Tineco Carpet One: Teppich – und Polster-Reinigungsgerät im Test

Tineco, ein Name, der hier im Blog schon des Öfteren gefallen ist. Jener gehört zu einem Hersteller, der zuletzt unter anderem durch seine Saug- und Wisch-/Saug-Lösungen aufgefallen war. Einige davon hatten wir in der Vergangenheit dann auch im Test. Nun ist in Deutschland auch jüngst das aktuelle Gerät, der Tineco Carpet One, für 499 Euro vorbestellbar geworden und soll noch gegen Ende dieses Monats erscheinen. Hierbei handelt es sich um ein Gerät speziell für Teppiche und Polstermöbel, welche dadurch gereinigt werden sollen. Dafür setzt der Carpet One unter anderem auf die iLoop-Technologie, die Schmutzgrade selbstständig erkennen und den Reinigungsdurchsatz entsprechend anpassen soll.

Ich habe mir den Carpet One hier daheim mal genauer anschauen dürfen und damit nicht nur unseren Wohnzimmerteppich, sondern auch unser Sofa „porentief“ gereinigt. Hier noch einmal sämtliche Spezifikationen des neuen Carpet One im Vergleich zum ebenfalls neu vorgestellten, aber weniger intelligenten iCarpet:

Produktspezifikationen:

iCarpet CARPET ONE
Abmessungen 290*415*1110 mm 290*415*1110 mm
Gewicht (Hauptteil) 7,5 kg 7,5 kg
Farbe Black Black
Zubehör 2,5 Meter Schlauch, Flecken-Entfernungs Tool, mobiler Tank zum Herausnehmen 2,5 Meter Schlauch, Flecken-Entfernungs Tool, mobiler Tank zum Herausnehmen
Kabellänge 6,5 m 6,5 m
Max. Saugkraft 130 AW 130 AW
Geräuschpegel 84dB 84dB
Filterleistung N/A N/A
Fassung Schmutzwassertank 1.5L 1.5L
Fassung Frischwassertank 2L 2L
Spülfreies Filterreinigungswerkzeug Ja Ja
Technologien HeatedWash, Power Dry, Screen iLoop, HeatedWash, Power Dry, Dryness Meter, LED-Screen
UVP 399 EUR 499 EUR

Das Gerät kommt in einer recht wuchtigen Verpackung nach Hause, wiegt auch stolze 7,5 kg. Ihr solltet euch darauf einstellen, dass man hier keinen leichten Handstaubsauger bedient. Der Zusammenbau geht schnell und unkompliziert vonstatten, weshalb der Carpet One zügig einsatzbereit ist. Lediglich noch den Schmutzwasserbehälter einrasten lassen und den Frischwasserbehälter mit Wasser und zwei Kappen vom mitgelieferten Reiniger befüllen und schon kann es losgehen.

Mit seiner Kabelaufhängung an der Rückseite erinnert mich der Carpet One auf den ersten Blick ein wenig an einen Wischsauger aus dem Hause Vorwerk. Die verzichten auf einen Kabeleinzug, der auch hier am Tineco gar nicht mal so unangebracht gewesen wäre. Sei es drum, die Kabelaufhängung ist dafür groß genug, um das gesamte Kabel zu fassen. Eine kleine Klammer sorgt am Ende dafür, dass sich das Kabel beim Umsetzen des Carpet One nicht selbstständig löst.

Was mich mehr stört, ist, dass leider für den mitgelieferten Schlauch und das „Fleckenentfernungstool“ keine Option vorhanden ist, um alles am Gerät zu verstauen. So liegt der 2,5 m lange Schlauch dann erstmal störend rum, bis er Verwendung findet.

Das Prinzip des Carpet One ist eigentlich recht simpel erklärt: Nach dem Einschalten bringt das Gerät (mit 130 AW – 1.300 Watt) kontinuierlich Wasser aus dem Tank auf dem Teppich auf, welches auf knapp 40 Grad Celsius erwärmt wurde. Parallel wird dieses Wasser aber auch gleich wieder abgesaugt, sodass gelöster Schmutz und Co. direkt aufgenommen werden. Ist man mit seiner Reinigung fertig, kann man auf den Dry-Modus schalten (alles komfortabel am Haltegriff) und schon beginnt der Carpet One, heiße Luft (rund 75 Grad Celsius) durch das Gewebe zu pusten.

Dabei erkennt der iLoop-Sensor, wie hoch die noch vorhandene Wassermenge auf dem Teppich ist und zeigt diesen Zustand dann auch auf dem Display des Saugers an. Je kleiner der angezeigte Balken, desto mehr Trocknung ist noch notwendig. Für unseren Deko-Teppich im Wohnzimmer (2 m x 2,7 m) brauchte es etwa eine halbe Stunde Reinigung, bis ich dann den Eindruck hatte, dass jener nicht nur sauber, sondern auch wieder einigermaßen getrocknet war.

Der iLoop-Sensor erkennt aber nicht nur die Feuchtigkeit, sondern auch den Verschmutzungsgrad der zu reinigenden Oberfläche. Im automatischen Modus des Carpet One zeigt ein blauer Ring im Display an, dass die jeweilige Stelle nicht zu sehr verschmutzt ist, die Reinigungsleistung wird dann automatisch minimiert. Sobald sich der Ring rot färbt, erhöht der Carpet One dann aber den Wasserdurchfluss und die Saugleistung, was auch zu hören ist. Das habe ich dann im Einsatz auf unserem Sofa ausprobieren können, welches wir normalerweise pfleglich behandeln, hin und wieder mal Schaumreiniger zum Einsatz bringen und es ansonsten regelmäßig absaugen.

Nach gut 10 Jahren Benutzung war die Reinigung mit so einem Gerät wie dem Carpet One aber wohl mal notwendig. Es ist schon krass zu sehen, wie viel Schmutz das Gerät nach gut anderthalb Stunden Reinigung aus den Polstern herausgeholt hat. Da wird sich sicherlich der eine oder andere Neu-Besitzer eines solchen Geräts vielleicht erschrecken.

Den mitgelieferten Schlauch und das „Fleckentfernungstool“ – eine Bürstenvorrichtung – kann man auf der Oberseite der Hauptbürste des Carpet One einklinken. Das Gerät stellt dann automatisch in den Zubehör-Modus um. Fortan wird die Absaugung direkt durch den Schlauch erledigt, ihr könnt aber eben auch manuell Wasser durch das Drücken des am Handstück angebrachten Schalters auftragen. Damit sollen sich dann beispielsweise besonders hartnäckige Flecken oder aber Treppenstufen besser reinigen lassen. Das funktionierte in meinem Test einigermaßen gut, die 2,5 m Schlauch sind aber nun einmal gerade an Treppen auch schnell erreicht. Da muss man den Carpet One händisch auf höhergelegene Stufen setzen. Das nervt ein wenig. Ebenfalls nervig: Die undeutliche, weil laute, Sprachansage des Carpet One. Zwar lassen sich die Ansagen beim Betrieb so besser wahrnehmen, nur gerade nach dem Einschalten ist der Carpet One noch gar nicht so laut, die fiesen Bahnansagen der „freundlichen“ Stimme stören dann umso eher. Jene lassen sich aber optional abschalten.

Ich hatte persönlich angenommen, dass der Carpet One nach einer Reinigung umständlich zu putzen wäre, aber da hat mich das Konzept von Tineco überrascht. Man entfernt den Schmutzwassertank per Handgriff oder kann auch eine Fußraste dafür verwenden, entleert diesen und spült ihn einmal ordentlich sauber. Anschließend noch die Hauptbürste am Gerät entfernen und säubern, was aber dank abnehmbaren Deckel und Klickverschluss kein Problem darstellt.

