Montblanc Summit im Test: Luxus-Smartwatch mit Android

Die Summit aus dem Hamburger Traditionshaus Montblanc ist eine Luxus-Smartwatch mit Googles Android Wear OS. Los geht's ab 930 Euro – damit ist die Summit fast dreimal so teuer, wie eine Smartwatch von Technologieherstellern wie Motorola oder Samsung. Ist sie es auch wert?

Bei einer Uhr, die auf Prestige und Luxus setzt, sollte das Premium-Gefühl schon bei der Verpackung beginnen. Positiv ist uns beispielsweise die Star-Wars-Drohne mit aufwändiger, beleuchteter Box samt Sound-Effekten in Erinnerung geblieben. Das wird die Summit zumindest in diesem Punkt nicht schaffen: Sie kommt in einem unauffälligen Hartkarton in Montblanc-Optik daher. Natürlich erwarten wir hier weder pures Gold noch die Star-Wars-Melodie beim Auspacken, doch ein feines und hochwertiges Etui passt eher zu der Marke, die weltweit für ihre Lederwaren berühmt ist. Ein gutes Beispiel, wie ein Technologie-Accessoire edel, aber nicht verspielt verpackt sein kann, liefert Huawei mit der ersten Generation seiner Huawei Watch (Bildergalerie).

Ist einmal die Wellpappe-Verkleidung weggeschafft, erscheinen Ladestation und Verbindungskabel im Blickfeld. Ein USB-Netzteil für die Steckdose legt der Hersteller übrigens nicht bei. Eigentlich ist das kein Problem, schließlich haben die meisten von uns schon etliche zu Hause – aber bei dem Preispunkt hätten wir uns durchaus über einen Adapter mit Montblanc-Logo gefreut.

Aufgeladen wird entweder über USB am Computer (Type A) oder mit dem vorhandenen Ladegerät des eigenen Smartphones. Bei einem herkömmlichen Netzgerät mit einer Stromstärke von 1,5 Ampere und einer Spannung von 5 Volt dauerte es im Test 2 Stunden und 11 Minuten, bis der Akku voll war.

Den Strom nimmt die Summit kabelgebunden über die Ladestation auf. Die Uhr rastet magnetisch in die Form ein, für die elektrische Verbindung zeigen sich zwei Federkontaktstifte verantwortlich. Auf eine drahtlose Ladung per Induktionsspule verzichtet Montblanc bei seiner ersten Smartwatch. Grundsätzlich ist das kein Problem, in der Vergangenheit hatten andere Wearables mit dieser Ladetechnik aber Kontaktprobleme, wenn sich Schweiß, Regen und Reste von Cremes und Co. auf den Metallplättchen ablegen und für Korrosion sorgen. Wie sich die Montblanc hier schlägt, wird die Zeit zeigen.

Die Montblanc Summit ist einer der am hochwertigsten gefertigten Android-Smartwatches derzeit. Das geht aus den verwendeten Materialien und – viel wichtiger – dem Detailgrad der Verarbeitung hervor. Die Uhr gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Das Gehäuse ist entweder aus Edelstahl mit oder ohne Beschichtung mittels physikalischer Gasphasenabscheidung oder aus Titan; die Armbänder gibt es beispielsweise aus Kautschuk, Kalbs- und Alligatorleder.

Für den Testbericht liegt eine 88,3 Gramm schwere und 12,5 Millimeter dicke Montblanc Summit in der Farbe Schwarz mit einem PVD-beschichtetem Edelstahlgehäuse vor. Die Uhr ist oben und unten mit einem braunen Sfumato-Pelletteria-Armband verbunden. Klingt toll, ist letztlich Kalbsleder und kommt aus Italien. Ob und wie nachhaltig es gewonnen wird, geht aus dem aktuellen CSR-Bericht für 2017 nicht hervor.

Das Material des Touchscreens ist kratzfestes Saphirkristallglas. Es ist leicht konvex und spiegelt bei einfallendem Licht.

