Windows 11 gewinnt Marktanteile unter Gamern

Der offizielle Steam-Hardwarebericht für Mai 2022 ist veröffentlicht worden und suggeriert, dass der Marktanteil von Windows 11 leicht wächst. Die Statistiken von Steam sind allerdings nicht zwingend repräsentativ für alle PCs weltweit.

An der Spitze als am weitesten verbreitetes Betriebssystem unter Steam-Nutzern ist weiterhin Windows 10 mit 76,43 Prozent. Windows 11 befindet sich allerdings bereits auf dem zweiten Platz und wird von 20,26 Prozent aller teilnehmenden Steam-Nutzer verwendet. Im Vergleich zum Vormonat gewann Microsofts neueste Systemversion somit 0,6 Prozent, was eine durchaus solide Steigerung darstellt. Windows 7 ist das noch einzig halbwegs relevante ältere Windows-System mit einem Marktanteil von 2,5 Prozent unter Gamern, wobei auch dessen Marktanteil stetig fällt. Nachdem es sich bei Steam um eine Plattform für Spiele handelt, sind viele der Nutzer Enthusiasten und greifen daher neuere Technologien meist früher auf.

Das Windows 11 Update ist vollständig optional und wird Nutzern zwar auf kompatiblen Geräten angezeigt, allerdings bleiben wiederholte Aufrufe zum Update diesmal aus. Zudem sind die Systemanforderungen enorm hoch, weshalb eine große Zahl an Windows-Geräten das Upgrade gar nicht erhalten kann. Global gesehen ist Windows 11 daher kaum verbreitet und liegt laut aktuellsten Zahlen bei nur 1,44 Prozent Marktanteil. Damit ist Windows 11 weiterhin weltweit betrachtet weniger beliebt als Windows XP, Windows 7 oder Windows 8.

Desktop-Sticker lassen sich unter Windows 11 22H2 aktivieren

Vier Monate vor Veröffentlichung wurde Windows 11 22H2 als RTM abgesegnet. Allerdings ist die Entwicklung noch nicht zu Ende, denn über kumulative Updates werden noch viele Änderungen eintreffen.

Im System verstecken sich diverse inaktive Funktionen, wie die Sticker für den Desktop. Über diese haben wir bereits mehrfach berichtet, doch selbst Insider durften sie bislang nicht testen. Nun hat Twitter-Nutzer @thebookisclosed eine Möglichkeit entdeckt, die Neuerung vorab zu aktivieren. Beachtet allerdings, dass Windows 11 22H2 zur Aktivierung vorausgesetzt ist, sprich ihr solltet Build 22621 installiert haben.

Anleitung: So aktiviert ihr die Sticker unter Windows 11 22H2

  1. Öffnet regedit, lässt sich über die Windows Suche erreichen.
  2. Navigiert zum folgenden Pfad: HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftPolicyManagercurrentdevice
  3. Macht in der linken Baumstruktur einen Rechtsklick auf den device-Ordner.
  4. Erstellt einen neuen Schlüssel, der den Namen Stickers trägt.
  5. Führt auf der rechten Seite fort. Erstellt dort einen neuen DWORD-Wert (32-Bit).
  6. Nennt den Wert EnableStickers.
  7. Doppelklick auf den soeben erstellten DWORD-Wert und ändert seinen Wert von 0 zu 1.
  8. Jetzt tauchen die Sticker als Aufkleber in den Einstellungen auf, unter PersonalisierungHintergrundAufkleber.

Lohnt sich die Aktivierung? Ein Kurztest

Der Prozess, die Sticker zu aktivieren, ist sehr sicher, einfach und reversibel. Aus diesem Grund können wir von einer Aktivierung nicht abraten. Allerdings bekommt man schnell zu spüren, dass die Funktion noch viele offene Baustellen hat. Vor allem durch die zahlreichen Beschränkungen. So sind Sticker nur auf statischen Hintergrundbildern aufzukleben, während der Füllmodus zwingend auf Ausfüllen gesetzt sein muss. Außerdem kratzt Windows sofort alle Sticker ab, sobald das Hintergrundbild wechselt.

