NIU KQi3 Pro: Der E-Scooter im Test

Ich bin seltenst am Steuer eines Autos zu finden. Meistens trifft man mich laufend an – oder auf dem Fahrrad, ab und an aber auch auf dem E-Scooter. In der letzten Zeit bin ich ein wenig mit dem NIU KQi3 Pro E-Scooter durch unsere Gegend gefahren und kann aus diesem Grunde schon ein paar Worte zu dem E-Scooter verlieren. NIU stellt nicht nur E-Scooter her, sondern auch Roller und auch ein E-Bike findet sich im Programm.

Aufgrund der gesetzlichen Regelungen sind die Scooter hierzulande eh alle mit maximal 20 km/h unterwegs, von daher lasse ich das „Drum herum“ mal aus – sprich: die Geschichte mit ab 14, nur inklusive Versicherung etc. kennt ihr sicher. Grundsätzlich gibt es den E-Scooter von NIU in 3 Ausführungen, denn es gibt das Modell Sport, den Pro sowie den Max. Die unterscheiden sich bezüglich Gewicht, Akku und Bremse.

Mein Pro-Modell soll bis zu 50 Kilometer weit kommen und dabei Fahrer bis zu 120 Kilo aufnehmen. Der NIU KQi3 Pro E-Scooter ist klappbar, ist aber nicht wirklich etwas für den längeren Handtransport – 20,3 Kilo stehen auf der Uhr. Beim NIU KQi3 Pro E-Scooter setzt man auf 350 Watt Nennleistung, der Akku ist 486 Wattstunden stark und war bei mir nach nicht ganz 6 Stunden wieder vollgeladen. Im Gegensatz zum Sportmodell hat man hier Dual-Bremsen vorne und hinten verbaut. Ansonsten ist alles dran, was man in Deutschland braucht, ein Vorder- ein Rücklicht und eine klassische Klingel. Grundsätzlich ist der Markt da ja recht ähnlich.

Dennoch fiel der NIU KQi3 Pro E-Scooter beim Auspacken gleich auf. Klar, auf der einen Seite ist es das Gewicht, auf der anderen Seite empfinde ich das breite Trittbrett als eine feine Sache. Wer mag, kann auch die Füße nebeneinander bequem platzieren. Ebenfalls fiel mir das wertige Erscheinungsbild auf, da hatte ich nichts zu meckern.

Während der ersten Ausfahrt merkte ich, dass zumindest die Bremsen meines Modells etwas scharf eingestellt waren. Aber als Besitzer eines solchen Scooters kennst du nach ein paar Fahrten dein Gerät. Nicht wundern: Wer direkt losfährt, ist mit maximal 15 km/h unterwegs, den normalen Modus muss man in der App freischalten, vorher gibt’s den Idioten- Einsteiger-Modus für 200 Meter Fahrt.

Erwähnenswert ist sicher auch die App, da kann man beispielsweise das Sperren des Scooters justieren. Ebenfalls können Fahrten auch aufgezeichnet werden, sodass ihr eure Trips in einer Reiseübersicht sehen könnt. Hier wird dann auch angezeigt, wie viel Akkukapazität ihr für den jeweiligen Trip verbraucht habt.

Zur Leistung des Akkus. Rein technisch soll der Akku bis zu 50 Kilometer Reichweite haben. Das deckt sicherlich die Idealbedingungen ab, nicht aber die Reichweite eines Menschen, der, wie ich, um bis zu 95 Kilo wiegt. Doch nicht nur das Gewicht ist so eine Sache, auch die Temperatur spielt mit rein, Steigungen, Bodenuntergrund, rekuperieren und, und, und. Niemals habe ich 50 Kilometer erreicht. Im Schnitt hatte ich bei 30 Kilometer das Ende der Fahnenstange in Sichtweite.

Das ist natürlich eine ordentliche Abstufung zur ausgerufenen Bis-Leistung. Allerdings machen es alle Hersteller so. Es wird eine Bis-Leistung angegeben, die sich meistens auf Menschen beruft, die um 75 Kilo wiegen, null Gegenwind haben, den Standardmodus nutzen und auf ebener Strecke unterwegs sind. Ist natürlich völliger Quatsch.

Kleines Beispiel: Ich fahre zum Test E-Bikes und Scooter immer auf der Strecke, auf der ich auch meine Halbmarathons laufe. Ich starte daheim und habe dabei meist Asphalt und eine relativ ebene Betonstrecke bis an den Deich, wo es dann zwei starke Steigungen gibt. Den Gegenwind bei meiner Referenzfahrt würde ich einmal als durchaus spürbar für ca. 30 % der Strecke nennen, unterwegs war ich immer „volle Pulle“.

Das Ende vom Lied? 17,5 Kilometer gefahren und daheim eine Restkapazität von 45 % gehabt. Da muss man nicht ganz lange rechnen, um auf knapp 30 Kilometer bei identischen Voraussetzungen zu kommen. Ich selbst finde es immer schade, wenn ich das in anderen Tests nicht erfahre, da wird ganz oft nur von der theoretischen, nicht aber der praktischen Reichweite gesprochen.

Fahrgefühl und Federung gehen mit den 9,5-Zoll-Luftreifen völlig in Ordnung. Habe mich jedes Mal sicher gefühlt. Was auffällt: Bei Fahrten bergab wird schon merklich eingebremst, das könnte den einen oder anderen unter Umständen stören.

Dafür geht’s aber volle Pulle bergauf, da zieht der Motor richtig an, das fand ich klasse und teilweise auch überraschend. Das Display kann nicht nur die Geschwindigkeit anzeigen, hier wird auch über die Akkukapazität informiert. Leider mit ein paar Balken, prozentual wird es zumindest in der App visualisiert. Ebenfalls lassen sich hier die Modi einstellen, vom unterstützten Schiebemodus über den Energiesparmodus sowie den normalen 20-km/h-Modus ist da alles dabei. Die Rekuperation lässt sich auch justieren.

Was bleibt am Ende denn übrig nach meinen Fahrten?

  • Hervorragende Verarbeitung
  • Diebstahlschutz zuschaltbar
  • Gute Performance
  • Hoher Spaßfaktor
  • klappbar, doch 20 Kilo sind nur bedingt dauerhaft tragbar
  • Gut gestaltete, übersichtliche App
  • People of Kilo sind kürzer unterwegs
  • Das Ganze hat seinen Preis, 799 Euro werden für das Pro-Modell fällig

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Asus ROG Phone 6 Pro im Test

Es gibt da eine Sparte von Smartphones, die fällt schon äußerst nischig aus: die Gaming-Smartphones. Neben Herstellern wie Black Shark (André hatte zuletzt das Black Shark 5 Pro im Test) gibt es da beispielsweise auch Asus, wo man aus seiner Gaming-Sparte „Republic of Gamers“ heraus die sogenannten ROG-Phones veröffentlicht. In meinem Test des ROG Phone 5 konnte ich feststellen, dass das Unternehmen seinen Job dahingehend auf jeden Fall sehr gut verstanden hat. Nun liegt mir seit einigen Tagen der Nachfolger vor, in dem Fall gar das ROG Phone 6 Pro mitsamt 18 GB RAM, 512 GB UFS-3.1-Speicher (nicht erweiterbar) und einem ordentlichen Zubehörpaket bestehend aus dem Kunai-3.0-Controller – speziell für das ROG Phone 6 konzipiert, aber auch einem stabilen Case, einem Tempered Glass für das Display und natürlich dem neuen AeroActive Cooler 6. Das einfache ROG Phone 6 startet bei 999 Euro, das Pro-Modell soll dann allerdings schon 1.299 Euro kosten. Vorgestellt worden sind die Geräte offiziell am 5. Juli dieses Jahres.

Ihr konntet schon der Einleitung entnehmen, dass sich Asus auch beim neuen 6er nicht lumpen lässt und mal ordentlich die Hardware-Keule schwingt. Bis zu 18 GB RAM (beim 6 Pro, maximal 16 beim 6) und dann auch noch der aktuelle Snapdragon 8.1 als SoC, für reichlich Speicherplatz für Spiele und Co. winken zudem bis zu 512 GB interner Speicher. Das alles ist verpackt in einem enorm großen Gerät, immerhin mit einem 6,78 Zoll großen AMOLED-Display von Samsung. 239 Gramm bringt das Gerät auf die Waage und ist darum auch wirklich nichts, was man mal eben schnell in der kurzen Hosentasche am Gesäß verstaut und dann flugs hervorholt, um damit schnell eine Nachricht zu verfassen. Ich meine, ich habe schon recht große Hände und habe beim Asus ROG Phone 6 Pro erstmals den Einhandmodus von Android 12 häufiger bewusst genutzt. In Verbindung mit dem ziemlich robust wirkendem Case wird das Ganze dann richtig „bulky“, also tatsächlich so wuchtig, dass man es nicht mehr als „elegantes Design“ oder dergleichen abtun kann.

ABER: Das soll es ja alles auch gar nicht. Das ROG Phone 6 und 6 Pro sind Gaming-Smartphones, das spürt man so schon schnell daran, dass es sich eben im Querformat schon fast wie eine Handheld-Konsole greift. Wenn man nun noch den separaten Lüfter und den Kunai 3 anlegt, dann ist der Zweck des Geräts auch auf gar keinen Fall mehr zu verbergen. Und genau hier kann ich damit dann auch meinen Frieden finden: Das Asus ROG Phone 6 macht von Anfang an alles richtig, als Gaming-Smartphone ernstgenommen zu werden. Das Design der Rückseite kommt hier ja noch hinzu. Neben zwei Varianten von Zusatzdisplays (beim 6er wird hier das Logo farbig dargestellt, beim 6 Pro sind dann diverse Animationen über das Display abspielbar) ist vor allem die Rückseite auch wieder mit diversen Beschriftungen und Markierungen versehen, die das Gerät schon damit allein von der Masse abheben. Das muss einem allerdings auch erst einmal gefallen – bei mir hat’s geklappt.

Als zweites Merkmal fällt auch hier schnell wieder der zweite Ladeport an der linken Seite des Geräts auf. Jener ist dazu gedacht, dass man auch beim Zocken noch in der Lage sein soll, das Smartphone laden zu können. Bliebe es nur beim unteren Port, dann würde das dortige Kabel ja beim Halten des Smartphones stören. Das umgeht Asus damit geschickt. Btw: Die 6.000 mAh der integrierten Akkus (zweimal 3.000 mAh) sind dank 65 W Ladeleistung dann auch wirklich ziemlich schnell wieder aufgeladen – von 0 bis 100 gibt Asus hier rund 42 Minuten an. Das kann ich aus meinem Test in der Tat auch so bestätigen. Klemmt man den dedizierten Lüfter AeroActive Cooler 6 an, dann kann man noch immer laden, da auch hier der Ladeport über den Lüfter wieder freigegeben wird, während sich jener seine Leistung zum Kühlen des Smartphones aus selbigem bezieht. Asus zeigt tatsächlich an jeder Ecke, dass dem reibungslosen Spielerlebnis nichts im Wege stehen soll.

