Netflix ist raus, stattdessen will Paramount Skydance das bisher konkurrierende Filmstudio Warner Bros. Discovery schlucken. Der Deal ist aber noch nicht in trockenen Tüchern, denn er muss noch durch diverse Behörden genehmigt werden. Auf Bundesebene sollte es in den USA keinen Ärger geben. Denn der US-Präsident Donald Trump ist mit der Ellison-Milliardärsfamilie, welche Paramount Skydance führen, recht dicke. Doch viele Kreative aus Hollywood wenden sich jetzt in einem offenen Brief an den kalifornischen Generalstaatsanwalt. Sie sprechen sich scharf gegen den Deal aus.
Der Kreis der über 1.000 Unterzeichner ist teilweise ziemlich prominent. Unter anderem haben Regisseure wie Denis Villeneuve („Dune“), JJ Abrams („Star Trek“) oder David Fincher („Fight Club“) ihren Namen unter das Schreiben gesetzt. Doch auch bekannte Schauspieler sind mit von der Partie – etwa Bryan Cranston („Breaking Bad“), Joaquin Phoenix („Joker“) oder Noah Wyle („The Pitt“).
Doch was haben die Hollywood-Größen und weitere Mitarbeiter der Industrie dagegen, dass Paramount Skydance Warner Bros. Discovery übernimmt? Nun, sie gehen von einem erheblichen Verlust von Arbeitsplätzen, der Einstellung vieler Projekte und in Zukunft einer reduzierten Anzahl an Film- und Fernsehproduktionen aus. So haben sie Bedenken, weil immer mehr Macht in der nordamerikanischen Filmindustrie sich auf immer weniger Konzerne konzentriert. Das sei langfristig für die gesamte Branche nachteilig.
Unter dem Hashtag #BlocktheMerger fordern nicht nur die Darsteller, sondern auch Verbände wie die Future Film Coalition, Writers Guild of America und die Freedom of the Press Foundation, dass die Übernahme von den Behörden gestoppt wird. Man sieht auch die freie Presse in Gefahr, denn ein großer Teil der Medien wandere unter das Dach einer einzelnen Firma, die bereits „unter Beweis gestellt hat, dass sie bereit ist, Integrität für politische Gefälligkeiten zu opfern“.
Ob die Appelle Erfolg haben, muss die Zeit zeigen. Paramount Skydance versucht bereits, zu beschwichtigen. Man wiederholt vorherige Stellungnahmen, in denen man etwa versprochen hatte, weiterhin mindestens 30 Kinofilme pro Jahr zu produzieren. Gleichzeitig stehe die gesamte Entertainment-Industrie vor erheblichen Umbrüchen, auf die man sich gemeinsam vorbereiten müsse.
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