Smartwatch Skagen Falster im Test: sexy und gut

Die erste reinrassige Smartwatch von Skagen wurde zusammen mit Fossil entwickelt und Anfang des Jahr auf der CES vorgestellt. Wir haben das Touchscreen-Modell des dänischen Herstellers mehrere Tage getestet und verraten, wie sich die Uhr im schlichten Design im Alltag schlägt.

Der Lieferumfang der Skagen Falster beschränkt sich auf die eigentliche Smartwatch und einen passenden Induktions-Lader. Der magnetisch haltende Adapter benötigt zusätzlich ein USB-Netzteil, welches nicht dabei ist.

Je nach verwendeter Stromquelle benötigt die Falster zwischen zwei und zweieinhalb Stunden, um den Akku wieder voll aufzuladen. Von der Nutzung einer Powerbank oder eines USB-Hubs zum Aufladen rät Skagen übrigens ab. Auf der Hersteller-Webseite heißt es: „Um Beschädigungen an der Uhr zu vermeiden, nur das im Lieferumfang enthaltene Ladegerät verwenden. Zum Laden keinen USB-Hub, USB-Splitter, Akkupack, keine USB-Y-Kabel oder andere Peripheriegeräte verwenden.” Wie das gehen soll, wenn kein Ladegerät dabei ist, konnten wir uns nicht erklären. Auf unsere Anfrage klärt Skagen die Frage umgehen auf: „Die auf der Produktseite verwendete Bezeichnung Ladegerät meint hier das Ladekabel. Für ein Aufladen über die Steckdose kann ein herkömmlicher USB-Adapter verwendet werden, wie man diesen auch von Smartphones kennt. Der Output des USB-Adapters sollte dabei maximal einen Output von 5V – 2A haben.

Die Skagen Falster ist sehr puristisch gehalten und wirkt sexy. Schnörkelloses Uhrengehäuse, schlichtes Lederarmband und Metall-Schließe: Mehr braucht es nicht, um gut auszusehen.

Das runde Gehäuse verfügt über einen Drucktaster und den von Fossil-Smartwatches bekannten Schnellverschluss für Wechselarmbänder. Das Edelstahlgehäuse misst 42 Millimeter im Durchmesser und ist 12 Millimeter dick. Die Falster trägt trotz des recht hohen Gewichts nicht auf und sitzt bequem am Handgelenk. Der Tragekomfort und die Verarbeitung gefallen uns gut. Die vorinstallierten Ziffernblätter sind ebenso schlicht gehalten wie das Uhrengehäuse selbst. Wer es auffälliger und bunter mag, kann jederzeit eigene Skins hinzufügen und diese nach seinen Vorstellungen individualisieren.

Die Falster ist IP67 zertifiziert und somit staub- und wasserdicht. Zum Schwimmen ist die Smartwatch allerdings nicht geeignet.

Im Inneren der Skagen Falster arbeitet ein Snapdragon-2100-Prozessor von Qualcomm. Dieser sorgt für ausreichend Rechenleistung und ermöglicht eine flüssige und ruckelfreie Bedienung per Touchscreen. Die auf Android-Wear-2.0 basierende Uhr hat einen Akku mit einer Kapazität von 300mAh. Die Batterielaufzeit beträg laut Datenblatt bis zu 24 Stunden. In unserem Test erreichen wir diesen Wert allerdings nicht; wir haben die Uhr aber auch verhältnismäßig stark beansprucht. Von früh morgens bis spät in die Nacht hält die Uhr aber bei unserem Einsatzszenario durch; selbst wenn sie viel genutzt und zum gelegentlich zum Spielen zweckentfremdet wurde. Zur Kommunikation mit iPhone oder Android-Smartphone setzt Skagen auf Bluetooth 4.1 und den energieeffizienten Standard Bluetooth Smart.

Die Skagen ist als smartes, modisches Accessoir gedacht und nicht als Fitness-Uhr. Es gibt weder GPS-Empfänger noch Pulsmesser. Zur Leistungsmessung ist lediglich ein Schrittzähler verbaut.

