Akku-Top-10: Smartphones mit der längsten Laufzeit

Kameras, Displays und Chips haben in Smartphones enorme Technologiesprünge hingelegt, doch die Akkus bleiben Spaßverderber. Wir zeigen die Handys mit dem längsten Durchhaltevermögen.

Bei den Messwerten greifen wir auf den Fundus unserer Kollegen von c't zurück. Dort werden Smartphones regelmäßig auf Herz und Nieren getestet, beispielsweise günstige Modelle zwischen 150 und 200 Euro inklusive Display, Kamera – und natürlich auch Akku. Für die Messung des Stromverbrauchs kommen verschiedene Tests zum Einsatz. Grundsätzlich werden die Smartphones aufgeladen, der Test gestartet und die Zeit gemessen, bis das Gerät sich mit leerem Akku abschaltet.

Gemessen wird die Zeit, in der das Smartphone ein Video im lokalen Player in Dauerschleife laufen lässt, bei einem festen Helligkeitswert von 200 cd/m². Bei gleicher Helligkeit wird außerdem gemessen, wie lange das Gerät über WLAN im Browser Webseiten abruft – also quasi „surft“.

Die verschiedenen Messungen sind natürlich synthetisch und die konkreten Ergebnisse nicht auf die Praxis übertragbar, sie sind aber untereinander vergleichbar.

In der Top-10 der Video-Wiedergabe sind ausschließlich Android-Smartphones vertreten, und spannenderweise nur wenige Modelle der klassischen, großen Markenhersteller wie Samsung, LG, Sony oder HTC.

Die folgende Tabelle zeigt die Daten im Detail.

Beim Surfen haben hingegen wieder die bekannteren Smartphone-Hersteller die Führung in der Hand: Ihre Akkus halten länger als die der Konkurrenz. Außerdem finden sich – wenn auch im hinteren Drittel – zumindest zwei iPhones in der Top-10. Zum Vergleich, das sündhaft teure iPhone X (Testbericht) kommt bei dieser Messung auf 625 Minuten – das sind 23 Prozent weniger als das iPhone 8 (Testbericht).

Werfen wir nun einen Blick auf die Preise der Produkte. Wenn es mehrere Ausführungen gibt, etwa verschiedene Farben oder Speichervarianten, haben wir immer das günstigste aktuell verfügbare Modell gewählt.

Der folgende Preisvergleich zeigt den tagesaktuellen Kurs:

Auffällig ist: Mit weitem Abstand die meiste Akkulaufzeit für's Geld gibt's bei Samsung mit dem Einsteiger-Smartphone Galaxy J3 2017 (Testbericht in c't 21/2017), das derzeit ab etwa 140 Euro über den Ladentisch wandert.

Im mittleren Preisbereich von etwa 300 bis 400 Euro gibt – wenig überraschend – vor allem Mittelklasse-Smartphones, deren Batterien in der Praxis überzeugen, etwa das Moto Z2 Play (Testbericht), das Sony Xperia XZ1 Compact (Testbericht) oder das Nokia 8.

Die günstigsten Angebote in der Oberklasse sind die Modelle Xiaomi MI6 (Testbericht in c't 22/2017) und OnePlus 5T (Testbericht). Wer Wert auf Marke legt, kommt aktuell am günstigsten mit dem LG V30 (Testbericht) und dem Huawei Mate 10 Pro (Testbericht) weg.

Ebenfalls auffällig ist, dass die Akku-Kapazität keine aussagekräftige Größe ist. Smartphones mit vergleichsweise kleinem Stromspeicher halten unter Umständen dennoch länger durch als Klopper mit Riesen-Akkus.

Der Grund dafür ist zum einen in der Software zu suchen. Das auf die Hardware perfekt optimierte iOS von Apple ermöglicht etwa dem iPhone 8 den letzten Platz in der Top-10 der Video-Wiedergabe. Die Kapazität ist mit 1821 mAh aber nicht einmal halb so groß wie die des Huawei Mate 10 Pro (4000 mAh), das bei diesem Test nicht unter den zehn stärksten Produkten landet.

Außerdem ist natürlich auch die Hardware mit dafür verantwortlich. Je nachdem, welche Inhalte dargestellt werden, brauchen OLED-Panels (z. B. iPhone X, Galaxy Note 8) mehr oder weniger Strom als gleich große LCDs. Displays mit höherer Auflösung und deren Grafikchips brauchen mehr Energie als Modelle mit niedrigerer Auflösung, was unter anderem das gute Abschneiden des Galaxy J3 erklärt. Und auch die ARM-Architektur und der Aufbau des SoC trägt einen entscheidenden Teil zur Energieeffizienz bei.

Bis neue Akkutechnologien marktreif sind und das Problem der kurzen Laufzeit nachhaltig lösen, werden wir wohl mit LiPo- und LiIo-Akkus (Lithium-Polymer und Lithium-Ionen) leben müssen; vermutlich noch einige Jahre. Dass mit diesen Technologien dennoch respektable Laufzeiten erreicht werden, ist vor allem der gesteigerten Effizienz und der höheren Akku-Kapazität geschuldet.

Wenn dieser Punkt ein entscheidendes Kauf-Kriterium ist, helfen die Messergebnisse bei der Entscheidung – auch, wenn die Werte natürlich im Labor entstanden sind und sich in der Praxis noch viele weitere Faktoren wie Umgebungstemperatur, Helligkeit und Qualität und Art der Funkverbindung mit einfließen.

