Compress: Flott Videos komprimieren (Win, Linunx und macOS)

Compress ist eine kostenlose App, die es für Windows, macOS und Linux gibt. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Video schnell zu komprimieren. Hier werfe ich gleich ein: Wer sich mit Handbrake einigermaßen gut auskennt, der muss sich Compress nicht unbedingt anschauen.

Wer allerdings viele kleine Videos produziert und / oder teilt, der fährt mit Compress vielleicht ganz gut. Mittlerweile ist Version 5, genauer gesagt 5.0.6, am Start und da hat man Funktionen hinzugefügt. Ist aber ein bisschen schräg: Compress kann nun auch Bildschirmaufnahmen aufzeichnen. Aber: Das erfordert einen Login per Google-Konto, was ja Humbug ist. Ich habe mal beim Entwickler nachgefragt, der gab mir zur Antwort, dass man schauen wolle, wer diese Funktion nutzt – und man wolle später eine eigene Aufnahme-App anbieten. Eher eine Nicht-Antwort, von daher würde ich Compress weiterhin nur erst einmal zum Komprimieren nutzen. Für das Bildschirmaufzeichnen gibt es ja für jedes System so seine Lösungen (ShareX für Windows, Quicktime built-in am Mac, Kap oder eben auch QuickRecorder).

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Ubuntu 24.10 veröffentlicht

Am 10. Oktober wurde Ubuntu 24.10 „Oracular Oriole“ veröffentlicht. Gleichzeitig feiert Ubuntu seinen 20ten Geburtstag. Da es sich im Gegensatz zu 24.04 nicht um eine LTS-Version handelt, hat diese Version 9 Monate Support und wagt auch mehr Änderungen.

Eine der größten Änderungen ist GNOME 47, das nun nativ Akzentfarben unterstützt (vorher hatte Ubuntu eine eigene Version davon) und verbesserte Dialoglayouts bekommt. Auch der Dateimanager Nautilus bekommt einige größere Änderungen, wobei die meisten ihn näher an Dolphin oder Windows Explorer bringen, so werden Laufwerke jetzt als Links angezeigt und Netzwerk ist nur noch ein Eintrag hier. Die Suchfunktion warnt vor nicht indizierten Ordnern und Nautilus wird nun anstelle des GTK File-Pickers verwendet.

Technisch läuft Ubuntu 24.10 auf dem Linux Kernel 6.11. Als Paketmanager kommt erstmals APT 3.0 zum Einsatz. Wer das Terminal viel nutzt, wird merken, dass hier Farben und eine bessere Darstellung hinzugekommen sind. Damit sollten auch Fehler wie das Löschen des gesamten Basissystems reduziert werden. Da Explicit-Sync seit GNOME 46.1 auch größtenteils funktioniert, hat Canonical auf NVIDIA-GPUs, ab GeForce 900, Wayland als Standard-Session aktiviert. Probleme wie Flackern oder Grafikfehler hatte ich bisher in dieser nicht.

Als Hinweis, der neue Installer ab 24.04 stürzt zurzeit immer mal wieder ab. Bei mir hat nur eine Standard-Installation funktioniert, das Problem scheint aber noch nicht klar identifiziert zu sein. Ein Neustart der Live-ISO hat hier aber nach einigen Versuchen funktioniert. Ihr könnt das Betriebssystem wie gewohnt von der Website herunterladen. Dort findet ihr auch die Raspberry Pi Images.

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UTM Virtual Machines: Beta 4.6.0 bringt viele Neuerungen mit

Stammleser unseres Blogs werden die Software UTM sicher schon kennen. UTM fungiert als vollausgestatteter Systememulator und als Host für virtuelle Maschinen auf iOS und macOS, basierend auf QEMU. Vereinfacht ausgedrückt ermöglicht die Software das Betreiben von Betriebssystemen wie Windows und Linux auf Mac-Geräten sowie auf iPhones und iPads. Über die Funktionsweise mit macOS und Windows 11 habe ich bereits berichtet. Kürzlich wurde die Version 4.6.0 von UTM als Beta veröffentlicht, welche überraschend viele Neuerungen mit sich bringt. Wer keine Betas testet, der sollte derzeit bei der stabilen Version 4.5.4 bleiben.

Das Backend wurde auf die neueste Version von QEMU aktualisiert, was eine Vielzahl von Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen mit sich bringt. Für macOS 15 wurde die verschachtelte Virtualisierung für Linux-VMs, die das Apple Virtualization Backend auf M3 oder neueren Geräten nutzen, standardmäßig aktiviert. Außerdem können QEMU-VMs auf macOS 15 jetzt Total Store Ordering (TSO) aktivieren. Wenn TSO auf einem Gastbetriebssystem aktiviert ist, das das Systemregister (ein spezieller Speicherort innerhalb der Prozessorarchitektur, der zur Steuerung und Verwaltung von Betriebsfunktionen der CPU verwendet wird) kennt (wie Rosetta für Linux), kann die Leistung der Intel-Emulation innerhalb des Gasts erheblich verbessert werden.

Es gibt jedoch ein bekanntes Problem mit UTM auf macOS 15, bei dem der Zugriff auf Dateien aufgrund eines Berechtigungsfehlers fehlschlagen kann. Das Team untersucht dies derzeit sowie damit zusammenhängende Probleme. Bis zur Klärung wird kein Upgrade auf macOS 15 empfohlen. Das Update auf QEMU v9.1.0 könnte neue Probleme und Regressionen mit sich bringen. Sollten Nutzer auf Probleme stoßen (Abstürze, Leistungsprobleme, Fehler), die in Version v4.5.x nicht auftraten, wird darum gebeten, ein Issue zu eröffnen und alle angeforderten Informationen bereitzustellen.

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XFCE 4.20 bringt partiellen Support für Wayland

Die kommende Version von XFCE 4.20, geplant für den Dezember 2024, bringt erste Unterstützung für Wayland, den Nachfolger von X11. Wayland und X11 sind Display-Protokolle, die zur Verwaltung von grafischen Oberflächen in Linux genutzt werden. X11 ist dabei ein Urgestein aus dem Jahr 1984 und kann nicht mehr gut mit HiDPI oder HDR umgehen.

Wayland bringt diese Funktionen und ist dabei auch noch schlanker/effizienter. Gnome und KDE sind haben bereits vollständig auf Wayland umgestellt und laufen dort schon ziemlich vollständig. XFCEs Entwickler erwarten nicht vor 2025 vollen Support, hauptsächlich fehlt hier anscheinend noch der Fenstermanager Xfwm. Zumindest die Kernkomponenten xfce4-panel, xfdesktop, xfce4-settings und libxfce4ui werden mit 4.20 portiert. Ich bin zumindest gespannt, da XFCE immer noch sehr oft in Budget- oder Low-Power-Geräten (Raspberry Pi z. B.) eingesetzt wird. X11-Support soll übrigens auch darüber hinaus bestehen bleiben.

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Parallels Desktop 20 veröffentlicht

Mac-Nutzer wissen: Kommt ein neues macOS, ist auch die neue Parallels-Virtualisierungslösung da. Die neue Version markiert einen Meilenstein bei der Einführung von KI Funktionen. Um die Entwicklung von KI-Anwendungen zu vereinfachen, können Software-Entwickler mithilfe des Updates herunterladbare, KI-fähige virtuelle Maschinen aufsetzen, offline verwalten und betreiben. Die Version ist vollständig kompatibel mit macOS Sequoia und Windows 11 24H2. Zudem werden ein Management-Portal als Teil der neuen Enterprise Edition eingeführt sowie zahlreiche Updates für Windows-, macOS- und Linux-VMs.

Das Parallels AI-Paket ist ohne zusätzliche Kosten in den Parallels Desktop für Mac Business- und Enterprise- Editionen enthalten. Es ist auch im Verlauf des Jahres 2024 in der Parallels Desktop für Mac Pro Edition kostenlos erhältlich. Vermutung: Wer einen Mac hat und auf Windows entwickelt, der hat auch Zugang zu anderen gängigen KI Tools. Aber nun ja.

Um die KI-Entwicklung zugänglicher zu machen, enthält diese All-in-One-Lösung eine virtuelle Maschine, die mit 14 KI-Entwicklungs-Toolsets, Beispielcode und Anleitungen vorinstalliert ist. Dadurch können Entwickler schnell mit KI experimentieren und sie einsetzen. Mit einem Klick laden Benutzer die KI-fähige Parallels-VM herunter. Innerhalb der Lösung führen sie ein kleines Sprachmodell eines Drittanbieters aus und sind dabei vollständig vom Internet getrennt. Das Paket bietet Offline-Umgebungen und ermöglicht es Benutzern, Ressourcen anzupassen und den Netzwerkzugang für mehr Datenschutz zu deaktivieren.

Ansonsten tut sich für den normalen Anwender nicht viel, wohl aber für Unternehmen. Neue Enterprise-Edition mit Management-Portal gibt es nämlich: Das laut der Entwickler bisher fortschrittlichste Angebot, das für Organisationen entwickelt wurde, die mehr Kontrolle, Sichtbarkeit und Effizienz bei der Verwaltung von Parallels Desktop-VMs und Sicherheitsrichtlinien benötigen. Die neue Edition bietet erweiterte Lizenzierungsoptionen, die sowohl Single-Sign-On (SSO) als auch Volumenlizenzen unterstützen, sowie Premium-Support und Onboarding.

Preise? 99,99 € für die Jahreslizenz von Parallels Desktop 20 für den Mac. Bei der Pro- (119,99 €) und Business-Edition (149,99 €) sind die Preise etwas höher. Das Upgrade von einer aktuellen Version liegt bei 69,99 €.

Alternativen? UTM, VirtualBuddy und natürlich die VMWare-Geschichte:

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