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In der Vorabversion C4 der Android System Intelligence wurden Hinweise auf einen Dienst namens „Audio Memory“ entdeckt. Dabei handle es sich um eine neue Systemfunktion, die das akustische Umfeld des Smartphones dauerhaft im Hintergrund analysieren soll.
Im Kern geht es darum, Gespräche automatisch zu transkribieren und daraus Notizen zu erstellen – eine Aufgabe, die bislang eher spezialisierten KI-Geräten vorbehalten war. Ob das Ganze permanent die gesamte Umgebung abhört oder sich auf Anrufe in bestimmten Apps beschränkt, lässt sich aus den bisherigen Code-Schnipseln noch nicht eindeutig ableiten. Datenschützer dürften aber schon jetzt hellhörig genug geworden sein.
Gleichzeitig bündelt Google unter dem Dach von Audio Memory auch bekannte Audio-Funktionen neu. Now Playing beispielsweise, was bisher Titel aus der Umgebung identifiziert hat, wird integriert und durch „Music on your device“ ergänzt. Das System soll damit künftig auch Musik erfassen, die innerhalb anderer Apps auf dem Gerät läuft, und daraus eine Art Hörverlauf erstellen. Aktuell lässt sich aber noch nicht sagen, welche Apps hier zukünftig unterstützt werden sollen.
Google setzt beim Thema Datenschutz auf den sogenannten Private Compute Core – die Verarbeitung von Hintergrundgesprächen soll vollständig lokal auf dem Gerät stattfinden, ohne dass Daten an externe Server übertragen werden. Bei der Musikerkennung greift das bekannte Verfahren: Erkennt die lokale Datenbank einen Song nicht, wird ein anonymer digitaler Fingerabdruck des Audiosignals an Googles Server geschickt.
Audio Memory läuft dabei als reiner Hintergrunddienst und soll seine aufbereiteten Inhalte über eine eigene App zugänglich machen. Ob und wann die Funktion offiziell bei der Pixel-10-Reihe und den bisher noch unbekannten Nachfolgern landet, ist noch offen.
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