Verglichen mit dem eh schon großen Pixel 6 Pro…

Das Display bietet eine Abtastrate von 720 Hz mit einer Verzögerung von 23 ms, was sehr gut ist und dem störungsfreien Spielen zugute kommt. Zudem bietet das Gerät eine maximale Bildwiederholfrequenz von 165 Hz an, automatisch und manuell schaltbar zwischen 165, 144, 120, 90 und 60 Hz. Ich behaupte, dass niemand wirklich einen Unterschied zwischen 120 und den hier gebotenen 165 Hz feststellen wird – das Ganze lässt die Bedienung natürlich butterweich wirken. Dennoch halte ich 165 Hz hier eher für Zahlenprotzerei, die am Ende vor allem den Akku belastet – wobei ich mit durchgehend maximaler Frequenz dennoch sehr gut durch den Tag gekommen bin. Die Farbdarstellung des Displays ist sehr gut – auch die Kontraste, wer möchte, kann in den Einstellungen natürlich auch wieder auf diverse Farbprofile zurückgreifen.

Mittlerweile sollte hinlänglich bekannt sein, dass Gaming-Smartphones nicht unbedingt bekannt dafür sind, die besten Kameras verbaut zu haben, weil ich Hauptfokus eigentlich woanders liegt. Da bildet auch das ROG Phone 6 endlich eine kleine Ausnahme. Die Hauptkamera setzt auf einen Sony-Sensor und macht 50 MP große Aufnahmen, die dann dank Pixel-Binning zu 12,5 MP verarbeitet werden. Der Autofokus reagiert angenehm flott, schneller als beim ROG 5, die Aufnahmen wirken aber deutlich schärfer und detaillierter, auch beim Hereinzoomen am Rechner später. Woran es den Bildern vielleicht etwas fehlt, ist Dynamik in den Fotos, die Farben wirken hin und wieder etwas blass. Das ist meiner Meinung aber hier echt zu verkraften – eben immer mit dem Vermerk, dass es sich nicht um ein „normales“ Smartphone für den Alltag handelt. Im Porträtmodus arbeitet die Kamera des ROG Phone 6 sehr zuverlässig, die Software sorgt hier für meist einwandfreie Übergänge zwischen Blur und Motiv. Auch der 13 MP Ultraweitwinkelsensor erzielt gute Ergebnisse, hier verzerren die Aufnahmen am Rand dann aber doch mehr als bei anderen Premiumgeräten.

Vergessen wir die Makrokamera – ganz ehrlich: Das sollten die Hersteller meiner Meinung nach lieber weglassen, den Platz dafür sinnvoller nutzen. Die Aufnahmen damit gelingen nur selten wirklich scharf, es fehlt an Farbe und wirklich richtig viele Details sind auch nicht zu erkennen. Video kann das Gerät natürlich auch, hier sogar bis zu 8K, dann allerdings nur mit maximal 24 Bildern pro Sekunde. Wer auf 4K wechselt, kann dann aber auch mit 60 fps aufnehmen. Time Lapse und auch Slowmotion-Aufnahmen sind in 4K möglich, bei letzteren dann mit maximal 120 fps, bei 1.080p sind es dann maximal 240, bei 720p gar 480 fps. Die Videostabilisierung (EIS) macht meiner Meinung nach eine absolut gute Arbeit, einfache Ruckler und Stöße werden hier schon wirklich überzeugend ausgeglichen, ohne das Video unnatürlich geschönt wirken zu lassen. Ich habe euch im Übrigen noch ein Zip-File hier hinterlegt, wo ihr einige unbearbeitete und vor allem unkomprimierte Aufnahmen aus meinem Test einsehen und vergleichen könnt.

Der Klang des Asus ROG Phone 6 Pro ist meiner Meinung nach noch einmal ordentlich verbessert worden im Vergleich zum Vorgänger. Selbst auf hohen Lautstärken bleibt alles klar hörbar, kein Knistern oder Krächzen der Lautsprecher. Die Bässe sind ebenfalls kräftiger, aber bleiben natürlich klar hinter dem Sound, den man per Kopfhörer erlebt. Auch wurden die Lautsprecher wieder nach vorne ausgerichtet, sodass man beim Spielen auch wirklich nicht in Gefahr kommt, durch das Halten des Smartphones einen der Lautsprechergrills zuzuhalten. Wi-Fi 6E beherrscht das Gerät auch, wobei da natürlich daheim auch das entsprechend sendende Gerät verfügbar sein muss.

Der Fingerabdruckleser sitzt beim ROG Phone 6 und 6 Pro direkt unter dem Display, leuchtet auch beim Berühren des Displays leicht auf und reagiert einigermaßen schnell, dafür aber zumindest deutlich zuverlässiger als beim Pixel 6 Pro von Google. Hier ist es egal, aus welcher Richtung ich den Finger auflege, das Scannen scheint dann aber einfach länger zu brauchen. So sind es schon ein bis zwei Sekunden, bis das Display entsperrt nach dem Auflegen des Fingers. Viel schneller reagiert hier die Gesichtserkennung, die mich selbst bei wenig Licht recht zuverlässig erkennen konnte und dann deutlich unter einer Sekunde den Startbildschirm anzeigt.