Am Ende der Reinigung sind mir vor allem auf dem Sofa allerhand Wollmäuse (oder eher Wollwürste) aufgefallen, die man entweder per Hand oder eben mit einem Staubsauger entfernen muss. Diese werden durch die Hauptbürste erzeugt, in unserem Fall sind es vor allem Fussel und Katzenhaare, die sich hier vermengen und vom Carpet One einfach liegengelassen werden. Da wäre es schöner, wenn das Gerät jene auch direkt aufnähme und ich sie am Ende nur wegspülen müsste.

Das Display des Carpet One ist meiner Meinung nach ideal für alle Zwecke des Geräts. Man sollte sich aber dennoch mal vorweg das Handbuch zu Gemüte geführt haben. Ansonsten erschließen sich nicht sofort alle Anzeigen von alleine. Am Handgriff gibt es hingegen nur den Schalter für Ein/Aus und den Modus-Schalter (Dry, Auto und Max). Die Verarbeitung des Carpet One ist meiner Meinung nach hochwertig und spiegelt auch den Preis von gut 500 Euro wider. Da es sich um ein Gerät handelt, das eher eine Nische bedient, sollte man sich aber natürlich mit ausführlichen Preisvergleichen vor dem Kauf auseinandersetzen. Meiner Meinung nach amortisiert sich der Carpet One dank seiner einfachen Handhabung und sehr guten Reinigungsleistung aber gefühlt schnell – aber das mag jeder anders bewerten.

Eine App gibt es zum Tineco Carpet One auch. Diese dient aber eher als eine Art Companion-App, zeigt beispielsweise auf, wie viel mit dem Gerät zuletzt gereinigt worden ist. Nutzen muss man sie meiner Meinung nach aber nicht und damit den Carpet One auch nicht zwingend in einem WLAN einbinden. Die maximal 84 dB Lautstärke im Betrieb empfand ich persönlich als akzeptabel und nicht zu laut für so ein Gerät. In Ruhe am Abend mal eben den Teppich reinigen ist damit aber natürlich nicht drin.

Eine Besonderheit sei außerdem noch erwähnt: Am unteren Ende der Rückseite befindet sich ein Fußhebel, der vor dem Reinigen manuell bedient werden muss, damit der Carpet One überhaupt in seine Betriebsbereitschaft geht. Rastet man das Gerät wieder in dieser Ausgangsstellung ein, beendet es auch automatisch den Wasserfluss. Leider erkennt der iLoop-Sensor nicht, wenn sich unter dem Carpet One mit einem Mal ein Holzfußboden befindet, der zu viel Feuchtigkeit eigentlich nicht leiden kann. Er wässert dann einfach weiter. Der Nutzer muss also aufpassen. Mir ist dies beispielsweise beim Reinigen des Teppichs im Wohnzimmer passiert, als ich über die Teppichkante hinweg auf das Laminat gerutscht bin.

Dennoch ist mein Gesamteindruck vom Tineco Carpet One positiv. Die Verarbeitung ist top, die Reinigungsleistung im Test enorm und die „intelligenten“ Funktionen durchaus nützlich. Da kann ich über das eine oder andere Manko des Geräts hinwegsehen. Aber man muss sich eben auch den Preis von aktuell rund 500 Euro vor Augen führen und ob man sich da für eine Einmal-Reinigung nicht eher ein entsprechendes Gerät ausleihen geht.

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Philips Hue: App erlaubt Steuern mehrerer Bridges mit einem Konto

Philips Hue hat seine App mit einem Update versehen. Obwohl das Changelog keine Neuerungen nennt, gibt’s eine etwas größere. So lassen sich in den Einstellungen mehrere Hue-Bridges mit einem Konto verknüpfen. Philips spricht in der App aber nur von der Fernsteuerung mehrere Bridges unter einem Account über „Hue Homes“. Hierbei handelt es sich vermutlich nur um die Option, über einen Account Bridges in unterschiedlichen Häusern oder Wohnungen aus der Ferne zu steuern. Das Grundproblem einiger Nutzer mit einem großen Setup? Es muss ein zweiter Account in der Hue-App genutzt werden, wenn man mehr als eine Bridge im Haushalt hat – oder man nutzt irgendwelche Bastellösungen und steuert seine Leuchten nicht über die Hue-App.

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Google Nest Hub: Der Geburtstags-Countdown kommt

Nest Hub Displays von Google können bald Nutzern helfen, Geburtstage zu feiern, indem sie die Tage bis zu eurem Geburtstag sowie zu Geburtstagen eurer Freunde und Familie herunterzählen. Wenn der Geburtstag eines Familienmitglieds oder eines Kontaktes näher rückt, wird ein täglicher Countdown auf dem Display angezeigt. Um den Geburtstags-Countdown auf dem Display zu nutzen, müssen Anwender persönliche Ergebnisse zulassen. Gut: Laut Google wird diese Funktion in den nächsten Tagen verteilt. Schlecht: Diese Funktion ist erst einmal nur auf Geräten verfügbar, die auf Englisch eingestellt sind – warum auch immer.

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Bosch Cookit: Smartes Küchengerät im Alltagstest

Über anderthalb Jahre hat Bosch sein Thermomix-Pendant namens „Cookit“ am Markt. Anders als Lidls Monsieur Cuisine, welcher dem Thermomix ebenfalls nacheifert, setzt sich der Cookit nicht über einen günstigeren Preis ab. Im Gegenteil: Zu einem Preis von 1.299 Euro ist man ähnlich teuer wie der Thermomix TM6 von Vorwerk. Mangels Thermomix ist es mir aber nur möglich, die beiden Modelle auf dem Papier zu vergleichen. Sollte sich die Möglichkeit auftun, so werde ich einen Direktvergleich nachreichen. Bedeutet für diesen Erfahrungsbericht: Er fokussiert sich nur auf das Küchengerät aus dem Hause Bosch.

Bosch verspricht mit dem Cookit einen „Alleskönner“. So kommt die Multifunktions-Küchenmaschine mit einem 3-Liter-Kochtopf und bietet neben Guided-Cooking-Programmen auch 24 Automatikprogramme sowie manuelle Modi. Mit dem Topfvolumen von 3 Litern setzt man sich vom TM6 mit 2,2 Litern ab. Allein der spülmaschinengeeignete Edelstahltopf bringt etwa 3 Kilo auf die Waage. So muss man sich schon mit beiden Händen an den verbauten Griffen festhalten, wenn man mit dem Topf hantiert. Ebenfalls unterscheidet man sich durch die Funktion zum Anbraten: Da sind bis zu 200 Grad möglich.

Der Cookit kommt mit einem umfangreichen Zubehör-Paket. So liegt neben dem Universal-Messer der Zwillingsrührbesen sowie der 3D-Rührer bei. Außerdem gibt es einige Schneide-Scheiben samt Zubehör, um beispielsweise Gemüse zu zerkleinern. Seid ihr bereits mit einer MUM-Küchenmaschine unterwegs, dann sind deren die Schneide-Scheiben auch mit dem Cookit kompatibel. Ebenfalls im Lieferumfang beiliegend ist der Dampfgareinsatz. Auf bis zu 3 Etagen lässt sich beim Dampfgaren das Volumen auf 4,7 Liter erweitern. Zudem mitgeliefert werden ein Küchenspatel sowie ein Rezeptbuch – falls Apps nicht so euer Ding sind.

Steht der 9-Kilo-Koloss, dann geht die Einrichtung flott von der Hand. Einplanen solltet ihr hierbei knapp 31 x 34 x 42 Zentimeter auf der Arbeitsfläche. Das etwa 5 Zoll (ca. 13 cm) große Touch-Display führt Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess: Wi-Fi verbinden, den Standort zwecks Siedepunktautomatik hinterlegen und die Home-Connect-App koppeln. Die ist sowohl für Android-, als auch iOS-Geräte verfügbar und umfasst weitere smarte Gerätschaften aus dem BSH-Ökosystem. Auf Wunsch bietet der Cookit eine Einführung in Gerät sowie Zubehör.

Im Regelfall spielt der Cookit ein, zwei, drei Updates ein, bevor ihr loslegen könnt. Während der Updates ist die Bedienoberfläche des Cookits zwar sichtbar, doch das Gerät arbeitet dann so am Limit, dass es faktisch unbedienbar ist. Für den Regelbetrieb reicht die Performance aus. Übrigens: Auch mit feuchten Händen war das Display noch bedienbar. Zur Not bleibt der Sprachassistent auf Zuruf – aber der Reihe nach.

Über das Touch-Display lassen sich sämtliche Funktionen des Cookit bedienen. Darunter lassen sich neben manuellen Programmen sowie Automatikmodi auch Rezepte für das Guided-Cooking auswählen. Letztgenanntes führt euch Schritt für Schritt durchs Rezept. Wem das Bedienen am Gerät selbst zu klein oder wenig performant ist, der greift zur App. Die App bringt mehr Rezepte mit, als jene, die auf dem Gerät abgespeichert sind.

Ein Blick auf die App zeigt, dass sich Automatikprogramme lediglich über das Gerät selbst auswählen lassen. Die App dient vorrangig dazu, Benachrichtigungen vom Gerät zu erhalten oder eben durch die Rezepte zu navigieren. Ebenfalls integriert: ein QR-Code-Scanner. Der überträgt die Rezepte aus dem haptischen Kochbuch aufs Gerät. Wobei ihr, wenn ihr das Smartphone zur Hand habt, auch durch die Rezepte in der App scrollen könnt.

Rezepte in der App lassen sich mittels weniger Handgriffe einsehen und an den Cookit senden. Etwas komisch in der Handhabe: Dazu muss das Gerät aus dem Standby-Betrieb aufgeweckt werden. Das lässt sich, zwar via App erledigen, könnte man aber einfacher handhaben.

Weiter lassen sich in der App Rezepte favorisieren sowie in Sammlungen zusammenfassen. Mit dem jüngsten Update bringt man zudem die Möglichkeit, eigene Rezepte anzulegen. Hier soll via Update noch die Möglichkeit für eigene Rezeptfotos folgen. Am bequemsten ist es wohl, dass man hier direkt einen Suchbegriff in die Tasten haut, beispielsweise die Hauptzutat, um Rezeptvorschläge zu erhalten. Ansonsten bringt die App leider nur noch Zugriff auf Netzwerkdetails des Cookits sowie Bedienungsanleitungen mit. Wer gehofft hat, das Gerät aus der Ferne mittels App anzuwerfen, um das Essen von unterwegs vorzuwärmen – der wird, vermutlich auch aus Sicherheitsgründen, enttäuscht.

Inzwischen ist die Auswahl an Rezepten ansehnlich. Klar, man bringt noch nicht die Menge an Rezepten, wie die Konkurrenz mit, aber man arbeitet daran. Die Möglichkeit, die Portionsgröße anzupassen, gibt es (bisher) nicht. Aufgrund des vielfachen Nutzerwunsches hat Bosch dieses Thema aber auf dem Schirm. Über die Automatikprogramme und das manuelle Kochen könnt ihr sicherlich auch von einigen Thermomix-Rezepten profitieren. Nach dem Gelingen könnt ihr diese, wie eben beschrieben, über die App hinterlegen.

Etwas umfangreicher sind die Bedienmöglichkeiten via Alexa-Skill. Seid ihr mit einem Echo Show unterwegs, dann könnt ihr Rezepte auf jenem durchsuchen und via Sprachbefehl an den Cookit schicken. Zudem könnt ihr mit Alexa das Gerät aus dem Standby wecken, die Restlaufzeit oder auch die Zutatenliste bzw. den nächsten Schritt erfragen. Außerdem kann Alexa auf Befehl die Zubereitung sowohl starten als auch stoppen. Leider bietet man nicht die Möglichkeit bei fertigem Zubereitungsschritt über Alexa auch proaktiv eine Benachrichtigung auszuspielen, denn der interne Piepton ist recht kurz und auch in höchster Lautstärke im Nebenraum leicht zu überhören.

Zwei, drei Worte muss ich zur Verarbeitung loswerden. Das Gerät, ich bezeichnete es eingangs als Koloss, macht einen massiven Eindruck. Dies gilt auch für den Edelstahltopf. Das wirkt alles gut verarbeitet. Anprangern muss ich zu diesem Preis das vergleichsweise wenig massive Zubehör aus Plastik. Insbesondere der 3D-Rührer wirkt zwar ebenfalls gut verarbeitet, aber das Plastik-Metall-Gemisch macht zu diesen Kosten einen weniger wertigen Eindruck. Das Zubehör rastet aber problemlos ein und der Cookit erkennt beispielsweise auch, ob der Deckel geschlossen ist etc.

Kommen wir zum Eingemachten: Wie schlägt sich der Cookit beim Kochen und Backen? Nun ich habe zahlreiche Gerichte durchexerziert – sowohl im manuellen Modus als auch die Automatikmodi und die Möglichkeit zum Guided-Cooking. Kurz vorab: Wer sich vom Gerät nicht „bevormunden“ lassen möchte, der kann den Cookit mit den manuellen Einstellungsmöglichkeiten vollumfänglich ausnutzen. Zubehör wählen, Temperatur, Umdrehungen und Zeit und ab dafür.

Der Cookit liefert 600 Watt Leistung. Mit Kochfunktion sind es gar 1.700 Watt. Im Gerät verbaut sind zwei Temperatursensoren. Wobei auf dem Topf ein Aufkleber für einen Sensor aufgeklebt ist. Der darf anscheinend nicht ab, dürfte sich aber nach vielen Spülvorgängen sicherlich ablösen. Das ist in meinen Augen unglücklich gelöst. Getreide schroten kann der Cookit übrigens nicht. Die Zutaten lassen sich direkt im Gerät abwiegen, die integrierte Waage ist aber träge. Oftmals pendelt die Anzeige zwischen verschiedenen Werten. Und das Ganze ist leider etwas verzögert beim Reinkippen.

Ich habe im Cookit beispielsweise Popcorn zubereitet. Das ging klasse, man muss sich um nichts kümmern und es brennt trotz Zuckerzugabe und Karamellisierungsprozess nichts rein. Gemüse im Dampfgareinsatz garen? Kein Problem und wird vom Ergebnis vergleichbar mit dem vollwertigen Einbaudampfgarer meiner Eltern. Testete ich beispielsweise mit frischen Bohnen. Und auch das Lachs-Soufflé: ein Traum. Kürbissuppe im Winter funktionierte ebenfalls prima. Zwiebeln im Gerät anschwitzen, Kürbis zerkleinern das funktionierte alles 1A.

Ebenfalls geschickt war die Wärmeunterstützung beim Zubereiten von Teig. Hier sollen bis zu 1,5 Kilogramm in einer Portion möglich sein. Mit kleineren Mengen hat der Cookit eher seine Probleme. Ein Strudelteig stellte den Cookit vor keine Herausforderung. Anfangs hatte ich etwas Vorbehalte zwecks Knetteigen, da nicht, wie bei einer herkömmlichen Küchenmaschine, ein Knethaken möglich ist –  die erprobten Gerichte funktionierten aber ohne wenn und aber.

Ein richtiger Allrounder also? Soweit würde ich nicht gehen. So waren bei den Rezepten vom Guided-Cooking einige dabei, die es erforderten, dass man den Topf zwischendrin ausspült – oder man eben einen zweiten Topf zur Hand hat. Auch der ständige Zubehörwechsel für z. B. Mousse au Chocolat (übrigens sehr leckeres Rezept, was man da mitbringt) geht tierisch auf die Nerven. Da sollte man vom Guided-Cooking abweichen und gerade nicht „alles im Cookit“ erledigen, sondern parallel auf einen Handmixer setzen. Auch ist es im laufenden Betrieb nicht immer einfach, das Zubehör im gefüllten Topf zu wechseln.

Im Allgemeinen lässt sich der Cookit zwar gut ausspülen und man profitiert davon, dass sich das Messer und der Inneneinsatz komplett entnehmen lassen – während des Kochens möchte man dennoch nicht ständig spülen. Je nach Rezept lässt sich der Spülaufwand nicht rechtfertigen und der Griff zu herkömmlichen Methoden wäre zeiteffizienter.

Bosch setzt im Cookit auf einen Antriebsmotor mit Kohlebürsten. Da soll es bekanntlich Verschleiß geben. Hierfür möchte ich aber keine Langzeitprognosen treffen. Auch sonst würde ich mich für die Zuverlässigkeit des Geräts nicht verbürgen. So hatte mein erstes Gerät einen Fehler. Da war es zeitweise nicht möglich das Gerät zum Drehen und Erhitzen zu bringen. Der Fehler sollte nach Angaben von Bosch mittels Software-Update inzwischen bei sämtlichen Nutzern behoben sein.

Das Austauschgerät spuckte zeitweise Probleme mit dem Temperatursensor aus. Das war insbesondere inmitten eines Kochvorgangs nervig, da ging dann nichts mehr. Mit dem aktuellen Gerät konnte ich keine Probleme feststellen, sollte sich da etwas auftun, dann werde ich es nachtragen. Ansonsten tippe ich darauf, dass ich wohl leider ein Montagsgerät erwischt hatte.

Das beschriebene Gesamtpaket Cookit gibt es zu einem Kostenpunkt von 1.299 Euro. Wer da zugreifen möchte, der sollte zumindest nach einer Aktion Ausschau halten. Da gibt es oftmals einen zweiten Topf dazu, Der schlägt im Einzelkauf bereits mit über 200 Euro zu Buche. Viele Rezepte sind, wie im Test beschrieben, auf einen solchen ausgelegt. Ansonsten heißt es improvisieren und eben nicht rein mit dem Cookit arbeiten. Bei einem einfachen Teig bleibt oftmals der Griff zur regulären Küchenmaschine. Da ist der Topf schneller gespült und auch eine kleinere Menge machbar. Heißt: Bei mir tut der Cookit eher ergänzend seinen Dienst. Ob das Gerät 1.299 Euro wert ist, darüber kann man streiten. Hierfür bekommt man tatsächlich ein vielseitiges Küchengerät mit einigem Zubehör.

Überzeugt haben mich insbesondere der Gelingfaktor der Rezepte sowie die Bandbreite an Funktionalität. Für mich praktisch, dass ein Dampfgarer mitkommt, da ich viel Gemüse koche. Die ausprobierten Rezepte waren durch die Bank weg geschmacklich super, auch wenn der Weg dorthin oftmals als weniger steinig beworben wird. Vorbehalte, dass sich solch ein Gerät lediglich für Suppen- und Smoothies eignet, wurden im Keim erstickt. Leider war die Ausbeute an smarter (Steuer-)Funktionalität überschaubar. Dass sich da aufgrund des Sicherheitsfaktors einiges an Automationen nicht machen lässt, ist aber nachvollziehbar.

Produkt Typennummer Ausstattung Preis
Bosch Cookit MCC9555DWC
  • Küchenmaschine mit Kochfunktion
  • Mit Temperaturen bis zu 200 Grad – für echtes Anbraten
  • XL-Topf mit 3,0 l Fassungsvermögen – auch für Familienportionen
  • Inklusive Kochbuch
  • Inklusive umfangreichen, professionellen Werkzeugen und Zubehören (Zwillingsrührbesen, 3D-Rührer Universalmesser, Wendeschneidscheibe, Wenderaspelscheibe, Dampfgareinsatz, Dampfgaraufsatz)
  • Drei verschiedene Kocharten: Guided Cooking, 24 Automatikprogramme und manueller Modus
  • Vernetzung mit der Home Connect App
  • Integrierte Waage mit präzisen 1-Gramm-Schritten bis 5 kg

Beiliegendes Zubehör:

1. Küchenspatel: wendet und rührt alle Zutaten


2. Universalmesser: zerkleinert nahezu alles


3. 3D-Rührer: rührt gleichmäßig und lässt nichts anbrennen


4. Zwillings-Rührbesen: schlägt Schaum cremig und Sahne steif


5. Schneidwendescheibe: schneidet perfekte dünne und dicke Scheiben


6. Raspelwendescheibe: hobelt Zutaten optimal grob oder fein


7. Dampfgarzubehör: gart gleichzeitig und schonend auf bis zu drei Ebenen


Außerdem dabei: Unser Cookit Rezeptbuch mit vielen Tipps, Ideen und Inspirationen.

1.299,00 Euro
Bosch Cookit XL-Topf MCCA1BO
  • XL-Topf mit 3,0 l Fassungsvermögen – auch für Familienportionen
  • Edelstahl
229,99 Euro
SuperCut Wendescheibe MUZ9SC1
  • Für den exakten Schnitt bei weichen oder faserigen Lebensmitteln
21,99 Euro
Asia-Gemüse-Scheibe-Edelstahl MUZ9AG1
  • Zerkleinerungsscheibe für Salate, Gemüse, Wok- und andere Gerichte
21,99 Euro
Reibscheibe fein, Edelstahl MUZ9FG1
  • Zum Reiben von Nüssen, Schokolade oder Hartkäse
21,99 Euro

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Aqara G2H Pro HomeKit Camera Hub startet in Deutschland

Aqara startet mit einer neuen Kamera in Deutschland. Dabei handelt es sich um den Aqara G2H Pro HomeKit Camera Hub. 76 Euro kostet die Kamera derzeit (z. B. im Apple Shop direkt) und das ist durchaus fair für das Gebotene, denn die Kamera ist nicht nur in gängigen Systemen nutzbar, sie ist ein kompletter Hub für Zigbee-Geräte. Hier lassen sich dann die Sensoren von Aqara einbinden, Bewegungsmelder, Tür- und Fenstersensoren und natürlich Leckageerkennung und Temperatursensoren.

Zigbee 3.0 wird unterstützt und bis zu 128 Geräte können angeschlossen werden. Wer nicht auf HomeKit setzt, der kann Speicherkarten bis zu 512 GB Größe zur Aufzeichnung nutzen. Ferner unterstützt die Aqara G2H Pro NAS-Speicher, die das Samba-Protokoll verwenden, aber Anwender müssen dennoch eine SD-Karte in die Kamera eingelegt haben. Der Aqara Camera Hub G2H Pro hat eine HD-Kamera, die eine Auflösung von 1080p und 146° Weitwinkel unterstützt. Natürlich auch mit automatischer Nachtsicht und 2-Wege-Audio.

Abstriche muss man aber auch machen. Weiterhin unterstützt die Cam nur das 2,4-GHz-WLAN und mit Strom wird die Aqara G2H Pro über Micro-USB versorgt. Dieser Anschluss wirkt auf mich 2022 immer fremder.

Besondere Stärke spielt sie natürlich durch die vollständige Unterstützung des HomeKit-Security-Systems aus. Es gibt also Privacy Area Masking, KI Gesichts- und Paketerkennung, personalisierte Mitteilungstönen und die Unterstützung des HomeKit-Alarm-Systems basierend auf den gekoppelten Sensoren und auch HomeKit Secure Video.

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