Zurück zum Gehäuse: Der Rahmen unseres Modells ist in mattem Schwarz gehalten, die nicht mit Zahlen geprägte Lünette glänzt. Im Gegensatz zur Gear S3 von Samsung (Hands-on) ist der Ring an der Oberseite nicht drehbar ausgeführt. Ebensowenig lässt sich die Aufzugskrone auf der rechten Seite der Uhr bewegen. In der Mitte gibt es einen mechanischen Knopf mit dem Montblanc-Emblem. Beim Drücken springt die Software auf die Startseite des Betriebssystems zurück. Mit 46 mm im Durchmesser gehört die Montblanc eher zu den großen Smartwatches.

Die Summit ist IP68-zertifiziert und damit resistent gegen Staub und Wasser. Dampf, Regen und Süßwasser machen der Uhr nichts aus. Nach Kontakt mit Salzwasser gehört das Gerät mit klarem Wasser abgespült, um Korrosionen am Boden der Uhr zu vermeiden.

Bei den Armbändern seiner ersten Smartwatch setzt Montblanc glücklicherweise auf den verbreiteten 22-mm-Standard und verkneift sich proprietäre Konstruktionen wie Apple bei seiner Watch oder Fitbit bei der Ionic (Testbericht). Der Schnellwechselmechanismus zum Austauschen des Armbands bietet Flexibilität bei der Gestaltung und unterschiedlichen Anlässen.

In der Summit arbeitet ein Qualcomm Wear 2100. Dieser Prozessor ist aktuell gängig in Uhren mit Android Wear OS. Dazu gibt es 512 MByte RAM sowie 4 GByte Speicher zum Auslagern von Musik-Dateien, falls man sie drahtlos über ein mit Bluetooth verbundenes Headset hören möchte. Ferner beherrscht die Uhr WLAN nach 802.11 b, g und n und geht darüber bei Bedarf auch eigenständig ins Internet, wenn das zugehörige Smartphone nicht in Bluetooth-Reichweite ist.

Der Akku der Summit hat eine Größe von 300 mAh. Auch das ist Durchschnitt. In der Regel hält die Uhr einen ganzen Tag und muss danach zum Laden auf die Station. Die Vibration ist mittelstark und sorgt dafür, dass man eingehende Nachrichten wahrnimmt. Die Intensität des Vibrationsmotors lässt sich nicht verstellen, dafür aber die Dauer in einigen Schritten.

Auf der unteren Seite der Uhr sitzt ein Herzfrequenzmessgerät, das optisch den Puls des Trägers misst. Die Werte finden sich unter anderem in der App Google Fit wieder. Was der Summit fehlt, ist GPS. Selbstredend: Nur zum Joggen kauft man keine 1000-Euro-Smartwatch. Weil sie aber von Montblanc selbst mit Begriffen wie „digitale Weltuhr“ oder „empfohlenes Reisetool“ attribuiert wird, gehört zumindest die Technik zur Bestimmung des Standorts rein. NFC für kontaktloses Bezahlen fehlt ebenfalls. Das dürfte für die meisten deutschen Nutzer nicht relevant sein, Android Pay wird hierzulande nicht unterstützt. Trotzdem: Wenn man eine Smartwatch im gehobenen Preissegment anbietet, muss man sich an allem messen lassen, was die Technik derzeit hergibt.

Die Montblanc Summit besitzt zwar ein Mikrofon für den Empfang von Sprachbefehlen für Google Assistant oder Übersetzungen, telefonieren kann sie jedoch nicht. Anrufe nimmt nur das verbundene Smartphone entgegen. In sporadischen Situationen, in denen die Hände nicht frei sind, wäre dieses Feature sinnvoll gewesen – aber zugegeben rennt auch niemand durch die Stadt und spricht in sein Handgelenk.

Die Summit-Smartwatch läuft mit Android Wear in der derzeit noch aktuellen Version 2.0. Google hat allerdings kürzlich erst mit dem Verteilen des Updates auf 2.9 begonnen. Die neue Software bringt überarbeitete Benachrichtigungen für eingehende Ereignisse wie SMS, WhatsApp oder E-Mails. Ob und wann die Summit das Update erhält, ist unklar. Die technischen Voraussetzungen erfüllt die Montblanc-Uhr jedenfalls.

Eigene Software-Funktionen oder gar eine Montblanc-Oberfläche besitzt die Summit nicht. Letzteres wird seitens Google im Rahmen der Android-Wear-Richtlinien auch nicht gestattet, damit die Plattform auf allen Geräten einheitlich aussieht. Ziel ist es, eine einzige Oberfläche global einzusetzen. Eine, von der Google glaubt, es sei die benutzerfreundlichste. Bei den Smartwatches versucht man, eine Fragmentierung, wie sie bei Android-Smartphones und -Tablets gang und gäbe ist, zu vermeiden. Vorteil für den Kunden: Er lernt schnell den Umgang mit Android-Wear-Uhren. Nachteil: Die Hersteller haben kaum Wettbewerbsvorteile und können sich nur von Material und Marke differenzieren. Deshalb geht der größte Hersteller, Samsung Electronics, seinen eigenen Weg und entwickelt Smartwatches mit dem ebenfalls offenen Betriebssystem Tizen OS.

Montblanc, ein deutscher Hersteller von Luxusgütern, bringt im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie seine erste Smartwatch auf dem Markt. Technisch ist sie kein Überflieger, es fehlen echte Highlights wie beispielsweise ein volles Sortiment an Sensoren, GPS und NFC. Die Bedienung und Interaktion der Summit sind ebenfalls gewohnte Kost und nichts Außergewöhnliches.

Worin Montblanc seine Stärke ausleben kann, ist die extraordinär hohe Verarbeitungsqualität. Für den ersten Wurf geht die Uhr in Ordnung, doch es geht deutlich besser. Wir würden den Kauf überspringen und auf die zweite Generation warten. Ob und wann eine Montblanc Summit 2 folgt, steht aber noch in den Sternen.

Wer nicht warten möchte und das Geld für diese Luxus-Smartwatch besitzt, kann den Kauf in Erwägung ziehen: Schlecht ist sie nicht, aber eines sollte klar sein: Den hohen Preis zahlt man hier nicht für die Technik, sondern für Marke und Design. Eine Alternative im gleichen Segment ist die 500 Euro teurere, aber technisch schlechtere, Connected Modular 45 von TAG Heuer (Testbericht).

Und wem es mehr auf die Technik als auf die Mode ankommt, der sollte sich deutlich günstigeren Modelle wie die Fossil Q Explorist (3. Generation, Testbericht) oder die Huawei Watch 2 ansehen.

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«Age of Empires Definitive Edition» erscheint heute #Gaming #Xbox

Bessere Grafik, Online-Multiplayer und mehr Story: Die modernisierte Version des Strategie-Klassikers «Age of Empires» (1997) erscheint heute zum 20. Februar für Windows 10 PC. Das hat Microsoft bekanntgegeben.

Das Spiel beinhaltet einen kompletten Nachbau von Spielmechanik, Welten, Einheiten und Technologien für moderne Spiele-PC mit maximal 4K-Auflösung (3840 zu 2160 Pixel). Mit dem erweiterten Kampagnen- und Szenario-Editor sollen Spieler außerdem leichter neue Missionen erschaffen und über das Internet mit anderen Spielern teilen können.

Einen frühen Einblick in den neuen Mehrspielermodus gibt es ab dem 29. Januar. Dann wir die wird die kostenlose Testphase ausgeweitet. Als Preis für «Age of Empires Definitive Edition» nennt Microsoft 19,99 Euro.

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SoundSport Free: True Wireless von Bose im Test

Das True-Wireless-Headset SoundSport von Bose bietet laut Hersteller „naturgetreuen und kraftvollen Spitzenklang“. Das darf man bei einem Preis von knapp 200 Euro auch erwarten. Davon abgesehen richtet es sich mit wasserabweisenden Materialien und spezieller Technik für guten Sitz ausgestattet vor allem an Sportler. Wie sich das Bluetooth-Headset in der Praxis macht, zeigt unser Testbericht.

Die In-Ears sitzen zum Transport und beim Aufladen in einer stabilen Kunststoff-Box mit integriertem Akku. Auf der Vorderseite gibt es neben dem Druckknopf zum Öffnen des Deckels fünf LEDs, die den Ladestand der integrierten Batterie anzeigen. Hinten befindet sich der Micro-USB-Anschluss zum Aufladen. Innerhalb der Box gibt es für jeden Ohrhörer weitere Status-LEDs, die das Aufladen beziehungsweise den Ladestand des Akku im Inneren anzeigen. Die einzelnen Ohrstöpsel halten magnetisch in der Box.

Die Bedienelemente sind aufgeteilt. Am linken In-Ear befindet sich nur ein Taster, der die Bluetooth-Verbindung für schon einmal verbundene Abspielgeräte umschaltet. Rechts gibt es zwei Lautstärketasten und einen Multifunktions-Button.

Case und Ohrhörer hinterlassen einen robusten Eindruck, die Verarbeitungsqualität von beiden Komponenten ist gut. Allerdings wirken die Hörer ein wenig klobig.

Wie leider oft bei True-Wireless-Kopfhörern, nennt der Hersteller kaum technische Details. Einzig die schon erwähnten Abmessungen finden sich auf der Produktseite unter Technische Daten. Die Information, dass (Lithium-Ionen-)Akkus auch eine Rolle spielen – ohne Angabe der Kapazität der Batterien – haben wir uns hingegen irgendwie schon gedacht.

Bose zufolge laufen die Hörer mit einer Ladung bis zu fünf Stunden; der Energiespeicher der Transportbox lädt sie zweimal komplett wieder auf. In der Praxis soll also eine Gesamtlaufzeit von um die 15 Stunden drin sein. Klingt gut, und die positive Überraschung: Das haben wir im Test auch annähernd erreicht.

Zum Lieferumfang gehören neben einem Ladekabel noch Ohrpassstücke in insgesamt drei Größen. Bose nennt diese StayHear+ und spendiert ihnen biegsame Silikon-Flügel, die sich natürlich an die Ohrwölbung anpassen sollen. Dank IPx4-Zertifizierung sind die SoundSport Free gegen Schweiß und Wasser geschützt.

Wie bei anderen True-Wireless-Ohrhörern (Vergleichstest) gibt es auch bei Bose ein integriertes Mikro. Es sitzt im rechten Stöpsel. Telefonieren und das Nutzen der Sprachassistenten von Apple und Google sind ebenfalls möglich.

Zum Verbinden der SoundSport Free mit dem Smartphone gibt es eine spezielle App von Bose. Wer möchte, stellt Bluetooth-Verbindung auf herkömmliche Art und Weise her: Beim Herausnehmen aus der Box gehen die Ohrhörer automatisch in den Verbindungsmodus und sind in den Bluetooth-Einstellungen des Abspielgerätes auswählbar. Die App gibt nebenbei noch einen kurzen, aber sehr übersichtlichen Überblick auf die Bedienung des Headsets. Davon abgesehen findet der Nutzer in den Einstellungen des Programms noch ein ausführliches Benutzerhandbuch und eine Suchfunktion, die den letzten bekannten Standort des Headsets auf einer Karte anzeigt. Wer die Ohrhörer verlegt hat, kann über die App auch einen Signalton abspielen, um sie wiederzufinden – ähnlich wie bei den Bluetooth-Schlüsselfindern (Vergleichstest).

Die prinzipielle Bedienung ist simpel. Ein Druck auf den Multifunktionstaster startet oder stoppt die Wiedergabe, zweimal drücken springt zum nächsten, dreimal drücken zum vorherigen Titel. Gehen Anrufe ein, werden diese durch einmaliges Drücken angenommen respektive beendet. Um Siri oder Google Assistant auf dem Smartphone zu starten, hält der Nutzer den Multifunktions-Button etwas länger gedrückt. Die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt und sind gut erreichbar.

Mit den StayHear+ getauften Ohrpassstücken samt Silikon-Flügeln haben wir im Test einen bombigen Sitz erzielt. Auch im Fitness-Studio, beim Joggen und Fahrrad fahren sollte es keine Probleme geben. Akustisch bieten die SoundSport Free das, was man von Bose erwartet: einen tollen, räumlichen Klang über das ganze Frequenzspektrum. Der Bass tönt fett, aber konkret, die Mitten klingen warm und angenehm, und die Höhen zeigen sich detailfreudig, ohne dabei zu spitz zu klingen.

Die Bose SoundSport Free eignen sich ob ihrer Vorzüge nicht nur für Sportler. Gut sitzende In-Ear-Kopfhörer kann man auch als Nicht-Sportler gut gebrauchen, der Klang des Headsets ist Oberklasse und die Laufzeit auch sehr gut. Für viele dürfte die Lautstärkeregelung direkt am Headset ein weiterer Pluspunkt sein, dies ist keinesfalls die Regel bei True-Wireless-Kopfhörern.

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