Neben den Beschränkungen erfüllt die Funktion ihren Zweck, ist allerdings sehr einfach gehalten und somit langweilig. Bei den vorgegebenen Stickern handelt es sich um statische Bilder, die frei auf dem Desktophintergrundbild platziert werden. Sobald sie aufgeklebt sind, kann man sie so bewundern, als wären sie ein fester Bestandteil des Bildes.

Ich bin immer noch der Meinung, dass es eine nette Personalisierungsoption ist, die Windows 11 gute Mundpropaganda bescheren kann. Allerdings bin ich persönlich nicht dazu bereit, mein wunderschönes Hintergrundbild mit einem Papagei-Piraten zu verunstalten. Außer ich erfinde eine Sea of Thieves Fanfiction für Wattpad. Gerne lasse ich mich jedoch umstimmen, wenn es ordentliche Sticker gäbe, zum Beispiel das WindowsArea-Logo.

Darum füllt sich der Microsoft Store bald mit vielen Apps

Die Startseite von der Microsoft Store App unter Windows 11, mit dem Vorgestellt-Slider

Der Microsoft Store hat seine schwierigsten Zeiten hinter sich gelassen. Jahrelang schenkte ihm kaum einer Beachtung, da die populärsten Windows-Programme nie darin vertreten waren. Stattdessen füllten sich die Vorschläge nur mit UWP-Anwendungen, deren letzte Aktualisierung teilweise Jahre zurücklag.

Mittlerweile hat sich einiges geändert. Denn der Microsoft Store ist zu einer offenen Plattform mutiert. Auf der die Entwickler ihre Win32-Anwendung in Form eines Installers bereitstellen können. Dadurch ist es kein großer Mehraufwand mehr, Einträge zu pflegen, was in einem rasanten Wachstum des Angebots geführt hat. Endlich sind populäre Apps vertreten, wie Audacity, Discord, Firefox, PowerToys oder auch Microsoft Teams.

Win32-Anwendungen im Store einreichen: jetzt für alle möglich!

Microsoft Store-App, mit der Store-Seite von Firefox geöffnet.

Allerdings gibt es noch eine Beschränkung, die viele Entwickler zurückhielt, ihre Apps in den Store zu bringen. Nämlich handelte es sich bei der Bereitstellung von Win32-Software quasi um ein Beta-Programm. Nur ausgewählte, von Microsoft manuell freigegebene Entwickler konnten ihre klassischen Desktopanwendungen hochladen. Das ändert sich nun.

Die Warteliste fällt, ab sofort kann jeder seine Anwendung in den Microsoft Store einreichen. Selbstverständlich bleibt die Überprüfung pro Einreichung erhalten, die die App auf Seriosität und möglichen Schadcode prüft. Das bleibt auch zukünftig ein wichtiges Sicherheitsmerkmal des Stores. Allerdings konnten viele Entwickler überhaupt keine Einreichung beantragen, eben aufgrund der langen Warteliste. Bald dürften also zahlreiche neue Anwendungen den Store stürmen.

Neue Funktionen für Win32-Einträge

Microsoft möchte es Entwicklern so einfach wie möglich gestalten, ihre Anwendungen in den Microsoft Store hochzuladen. Ein weiterer Versuch ist die neue GitHub-Action „Microsoft Store Publish“.

GitHub ist eine Plattform für Entwickler, die Microsoft vor ein paar Jahren erworben hatte. Darauf wird der Quellcode von Apps gehostet, wodurch andere darüber schauen und ggf. sogar Verbesserungen einbringen können. Außerdem werden über GitHub auch oft Releases und Updates angeboten.

Microsoft holt mit ihrer neuen GitHub-Action die Entwickler also da ab, wo sie sowieso schon sind. Diese Action führt automatisch einen Upload des neusten Release zum Microsoft Store durch. Somit muss der Entwickler nach einmaliger Einrichtung sich nicht mehr darum kümmern. Alles funktioniert automatisiert.

