Google beschwert sich bei der EU über Microsoft

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Google hat laut Euronews eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht und wirft Microsoft wettbewerbswidrige Praktiken im Rahmen seines Cloud-Lizenzierungsmodells vor.

Im Zentrum der Beschwerde steht Microsofts Cloud-Plattform Azure, die nach Ansicht von Google europäische Nutzer davon abhält, ihre Cloud-Dienste auf die Angebote von Wettbewerbern umzustellen.

Laut Google koppelt die Plattform Kunden an den Windows-Server, welcher eine Schlüsselrolle in Microsofts Anwendungs- und Dienstleistungsökologie spielt. Zudem behauptet Google, Microsoft bestrafe Unternehmen finanziell, die Services anderer Cloud-Anbieter in Anspruch nehmen möchten, und schaffe zusätzliche Hürden in Form von Sicherheits- und Interoperabilitätsproblemen.

(Update: Hier der Beitrag von Google zum Thema)

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Deutsche Post: Briefporto darf (und wird) steigen

DHL Headquarters in Bonn, Copyright: Deutsche Post DHL Group

Im April 2023 betonte die Deutsche Post noch, dass die Kosten für das Versenden von Briefen und Paketen in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ niedrig sind. Dies ließ bereits erahnen, was folgen könnte. Im Mai 2023 hatte die Deutsche Post angekündigt, dass eine Erhöhung des Briefportos ab 2024 unumgänglich sei.

Daher hat das Unternehmen bei der Bundesnetzagentur die Aufhebung der bis Ende 2024 gültigen sogenannten „Price-Cap-Maßgrößenentscheidung“ beantragt, die die aktuellen Portopreise genehmigt hat. Das Ziel ist es, auf Basis der aktuellen Entwicklungen bei Mengen, Umsätzen und Kosten, die signifikant von den Prognosen des Jahres 2021 abweichen, die Portokosten im nächsten Jahr zu erhöhen. Die Bundesnetzagentur hat mittlerweile dahingehend ihre beabsichtigte Entscheidung getroffen. Kurzform: Jau, die Post darf die Preise anheben.

Die Spielräume für Preisänderungen basieren auf der volkswirtschaftlichen Inflationsrate sowie der Rate des Produktivitätsfortschritts. Über die kommenden zwei Jahre wird eine Inflationsrate von 3,37 Prozent zugrunde gelegt. Die Rate des Produktivitätsfortschritts liegt bei Privatkunden-Briefen bei minus 7,11 Prozent, bei Geschäftspost ebenfalls bei minus 7,11 Prozent und bei Privatkunden-Paketen bei minus 3,84 Prozent. Diese Werte spiegeln vorhergesagte deutliche Rückgänge im Sendevolumen im Privatkunden-Segment sowie die spezifischen Kosten wider, die den regulierten Produkten auferlegt werden. Diese Kosten, die andere Brief- und Paketdienstleister nicht tragen müssen, kann die Deutsche Post unter gewissen Bedingungen über die verschiedenen Produktkategorien hinweg verteilen.

Für die einzelnen Bereiche (oder „Körbe“) ergeben sich die folgenden durchschnittlichen Erhöhungsmöglichkeiten:

  • Price-Cap Privatkunden Brief: 10,48 Prozent
  • Price-Cap Geschäftspost: 10,48 Prozent
  • Price-Cap Privatkunden Paket: 7,21 Prozent

Wie die Post die Spielräume bei der Preissetzung für die konkreten Produkte innerhalb der drei Körbe nutzt, obliegt der unternehmerischen Entscheidung. Es ist möglich, die Preise einzelner Produkte stärker und andere wiederum schwächer anzuheben. Die aktuellen Portopreise lassen sich hier einsehen.

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Meta beendet Peering-Beziehung mit der Deutschen Telekom

Die Diskussion ist schon alt. Netzbetreiber wollen gerne, dass die großen Anbieter im Internet zusätzlich für Dienste bezahlen. Die Netzbetreiber sacken sich also das Geld der Kunden und das der Anbieter, wie beispielsweise Meta, ein. Stichwort: Datentransportvertrag.

Als Grund führen die Netzanbieter aus, dass die Datenmengen steigen, die Infrastruktur ausgebaut werden müsse. Im Falle von Meta wurde sogar gerichtlich entschieden, dass Meta für die Nutzung der Netze Geld an die Telekom zahlen muss.

Diese bisherige, direkte Peering-Beziehung kündigt Meta aber nun auf. Laut Ansicht von Meta gefährdet die Telekom das freie Internet. Sie nutze ihre Marktmacht, um ihre Kunden in Deutschland hinter eine De-facto-Paywall zu stellen und ihnen damit potenziell den Zugang zu Internetdiensten zu verwehren, die für die Deutsche Telekom kostenlos sind.

Meta hat – laut eigener Aussagen – erhebliche Schritte unternommen, um seine Apps weiterhin direkt über die Deutsche Telekom verfügbar zu halten. Angesichts eines Gerichtsurteils bezüglich der geforderten beispiellosen und inakzeptablen Gebühren leitet Meta den Netzwerkverkehr nun über einen Drittanbieter-Transitanbieter, anstatt den Verkehr direkt mit der Deutschen Telekom auszutauschen.

Transitanbieter verbinden Dienste und Netzwerke über das Internet, wenn keine direkte Verbindung möglich ist. Meta hofft, dass die Deutsche Telekom entsprechende Anstrengungen unternommen hat, um sicherzustellen, dass das Benutzererlebnis der Apps oder anderer Dienste von Drittanbietern wie Video-Streaming-Plattformen in Deutschland durch den Wechsel zu einem Drittanbieter-Transitanbieter nicht beeinträchtigt oder gestört wird.

Wie seht ihr das? Sollten Anbieter von Internetdienstleistungen mit in die Verantwortung genommen werden? Letzten Endes benutzt man als Kunde und Anbieter ja eine solche Datenautobahn – und jene will mit einer Maut instand gehalten werden. Würden Unternehmen nicht herangezogen werden müssen, dann hat das vermutlich Folgen für den Kunden – denn wir müssten vermutlich mehr für den Zugang zahlen. Auf der anderen Seite darf man sich nichts vormachen. Hier geht es nicht nur darum, dem Kunden eine gut geteerte Datenautobahn zu bieten. Es geht um sehr viel Geld auf allen Seiten.

Update, hier das Statement der Telekom:

Anstatt das Urteil eines unabhängigen deutschen Gerichts zu akzeptieren, spielt Meta jetzt ein grobes Foul. Die Deutsche Telekom wird Meta ihre Datentransportleistung als Vorleistung für ihr online Geschäftsmodells weiterhin in Rechnung stellen.

Meta missbraucht erneut seine überragende Verhandlungsmacht, um berechtigte Anliegen der europäischen Telekommunikationsindustrie und der Verbraucherinnen und Verbraucher zu diskreditieren und eine faire Bezahlung zu erreichen. Es geht hier nicht etwa nur um eine Meinungsverschiedenheit zweier Unternehmen, sondern um die Frage, ob sich im Internet die Macht des Stärkeren durchsetzt oder es einen fairen Ausgleich unter allen Teilnehmern gibt. Wir wünschen uns, dass diese Debatte nicht auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger ausgetragen wird. Auch ein Unternehmen wie Meta steht nicht über dem Recht.

Leider folgt Metas Vorgehen einem Muster


Meta versucht, Steuern in Europa zu umgehen


Meta missachtet europäischen Datenschutz (siehe WhatsApp)


Meta versucht, seine NutzerInnen verbraucherschutzwidrig in Bezahlmodelle zu pressen


Meta belügt die Öffentlichkeit beim Thema Hate Speech.


Meta gab Daten an Cambridge Analytica und nahm damit indirekt Einfluss auf Wahlen

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AVM: FRITZ!OS 7.90 im Labor für 7 Modelle

FRITZ!OS 8 ist prinzipiell schon fertig –  zumindest offiziell für ein Modell. Ich habe das Gefühl, dass wir zeitnah einen großen Schwung von Aktualisierungen sehen, denn AVM verteilt viele Laborversionen für Router-Modelle, die grundsätzlich nur Feinschliff von Version zu Version laut Changelog erhalten. Nun ist es wieder so weit, AVM hat turnusmäßig wieder Laborversionen vom Stapel gelassen, ab sofort können Nutzer folgender Modelle ans Aktualisieren gehen: FRITZ!Box 6690, 6591, 6660 Cable, 7530 AX sowie 4060, 4050 und 4040. Bestandstester können wie gehabt über ihre Box aktualisieren und das Changelog einsehen, allen anderen würde ich nun grundsätzlich nicht empfehlen, so spät noch in den Testreigen einzusteigen. Wer das dennoch möchte, der kann dies unter avm.de/fritz-labor.

Changelog-Auszug anhand der 6591:

Internet:


Behoben Die FRITZ!Box in der Betriebsart IP-Client war instabil, wenn zusätzlich die Übertragung von Statusinformationen über UPnP deaktiviert war


System:


Verbesserung Detailverbesserungen

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ChatGPT: Advanced Voice wird verteilt (nicht in der EU)

OpenAI hat nach der Vorstellung seines Advanced-Voice-Modus etliche Kritiken eingesteckt. Vor allem Scarlett Johansson war wenig glücklich, da die Stimme Sky doch sehr nach ihrer eigenen klang. Nachdem man sich zurück ans Reissbrett begeben hatte, startet man ab sofort den Rollout des Modus. Alle Nutzer von ChatGPT Plus oder Teams werden die Features in der nächsten Woche erhalten – alle, außer denjenigen in der EU, Großbritannien, Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein. Insgesamt fünf Stimmen stehen zur Auswahl. Eine kleine Demo und mehr Insights, was der Modus kann, findet ihr im Thread auf X.

Advanced Voice is rolling out to all Plus and Team users in the ChatGPT app over the course of the week.

While you’ve been patiently waiting, we’ve added Custom Instructions, Memory, five new voices, and improved accents.

It can also say “Sorry I’m late” in over 50 languages. pic.twitter.com/APOqqhXtDg

— OpenAI (@OpenAI) September 24, 2024

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