Windows 11: monatliches Update enthält neue Emojis

Screenshot der Bildschirmtastatur mit geöffneter Emoji-Übersicht. Zusehen sind die neuen Windows 11 Emojis.

An jedem zweiten Dienstag des Monats veröffentlicht Microsoft ein Sicherheitsupdate für Windows. Gelegentlich kommt ein umfangreicheres Update hinzu, welches Fehlerbehebungen enthält. Und selten kommen zusätzlich noch neue Funktionen hinzu. So auch in der neusten Aktualisierung zum Dezember 2021.

Jedem Windows 11-Nutzer sollte folgendes Update über Windows Update angeboten werden: 2021-12 Kumulatives Update für Windows 11 für x64-basierte Systeme (KB5008215). Neben den zahlreichen Fehlerbehebungen sind ebenfalls neue Emojis dabei. Die Designer bei Microsoft spendieren ihnen einen komplett neuen Look, mit detaillierteren Darstellungen sowie Gesichtern, die ein wenig an Knetfiguren erinnern.

Tatsächlich machen die neuen Emojis einen großen Unterschied, vorausgesetzt man nutzt sie überhaupt. Denn beim ersten Aufruf des Emoji-Panels fühlte ich mich sehr fremd. An die neue Optik muss man sich definitiv umgewöhnen. Trotzdem begrüße ich die neuen Smileys.

Das ist übrigens nicht die einzige Änderung, die in diesem Update enthalten ist. Des Weiteren blockiert Microsoft nun eine Schnittstelle, mit der es Möglich war, den Microsoft Edge-Browser als  Standardbrowser in allen Bereichen von Windows zu überschreiben. Inklusive Widgets-Menü und Suchfunktion. Der Trick wurde unter anderem von Mozilla Firefox und EdgeDeflector genutzt. Hier klicken, um zu unserem Artikel zu dieser Thematik zu gelangen.

Außerdem dürfte eine wichtige Fehlerbehebung enthalten sein, welche die vollständige Performance bei Datenträgern wiederherstellt. Auch dazu haben wir einen umfangreichen Artikel verfasst.

Neue Windows 11 Vorschauversion bringt größte Neuerung seit Vista

Am gestrigen Abend beglückte Microsoft die Windows-Insider mit einer neuen Vorschauversion. Die veröffentlichte Build 22523 besitzt wenige, aber überfällige Neuerungen. Darunter eine Änderung, die sich jeder schon immer gewünscht hat.

Die Versionshinweise lesen sich kurz, doch die Freude hält lange. Besser könnte man diese Windows-Build nicht beschreiben, welche die größte Änderung seit der Kernel-Modernisierung zur Vista-Zeit umfasst. Es könnte sich sogar um die größte, von menschenhand geschaffene Änderung überhaupt handeln, wogegen selbst die Renaissance wie ein Beiwerk erscheint. Microsoft hat offiziell jedem einzelnen Besitzer eines Computers einen guten Grund gegeben, um auf die neuste Fassung von Windows umzusteigen. Vielleicht hat man sogar den Betriebssystemkampf gegen Apple und Linux gewonnen.

Nachdem ich so ausschweifend über die Wichtigkeit dieser Änderung gesprochen habe, werfen wir zunächst einen Blick auf die restlichen Neuerungen, die ebenfalls mit eingeflossen sind. Schließlich folgt das beste zum Schluss. Außerdem muss der Spannungsbogen möglichst lang herausgezögert werden. Macht es euch also nicht zu gemütlich auf der Spitze der Dramentheorie von Gustav Freytag, es folgt das retardierende Moment und erst am Ende die Katastrophe.