Außerdem hatten Win32-Einträge bislang sehr wenig Funktionen für Partner, wie ich selbst feststellen musste. Während zu UWP-Einträgen viele Statistiken bezüglich Downloads und Nutzerzahlen angefertigt wurden, konnte man bei Win32-Anwendungen nicht mal Rezensionen lesen. Auch das ändert sich glücklicherweise, zum Vorteil der Entwickler.


Quelle: Windows Developer Blog

Android-Apps unter Windows 11 kommen nach Deutschland

Amazon AppStore Eintrag im Microsoft Store

Die Möglichkeit, Android-Apps unter Windows auszuführen, war ein großer Bestandteil der Werbekampagne zu Windows 11. Leider war die Funktion zur Markteinführung des neuen Betriebssystems noch nicht verfügbar. Inzwischen reichte Microsoft sie zwar nach, allerdings mit regionalen Einschränkungen. Außerhalb der vereinigten Staaten bleiben Android-Apps unter Windows ein noch nicht erfülltes Versprechen.

Lange währt der Zustand nicht mehr. Denn Microsoft kündige auf der diesjährigen Build-Konferenz die Ausweitung der Marktverfügbarkeit an. Bis zum Jahresende kommen die Länder Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und eben Deutschland hinzu. Unsere deutschsprachigen Nachbarländer Österreich und Schweiz müssen sich leider länger gedulden.

Bis Ende 2022 könnte somit der Amazon AppStore in Deutschland über den Microsoft Store herunterladbar sein. Er ist die Eintrittskarte zur Nutzung des Android-Subsystems, allerdings ist auch das Querladen von Apps möglich. Diese Freiheit sollte auch genutzt werden, da die Auswahl des Amazons Store überschaubar ist.

Solange wir noch die letzten Monate aussitzen, dürfte das Android-Subsystem stark reifen, denn Microsoft bringt stetig Verbesserungen ein. Die lange Wartezeit rentiert sich also in der Hinsicht, dass am Ende ein fertiges Produkt zur Verfügung steht.

Windows Spotlight für den Desktop: Funktion kommt für Windows 11 21H2

Ein Relikt aus alten Zeiten: der Sperrbildschirm von Windows 10, auf dem Spotlight aktiviert ist. Das zu sehende Spotlight-Bild ist allerdings Werbung für Fresh-Paint.

Während zwei zukünftige Windows 11-Aktualisierungen in den Vorbereitungen sind, darf die jetzige stabile Version auch nicht in Vergessenheit geraten. Dementsprechend veröffentlichte Microsoft im Release Preview-Kanal des Windows Insider-Programms ein neues Update für Windows 11 21H2. Es hebt die Buildnummer auf 22000.706 an.

Neben zahlreichen Fehlerbehebungen portiert Microsoft auch eine Funktion zurück, die ursprünglich für 22H2 angedacht war. Dabei handelt es sich um Windows Spotlight für den Desktop. Täglich wechselnde Bilder bringt die Funktion auf euren Desktop, wie es auf dem Sperrbildschirm schon der Fall ist. Aktivieren lässt sich die Funktion in den Einstellungen unter Personalisierung > Hintergrund -> Windows Spotlight.

Gezeigt ist das Desktopsymbol von Windows Spotlight, welches nach Aktivierung der Funktion auftaucht. Geöffnet ist das Kontextmenü vom Icon. Es erlaubt das Bild zu öffnen, zum nächsten Bild zu springen oder das Bild zu bewerten.

Jedes Bild besitzt eine eigene Geschichte, weswegen sich zusätzlich ein weiteres Desktop-Symbol einblendet. Fährt man mit der Maus darüber, so informiert das auftauchende Pop-Up über die Szenerie. Zudem lässt sich das Bild auch überspringen, falls es einem nicht gefällt.

Ich vermute, dass das Update mit den ganzen Fehlerbehebungen samt Windows Spotlight nächsten Monat für die breite Masse erscheint. Vorausgesetzt es dürfte keine schwerwiegenden Nebenerscheinungen verursachen.


Quelle: Windows Insider Blog

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