Das runde 1,19 Zoll große Display hat eine Auflösung von 390 x 390 Pixel und füllt das gesamte Ziffernblatt. Den abgeflachten, schwarzen Rand am unteren Ende der Anzeige („Flat Tire“, platter Reifen genannt), den die frühen runden Displays hatten, gibt es hier nicht mehr. Das Panel hat ein automatische Helligkeitsregelung und ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut abzulesen.

Die Touch-Empfindlichkeit ist gut, das Display reagiert zuverlässig auf jede Berührung. Lediglich die Nutzung der Touch-Tastatur frustriert. Die einzelnen Buchstaben sind derart eng aufgereiht, dass es beinahe unmöglich ist, mit den Fingern den Richtigen zu berühren. Tippen mit einem Touch-Stift klappt nur unwesentlich besser.

Um so energiesparend wie möglich zu arbeiten, zeigt die Uhr bei Nichtbenutzung lediglich eine grafisch stark abgespeckte und abgedunkelte Oberfläche ohne Sekundenzeiger an. Dank Panel auf OLED-Basis spart das tatsächlich Strom, denn im Gegensatz zu LCDs benötigten bei OLED-Anzeigen nur leuchtende Pixel Energie.

Sobald man das Handgelenk bewegt, um die Uhr zu betrachten, schaltet das Display automatisch auf normale Helligkeit und den voreingestellten Hintergrund. Das funktioniert sehr zuverlässig. Am Anfang irritiert der automatische Wechsel des Ziffernblattes, wir haben uns aber schnell daran gewöhnt.

Die Display-Auflösung ist ordentlich, aber sie müsste noch deutlich höher sein, damit man auch bei näherer Betrachtung keine Pixel mehr erkennt.

Auch für Nicht-Uhrenträger sind Smartwatches eine interessante Ergänzung zum Smartphone: Terminkalender checken, SMS lesen oder sehen, wer anruft: all das klappt mit der Skagen Falster problemlos. Allerdings muss das Smartphone immer in der Nähe sein, ohne Bluetooth-Verbindung und damit auch den Weg ins Internet geht nicht viel.

Als besonders praktisch empfinden wir vor allem die Fernsteuerungs-Funktionen. Wer sein Smartphone gerne verlegt, wird sich beispielsweise über die Telefon-suchen-App freuen. Ausgestattet mit passender Software steuert die Smartwatch auch die Kamera oder den Musikplayer des auf dem Handy.

Zur Orientierung auf einer Karte oder zum Lesen längerer Texte eignet sich die Falster weniger. Zwar funktioniert die Darstellung auf dem kleinen Display; komfortabel ist das nicht. Auch das Eintippen von Texten oder Nummern ist theoretisch möglich, macht aber keinen Spaß. Im Gegenteil: das Tippen auf dem Mini-Display frustriert.

Deshalb gibt es zusätzlich die Möglichkeit der Spracheingabe. Diese funktioniert erfreulich gut, solange die Hintergrundgeräusche nicht zu laut sind.

Die Falster ist aktuell nur mit schwarzem Edelstahlgehäuse erhältlich. Die Schnallen für die Befestigung des Armbands sind in unterschiedlichen Farben erhältlich. Unser Testmodell mit schwarzem Lederarmband ist mit schwarze Schnallen ausgestattet, die Varianten mit braunem Leder- oder mit silbernem Metallarmband haben silberne Schnallen. Am femininsten wirkt das Modell mit rosegoldenem Armband und gleichfarbiger Schnalle.

Die Bänder sind 20 Millimeter breit und können, dank Schnellwechselverschluss, innerhalb weniger Sekunden ausgetauscht werden.

Die Skagen Falster ist eine der schicksten Smartwatches, die wir bisher in den Händen hatten. Wer die Uhr hauptsächlich als Ergänzung zum Smartphone braucht, der wird mit der Falster sehr zufrieden sein. Die gute Verarbeitung, der helle gut funktionierende Touchscreen und die großzügige Akkulaufzeit sprechen klar für das Modell von Skagen.

Der größte Nutzen wird zusammen mit einem Android-Smartphone erzielt. Android Wear und Android OS funktionieren perfekt zusammen. Zwar ist die Falster auch mit dem iPhone kompatibel, doch sie leitet lediglich die Benachrichtigungen auf das Display weiter. Eine umfangreiche Steuerung ist wegen den fehlenden Schnittstellen nicht möglich.