Weitere Änderungen und Verbesserungen in Windows 11 Build 22523

  • Die Deinstallation von Windows Updates wurde in die Einstellungen portiert. Somit entfällt eine weitere Weiterleitung zur Systemsteuerung.
  • Die Testphase von Snap-Gruppen im Alt Tab sowie im Windows Tab-Menü ist geglückt. Nun erreicht diese Neuerung alle Insider. Wenn ihr also mehrere Fenster nebeneinander anordnet, dann werden sie jetzt als Einheit gesehen. Dies erlaubt einen Wechsel zwischen mehreren Layouts in sekundenschnelle, ohne das man zwingend einen neuen Desktop erstellen müsste.
  • In der Menüleiste vom Datei-Explorer sind ein paar Menüpunkte hinzugekommen, die unter Dieser PC ersichtlich werden. Es handelt sich um Medienserver hinzufügen und Medienserver entfernen.
  • Das Kontextmenü von Windows Spotlight auf dem Desktop wurde um Icons verschönert.
  • Der Index der Windows-Suche baut jetzt auf einer SQL Lite-Datenbank auf, statt auf Extensible-Storage-Engine zu setzen. (Quelle: Albacore/@thebookisclosed auf Twitter)

Nun zur groß umjubelten Neuerung

Es ist an der Zeit, endlich über die beste und spannendste Änderung in dieser Insider-Buld zu sprechen. Um das in vollen Zügen tun zu können, müssen kurz neue Superlative erfinden. Das ist die besteste und tolleste Änderung in Windows, seit der Erfindung von Live-Kacheln:

  • Wenn ihr in der App-Liste des Startmenüs einen Rechtsklick auf eine Win32-Anwendung macht, und anschließend im Kontextmenü den Punkt Deinstallieren anklickt, dann öffnen sich jetzt die modernen Einstellungen statt der Systemsteuerung.

Ja, ihr lest richtig. Microsoft hat es endlich geschafft, die Weiterleitung von der Deinstallieren-Schaltfläche im Startmenü auf die neue Programmliste umzuleiten. Welch ein traum! Man sieht, dass Windows 11 tatsächlich ein neues Zeitalter einleitet und trotz eines schwachen Starts nicht zu unterschätzen ist. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter.

  • Microsoft entfernte die alte Programmliste vollständig aus der Systemsteuerung. Übergeblieben ist lediglich eine Verlinkung in die Einstellungen. Hiermit zeigt man konsequent, dass die selbe Option in einem neuen Ort unterkommt.

Durch die kürzlichen Bemühungen der Entwickler, dürfte der Verlust des alten nicht schmerzlich sein. Denn in den letzten Vorschauversionen kamen kompaktere Ansichten und mehr Sortierungsmöglichkeiten hinzu, sowie ein optimierter Listenaufbau. Man bemüht sich also, eine möglichst gute Erfahrung in den Einstellungen zu bieten.

Weitere Änderungen sind in dieser Windows 11-Build nicht enthalten. Aufgrund der Tatsache, dass bei Microsoft viele Entwickler nun im Urlaub sind, dürfte es ruhiger um Windows werden. Erst im Januar erwarten uns neue Versionen. Zur Überbrückung der Wartezeit bietet Microsoft immerhin aktualisierte ISO-Dateien an, mit denen ihr die neusten Verbesserungen selbst testen könnt.

Möglicherweise enthielt dieser Artikel etwas überzogene Ironie.

2.3 3 votes

Article Rating

Windows 11 verlangsamt NVMe-SSDs, aber der Fehler ist schon behoben

Windows 11 Desktop mit geöffnetem Startmenü

In Windows 11 schlummert ein Fehler, der erneut die Performance zahlreicher Computer beeinträchtigt. Diesmal betrifft es die Schreibgeschwindigkeit von NVMe SSDs, die sich zum Teil halbiert. Allerdings hat Microsoft das Problem längst behoben, der Fix wartet nur auf den nächsten Patchday.

Benchmarks zeigen starken Performance-Verfall unter Windows 11

Auf dieses Problem aufmerksam wurde Reddit-Nutzer MahtiDruidi schon vor drei Monaten. Seine Samsung-SSD schnitt in einem Benchmark um einiges schlechter ab, als es noch unter Windows 10 der Fall war.

SScreenshot von den CrystalDiskMark 8 Benchmarkergebnissen.

Auf der linken Seite befindet sich CrystalDiskMark 8 unter Windows 10, mit einer zufälligen 4k-Schreibgeschwindigkeit von 1601 MB/s. Rechts hingegen kommt Windows 11 im selben Benchmark auf nur 911 MB/s. Durch den Umstand, dass die restlichen Werte sehr ähnlich sind, kann man ausschließen, dass während des Benchmarks weitere Schreiboperationen durchgeführt wurden. Die Performanceminderung ist eindeutig auf das Betriebssystem zurückzuführen.

Screenshot von weiteren CrystalDiskMark 8 Benchmarkergebnissen, diesmal von GameStar.

Quelle: GameStar

GameStar hat diesen Fall nachgeprüft und kam auf ein ähnliches Ergebnis. Mit der PCIe 3.0-SSD Kingston KC2500 halbierte sich unter Windows 11 der gleiche 4k-Schreibwert, während die restlichen Zahlen bei beiden System ähnlich sind. Auch auf Reddit melden sich zahlreiche Nutzer, die das Problem bestätigen können.

Fehlerbehebung bereits verfügbar, als optionales Windows Update

Screenshot von Windows Update, worin KB5007262 als optionales Update angeboten wird

Zum jetzigen Zeitpunkt bietet Windows Update eine optionale Aktualisierung mit der Updatenummer KB5007262 an. Unter den zahlreichen Fehlerbehebungen sticht folgender Punkt hervor:

Addresses an issue that affects the performance of all disks (NVMe, SSD, hardisk) on Windows 11 by performing unnecessary actions each time a write operation occurs. This issue occurs only when the NTFS USN journal is enabled. Note, the USN journal is always enabled on the C: disk.

Microsoft habe ein Problem behandelt, bei dem die Performance aller Datenträger (egal ob NVMe, SATA-SSD oder Festplatte) durch unnötige Schreibvorgänge verlangsamt wurde. Dieses Problem sei nur aufgetreten, wenn die Funktion NTFS USN journal aktiviert sei. Standardmäßig trifft dies nur auf den Datenträger zu, auf dem Windows installiert ist (C:/).

Inwiefern die angemerkte Fehlerbehebung das hier behandelte Problem löst, können wir leider nicht testen, da uns die nötige Ausstattung fehlt. Aufgrund der Tatsache, dass die starken Einbrüche in der Schreibgeschwindigkeit primär auf NVMe-SSDs auftraten, sind wir skeptisch, ob das Problem wirklich der Vergangenheit angehört. Es könnte aber auch sein, dass der Fehler tatsächlich bei allen Datenträgertypen auftritt, aber nur die besagten NVMe-SSDs schnell genug sind, um die tatsächlichen Ausmaße zu präsentieren.

Letztere Vermutung könnten ein paar Reddit-Nutzer bestätigen. Diese haben nämlich KB5007262 kurz getestet und konnten einen großen Performancezugewinn im 4k-64-Schreiben verzeichnen. Angeblich ähneln die Benchmark-Werte mit dem neusten Windows Update wieder derer von Windows 10. Somit scheint Microsoft das Problem seit Wochen behoben zu haben, der Fix wartet nur auf seine Veröffentlichung nächsten Dienstag.

Notepad erhält Dark Theme – jetzt für Insider!

Screenshot von Windows Notepad im Dark Mode

Microsoft hat soeben für Insider eine neugestaltete Version von Notepad verteilt, zu Deutsch ist die App auch als Editor bekannt. Als größte Neuerung könnt ihr euch auf ein Dark Theme freuen.