Als System ist von Werk aus Android 12 vorinstalliert, zwei weitere OS-Updates werden vom Hersteller versprochen, so auch zwei Jahre Sicherheitsupdates. Darüber hinaus würde ich nach bisherigen Erfahrungen von Asus aber nicht unbedingt viel erwarten. Direkt nach der Einrichtung des Geräts werdet ihr gefragt, ob ihr lieber Android mit ROG UI, also dem Gaming-Design, oder doch eher das einfache Android mit dem wenig vom Original verändernden Zen UI nutzen möchtet. Beides ist natürlich auch im Nachhinein noch jederzeit umstellbar. Vorinstallierte Drittanbieter-Apps gibt’s hier zwar schon, die sind aber allesamt deinstallierbar und mit Netflix, Facebook und Co. auch teils durchaus nützlich.

Ich mag das Design des ROG Phone 6 Pro schon sehr, sehe aber jetzt rein beim RAM zwischen 16 und 18 GB kaum einen Unterschied, der den Aufpreis rechtfertigen würde und auch das Zusatzdisplay auf der Rückseite ist mehr Spielerei denn sinnvoll nutzbares Gimmick. Als Gaming-Maschine macht das Phone aber echt alles richtig. Dank Armory-Crate-App, dem aktivierbaren X-Boost für noch mehr Leistung, zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten und vor allem dem ganzen Zubehör (siehe AeroActive Cooler 6 oder auch der Kunai-3-Gamingcontroller) kommt dann aber auch ein richtig gutes Gaming-Gefühl rüber. Ich habe Diablo Immortals (interessanterweise trotz dem rasend schnellen Snapdragon 8.1 NICHT in der Einstellung „Ultra“ spielbar), PUBG, Fortnite und diverse aktuelle Rennspiele ausprobiert, mal mit Controller, mal ohne, hin und wieder sogar die Schultertasten des Geräts mit eingebunden und konnte im Grunde kein einziges Mal feststellen, dass ein Spiel seine Zusammenarbeit verweigert hätte. Die Software des Geräts sorgt dafür, dass sich jeder Button sinnvoll belegen lässt, auch wenn das Spiel selbst vielleicht nicht direkt auf die Zusammenarbeit ausgelegt ist. Darum behaupte ich auch mal, dass vor allem die Zielgruppe „Mobile Gamer“ mit dem ROG Phone 6 richtig glücklich werden kann. Man sollte dabei aber auch wirklich im Blick haben, dass das Gerät rein theoretisch hervorragend als Daily Driver agieren kann. Wäre es nicht für den einen oder anderen so klobig.

Aus meiner Sicht bleibt das ROG Phone 6 zwar ein „Nischen-Produkt“, das seine Zielgruppe dann aber auch perfekt abholen kann – es ist aber das erste Gaming-Smartphone, das ich auch tatsächlich so im Alltag verwenden wollen würde. Selbst die Kamera ist kein Grund mehr, die Nase zu rümpfen. Klar: Mit einem Pixel oder aktuellen Samsung-Smartphone (und vergleichbar) kann die Kamera hier noch lange nicht mithalten, ist aber eben auch nicht mehr nur noch die nette Dreingabe. Der Sound ist mittlerweile auch richtig gut – selbstredend auch beim Telefonieren. Aktuelle Standards wie 5G und Wi-Fi 6E halten das Gerät zukunftstauglich. Zudem verspricht Asus, dass die neue Anordnung der Antennen rund ums Gerät dafür sorgen soll, dass zu keiner zeit Verbindungsabbrüche feststellbar sein sollten. Konnte ich in meinem Test auch nicht feststellen, das hätte ich von einem solchen Smartphone heutzutage aber auch ehrlich gesagt nicht erleben wollen. Gemeint ist aber natürlich, dass das ROG Phone 6 ja zwangsläufig in unterschiedlichen Ausrichtungen gehalten werden muss und zu jeder Zeit die beste Verbindung da sein soll. Klappt meiner Meinung nach soweit auch zuverlässig. Gegen das nötige Kleingeld bekommt der geneigte Käufer auf jeden Fall ein sehr potentes Smartphone an die Hand, das auch noch um richtig gutes Zubehör erweitert werden kann.

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Com4Gaming Argon: Gaming-Stuhl mit integrierter Kühlung ausprobiert

Egal ob im Büro oder im Home-Office, die meisten von euch werden höchstwahrscheinlich entweder ununterbrochen oder zumindest einen Teil der Arbeitszeit sitzend verbringen. Gerade deshalb sollte man darauf achten, dass man sich nicht unbedingt einen 0815-Schemel als Bürostuhl zulegt. Auswahl gibt es da zuhauf, die Preisspanne ist dabei gewissermaßen nach oben offen. André hat sich ein hochpreisiges Modell von Herman Miller – den Embody – zugelegt und ist damit sehr zufrieden. Den Test dazu könnt ihr bei uns nachlesen. Ich bin bisher mit einem Stuhl von IKEA unterwegs und bis dato eigentlich nicht unzufrieden. Da ich täglich Sport treibe, haben mich auch noch keine Rückenbeschwerden ereilt. Dennoch bekam ich nun die Chance, einen Blick auf den Gaming-Stuhl Argon von Com4Gaming zu werfen, der sich auch hervorragend als Bürostuhl eignet und mit einer speziellen Kühlung der Sitzfläche und Rückenlehne ausgestattet ist.