Wer sportlich aktiv ist, sollte besser zu einem anderen Modell mit integriertem Pulsmesser und GPS-Empfänger greifen.

  • Vergleichstest: Smartwatches für das iPhone – welche kaufen?
  • Fossil Q Explorist (3. Gen) im Test: die beste Android-Smartwatch
  • Test: Skagen Hagen Connected – stylische Hybrid-Smartwatch
  • Test: Fossil Q Grant – Smartwatch im Hybrid-Design
  • Test: Emporio Armani Connected – modische Hybrid-Smartwatch
  • Fossil Q Marshal im Test: tolle Smartwatch mit kleinem Makel
  • TAG Heuer Connected Modular 45: luxuriöse Smartwatch im Test
  • Fitbit Ionic im Test: viel Fitness-Tracker, kaum Smartwatch
  • Test: Huawei Watch 2 – innen hui, außen pfui

Kompletter Beitrag

Continue reading “Smartwatch Skagen Falster im Test: sexy und gut”

Honor 9 Lite im Test: viel Smartphone für wenig Geld

Mit dem Honor 9 Lite bringt die Huawei-Tochter einen Preiskracher auf den deutschen Markt. Für 229 Euro gibt es ein gut ausgestattetes Smartphone mit vier Kameras in einem Gehäuse aus Glas. Was das Honor 9 Lite sonst noch kann und ob sich der Kauf lohnt, zeigt der Testbericht von TechStage.

Käufer erhalten neben dem eigentlichen Smartphone ein Ladekabel sowie das zugehörige Netzteil. Kopfhörer von minderwertiger Qualität, wie beim baugleichen Huawei P Smart (Testbericht), gibt es nicht. Das schont die Umwelt, denn die Dinger braucht wirklich niemand. Ein Klinkenstecker im 3,5-mm-Standard ist vorhanden, so lässt sich jedes beliebige Headset anschließen.

Das mitgelieferte Ladegerät besitzt keine Schnellladefunktion; es liefert eine Spannung von 5 Volt und einen Strom von maximal 2 Ampere. Die Leistungsaufnahme beim Laden des Honor 9 Lite beträgt maximal 13,9 Watt, durchschnittlich zeigt das Messgerät einen Wert von 10,2 Watt an. Das vollständige Aufladen des 3000 mAh großen Akkus dauert 2 Stunden und 50 Minuten.

Für eine begrenzte Zeit gibt es ein Angebot: Beim Kauf des Honor 9 Lite wird eine microSD-Karte mit einer Größe von 64 GByte beigepackt. Die Aktion gilt bundesweit bei allen Händlern, solange der Vorrat reicht. Bei unserem Testgerät, das uns direkt von Huawei Deutschland zur Verfügung gestellt wurde, war allerdings keine dabei.

Das Honor 9 Lite ist 7,6 mm dünn und hat ein Gewicht von 149 Gramm. Damit fühlt es sich verhältnismäßig leicht an. Das Telefon besitzt eine schlanke Bauform. Mit einer Breite von 71,9 Millimetern liegt es bequem in der Hand. Wegen der Länge von 151 mm ist es jedoch zu lang für die Einhandbedienung mit einer mittelgroßen Hand.

Das Honor 9 Lite besteht hauptsächlich aus Glas. Sowohl hinten als auch vorne befindet sich eine leicht gebogene Glasschicht, das vom Markenhersteller Corning („Gorilla Glass“) stammt. Der Rahmen des Gerätes ist aus Metall und stabilisiert die Konstruktion. Die Verarbeitung wirkt insgesamt solide; das ganze Konstrukt wirkt sehr hochwertig. Ungleiche Spaltmaße oder Knarzgeräusche gibt es nicht. Das Honor 9 Lite ist allerdings nicht staub- oder wasserdicht, deshalb gilt Vorsicht bei Nässe und Regen.

Im Honor 9 Lite arbeitet ein Kirin 659; dazu gibt es 3 GByte RAM. Der Achtkern-Prozessor wird von Huaweis Chip-Tochter HiSilicon Technologies produziert und arbeitet mit einer Taktfrequenz von 2,36 GHz, genau wie im Huawei Mate 10 lite (Testbericht) oder im Huawei P Smart (Testbericht). In den gängigen Benchmarks erreicht das Smartphone ein durchschnittliches Ergebnis, im Antutu sind es 63.000 Punkte. Um eine Vorstellung des Machbaren zu vermitteln: Aktuelle Smartphones der High-End-Klasse erreichen im gleichen Test 195.000 bis 220.000 Punkten.

Aber so beeindruckend diese Zahlen auch sein mögen: Für die Bedienung im Alltag ist die Leistung des Honor 9 Lite völlig ausreichend. Bis auf wenige Stellen, zum Beispiel beim Rotieren des Displays in der Kamera-App, ruckelt das Smartphone kaum und läuft flüssig.

Der Speicher des Honor 9 Lite hat eine Größe von 32 GByte. Nach Abzug der ungewöhnlich viel ab Werk installierten Software bleiben dem Nutzer 23 GByte für das Speichern von Dateien zur Verfügung. Der Speicher ist per microSDXC um bis zu 2 TByte erweiterbar, aktuelle Speicherkarten gibt es bis 512 GByte. Welche Speicherkarte die beste für ein Android-Smartphone ist, lest Ihr in unserer Kaufberatung.

Genau wie das Huawei P Smart unterstützt auch das nahezu identische Honor 9 Lite Dual-SIM. Der Schlitten für die SIM-Karten nimmt entweder zwei Nano-SIMs auf oder eine SIM- und eine microSD-Karte. Die erste SIM beherrscht 4G LTE in allen für Deutschland relevanten Frequenzbänder (B3, B7 sowie B20). Die SIM Nummer zwei unterstützt lediglich den langsamen Datenstandard 2G mit 9,6 kBit/s auf Quadband-Frequenz (850, 900, 1800 und 1900 MHz).

Im Honor 9 Lite sitzt ein vom Nutzer selbst nicht austauschbarer Akku mit einer Nennladung von 3000 mAh. Die Kapazität ist im Vergleich zu anderen Geräten überdurchschnittlich. Entsprechend lang ist auch die Betriebsdauer: 1,5 Tage bei moderater Nutzung und 9 Stunden bei intensivem und aktiven Gebrauch. Das Aufladen des Akkus läuft kabelgebunden über den mittlerweile in die Jahre gekommenen Micro-USB-Anschluß. An dieser Stelle wäre der zweiseitig verwendbare USB Type C wünschenswert gewesen. Drahtloses Laden ist nicht an Bord, ist aber auch in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.

Smartphones von Huawei und der Tochtermarke Honor beherrschen ein Kernmerkmal sehr gut: das Telefonieren. Das Honor 9 Lite haben wir im Großraum Hamburg mit Vodafone und o2 Telefónica Germany getestet. Die Gesprächsqualität und der Empfang sind exzellent. Weniger positiv ist die Qualität des integrierten Lautsprechers, dessen Volumen zu gering wirkt und frt sich bereits ab einer Lautstärkeeinstellung von 75 Prozent blechern anhört.

Was ist sonst noch dabei? UKW-Radio, NFC, Bluetooth 4.2 und WLAN nach dem n-Standard. Aktuelles ac-WLAN mit Dual-Band-Funk ist nicht integriert.

Das Honor 9 Lite besitzt ein 18:9- respektive 2:1-Display. Es hat dünne Ränder und macht die Anzeige schlank.

„In Zukunft werden wir nur noch solche Bildschirme verbauen“, erklären Repräsentanten von Honor Deutschland bei der Produkteinführung des Smartphones. Die Anzeige hat eine Diagonale von 5,65 Zoll – es ist das gleiche Display-Panel wie im Huawei P Smart. Der Hersteller will künftig verstärkt auf Verbundeffekte setzen und in vielen unterschiedlichen Geräten möglichst identische Komponenten verbauen, um Vorteile beim Einkauf und bei der Entwicklung nutzen zu können.

Die Anzeige hat Full-HD+-Auflösung, also 2160 × 1080 Pixel. Insgesamt werden 2,1 Millionen Bildpunkte dargestellt, die für eine absolut ausreichende Schärfe sorgen. Das LC-Display zeigt exzellente Farben und ist trotz des günstigen Gerätepreises wenig blickwinkelabhängig. Die Helligkeit ist hoch.

Das Honor 9 Lite ist das erste Smartphone des Herstellers, das vier Kameras besitzt. Sowohl vorne als auch hinten gibt es das gleiche Setup: jeweils eine Dual-Kamera mit 13 und 2 Megapixeln. Aufgrund des Abstands zwischen den Kameralinsen ermittelt das Gerät Tiefeninformationen im Bild. Auf Wunsch berechnet die Software der Kameras einen Bokeh-Effekt, der einer großen Blende von f/0,95 gleich kommt. Bilder mit verschwommenem Hintergrund kann somit nicht nur die hintere, sondern auch auf den gerichtete Kamera. Die Qualität beider Cams ist identisch.

„Damit setzt ihr euch und eurer Welt perfekt in Szene. Mehr Likes, Shares und Follower garantiert!“ heißt es auf der Produktseite von Honor Deutschland. Einen Garant für mehr „Gefällt-mir-Angaben“ können wir nicht versprechen, aber ja: die Bildqualität der Kameras ist ausgesprochen gut, und das gilt vor allem für die Frontkamera. Nicht, weil sie besser ist als die andere, aber sie ist auch nicht schlechter – und das ist eine Besonderheit. Bei wenig Licht kommt die Kamera an ihre Grenzen, im Großen und Ganzen liefert sie gute und detaillierte Ergebnisse mit viel Schärfe

Die Kamera-App auf dem Honor 9 Lite bietet umfangreiche Funktionen. Neben einer Automatik beherrscht sie auch die manuelle Steuerung für Foto- und Videoaufnahmen in einer maximal möglichen Auflösung von Full-HD (1080p). Darüber hinaus existieren Funktionen wie Zeitraffer, Langzeitbelichtung, Hochkontrast (HDR) und bewegte Bilder.

Für die Software haben wir Lob und Kritik zugleich. Das Gute zuerst: Die Oberfläche ist Huaweis EMUI 8.0, dessen Grundlage die aktuelle Android-Version OS 8.0 Oreo ist. Die Firmware ist auf den neusten Stand, genau wie der Sicherheits-Patch von Google vom Montag, den 1. Januar 2018.

Auf dem Honor 9 Lite ist allerdings ziemlich viel Müll in Form von Bloatware installiert. Dabei handelt es sich um Apps und Spiele, die kaum ein Nutzer haben will. Dabei sind Spiele wie Puzzle Pets, Kingoms, Dragon Mania, Reise-Apps wie booking.com oder eBay. Die Apps kosten Speicher, lassen sich aber glücklicherweise vom Systemspeicher entfernen. Trotzdem scheint das Honor 9 Lite stark subventioniert zu sein, wenn neun ganze Apps als Inklusive-Paket angeboten werden.

Nicht alles ist schlecht: Die Bedienungsanleitung und weitere Informationen zum Gerät befinden sich in der Service-App HiCare. Über die Applikation Designs erhält man Zugang zu einer breiten Auswahl von Looks, mit denen das Aussehen der Software umgestalten und individualisieren lässt.

Das Honor 9 Lite gibt es in drei Farben: Silber, Schwarz sowie das von uns getestete Blau.

Für den Preis von 230 Euro bietet das Honor 9 Lite ziemlich viel: gutes Display, starker Akku, zwei Kameras vorne und hinten, ein schickes Glasgehäuse sowie aktuelles Android. Gegen einen Kauf spricht kaum etwas. Der Hersteller hätte auf USB Type C und WLAN mit 5 GHz setzen können. Die vielen Apps sind zwar nervig, lassen sich jedoch deinstallieren.

Wer gerade auf der Suche nach einem neuen Smartphone mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis ist, kann zum Honor 9 Lite greifen.

  • Test: Huawei P Smart
  • Test: Huawei Mate 10 lite
  • Test: Honor 7X
  • Test: BlackBerry Motion

Kompletter Beitrag

Continue reading “Honor 9 Lite im Test: viel Smartphone für wenig Geld”

Retro-Gaming-Konsolen im Vergleichstest

Alte Spiele-Klassiker aus den Achtzigern auf Retro-Konsolen zu zocken ist ein großer Spaß, nur welches der zahlreichen Systeme ist das Beste? Wir haben verschiedene Modelle getestet und verraten, für wen sich welche Konsole am besten eignet.

Einer der wichtigsten Faktoren bei der Kaufentscheidung zu einer Retro-Konsole ist die verwendete Software. Die von uns getesteten Systeme unterscheiden sich in erster Linie durch die Tatsache, dass einige Konsolen veränderbare Software nutzen und andere nicht. Das ist spätestens dann relevant, wenn man zusätzliche Spiele installieren möchte.

Bei der billigen Handheld-Konsole mit hunderten vorinstallierten Spielen ist es beispielsweise möglich, eigene ROMs mittels SD-Karte zu ergänzen. Selbst die originalen Classic-Konsolen NES Mini und SNES Mini von Nintendo sind veränderbar. Mit einem entsprechenden Hack lassen sich weitere Spiele nachladen.

Bei den günstigen Nachbau-Konsolen aus China geht das nicht. Zwar kommen diese bereits mit hunderten vorinstallierten Spielen zum Kunden, wenn aber das persönliche Lieblings-Game fehlt, ist das sehr ärgerlich.

Am meisten Möglichkeiten hat der Nutzer mit einer Selbstbau-Konsolen. Diese bieten neben dem individuellen Design auch die größte Freiheit in Sachen Software. Auf Konsolen auf Basis des Raspberry Pi laufen beispielsweise Games von fast allen Nintendo-Systemen, Sega Megadrive, C64, Amiga und vielen weiteren.

Da die Nintendo-Konsolen aufgrund der hohen Beliebtheit innerhalb weniger Wochen vergriffen waren, sind die Verkaufspreise in die Höhe geschossen. Findige Geschäftsleute aus China nutzen diese Situation und verkaufen Eins-zu-Eins-Kopien von Nintendos Mini-Classic-Konsolen.

Diese sehen den Originalen zwar zum Verwechseln ähnlich, allerdings haben sie entscheidende Nachteile: Das größte Manko der Klon-Konsolen ist die Software. Eigene Spiele im Nachhinein zu installieren ist nicht möglich, außerdem schummeln die Hersteller bei der Angabe der installierten Titel, und die Rechtmäßigkeit der Spiele-Lizenzen ist zumindest fragwürdig.

Der China-Klon des SNES hat zwar tatsächlich hunderte Spiele vorinstalliert; trotzdem enttäuscht die Titelauswahl. Auf dem Konsolen-Nachbau ist kein einziges Super-Nintendo-Spiel vorhanden, es gibt nur Spiele der älteren NES-Konsole. Wer sich auf SNES-Spiele gefreut hat, wird an diesem vermeintlichen Schnäppchen keinen Spaß haben.

Nintendo-Fans empfehlen wir deshalb den originalen SNES Classic Mini. Dieser ist zwar um ein vielfaches teurer, aber hochwertig verarbeitet, mit tollen, lizenzierten Spielen bestückt und offen für Bastler, wenn die Vorauswahl der Games nicht ausreicht. Wie das genau funktioniert erklären wir in unserem Testbericht.

Bei der Kopie des Classic Mini NES sieht es etwas besser aus. Immerhin sind alte NES-Spiele installiert, so wie man es erwartet. Die Sortierung der Spiele ist allerdings eine Katastrophe. Wer die alten Nintendo-Klassiker spielen will und nicht auf ein bestimmtes Spiel aus ist, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Wer spezielle Spiele im Auge hat, sollte besser zum Original von Nintendo greifen.

Wer eine All-in-One-Lösung für Spiele von verschiedenen Konsolen sucht, muss selbst basteln. Mit einer Konsole auf Raspberry-Basis funktionieren unter anderem Spieletitel von NES, SNES, Wii, Gameboy, Gameboy Color, Gameboy Advanced oder Nintendo DS.

Die Spiele der neueren Konsolen wie Nintendo Wii laufen zwar theoretisch, allerdings ruckelt die Wiedergabe stark. Die älteren NES- oder SNES-Spiele laufen hingegen flüssig. Die Kosten für einen Selbstbau beginnen bei etwa 40 Euro. Wie der Aufbau einer DIY-Konsole funktioniert haben wir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengefasst.

Wer Retro-Games unterwegs zocken will, braucht eine der günstigen Handheld-Konsolen mit vorinstallierten Spielen. Die Auswahl der günstigen China-Handhelds ist sehr groß; deren Ausstattung sehr unterschiedlich. Verarbeitungsqualität und Haptik der von uns getesteten Konsole sind eher mäßig und passen zum niedrigen Preis von knapp 30 Euro. Weder der Bildschirm noch die Bedientaster sind so richtig zufriedenstellend. Zwar funktioniert die Handheld-Konsolen insgesamt ganz gut, aber auf lange Sicht frustrieren die ungenaue Steuerung und der schlechte Bildschirm. Ob eine Lizenz für die installierten Spiele vorliegt, ist ebenfalls fraglich. Für kurzzeitiges Zocken in Bahn oder Auto sind die mobilen Konsolen trotzdem gut geeignet.

Zum Ausprobieren geht es aber noch günstiger. Mit den passenden Apps wie beispielsweise ClassicBoy oder Snes9x EX+ wird jedes Android-Smartphone im Handumdrehen zur mobilen Retro-Konsole. Wir haben getestet, wie genau das funktioniert.

Die Steuerung erfolgt entweder über den Touchscreen des Smartphones oder mit einem Gamepad. Es funktionieren sowohl Bluetooth- als auch USB-Controller. Zur Nutzung der kabelgebundenen Devices ist allerdings zusätzlich einen OTG-Adapter nötig.

Eine weitere Möglichkeit für mobiles Zocken wäre der Selbstbau auf Basis des Raspberry-Einplatinen-Computers. Aufgrund der geringen Größe einer Handheld-Konsole ist so ein Aufbau eine echte Herausforderung und kommt deshalb nur für sehr erfahrene Bastler in Frage.

Wer sich mehr für Automaten-Games als für Nintendo & Co. interessiert, der sollte sich seine Konsole entweder selbst bauen oder zu einer fertigen Lösung wie der Pandora's Box greifen.

Diese Konsole setzt auf echte, digitale Arcade-Joysticks und klackernde Druckknöpfe. Das einfache Plug&Play-System für maximal zwei Spieler hat uns im Test überzeugt: Gehäusedesign und bekannte Arcade-Spiele sorgen für authentisches Spielhallen-Feeling. Die Verarbeitung ist hochwertig und der Nutzer kann die Spiele nach eigenen Vorstellungen sortieren. Mit einem Hack ist es auch möglich, eigene ROMs zu installieren – ausprobiert haben wir das aber noch nich. Einziges Manko an dieser Lösung ist der verhältnismäßig hohe Preis.

Nintendo-Fans die ein unkompliziertes System haben möchte, sollte sich für den originalen Classic Mini SNES entscheiden. Wer Arcade-Games aus der Spielhalle vorzieht kauft am besten die Konsole Pandora's Box. Nutzer die sowieso gerne basteln oder ein Multi-Konsolen-System wollen, sollten sich auf jeden Fall für die flexible und günstige DIY-Konsole entscheiden. Zum Spielen unterwegs empfehlen wir die Nutzung eines Android-Devices mit der passenden App.

  • Kaufberatung Retro-Konsolen: Nintendo, Sega, Atari & Co.
  • Anleitung: Retro-Konsole mit dem Raspberry Pi selber bauen
  • Retro-Konsole Nintendo SNES Classic Mini im Test: Kaufen!
  • SNES-Klon im Test: gute Hardware, falsche Spiele
  • China-Klon von Nintendos Classic Mini NES im Test
  • Arcade-Feeling: Retro-Konsole Pandora's Box im Test
  • Mobile Retro-Konsole aus China im Test: 10.000 Spiele, 40 Euro

Kompletter Beitrag

Continue reading “Retro-Gaming-Konsolen im Vergleichstest”

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies