Interview mit Onur Kabadayi von BoomAds

Guten Tag Herr Onur Kabadayi, würden Sie sich einmal kurz vorstellen?


Ich bin Geschäftsführer und Mitbegründer des Content Marketing Unternehmens Boomads, das im Mai 2013 in Berlin das erste deutsche Büro eröffnet hat. In meiner Position bin ich dafür verantwortlich, die Bekanntheit von Boomads in Deutschland zu steigern, wobei meine Schwerpunkte auf strategischen Partnerschaften, Investor Relations und dem operativen Geschäft liegen.


Bis zum Start von Boomads in Deutschland war ich als Product & Operations Executive bei Boomads in der Türkei tätig. Zuvor war ich für die Produktentwicklung sowie das Marketing von Hurriyet.com.tr, einer der bekanntesten Nachrichtenwebseiten Europas, zuständig. Darüber hinaus habe ich bei verschiedenen Fortune-500-Unternehmen und Startups in den USA gearbeitet und war 2006 Mitbegründer von Networked Concepts, einem Startup Unternehmen, das als Pionier der interaktiven Live-Video-Technologien im Internet gilt.

Sie kommen von der Hürriyet aus dem Bereich der klassischen Medien. Was hat Sie begeistert, nun etwas für Blogger zu machen?


Boomads ist zwar erst vor wenigen Monaten im deutschsprachigen Markt gestartet, aber uns gibt es in der Türkei bereits seit 2011. Folglich konzentrieren sich meine beruflichen Bestrebungen schon seit geraumer Zeit auf das Thema Blogging.


Was mich reizt, ist vor allem das in den vergangenen Jahren veränderte Konsumentenverhalten hinsichtlich der Mediennutzung. Konsumenten sind aufgeschlossener gegenüber verschiedenen Informationsquellen und vertrauen nicht mehr nur den traditionellen Medien, sondern greifen zunehmend auf die Inhalte zurück, die ihnen das Internet zur Verfügung stellt. Dabei spielen Blogger eine immer größere Rolle, weil sie glaubwürdig und authentisch über aktuelle Themen berichten und damit eine jüngere Leserschaft ansprechen. Darüber hinaus fasziniert mich die Leidenschaft der Blogger, sich mit Themen auseinandersetzen. Sie haben Spaß am Schreiben und das ist in den meisten Blogs auch sehr deutlich spürbar.


Das Geschäftsmodell hat sich in der Türkei für alle Seiten – Blogger, Medienhaus, Werbekunden – als überaus erfolgreich erwiesen. Deswegen haben wir beschlossen, Boomads nun auch in anderen europäischen Ländern zu etablieren.

Kann die Qualität von Blogs neben professionellen redaktionellen Inhalten überhaupt Bestand haben?


Ja, auf jeden Fall. Viele Blogs werden heute sehr professionell geführt. Da mittlerweile etwa 71% der Blogger ihr Blog als Einnahmequelle betrachten und Geld mit ihren Inhalten verdienen, legen Blogger selbst sehr großen Wert darauf, dass die Qualität stimmt. Schlecht recherchierte Beiträge oder solche, die nicht ansprechend aufbereitet sind, sind schlecht für ihr Image. Vorteilhaft ist zudem der persönliche Zugang zu Themen: Die Inhalte spiegeln meist die persönlichen Interessen der Blogger wieder, weshalb sie entsprechend in die Tiefe gehen können. Journalisten hingegen müssen heutzutage häufig Allround-Talente sein und haben daher keine Kapazitäten, sich intensiv mit Themen zu beschäftigen.

Welchen Vorteil sehen Sie für die Werbetreibenden bei der Werbung mit Bloggern?


Blogger gelten insbesondere im Social Web als Meinungsführer und Vordenker. Der Kontakt zu relevanten Influencern bietet Werbetreibenden die Möglichkeit, ihre Markeninhalte durch Word of Mouth zu fördern und neue, junge Zielgruppen zu erreichen. Sie verbreiten Inhalte jedoch nicht einfach, sondern gestalten darüber hinaus Kampagnen über verschiedene Medienkanäle, um die Leser in ihrer Meinungsfindung zu unterstützen. Dabei sind vor allem Glaubwürdigkeit und Authentizität wesentliche Merkmale, die den Inhalten der Blogger eine persönliche Note verleihen. Im Gegensatz zur klassischen Display-Werbung bewegt genau dieser Faktor den Leser dazu, auf Markenbotschaften zu reagieren.


In der Türkei hat sich dieses Geschäftsmodell bewährt. Bislang haben sich dort rund 30.000 Blogger unserem Netzwerk angeschlossen und wir sind zuversichtlich, dass wir auch in Deutschland einen entsprechenden Markt aufbauen können – nicht zuletzt, weil wir mit der BILD KG einen starken Medienpartner an unserer Seite haben.

Es gibt nun einige Mitbewerber, die als Vermarkter um Blogs kämpfen, etwa Ihr Landsmann Herr Tuna von Rankseller. Was machen Sie anders oder besser als Ihre Mitbewerber?


Wir unterscheiden uns vor allem durch die Kooperation mit der BILD KG, die unseren Bloggern und Werbekunden hohe Reichweiten und sehr attraktive Platzierungen ihrer Blogposts und Werbebotschaften bietet. Darüber hinaus spezialisieren sich viele Netzwerke auf einen bestimmten Bereich wie Mode oder Beauty. Auch wir haben in diesen Segmenten begonnen, haben unser Portfolio aber bereits erweitert. Diese Entwicklung werden wir kontinuierlich vorantreiben und unser Netzwerk um weitere Bereiche wie Food, Sport und Technik ergänzen.

Welche Möglichkeit haben Werbetreibende, wenn Sie Boomads nutzen? Mit welchen Kosten müssen diese rechnen?


Die Vorteile für Advertiser sind sehr vielfältig. Netzwerke wie Boomads ermöglichen es mit ihrer Technologie, Hunderte relevante Influencer gleichzeitig anzusprechen und damit ihre Reichweite und Sichtbarkeit im Internet zu erhöhen. Mithilfe eines komplexen Tracking- und Reporting-Systems erlaubt es Boomads Werbetreibenden darüber hinaus, ihre Kampagnen nach Beendigung zusammengefasst in einem detaillierten Report zu evaluieren. Damit können sie genau nachvollziehen, wie viele Leser sie mit ihrer Botschaft erreicht haben. Boomads hat in der Türkei bereits Kampagnen durchgeführt, an denen sich mehr als 800 Blogger beteiligt und Content für den Kunden produziert und veröffentlicht haben. Zusätzlich bieten wir den Unternehmen an, garantierte Reichweite zu buchen und damit genau zu bestimmen, wie viele Leser durch unser Netzwerk erreicht werden sollen.


Die Kosten schwanken je nach Größe der Kampagnen. Abhängig davon, welches Ziel der Kunde mit einer Kampagne verfolgt, erarbeiten wir ein maßgeschneidertes Konzept.

Welche Vorteile haben Blogger, wenn Sie Boomads nutzen? Welche Verdienstmöglichkeiten sind hier möglich?


Plattformen wie STYLEBOOK BlogStars oder TRAVELBOOK BlogStars bieten Bloggern die Möglichkeit, ihre eigenen Blogposts mit einem Teaser vorzustellen und somit eine größere Reichweite und Sichtbarkeit im Internet zu erzielen. Mit nur einem Klick gelangen interessierte Leser dann direkt auf das Blog des Verfassers, wo sie den kompletten Artikel lesen können. Die vollständigen Inhalte bleiben demnach immer ausschließlich auf den Blogs selbst und werden nicht dupliziert.


Wie viel die Blogger durch Kampagnen verdienen, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dabei spielt unter anderem die eigene Reichweite sowie die Komplexität der gesamten Kampagne eine entscheidende Rolle. Blogger, die ihren eigenen Content erstellen und verbreiten, erhalten beispielsweise einen höheren monetären Gegenwert als solche, die lediglich die bereits existierenden Inhalte der Advertiser teilen. Wir versuchen jedoch, unseren Bloggern auch andere Vorteile als nur die finanziellen zu bieten. Die Blogger haben regelmäßig die Möglichkeit, sich kostenfrei bei unseren speziellen Blogger-Workshops fortzubilden und dort viele praktische Tipps mitzunehmen. Außerdem laden wir unsere Blogger sowohl zu Events ein, bei denen sie sich untereinander vernetzen können als auch zu Veranstaltungen, die aufgrund ihrer Exklusivität nur schwer zugänglich sind.

Wie glauben Sie steht Google zu Blogvermarktung, es gibt ja Gerüchte, dass Google Blogs in Zukunft abstrafen möchte?


Es ist wahrscheinlich besser, diese konkrete Frage an Google direkt zu richten. Es gab einige Aussagen von Google, nach denen Blogs nicht im Allgemeinen abgestraft, sondern sich vielmehr bezahlte Links oder kopierter Content negativ auf das Ranking auswirken werden. Boomads bietet bereits seit langem ein Premiumprogramm für Advertiser an, bei dem individueller Content von den Bloggern produziert und veröffentlicht wird. Dieser Content wäre dann nicht von den etwaigen Änderungen in Google betroffen. Auch verschiedene Kampagnen wie Produkttests oder die Verlosung von Gutscheinen sind Teil dieses Premiumprogramms.

Was sind die Ziele, die sie sich mit Boomads gesteckt haben?


Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner BILD KG möchten wir das größte und erfolgreichste Bloggernetzwerk in Deutschland aufbauen. Im Sommer 2013 haben wir daher die Blogger-Community STYLEBOOK Blogstars gestartet, die sich mit den Themen Mode, Beauty, Food, Lifestyle, Home und DIY beschäftigt. Innerhalb kurzer Zeit haben sich dort Hunderte Blogger angemeldet, was das große Interesse an dem Netzwerk beweist. Gemeinsam mit BILD KG haben wir darüber hinaus vor kurzem die zweite Plattform TRAVELBOOK Blogstars gestartet, welche es Reisebloggern ermöglicht, ihre Geschichten in einem relevanten Umfeld zu veröffentlichen. Langfristig planen wir, ein untergliedertes Blogger-Netzwerk wie in der Türkei aufzubauen und unser Portfolio zu erweitern.

Sie sind in Deutschland und in der Türkei aktiv, wo sehen Sie Unterschiede im Umgang mit Blogs oder an den Blogs selbst zwischen den beiden Ländern?


Beide Länder sind hinsichtlich ihrer Entwicklung im digitalen Bereich sehr unterschiedlich. Obwohl Deutschland in vielen Bereichen als Vorreiter gilt, ist die Bloggerszene in der Türkei sehr fortgeschritten. Das Land zeichnet sich durch eine sehr junge und energiegeladene Bevölkerung mit sehr viel Potenzial aus. Dort hat bereits vor einigen Jahren ein regelrechter Boom eingesetzt, welcher eine sehr große Anzahl neuer und erfolgreicher Internet-Unternehmen hervorgebracht hat, so zum Beispiel das Gaming Startup Peak Games oder den Online-Einzelhandel Markafoni. Aus diesem Grund haben wir schon früh begonnen, Blogger in Marketingstrategien einzubinden und konnten bereits tolle Blogger-Kampagnen mit großen Unternehmen wie Microsoft, H&M oder L’Oreal fahren. Dieser Trend wird sich aber zunehmend auch in Deutschland durchsetzen. Deutsche Unternehmen und Advertiser erkennen das Potenzial, das ihnen Content Marketing bietet. Eine aktuelle Studie von eMarketer1 zeigt, dass Deutschland im westeuropäischen Vergleich den zweitgrößten Markt für Ausgaben im digitalen Bereich bietet und damit im Jahr 2013 sogar ein zwölfprozentiges Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen konnte. Große Aufmerksamkeit wird in diesem Bereich vor allem Blog-Marketing zuteil, denn hier zeichnet sich ein enormes Entwicklungspotenzial ab. Die Unternehmen erkennen, dass sie durch die Kooperation mit Bloggern neue Zielgruppen erreichen und ihre Markeninhalte zudem gezielter verbreiten können.


Grundsätzlich kann man auch sagen, dass sich die Motive für Blogger, ein Blog zu starten, in beiden Ländern sehr unterscheiden. In der Türkei wird ein Blog häufig vornehmlich als Einnahmequelle genutzt. In Deutschland hingegen ist dieser Grund eher untergeordnet. Der Spaß am Schreiben und die Motivation,  der eigenen Stimme Gehör zu verschaffen, sind hierzulande viel wichtiger. Wenn die Blogger dann mit ihrer Seite auch noch Geld verdienen können – umso besser.

Welche Tipps können Sie mir als Blogger speziell für meinen Blog mit auf den Weg geben?


Hier gibt es vor allem drei Punkte, die ich gern herausheben möchte. Meines Erachtens ist der Aspekt des Netzwerkens sehr wichtig. Dabei geht es nicht nur darum, Kontakte zu anderen Bloggern oder zu den Lesern zu knüpfen und zu pflegen, sondern auch zu Unternehmen aus der eigenen Branche. Eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit ist für Unternehmen das A&O, gemeinsame Projekte anzustoßen, zu realisieren und gegebenenfalls zu wiederholen. Dies kann für Sie die Chance bedeuten, ein USP aufzubauen und sich so von anderen Blogs abzuheben. Aus der Masse hervorstechen können Sie zudem durch Ihren eigenen Stil. Geben Sie Ihrer Stimme einen Wiedererkennungswert! Zu guter Letzt empfehle ich Ihnen, einfach Spaß am Bloggen zu haben. Damit fällt nicht nur Ihnen das Schreiben leichter, auch Ihre Leser spüren den Unterschied!

Die letzten Worte gehören Ihnen: Was möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Blog-Marketing bietet sowohl für Blogger als auch für Advertiser sehr viel Potenzial, denn es ermöglicht vor allem, neue und jüngere Zielgruppen zu erreichen. Aus diesem Grund sollte es Teil einer jeden Content-Marketing-Strategie sein. Mit unserer Arbeit möchten wir das Bewusstsein um die Effektivität von Blog-Marketing schärfen. Blogger verleihen Markenbotschaften ein glaubwürdiges und authentisches Gesicht – ganz im Gegenteil zur klassischen Display-Werbung.

Steve Ballmer gibt zu, dass er Microsoft nicht schnell genug ändern konnte

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Steve Ballmers Entscheidung, den Chefposten bei Microsoft zu räumen, kam für viele überraschend und warf die Frage auf, ob sein Abgang auch freiwillig zustande kam. In einem Interview mit dem Wall Street Journal ließ er nun durchblicken, dass es so war, die Entscheidung allerdings durchaus auch aufgrund des Drucks von Microsofts Board of Directors beschleunigt wurde, das seit Januar vehement auf die Umwandlung von Microsoft in eine Firma für Geräte und Services drängte. Im Mai schliesslich entschied er, dass seine eigene Denkweise den Übergang verlangsamte und entschloß sich zum Rücktritt. Wer auch immer der Nachfolger wird, wir werden seine großartigen Marketing-Stunts und hysterischen Begeisterungsanfälle vermissen.

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Wann lohnt sich eine SEO Agentur?

Das Internet hat sich als zusätzlicher Informationskanal und Vertriebsweg längst etabliert, weshalb sich Unternehmen mit Recht um eine intensive Vermarktung im Web bemühen. Dabei bietet das Internet vielschichtige Vermarktungsmöglichkeiten und ein wesentlich facettenreicheres Marketing als andere Kanäle und Werbeträger. Ein Fakt bleibt jedoch immer erhalten: die Suchmaschinenoptimierung gilt als eine der effizientesten und nützlichsten Methoden, um die eigene Sichtbarkeit (und damit auch den Erfolg) im Netz zu erhöhen.

Die Frage, wann sich eine SEO Agentur auch wirklich lohnt, stellen sich viele Unternehmen, wobei sie tendenziell sehr einfach beantwortet werden kann: fast immer! Ich bin auf das Thema durch die Internetagentur Löwenstark aufmerksam geworden und wollte dazu kurz meine Meinung darstellen. Das Internet untersteht einem ständigen Wandel, immer wieder etablieren sich neue Trends, Methoden und Strategien, um Kunden zu erreichen und die eigene Wahrnehmung innerhalb der relevanten Zielgruppe zu erhöhen. Auch die Suchmaschinenoptimierung macht in diesem Fall keine Ausnahme, denn wer die eigene Seite bei Google hervorragend platziert wissen möchte, muss sich auf ständige Anpassungen, Verbesserungen und Veränderungen im Algorithmus der großen Suchmaschinen, allen voran Google, einstellen. Ohne eigene Marketingabteilung und fachliche Expertise kann das eigene Potential kaum ausgeschöpft werden, weshalb eine SEO-Agentur in diesem Fall eine schnelle, erfahrungsbasierte und effiziente Unterstützung darstellt. Zudem lohnt sich seo für Webseiten verschiedener Art. Unabhängig davon ob ein Online Shop betrieben wird, eine Branding-Page optimiert werden soll oder ob Informationen der breiten Masse zugänglich gemacht werden sollen, eine Webseite kann nur dann gut besucht werden, wenn sie die User, die nach relevanten Suchbegriffen suchen, auch tatsächlich bei Google und Co finden können.

Eine SEO-Agentur lohnt sich für Unternehmen aber auch langfristig. Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung ist im Regelfall immer mittel- beziehungsweise langfristig ausgerichtet. Die Webseite soll auf natürliche Art und Weise und vor allem authentisch gestärkt werden, damit sie langsam ihre Rankings verbessert und ein kontinuierlicher Anstieg des Traffics verbucht werden kann. Jedoch können, wie immer im Marketing, natürlich auch bei der Suchmaschinenoptimierung Fehler begangen werden, die möglicherweise noch lange Zeit negative Folgen mit sich bringen werden. Um Fehler, sei es durch mangelnde Erfahrung oder fehlendes Know-How zu vermeiden und der Seite nicht nachhaltig zu schaden, sollte die Suchmaschinenoptimierung von Anfang an in die Hände einer kompetenten Agentur gegeben werden. Diese kennt sich mit dem aktuellen Algorithmus, den Tipps und Tricks und natürlich auch möglichen Fehlerquellen bestens aus und weiß diese zu vermeiden. So wird nicht nur sichergestellt, dass die Seite authentisch und „natürlich“ optimiert wird, sondern auch dass die passende Vor- und Nachbereitung die notwendige Beachtung erhält. Denn zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung gehört unter anderem auch, dass die relevanten Keywörter herausgesucht werden, das Suchverhalten der Zielgruppe analysiert wird und die Erfolge später überprüft werden. Durch ständige Analysen können Schwachstellen der Webseite ausfindig gemacht und schnell behoben werden.

Die kontinuierlichen Analysen haben für Unternehmen aber auch wirtschaftliche Erfolge. Während sich Unternehmen bei Print- oder TV Kampagnen auf ungefähre Schätzungen des Erfolgs (oder Misserfolgs) verlassen müssen, können die Erfolge der Suchmaschinenoptimierung genau gemessen werden. Nicht nur lassen sich die aktuellen Rankings und mögliche Verbesserung feststellen, auch kann über diverse tools nachvollzogen werden, welche Suchbegriffe besonders gut laufen und wie viel Besucher tatsächlich über Suchmaschinen akquiriert werden. Im späteren Verlauf lassen sich natürlich noch weitere Rückschlüsse auf das eigene SEO ziehen, beispielsweise wie viele der Besucher aus Suchmaschinen tatsächlich Umsatz generieren und wie sich diese auf der Webseite verhalten. All diese Analysen stellen für eine erfahrene SEO-Agentur mit dem entsprechenden Know-How keinerlei Probleme dar und werden genutzt, um das SEO der Seite noch zu vertiefen und die Seite intensiver zu optimieren. Weiterhin profitieren Unternehmen auch von Kontakten der SEO-Agentur. Denn SEO-Agenturen sind im Internet gut vernetzt, kennen Multiplikatoren und können so Aspekte der Optimierung ausschöpfen, die herkömmlichen Unternehmen beziehungsweise Laien nicht zur Verfügung stehen. Um die Wirtschaftlichkeit stets zu wahren, kann natürlich jederzeit ein Reporting erstellt werden, um über den Fortschritt und die Erfolge der Optimierung zu informieren. So können Unternehmen später auch feststellen, wie viel Erfolg mit dem eingesetzten Werbe-Etat erzielt wurde und welchen Anteil die Suchmaschinenoptimierung daran hat.

