Synology hat ein neues Business vorgestellt, das PAS7700. Fette Kiste, aber diese Business-Kisten habe ich ja seltenst auf dem Schirm. Interessant ist das, was sich da drumrum bewegt. Synology schraubt am System und bringt mit der DSM Enterprise Edition eine spezialisierte Softwarevariante an den Start.
Diese Version landet aber nicht auf der heimischen DiskStation, sondern bleibt exklusiv den neuen Rackmount-Systemen der PAS-Serie vorbehalten. Hierbei handelt es sich um Hardware mit Dual-Controller-Architektur, die auf maximale Verfügbarkeit getrimmt ist.
Das Betriebssystem selbst wirkt im Vergleich zum gewohnten DSM fast schon karg. Synology hat den Rotstift angesetzt und fast alle Apps rausgeworfen. Übrig bleiben lediglich Kernfunktionen wie die File Station, der SAN Manager, Hyper Backup oder der Storage Manager. Wer also auf Spielereien wie Container-Setups hofft, schaut hier in die Röhre.
Spannend wird es beim Blick auf das Geschäftsmodell. Synology führt den sogenannten Software Maintenance Service ein. Das ist im Grunde ein Abonnement für Wartung und Updates. Zwar verweigert das System ohne aktive SMS-Lizenz nicht den Dienst, allerdings bleiben wichtige Sicherheitsupdates und App-Aktualisierungen wohl irgendwann aus.
Das sorgt sicher nicht nur bei mir für Bedenken, dass dieses Modell schleichend auch bei kleineren Serien Einzug halten könnte. Wobei: Ich kann es mir echt nicht vorstellen, wobei Synology nicht das erste Unternehmen wäre, was für Software-Mehrwerte Geld verlangen könnte. Vorerst bleibt das Ganze ein Thema für das oberste Regal im Enterprise-Segment, während Heimanwender ihre Geräte wie gewohnt weiternutzen. Mal schauen, was da noch passiert.
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