Die Windows 11-Entwickler verfolgen weiterhin das Ziel, allen vorinstallierten Apps einen neuen Anstrich zu verleihen. Dabei werden modernere UWP-Versionen von Klassikern entwickelt, aber nicht ausschließlich. Im Fall von Paint, Notepad und Explorer übernimmt Microsoft die alte Codebasis und legt dank WinUi 3 eine neue Benutzeroberfläche darüber. Somit handelt es sich um alte Apps im neuen Gewandt.

Im folgenden haben wir einige Screenshots eingebettet, damit ihr euch einen guten Eindruck vom neuen Notepad machen könnt.

Das Kontextmenü reiht sich nahtlos in das Design ein. Es wirkt so, als wäre Notepad jetzt eine UWP-Version.

Anders als bei Paint, hat Microsoft bei Notepad auch an die Dialoge gedacht. Im unteren Screenshot seht ihr das Menü zum Suchen von Schlagwörtern. Die einzigen, sichtbaren Restbestände aus früheren Zeiten sind die beiden Dialoge zum Drucken.

Wie für alle vorinstallierten Windows-Apps typisch, bedient sich auch Notepad dem einheitlichen Design für die Einstellungen. In denen könnt ihr die Schriftart ändern, sowie das App-Design. Standardmäßig verfolgt der Editor eure Systemeinstellung.

Zum Abschluss darf ein Screenshot vom neuen Notepad im hellen Design natürlich nicht fehlen. Denn auch in strahlend weiß sieht die App jetzt deutlich moderner aus.


Danke an Marvin für den Tipp

Der Wechsel des Standardbrowsers unter Windows 11 wird leichter

Screenshot der Windows 11 Einstellungen, mit der Schaltfläche hervorgehoben, die dazu da ist, den Standardwebbrowser zu wechseln.

Mit Windows 11 erschwerte Microsoft den Wechsel von Standard-Apps. Besonders ärgerlich ist hierbei die mühselige Klickorgie, die vonnöten ist, um den Standardbrowser zu ändern. Dieser Umstand dürfte sich mit einem zukünftigen Windows 11-Update ändern. Denn in einer frühen Vorschauversion brachte Microsoft die Schaltfläche zum Wechseln des Standardbrowsers zurück in die Einstellungen.

Während es unter Windows 10 noch diverse, vordefinierte Auswahlmöglichkeiten gab, um Standardapps per Kategorie festzulegen, existiert unter Windows 11 nur noch die Option, für jeden einzelnen Dateitypen jeweils einen Standard zu setzen. Diverse Videoformate dürften dem Endnutzer noch bekannt sein, der für das mp4-Format lieber eine eigens installierte App nutzt. Doch im Bereich der Webbrowser ist es nicht direkt ersichtlich, welchen Dateitypen man ändern muss, damit sich ein anderer Browser statt Edge öffnet.

Aus diesem Grund wissen viele Leute nicht, wie sie ihren standardmäßigen Webbrowser in Windows 11 wechseln können. Eine Anleitung dazu haben wir als gesonderten Artikel verfasst.

Diese Barriere, die Microsoft aufzog, brachte sehr viel Kritik gegen die Redmonder ein. So viel, dass man jetzt doch einen Rückzug macht. In der neusten Windows 11 Insider-Build fügte Microsoft eine Schaltfläche hinzu, mit der sich der Standardbrowser schnell wechseln lässt. Mit nur einem Klick ändert Windows die Dateizuordnungen für http, https, htm und html. Weitere relevante Dateitypen bleiben weiterhin zu Microsoft Edge zugeordnet, darunter zählt .pdf.

Wirklich versteckt ist die Schaltfläche immerhin nicht. Öffnet man die Einstellungen und navigiert darin zur Seite Standard-Apps, dann ist auf dem ersten Blick die Liste aller installierten Apps sichtbar. In dieser Liste befinden sich die Internetbrowser, die man anklicken kann. Auf der darauffolgenden Unterseite befindet sich auch schon der Wechsel-Button.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies