Instagram erhebt die Views zur zentralen Metrik

Instagram nimmt im Hintergrund Änderungen vor. So hebt man in den Insights für Content-Ersteller jetzt die Views als die wichtigste Metrik hervor. Das betrifft die Reels, Stories, Fotos und Foto- und Video-Karusselle. Zuvor hatte man speziell für die Views andere Statistiken in den Vordergrund gerückt. Das ändert man, um die Übersicht zu vereinfachen und die verschiedenen Formate aneinander anzugleichen.

Laut dem Chef von Instagram, Adam Mosseri, sei das ein guter Weg, um den Erstellern von Inhalten die Chance zu geben, die Performance ihrer Beiträge besser zu verstehen und zu vergleichen. Es kann aber sein, dass es bei euch noch eine Weile dauert, bis diese Anpassung greift. Laut Mosseri werde die Veränderung innerhalb der nächsten Wochen schrittweise ausgerollt.

Seid ihr bei den Instagram Reels aktiv? Wie findet ihr diese Anpassung?

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

X: Kartellrechtliche Klage aufgrund Aufforderungen zum illegalen Boykott der Plattform

Das Logo des Musk-Unternehmens X (ehemals Twitter)

Das Logo des Musk-Unternehmens X (ehemals Twitter)

Der Kurznachrichtendienst X, genauer gesagt CEO Linda Yaccarino, richtet sich mit einem offenen Brief an Werbetreibende. Sie geht darin auf einen Bericht des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses ein. Im Rahmen des Berichts wurden Beweise für einen illegalen Boykott, darunter auch X, dargelegt. Konkret geht es hierbei um organisierte oder indirekte Taktiken der GARM‘ (Global Alliance for Responsible Media), um Plattformen, Inhaltsersteller und auch Nachrichtenorganisationen zu boykottieren.

Sie sieht dadurch den Markt untergraben, wenn Journalisten, Politikern und auch anderen Personengruppen der Kurznachrichtendienst vorenthalten wird. X hat aufgrund dessen kartellrechtliche Klage gegen GARM, die World Federation of Advertisers (WFA) und die GARM-Mitglieder CVS Health, Mars, Orsted und Unilever eingereicht. Die illegalen Aktionen der Organisation und ihrer Führungskräfte hätten, so Yaccarino, X Milliarden von US-Dollar gekostet. Steile These: Diverse Machenschaften im Rahmen der Übernahme von Musk haben sicherlich auch die eine oder andere Einbuße mit sich gebracht.

Trotz des Boykotts berichtet sie über einen Höchststand an Nutzern. Im August 2022 verbrachten die Nutzer 7,2 Milliarden aktive Minuten auf der Plattform. Heute sind es mehr als 9 Milliarden, was einem Anstieg von 25 Prozent entspricht. Auch bei den täglichen Videoaufrufen habe man Nutzerzuwachs zu verzeichnen: um 45 Prozent auf 8,2 Milliarden tägliche Videoaufrufe. Unterm Strich will sie damit Werbetreibende wieder von der Plattform überzeugen.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

TikTok muss sein Lite-Belohnungsprogramm in der EU dauerhaft einstellen

TikTok muss innerhalb der EU sein Belohnungsprogramm einstellen, welches man zeitweise für die Lite-App eingeführt hatte. Dazu ist zu sagen, dass TikTok jene Version seiner App innerhalb der Europäischen Union nur in zwei Ländern eingeführt hatte – in Frankreich und Spanien. Somit stand auch das kontroverse Belohnungsprogramm nur in jenen beiden Regionen stramm.

Worum ging es da genau? Nun, in TikTok Lite belohnte die Plattform Anwender, wenn sie jeden Tag hereinschauten und mit Videos interagierten. Viel Guthaben sprang dabei zudem nicht herum: Für eine geschlagene Stunde Videokonsum winkten gerade einmal 36 Cent in Form von Coin-Guthaben. Letzteres konnte dann später z. B. gegen Amazon-Gutscheine eingetauscht werden. Coins gab es auch für das Vergeben von Likes oder das Ansehen von Werbung.

The available brain time of young Europeans is not a currency for social media—and it never will be ??

We have obtained the permanent withdrawal of #TikTokLite “rewards”program, which could have had very addictive consequences.

The #DSA effect in full swing ?? pic.twitter.com/GS8i0shLVK

— Thierry Breton (@ThierryBreton) August 5, 2024

Der Vorwurf der EU-Kommission: Das ganze Belohnungsschema sein eine Masche, insbesondere junge Anwender geradezu süchtig nach dem TikTok zu machen. Nachdem bereits im April 2024 eine Untersuchung eingeleitet worden war, reagierte die Plattform zügig und fror das Belohnungsprogramm ein. Jetzt hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass TikTok das Lite-Belohnungsprogramm permanent aus der EU heraushalten werde.

TikTok verpflichtet sich, keine derartigen Belohnungssysteme mehr zu verwenden

TikTok hat sich laut der EU-Kommission außerdem dazu verpflichtet, in der EU auch keine ähnlichen Belohnungssysteme mehr einzuführen. Damit will man wohl jegliche Hintertürchen schließen. Sollte TikTok Zuwiderhandlungen begehen, drohen Strafen nach dem Digital Services Act (DSA). Die im April 2024 eingeläutete Untersuchung endet nun also vollständig mit der Einigung mit TikTok bzw. dessen Inhaber ByteDance.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Verbraucherschützer: Amazon, Meta und TikTok setzen den DMA nur mangelhaft um

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) übt Kritik an Gatekeepern wie Amazon, Meta und TikTok. Man wirft den Plattformen vor, die Verpflichtungen des Digital Markets Acts nur mangelhaft umzusetzen. Alle untersuchten Dienste nutzen laut den Verbraucherschützern weiterhin manipulative Designs, um umfassende Nutzerprofile zu erstellen.

So sollen die User etwa dazu gebracht werden, einer möglichst weitreichenden Zusammenführung personenbezogener Daten zuzustimmen. So erschweren alle Plattformen nach Ansicht des vzbv den Nutzern, bereits erteilte Einwilligungen in die Zusammenführung von Daten aus mehreren Diensten zu widerrufen. Um wiederum die Einwilligung zu erhalten, setzten alle untersuchten Anbieter manipulative Designs ein.

Die Manipulationen zogen sich durch die optische Gestaltung der Oberfläche, die Formulierungen und auch den notwendigen Aufwand, um die Datenzusammenführung neu zu konfigurieren. Beispielsweise spiele ByteDance bzw. TikTok mit der Sorge der Nutzer, indem angedeutet wird, die Plattform könnte ohne das ausgiebige Zusammenraffen möglichst persönlicher Daten kostenpflichtig werden. Meta suggeriert, dass die Einwilligung in die Datenzusammenführung vor allem das Nutzererlebnis verbessere.

Verbraucherschützer fordern Verbot von manipulativen Designs

Als Ergebnis fordert der vzbv, dass solche manipulativen und irreführenden Designs generell verboten werden müssten. Sie seien noch unzureichend reguliert. Laut DMA dürfen obendrein zentrale Plattformdienste nicht mit bestimmten anderen Diensten des gleichen Gatekeepers gekoppelt werden. Hier falle Facebook dennoch mit seinem Marketplace auf. Ohne Anmeldung mit einem Facebook-Konto, sei der Dienst nicht sinnvoll als Marktplatz nutzbar. Denn dann sind keine Kontaktaufnahmen mit Verkäufern möglich und es können auch keine eigenen Anzeigen erstellt werden.

Hier halte sich Meta laut den Verbraucherschützern nicht an den DMA, denn der Marketplace sei als zentraler Plattformdienst benannt worden. Er unterliegt also eigentlich dem Kopplungsverbot. Dennoch biete Meta keine Chance an, den Dienste sinnvoll ohne ein Facebook-Konto zu verwenden. Ob sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird? Dass Meta hier freiwillig tätig wird, ist wohl unwahrscheinlich. Vermutlich wird man abwarten und es auf einen etwaigen Rechtsstreit ankommen lassen.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Türkei sperrt Zugriff auf Instagram

Die türkische Regierung hat den Zugriff auf Instagram gesperrt. Die Sperre ist am heutigen Freitagmorgen in Kraft getreten. Wie lange sie dauern soll und mit welcher Begründung sie vorgenommen worden ist, bleibt zunächst offen. Es wird spekuliert, dass die Sperre mit der Tötung des Hamas-Terroristen Ismail Haniyyeh zusammenhängen könnte.

So hatte der türkische Regierungschef Erdogan die terroristische Organisation als „Befreiungskämpfer“ umgedeutet. In dem sozialen Netzwerk Instagram wurden laut dem Kommunikationsleiter Fahrettin Altun jedenfalls Beileidsbekundungen für Haniyyeh blockiert. Das könnte aus Sicht der türkischen Regierung ein Affront gewesen sein und zur Sperre geführt haben. So hatte man Instagram Zensur unterstellt.

Güne Instagram platformunun eri?ime engellenmesi ve sansürlenmesiyle ba?l?yoruz. Gerekçesi milli güvenlik ve kamu düzeninin korunmas?. / Access to Instagram platform has been blocked from Turkey as of this morning. https://t.co/TSppZrQQ3w

— Yaman Akdeniz (@cyberrights) August 2, 2024

Erdogan verhängt für den hochrangigen Hamas-Führer sogar einen Tag der Staatstrauer, den er als Märtyrer bezeichnete. Anders als andere Länder, welche die Hamas als Terrororganisation einstufen, unterhält die Türkei gute Beziehung zu der Gruppe. Ob die vermeintliche Instagram-Zensur aber nun der Grund für die Sperre in der Türkei ist, ist eben offiziell noch offen. Es könnte auch einen anderen Grund geben, von dem wir schlichtweg nur nichts ahnen.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies