Kennt ihr vielleicht: Das Paket kommt nicht an, liegt ohne Info beim Nachbarn oder der Briefkasten bleibt leer. Der Frust der Verbraucher sitzt tief, das zeigen die neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur. Im ersten Halbjahr gingen beim Mängelmelder der Behörde laut Bericht satte 35.728 Beschwerden über Post- und Paketdienstleister ein, ein deutlicher Sprung im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 23.000 Meldungen.
Der drastische Anstieg ist allerdings auch technischer Natur. Seit Herbst des vergangenen Jahres lässt sich der Ärger über ein einfaches Multiple-Choice-Verfahren mit wenigen Klicks beim Mängelmelder melden. Die Hürde, sich offiziell zu beschweren, ist dadurch extrem gesunken.
Wenig überraschend richten sich 87 Prozent der Beschwerden gegen den Marktführer Deutsche Post/DHL. Der Konzern wiegelt ab und spricht von einer aufgeblähten Statistik, die vor allem subjektiven und oft unberechtigten Frust anziehe. Zudem gab es im ersten Halbjahr keine einzige offizielle Prüfung wegen gehäufter Probleme in bestimmten Regionen. Neben der Post fällt vor allem DPD negativ auf, die mit rund 5 Prozent aller Beschwerden den zweiten Platz belegen, deutlich vor Hermes und GLS.
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