die Daten mehrfach verschlüsselt (daher der Name „Onion Routing“).

Recherchen haben ergeben, dass die Behörden ihre Strategie zur Überwindung von Tor offenbar erweitert haben. Dazu ist eine teils jahrelange Überwachung einzelner Tor-Knotenpunkte erforderlich. Die dahinterstehende Logik, die Fachleute als „Timing-Analyse“ bezeichnen, besagt: Je mehr Knotenpunkte im Tor-Netzwerk von den Behörden überwacht werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Nutzer versucht, seine Verbindung über einen dieser überwachten Knotenpunkte zu anonymisieren. Durch die zeitliche Zuordnung einzelner Datenpakete können die Behörden anonymisierte Verbindungen zu Tor-Nutzern zurückverfolgen, obwohl die Datenverbindungen im Tor-Netzwerk mehrfach verschlüsselt sind.

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