Die Deutsche Post, bald nur noch DHL, bietet auch einen offiziellen Nachsendeservice für Privatkunden an. Den habt ihr vielleicht bei einem Umzug auch schon genutzt. In der Übergangsphase, wenn vielleicht noch der ein oder andere Brief an die alte Adresse geht, ist das wirklich hilfreich. Der Preis dafür liegt aktuell bei 5,32 Euro im Monat bei sechs Monaten Laufzeit. Ausgeschlossen sind allerdings z. B. Dialog- und Pressepost, Päckchen, Pakete und Co. Ihr wollt gerade einen Nachsendeauftrag buchen? Dann achtet darauf, nicht in eine Kostenfalle zu tappen.
So warnt die Deutsche Post in einer Mitteilung aktuell ausdrücklich davor, Nachsendeaufträge über Drittanbieter zu buchen. Es gebe da dubiose Anbieter, die das Vielfache des Preises verlangen, den das Logistikunternehmen selbst aufruft – ohne jegliche Mehrwerte. Falls ihr nun denkt: „Na ja, wer fällt schon auf so etwas herein?“ – das sind nicht wenige. Rund 350.000 Nachsendeaufträge pro Jahr sind laut der Post betroffen. Dabei betont die Deutsche Post, dass sie in keiner Verbindung mit diesen Drittanbietern stehe. Weder kooperiere man mit ihnen, noch profitiere man in irgendeiner Form von deren Geschäftsmodell.
Im Gegenteil, die Deutsche Post blickt selbst mit Argwohn auf die Drittanbieter. Denn die Internetseiten dieser Anbieter sind oftmals so gestaltet, dass die Verbraucher denken, sie befänden sich auf einer Seite der Deutschen Post. Dann rufen sie gerne den drei- bis vierfachen Preis aus. Im Endeffekt tun sie aber nur eines: Euren Kundenauftrag an die Deutsche Post weiterleiten. Der Aufpreis fließt ihnen also als Marge zu, ihr habt keinen Vorteil.
Warum die Deutsche Post solche Aufträge nicht einfach ablehnt? Das darf sie nicht. Diese ist gesetzlich dazu verpflichtet, alle Nachsendeaufträge anzunehmen und auszuführen, unabhängig davon, ob sie direkt oder über einen Dritten eingereicht werden. Somit kann man sich nur schwer wehren, außer gegen offensichtliche Markenrechtsverletzungen vorzugehen. Selbst das ist oft nicht einfach, denn oftmals sitzen die Drittanbieter im Ausland. Das macht es dann auch für euch schwierig, bei einem Streitfall etwaige Ansprüche durchzusetzen.
Das Ende vom Lied: Bucht Nachsendeaufträge nur direkt über die Deutsche Post.
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