
Seit dem Start Ende März hat sich bei Euro-Office wohl einiges getan. Die Entwickler haben sich vorrangig darum gekümmert, den Einstieg für Mitstreiter zu erleichtern und den Code sowie die Prozesse sauber zu dokumentieren.
Mittlerweile gibt es auch einen konkreten Fahrplan für die Zukunft, der demnächst auf GitHub landet. Neben der technischen Basis wächst auch das Bündnis hinter dem Projekt. Mit Open-Xchange und Office.EU sind zwei neue Partner an Bord, die das Vorhaben unterstützen, eine europäische Alternative zu den großen Cloud-Anbietern zu schaffen. Bestehende Mitglieder stocken zudem ihr Personal auf, um die Entwicklung voranzutreiben.
Inhaltlich liegt der Fokus aktuell darauf, Altlasten zu entfernen. Dazu gehören überflüssige Abhängigkeiten, binäre Blobs und die Übersetzung von Kommentaren im Quelltext. Auch an der Performance und der Sicherheit wurde geschraubt, etwa durch ein Update für das veraltete OpenSSL. Ein Punkt ist auch die Aufhebung künstlicher Beschränkungen, die bisher die mobile Bearbeitung oder das Admin-Panel betrafen.
Die Roadmap sieht vor, zuerst den Server-Teil inklusive PDF-Editor fit für den produktiven Einsatz zu machen. Danach folgen die Desktop-Anwendungen für Windows, Mac und Linux sowie Apps für Android und iOS.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der vollen Unterstützung des ODF-Formats. Die Macher betonen, dass offene Standards die Grundlage bilden sollen, statt nur eine lästige Pflicht zu sein. Damit will man sich klar von Microsofts OOXML abgrenzen.
Zudem soll die Integration in Plattformen wie Nextcloud oder OpenProject verbessert werden, wobei Nutzer künftig einfacher entscheiden können, welche Cloud-Dienste oder KI-Backends sie anbinden möchten.
Passend dazu, von heute:
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.