Eine gute SEO-Agentur ist für Unternehmen also Gold wert, weil sie den Markt perfekt kennt und über ergiebige Erfahrungswerte verfügt, die sich Unternehmen indirekt zu Nutze machen können. Statt auf eine Optimierung durch Laien zu vertrauen, die zwangsweise mehr schlecht als recht enden wird, sollte der Werbe-Etat sinnvoll und gewissenhaft genutzt werden – zum Beispiel durch die Beauftragung einer SEO-Agentur.

Neuromarketing im E-Commerce

Neuromarketing wird auch online immer wichtiger, wenn sich Unternehmen tatsächlich dauerhaft von ihrer Konkurrenz abheben möchten und zugleich die eigene Position am Markt zu festigen wünschen. Neuromarketing basiert, wie der Name bereits vermuten lässt, auf Erkenntnisse aus der Neurologie, also der Hirnforschung. Dem Grundsatz des Neuromarketing liegt immer zu Grunde, dass Entscheidungen von Käufern nur bedingt rational getroffen werden. Viel mehr sorgen verschiedene kognitive Prozesse, die automatisch vom Gehirn ausgelöst werden, für eine positive oder negative Entscheidung zum Kauf. Die kognitiven Prozesse stehen immer in direktem Konträr zu rationalen Aspekten, also beispielsweise Preis und Nutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung. Indem jedoch gezielt kognitive Prozesse genutzt werden, um verkaufsfördernde Emotionen in Gang zu setzen, würde sich dieser Umstand auch positiv auf die Conversions und den erzielten Umsatz auswirken. Unter diesem Aspekt versucht Neuromarketing eine Brücke zwischen gängiger Verhaltensmuster, etablierter Marketingtechniken und wissenschaftlichen/medizinischen Erkenntnissen zu ziehen, welche langfristig dabei helfen sollen, dass Kunden besser vom Kauf überzeugt werden können.

Wie funktioniert Neuromarketing im Internet?


Neuromarketing kann als Marketingform natürlich auch digital im Netz umgesetzt werden. Auch vor dem PC können gezielte Prozesse im Gehirn des Menschen (und potentiellen Käufers) diverse Emotionen freisetzen, die wahlweise die Eintrittsschwelle zum Kauf reduzieren oder diese anheben – letzterer Fall soll natürlich vermieden werden. Die Erkenntnisse im Neuromarketing basieren auf wissenschaftliche Studien, die unter anderem eine intensivere Aktivität im Präfrontal-Cortex des Menschen untersuchen und diese in Beziehung zu einer Handlung setzen. Daher sind diese Erkenntnisse und Strategien auch nicht nachzubilden oder eigenständig zu erforschen. Dennoch kann anhand der eigenen Erfahrungen eine Aussage getroffen werden, ob sich Neuromarketing bei dem eigenen Angebot lohnt und wie stark sich die neue Form des Marketings auf die eigenen Umsätze auswirkt. Das Feld vom Neuromarketing, bezüglich der Kaufentscheidungen, wird immer in limitierte, extensive, impulsive und habitualisierte Entscheidungen unterteilt. Jeder Käufer, der ein Produkt kauft oder den Kauf überhaupt in Erwägung zieht, nutzt auch mindestens einen dieser Sektoren. Zusätzlich werden diese durch die kognitive Abschätzung des Kaufes ergänzt. Das sind all die Informationen, die der Mensch automatisch bei einem Kauf nutzt und bei denen er versucht, Rückschlüsse auf Nutzen und zum Beispiel Preis-/Leistungsverhältnis zu treffen. Die kognitive Abschätzung ist der Effekt, der vom Käufer bewusst genutzt wird, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Dieser Effekt steht aber, wie bereits eingangs erwähnt, im Konträr zu den vier Sektoren einer Entscheidung. Neuromarketing, auch im Internet, beansprucht vor allem den limitierten, impulsiven und extensive Sektor.  Unternehmen wie E-Commerce-consulting/“>Tradeers integrieren diese Maßnahmen bereits in ihr E-Commerce Consulting Programm, doch steht die effektive Anwendung des Neuromarketings noch in den Startlöchern und hat noch viel Luft nach oben. Wichtig ist dabei immer, dass das Produkt absolut in den Vordergrund rücken muss. Um die neurowissenschaftlichen Impulse tatsächlich auszulösen beziehungsweise anzuregen, muss dem Gehirn, umgangssprachlich ausgedrückt, genug Freiraum zum Denken gewährt werden. Die Präsentation des Produktes setzt voraus, dass dieses Produkt direkt einen inneren Wunsch befriedigt oder einen verstecken Impuls auslöst. Vor allem Artikel im hochpreisigen Segment sollten alleingestellt in das Design eingebunden werden. Bei Untersuchungen mittels MRT wurde festgestellt, dass das Hirn am meisten auf Produkte reagiert, die elegant und „einzigartig“ präsentiert werden. Die besten Conversions konnten immer dann erzielt werden, wenn das Produkt komplett in den Vordergrund rückte. Dazu gehört ein schlichter, unauffälliger Hintergrund genauso wie der Verzicht auf unnütze Navigationselemente oder Cross-Selling-Versuche. Gerade Cross Selling, beispielsweise über Elemente wie „..das könnte Sie auch interessieren“ werden vom Gehirn eher als störend empfunden. Während sie eigentlich zum weiteren Kaufen anregen sollen, überladen sie den eigentlichen Kaufimpuls beim bereits geöffneten Produkt so stark, dass der neurowissenschaftliche Impuls vom Gehirn komplett im Keim erstickt wird. Zusätzlich schüren Cross-Selling-Elemente auch die Angst im Gehirn. Mehrere Preise auf einer Seite rufen finanzielle Bedenken und niedere Überlebensinstinkte hervor. Plötzlich realisiert der (potentielle) Kunde also, dass er sich bei einem Kauf eines oder mehrere Produkte unter Umständen finanziell übernimmt. Aus Sicht des Neuromarketings sollte daher auch auf Cross-Selling verzichtet werden. Stattdessen gehört das eigentlich angeklickte Produkt wie eine Trophäe in den Vordergrund gedrängt.

Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen nutzen


Neuromarketing wird selbstverständlich nicht nur in Form von Bildern wahrgenommen. Auch inhaltlich können verkaufsfördernde Impulse gestärkt werden. Löst eine Produktbeschreibung oder ein Produktvideo positive Emotionen aus und weckt ein Gefühl der Sicherheit im Kunden, reduziert dies wiederum die Hemmschwelle zum Kauf. Auch ein ansprechendes Design der Webseiten weckt in den Köpfen der Menschen, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Der identische Fall trifft auch auf Gütesiegel zu, welche gewissermaßen auch ein Teil des Neuromarketings, wenn auch in abgewandelter Form, darstellen. Um die einzelnen Reize des menschlichen Gehirns in eine positive Richtung zu drängen, muss Onlineshopping zu einem Erlebnis werden, bei dem sich der Käufer wohlfühlt und zugleich Geborgenheit schätzt. Auch muss der niedere Instinkt des Sicherheitsgefühls und entsprechender Bedürfnisse befriedigt werden, indem dieser Shop weder in seiner Gestaltung, noch Aufmachung oder inhaltlicher Konzeption Zweifel zulässt. Im Neuromarketing nennt man diese Faktoren auch Stimulanz, Dominanz und Balance. Alle drei Kategorien enthalten einzelne Bestandteile, die sich zwischen jeweils zwei Kategorien vermischen. Stimulanz und Dominanz umfassen beispielsweise Macht, Kampf, Freiheit, Autonomie oder auch Risikofreude und Kreativität. Alle Menschen verfügen über Teile dieser Bedürfnisse, welche der Online Shop versuchen muss zu stillen. Daher spielt beim Neuromarketing auch die Zielgruppe eine gewichtige Rolle. Nicht nur reagiert das Gehirn im Alter anders auf einzelne Komponenten, auch verändern sich die moralischen Gepflogenheiten und Wertansichten des Menschen und damit auch seine versteckten neurologischen Bedürfnisse. Sind einem aufstrebenden Unternehmer Mitte 20 noch Elite, Status und Leistung wichtig, kann der gleiche Mensch im Alter von 70 Jahren eher auf Genuss, Offenheit und Familie reagieren.

Fazit: Zielgruppe beachten ist Pflicht!


Neuromarketing funktioniert daher auch nur dann, wenn es passend zur Zielgruppe eingebunden wird. Allgemeine Spielregeln, wie die separate Darstellung des Produktes ohne Ablenkung, gelten jedoch immer. Auch große, hochauflösende und sehr hochwertig dargestellte Produktbilder haben einen positiven Neuro-Effekt für den Online-Kauf. Eine Modelinie, die sich im hochpreisigen Segment befindet, kann beispielsweise durch abenteuerliche Landschaften und typische Statussymbole von Luxus und kosmopolitischer Lebensweise überzeugen – und damit auch neurowissenschaftlich die Zielgruppe und deren Bedürfnisse aus Stimulanz, Dominanz und Balance erreichen.

Social Seeding mit themenrelevanten Inhalten

Social Seeding (oder auch Social Media Seeding) ist eine Strategie des Content Marketings. Doch wie funktioniert sie und wem nutzt sie? Das „Aussäen“ und Verbreiten von Inhalten in sozialen Netzwerken bietet Werbetreibenden und Unternehmen die Möglichkeit, einen großen Personenkreis anzusprechen. Botschaften und Inhalte können zielgerichtet in themenrelevanten Foren, Communities und Netzwerken platziert werden.

Auch das Potenzial des Social Seedings für branchenspezifische Inhalte und die B2B-Kommunikation wird immer mehr erkannt. Firmenkunden, Fachhändler, Fachblogger und andere Experten sind auf branchenspezifischen Foren und in speziellen Gruppen aktiv. Dort kann sich ein Unternehmen mit Expertenmeinungen oder Fachbeiträgen einen guten Ruf erarbeiten und sich online und offline ins Gespräch bringen.

Social Seeding ist die digitale Form der Mundpropaganda. Eine gute Nachricht spricht sich im Web schnell herum. Die User liken, teilen und kommentieren die Nachricht. Besonders Themen mit Gesprächsstoff eignen sich sehr gut, um eine Diskussion zu starten. Ein Post muss es Wert sein, geteilt zu werden. Dann wird das Unternehmen oder die Marke zum Thema im Web und hinterlässt digitale Fußspuren. Je mehr soziale Signale und natürliche Links ein Unternehmen einsammeln kann, umso besser für seine Platzierung im Suchmaschinenranking und damit für seine Bekanntheit im Internet.

Virtuelle Treffpunkte im Internet helfen Unternehmen bei der Recherche nach relevanten Gruppen in den sozialen Netzwerken. Branchengruppen bei Facebook und Google , themenrelevante Tweeds bei Twitter oder passende Fotos bei Pinterest – für jedes Thema und jede Zielgruppe gibt es mittlerweile das richtige soziale Netzwerk.

Hinter den beiden Branchenführern Facebook und Twitter wird sich der Markt weiter aufspalten. Die Bedeutung von Google wird zunehmen und der Nutzen virtueller Fotodienste wird auch im deutschsprachigen Raum immer deutlicher. Eine Präsenz in diesen Kanälen tut der Reputation eines Unternehmens daher gut. Dadurch wird signalisiert, dass man sich neuen Medien nicht verschließt und die Möglichkeiten des Internets erkannt hat. Dann fehlen nur noch gute Inhalte, die zielgruppengerecht in den themenrelevanten Gruppen und Netzwerken verbreitet werden.

Gute Inhalte sind auch in sozialen Netzwerken eine Frage des persönlichen Geschmacks. Aber durch ein strategisches und gut geplantes Social Seeding können Texte und Videos genau an die Zielgruppe herangetragen werden. Privat- und Geschäftskunden sowie Meinungsmacher und Multiplikatoren sind bereits in den einschlägigen sozialen Netzwerken aktiv und können hier mit Themen, die sie interessieren, direkt angesprochen werden.

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