Com4Gaming gehört im Übrigen zu der deutschen Firma Mahle GmbH, die ein großer Autozulieferer ist.

Der Stuhl kommt zerlegt zu euch und muss erst zusammengebaut werden, was aber leicht von der Hand geht. Folgt ihr der leicht verständlichen Anleitung, ist das gute Stück innerhalb von 10 Minuten zusammengesetzt. Die Verarbeitung ist in Summe positiv, obwohl man hier und da kleinere Verarbeitungsmängel bei den Nähten feststellen kann, was aber kein Beinbruch ist. Als Bezugsmaterial wurde Kunstleder gewählt, das an Lehne und Sitzfläche perforiert ist.

Der Stuhl an sich besitzt die typische Gaming-Chair/Racing-Stuhl-Optik mit hohen Seitenwangen an Lehne und Sitzfläche. Diese sind relativ steil, lassen aber meiner Meinung nach zumindest an der Lehne auch genug Raum, um auch fülligere Personen fassen zu können. Lediglich die Sitzfläche könnte für gewichtigeres Gaming problematisch werden, die ist doch etwas schmal.

Die verbauten Armlehnen sind sogenannte 4D-Armlehnen, was einfach bedeutet, dass ihr diese in vier verschiedene Richtungen einstellen könnt. Dazu betätigt ihr jeweils immer einen Knopf und schiebt die Lehnen dann entweder vor oder zurück, hoch oder runter oder rotiert sie entsprechend. Eine Polsterung hat Com4Gaming hier nicht angebracht, sondern sich für einen weichen Kunststoff entschieden, der nicht zu weich, aber auch nicht zu fest ist. Das gefällt mir gut.

Am oberen Ende der Lehne hängt noch ein Nackenkissen, das ebenfalls mit Kunstleder bezogen ist. Wenn man sich zum ersten Mal zurücklehnt, ist das ein wenig kalt und ungemütlich im Nacken. Hätte man eventuell auch ein anderes Material nehmen können. Außerdem hängt das Kissen für mich (183 cm) permanent zu niedrig, es will auch nicht in der Position verharren, sodass immer etwas Justierung vonnöten ist.

Unterhalb des Stuhls befinden sich zwei verschiedene Hebel. Der eine reguliert die Sitzhöhe auf die von euch gewünschte Position. Der andere stellt die Wippmechanik fest oder lose. In der losen Position könnt ihr Hin und Her wippen und seid ziemlich frei in eurer Sitzposition. Ihr könnt aber jederzeit an der von euch gewünschten Stelle feststellen. Ein Rad unter dem Stuhl ermöglicht euch, den Widerstand der Wippmechanik einzustellen, sodass ihr euch mehr oder weniger zum Wippen anstrengen müsst.

Generell ist das Sitzen auf dem Argon angenehm, da auch die Polsterung nicht zu weich, sondern angenehm straff gewählt wurde. Verbesserungswürdig ist meiner Meinung nach die Lordosenstütze. Die ist mir zu stark eingestellt und kann leider nicht in Höhe und Stärke verstellt werden. Hier muss jeder für sich mal probieren, ob das stört oder nicht.

Kommen wir nun noch zur Klimatisierung, die der Stuhl mitbringt und die sich selbst reguliert. In Sitzfläche und Lehne verbirgt sich eine Lüftung, die per USB angetrieben wird. Ihr könnt entweder das lange mitgelieferte USB-Kabel nutzen und dieses in euren Schreibtisch stecken oder ihr macht es wie ich und versteckt im Reißverschluss unter der Sitzfläche eine Powerbank.

Bringt das was? Die richtig heißen Tage fehlten bisher in meinem Test und wirklich ins Schwitzen gekommen bin ich noch nicht. Ich habe testweise die Heizung direkt neben mir mal auf höchste Stufe gestellt und die Lüftung angestellt. Ich würde nicht sagen, dass euch die Kühlung das Schwitzen erspart, bin aber der Meinung, dass man schon merkt, dass Fläche und Lehne angenehm kühl sind. Wird sicher effektiver, wenn man luftiger angezogen ist und die Temperaturen entsprechend liegen. Gerade starke Schwitzer können profitieren. Die Lüftung ist auch dann zu hören, wenn der Laptop oder PC neben euch schon vor sich hin lüften. Ist aber nicht auf einem störenden Level, schon gar nicht mit Soundkulisse oder Headset.

Abschließend kann man dem Com4Gaming Argon ein gutes Zeugnis ausstellen. Der Stuhl bringt alle Features mit, die man erwarten kann. Lediglich die Lordosenstütze ist meiner Meinung nach verbesserungswürdig. Auch preislich liegt man in einem noch erschwinglichen Segment, 431 Euro werden fällig. Sollte das interessant für euch sein, dann nutzt die Möglichkeit, den Stuhl zwei Wochen lang auszuprobieren. Danach gibt es zwei Jahre lang Garantie auf das gute Stück.

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Anycubic Kobra Max im Test – falls es mal größer sein muss

Alle, denen die „normalen“ 3D Drucker mit einer maximalen Baugröße von unter 30 x 30 x 30 cm komplett ausreichen, sind mit den meisten Produkten, die im Handel erhältlich sind sehr gut bedient. Aber was macht man, wenn z. B. ein Ausrüstungsteil für ein Cosplay-Kostüm oder ein Helm etwas größer sein muss? Ihr habt immer die Möglichkeit, ein Modell zu splitten, um es danach zusammenzukleben. Oder ihr greift zu einem 3D-Drucker mit einem großen Bauraum. Der Anycubic Kobra Max ist genauso ein Drucker und kann Modelle mit einer Größe von bis zu 400 x 400 x 450 mm drucken. Was der Drucker noch so alles kann, habe ich mir in diesem Test angeschaut.

Technische Daten Anycubic Kobra Max

Drucker-Technologie: FDM
Maße Bauraum (L x B x H): 400 x 400 x 450 mm
Extruder: Single, 0,4 mm
Maximale Druckgeschwindigkeit: bis zu 90 mm/s
Unterstützte Filamente: PLA, TPU, PETG, ABS, Wood, TPU
Leveling: Automatisch (LeviQ 25 Punkt-Verfahren)
Material Nozzle: Messing
max. Temperatur Nozzle: 260° C
max. Temperatur Heizbett: 110° C
Slicing Software: Cura ; Output-Format: GCode
Kompatible Input-Formate: STL, OBJ, AMF
Anschlüsse: SD-Card, USB-B-Kabel
Maße – Gesamt (H x B x L): 720 x 715 x 665 mm
Besonderheiten: Auto-Leveling LeviQ (25 Punkte), 4.3? Touch-Screen, Filament-Halterung, Glasdruckplatte mit Carbon-sBeschichtung

Der Kobra Max ist das größte Modell der Kobra Reihe. Neben dem normalen Kobra mit einem Druckvolumen von 220 x 220 x 250 mm und dem angeteaserten Kobra Plus sticht er alleine schon durch seine Größe hervor. Der Kobra Max tritt damit die Nachfolge des Anycubic Chiron an, der mittlerweile überholt ist. Umso erfreulicher ist es, dass Anycubic wieder einen großformatigen Drucker, mit neuster Technik, ins Portfolio aufnimmt.

Das bereits erwähnte, riesige Druckvolumen entspricht dem 4-fachen des von mir hier getesteten Anycubic Vypers und bietet viel Platz für eure Ideen.

Lieferung und Aufbau

Der Drucker selbst kommt sicher verpackt bei euch an. Nachdem ihr die einzelnen Bauteile (eigentlich sind es nur 5) aus dem Karton geholt habt, könnt ihr auch schon mit dem Aufbau beginnen.


Dieser geht sehr schnell von der Hand – einfach die Achsen mit jeweils 2 Schrauben mit der Basis verschrauben und die Querstreben für mehr Stabilität anbringen.

Sollten die Querstangen zu kurz sein, könnt ihr diese mit ein paar Umdrehungen an den Enden in der Länge anpassen. Der Aufbau des Rahmens wäre damit erledigt und ihr könnt das Display an der rechten Seite anbringen, Danach noch alle Kabel anschließen, diese sind entsprechend gekennzeichnet.

Entfernt im nächsten Schritt nun alle Kabelbinder, die für den Transport angebracht waren und vergesst den unter dem Heizbett nicht. Alle Kabelbinder entfernt? Sehr gut!

Neben dem Drucker selbst finden sich im Lieferumfang ein USB-B-Kabel, Kunstoffspachtel, Kneifschere, ein Set-Innensechskantschlüssel und Schmierfett. Für den ersten Testdruck finden sich noch 10 Meter PLA plus eine microSD-Karte mit einer Testdatei im Lieferumfang.

Als Nächstes überprüft ihr dann noch einmal, ob alles fest sitzt. In meinem Fall musste ich den Druckkopf festziehen, mit dem mitgelieferten Werkzeug ist das kein Problem. Noch schnell die Spannung der Riemen überprüft, das Glasbett auflegen und mit den mitgelieferten Klammern befestigen, schon kann es losgehen.

Erster Eindruck

Wie man bereits am Druckkopf und dem Display erkennt, ist das Design des Kobra Max an den Anycubic Vyper angelehnt. Damit das Druckbett bei dieser Größe gleichmäßig bewegt werden kann, ist der Stepper-Motor mit einer Antriebsstange versehen, die wiederum die beiden Führungen der Y-Achse antreibt, um das Bett zu nach vorne und hinten zu bewegen. Die Z-Achse (Höhe) verfügt nun auch über jeweils einen Motor pro Seite. Die Querstreben sorgen hier für zusätzliche Stabilität während des Drucks.

Auto-Level mit 25 Punkten dank LeviQ

Wie man schon am Druckkopf auf dem Artikelbild erkennt, hat der Kobra Max diesen vom Anycubic Vyper übernommen und nutzt die gleiche Auto-Level-Technik. Im Kopf befindet sich ein Bi-Metall, das auslöst, wenn die Noozle das Druckbett berührt und so das Bett automatisch levelt. Die Druckplatte wird dabei an 25 Punkten vermessen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wer bereits einen kleineren 3D-Drucker manuell gelevelt hat, kann sich vorstellen, was für ein Aufwand es ist, ein so riesiges Bett für einen sauberen Druck korrekt auszurichten.

Dies war beim Vorgänger ein häufig kritisierter Punkt und konnte bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Beim Kobra Max wählt ihr über das Touch-Display den entsprechenden Menüpunkt aus, folgt den Anweisungen und der Drucker erledigt das für euch in unter 5 Minuten. Weiterhin habt ihr allerdings die Möglichkeit, über das Z-Offset (Abstand Noozle zum Bett) dies noch zu übersteuern, falls es nötig ist.

Der erste Druck

Ist das alles erledigt, können wir den ersten Testdruck starten. Dafür führen wir das mitgelieferte Filament ein und wählen das Testobjekt von microSD-Karte. Slicen oder ähnliches ist hier nicht notwendig. Bei dem Testmodell handelte es sich um eine Eule, welche auf einem halben Baumstamm sitzt. Lustigerweise hat Anycubic hier die Testdatei hochskaliert, sodass sie 4x größer ist als beim Vyper. Nach 135 Minuten war der Druck fertig und machte bereits einen sehr guten Eindruck. Aber wer will schon eine kleine Eule drucken, wenn er einen so großen Bauraum hat?

Für meinen ersten großen Druck habe ich mich für ein Anwendungsszenario entschieden, das nicht so weit weg von der Realität ist, da viele Cosplayer Rüstungen oder Ausrüstungsgegenstände über 3D-Druck herstellen. Also habe ich mich für den ersten Druck für einen Mandalorian-Helm entschieden. Das Modell ist von Hex3D und wird nicht in Einzelteilen gedruckt. Nach ein wenig hin- und her rechnen wegen der Größe habe ich mich entschlossen, den Helm auf 110 Prozent zu skalieren und mit 0,2-mm- Schichthöhe zu drucken. Laut Cura sollte der Druck inkl. Stützen für die Überhänge 2 Tage und 6 Stunden dauern und dabei 670 Gramm Filament benötigen.

Gesagt, getan: Datei gescliced und den Drucker angeworfen. Bei dem Filament habe ich mich für graues Filament entschieden, um im Nachgang nicht extra grundieren zu müssen, bevor ich den Lack aufbringe. Der Helm ist groß und füllt damit die Druckplatte aus. Das Ergebnis war jetzt nicht perfekt, aber für einen so großen Druck doch ordentlich. Bei dieser Größe kann man einfach nicht erwarten „den perfekten Druck“ hinzubekommen, besonders nicht, wenn es sich um einen neuen Drucker handelt, bei dem man sich erst noch mit den Einstellungen auseinandersetzen muss.

Nachdem der Helm dann fertig gewesen ist, wollte ich noch eine weitere Maske drucken. Meine Wahl fiel hier auf die Maske von Moon Knight, die ebenfalls von Hex3D erstellt wurde. Wow, nach ein paar Anpassungen im Slicer hat mich das Ergebnis mehr als beeindruckt. Dank des verwendeten Filaments (Marble) musste ich die Maske noch nicht einmal nachbearbeiten. Leider habe ich sie zu klein für meinen Wasserkopf berechnet.

Der Mandalorian-Helm wurde nach dem Druck zunächst von der Stützstruktur befreit und grob geschliffen, anschließend zunächst mit Spachtelmasse an den unschönen Stellen bearbeitet. Nach dem zweiten Schliff ging es dann noch einmal mit Filler über den Helm, um die kleinsten Lücken zu schließen. 2-3 Schleifvorgänge später (mit immer feiner werdendem Schleifpapier) war ich so weit zufrieden, dass ich den Helm mit einem Chromspray lackieren konnte. Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber schon sehr nett anzuschauen.

Fazit

Wer öfter große Objekte drucken möchte, ist mit dem Anycubic Kobra Max gut beraten. Der Drucker ist stabil verbaut, leise und liefert eine gute Qualität – auch bei großen Modellen. Wer überlegt, sich den Drucker zuzulegen, sollte aber unbedingt im Hinterkopf behalten, dass der Anycubic Max viel Platz benötigt! Der Tisch sollte mindestens eine Tiefe von 90 cm aufweisen, da das Druckbett auf der Y-Achse sich noch frei bewegen soll. Die Drucke selbst waren für mich absolut in Ordnung.

Allerdings möchte ich Kritikpunkte loswerden, die mich in der Zeit gestört haben: Das Kabelmanagement zum Druckkopf könnte besser gelöst sein. Hier muss man sich ein paar Tricks einfallen lassen, damit das Kabel nicht ungewollt das Modell von der Platte reißt. Das ist nichts Unlösbares, man sollte aber dran denken. Ebenso ist die Cura-Version auf der mitgelieferten microSD-Karte über 12 Monate alt und das enthaltene Druckerprofil stark verbesserungswürdig. Hier sollte sich jeder an seine optimalen Einstellungen herantasten.

Über unseren Gastautor:

Torsten Schmitt

Baujahr 1976 – Früh im Internet, nie herausgekommen. Ein Ge.erd: Halb Geek, halb Nerd // Schreibt ziemlich viele Dinge ins Netz // Chefpilot bei techkrams.de // Freelancer für alles Digitales.

Twitter: @Pixelaffe

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Ausprobiert: Logitech MX Master 3S im Test

Logitech hat nicht nur seine neue Tastatur, die Logitech MX Mechanical, vorgestellt (hier unser Test), auch die Logitech MX Master 3S ist neu im Programm. Wenn ihr die MX Master 3 schon einmal gesehen habt, dann werdet ihr feststellen, dass sich nicht wirklich etwas geändert hat im Vergleich zum Vorgänger. Unten gibt’s den Auswahlknopf zum Koppeln von bis zu drei Geräten, man findet da den An- und Ausschalter und die Abtasteinheit mit dem neuen Sensor.

Dieser löst mit bis zu 8.000 DPI auf, die Master 3 beherrscht „nur“ 4.000 dpi. Logitech setzt auch weiterhin auf seine „Darkfield Tracking“-Technologie, die sorgt dafür, dass die Maus auf einem Glastisch funktioniert. Funktioniert das? Ja. Definitiv, kann man echt machen, wobei ich dann eher zu einem Metall-Mauspad greifen würde. Persönliches Empfinden und Erfahrung. Zwar nutzt Glas nicht so ab wie meine Schreibtische aus Holz, aber für die unter Umständen aufliegende Hand finde ich es angenehmer.

Der Ladeport? USB-C und vorne raus. Bedeutet, dass man im Notfall ein Kabel anklemmen und weiter arbeiten kann. Logitech sagt, dass der Akku bis zu 70 Tagen halte. Konnte ich nicht testen, so lange habe ich die Maus noch nicht. Aus dem Bauch heraus würde ich aber sagen, dass das natürlich Sache ist, wie man selbst arbeitet. Ich lasse die Maus echt immer an, selbst wenn ich nicht mit ihr arbeite, aber das MacBook in der Nähe habe. Bedeutet: kürzere Akkulaufzeit für mich.

Linksseitig befindet sich nach wie vor die Daumentaste, die in der neuen Software frei belegt werden kann. Das ist weiterhin für meine Begriffe ganz gut gelöst und die meisten Menschen dürften ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen. Müssen wir nicht darüber reden, vermutlich wäre es schön, da eine echte Linkshänder-Variante zu haben.

An der Oberseite der Maus findet ihr weiterhin die linke und rechte Taste, den Button zum Wechseln des Mausrad-Modus und das Mausrad. Das nennt sich MagSpeed-Rad und wurde laut Logitech neu erdacht. Das elektromagnetische Scrollen ermöglicht es, bis zu 1.000 Zeilen pro Sekunde zu überspringen. Wie erwähnt, alles identisch zum Vorgänger, aber neben dem Sensor gibt’s noch andere Verbesserungen.

So sorgen sogenannte Quiet Clicks dafür, dass bei gleichbleibendem Eingabegefühl dennoch 90 % weniger Klickgeräusche als beim Vorgängermodell wahrzunehmen sein sollen. Da fragt ihr mich vermutlich, ob das stimmt. Und ja, die Maus ist wesentlich leiser als der Vorgänger, den ich in zweifacher Ausführung hier an meinen Rechnern und Tablets nutze. Da klickt nichts großartig.

Was mir aufgefallen ist: Logitech setzt nun auf den neuen Bolt-Empfänger statt des bisherigen Unifying-Receivers. Man bleibt aber bei USB-A. Solltet ihr also eure Geräte schon vor dem Betriebssystem-Boot nutzen wollen, dann dürft ihr bei den Geräten nicht auf Bluetooth setzen, sondern müsst den Dongle an den Rechner anklemmen. Unter Umständen wird dann ein USB-C-Adapter fällig, denn beispielsweise die neuen Macs haben gar keinen USB-A-Anschluss mehr.

Ich verwende derzeit an meinem Hauptarbeitsplatz ein MacBook Pro am Monitor, dazu die MX Keys und eben die Logitech MX Master 3S. Angeschlossen sind die beiden über Bluetooth, da ich keine Lust habe, irgendwelche Dockingstations zu nutzen oder Dongles anzuklemmen. Nachdem der Rechner an ist, kann es immer so 3 bis 4 Sekunden dauern, bis die eingestellte Geschwindigkeit übernommen ist.

Und der Sensor? Den kann man in der App bezüglich der Abtastrate der Maus justieren. Bis 8.000 DPI geht’s da hoch – laut Logitech ist diese Option besonders dafür gedacht, sich besser und genauer auch über große Monitore hinweg zu bewegen. Da muss man das Ganze für sich selbst herausfinden. Ich muss ehrlich gestehen: Natürlich merkst du das auf sehr großen Monitoren, dass du flotter und genauer unterwegs bist. Ich bin aber sowohl bei Spielen als auch bei der Arbeit unter Windows / macOS zur Erkenntnis gekommen, dass zumindest für mich der neue Sensor keine Verbesserung ist, der mich zur Anschaffung eines neuen Modells veranlassen würde. Da habe ich eh schon immer an den Systemeinstellungen für Maus und Tastatur gearbeitet und das für mich ideal eingestellt. Meistens bewege ich ja schnell von A nach B, um an Stelle B etwas zu machen. Das mache ich mit 4.000 DPI genauso wie mit 8.000 DPI.

Kostenpunkt? Die Logitech MX Master 3S gibt es in den Farben Graphite und Pale Grey zum Preis von 129,99 Euro. Als Vergleich: Die MX Master 3 liegt bei derzeit ca. 65 Euro, kostet also nur etwa die Hälfte.

Was bleibt am Ende? Ich kann mir derzeit persönlich keine bessere Maus vorstellen, aber diese Aussage trifft auch auf den Vorgänger zu. Ich kann über die Software viele Dinge anpassen, ich kann sie sehr schnell mit bis zu drei verschiedenen Geräten koppeln, was ein absoluter Mehrwert ist – und qualitativ ist sie, wie auch der Vorgänger, sehr hochwertig. Die Anschaffung der Logitech MX Master 3S ist Ermessenssache. Es soll Leute geben, die sich am Klicken der MX Master 3 stören. Für die dürfte die Logitech MX Master 3S ein Geschenk des Himmels sein. Was ich machen würde, wenn ich ein neues Setup aufbauen müsste? Tatsächlich weiterhin zur MX Keys mit der günstigeren MX Master 3 im Bundle greifen.

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