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Smartwatch von Hugo Boss im Test: massives Schmuckstück

Mit der Touch gelingt dem Modelabel Hugo Boss der Spagat zwischen klassischer Armbanduhr und Smartwatch. Die 400-Euro-Uhr basiert auf Android Wear und hat weder GPS noch Pulsmesser, aber einen starken Akku.

Die Smartwatch Touch kommt in einer hochwertigen Uhrenschatulle zum Kunden. Zum Lieferumfang gehören neben der eigentlichen Uhr mit Lederarmband ein magnetisches Ladekabel, ein zweites Armband aus Silikon und eine kurze Gebrauchsanweisung. Ein USB-Netzteil zur Stromversorgung des Ladekabels fehlt.

Der Hersteller setzt auf ein klassisches Analoguhren-Design. Statt eines Ziffernblattes ist allerdings ein 37 Millimeter großes Amoled-Display verbaut. Das runde Edelstahlgehäuse mit 46 Millimetern Durchmesser ist hochwertig verarbeitet und wiegt ohne Armband 71 Gramm. Zur Bedienung stehen das berührungsempfindliche Display und ein Taster zur Verfügung. Das Wechseln der Armbänder klappt, dank Schnellverschluss, schnell und unkompliziert. Gut gefallen uns die kleinen Details – etwa die Logo-Prägung auf der Schließe.

Auf der Unterseite des Gehäuses befinden sich zwei Ladekontakte. Zum Aufladen des Akkus wird das magnetische Ende des Ladekabels einfach aufgelegt. Auf drahtloses Ladung per Induktionsspule verzichtet Hugo Boss. Grundsätzlich funktioniert das auch; die Langzeiterfahrung mit Kontaktflächen anderer Produkte zeigt allerdings, dass sie nicht wartungsfrei sind. In der Praxis setzt sich hier Dreck an, manche neigen auch in Kombination mit Körperschweiß zu Korrosion – dann gibt's Probleme.

Im Vergleich zur filigranen Apple-Watch wirkt die Hugo-Boss-Uhr sehr massiv. Trägern von schweren Mode-Uhren wird das gut gefallen. Die Touch trägt sich, trotz des hohen Gewichts, sehr angenehm. Die vorinstallierten Ziffernblätter sind alle sehr schlicht gestaltet. Wer es auffälliger mag, kann jederzeit andere Skins hinzufügen und diese nach seinen persönlichen Wünschen individualisieren.

Zur Kommunikation mit dem Smartphone setzt der Hersteller auf Bluetooth 4.1. Die Touch unterstützt Apps für Android Watch 1.0 und 2.0. Pulsmesser oder GPS sind nicht verbaut. Ein Schrittzähler und Mikrofone zur Spracherkennung sind aber integriert.

Der Akku hält, entgegen der Herstellerangabe, auch bei sehr intensiver Nutzung über 24 Stunden durch. Trotz der Installation von zahlreichen Apps, einer sehr intensiven Nutzung und dauerhaft aktiviertem Bildschirm schafft die Touch im Test eine Laufzeit von beinahe 26 Stunden. Nach etwa 60 Minuten an der Steckdose ist der leere Akku zu 80 Prozent geaden. Zur vollständigen Aufladung vergehen insgesamt 2 Stunden.

Die Uhr ist wasserdicht nach IPx8 und übersteht Händewaschen oder Duschen ohne Probleme. Zum Schwimmen ist sie nicht geeignet; für Tauchgänge sowieso nicht.

Den größten Nutzwert gibt es in Kombination mit einem Android-Smartphone. Android Wear und Android OS arbeiten perfekt zusammen. Zwar ist die Touch auch zu iOS kompatibel, der Funktionsumfang ist dann aber bei weitem nicht so umfangreich: Benachrichtigungen tauchen auf dem Display auf, eine weitergehende Steuerung ist wegen fehlender Schnittstellen aber nicht möglich.

Das Display hat eine Auflösung von 400×400 Pixeln. Ein abgeflachter schwarzer Rand, wie es ihn häufig bei älteren Smartwatch-Modellen gibt, ist nicht vorhanden. Die Bildschirmhelligkeit regelt sich in Abhängigkeit der Umgebungsbeleuchtung selbstständig. Wer möchte, kann sie auch in fünf Stufen manuell einstellen. Dank der hohen Auflösung ist die Darstellung ausreichend scharf.

Zur Schonung der Batterie schaltet sich das Display ab, sobald die Uhr nicht genutzt wird. Sobald sich das Handgelenk wieder bewegt, aktiviert sich der Bildschirm automatisch. Wer möchte, kann das Display auch dauerhaft einschalten. Das geht dann allerdings zu Lasten der Akkulaufzeit. Auch bei ständiger Aktivierung des Bildschirms geht die Uhr bei Nichtbenutzung in einen Standby-Modus. Dabei verdunkelt sich das Zifferblatt und das Display zeigt nur eine abgespeckte Version des gewählten Skins an.

Helligkeit und Kontrast sind ausreichend hoch, um die Touch auch bei direkter Sonneneinstrahlung vernünftig ablesen zu können.

Die Touch von Hugo Boss ist derzeit mit poliertem, silbernen Gehäuse und braunem Lederarmband oder mit mattem, schwarzen Gehäuse und blauem Armband erhältlich.

Als Nicht-Uhrenträger muss man sich erst an das verhältnismäßig hohe Gewicht der Touch gewöhnen. Ansonsten trägt sich die Boss-Smartwatch sehr angenehm. Die Bedienung der smarten Uhr ist dank Android Wear intuitiv, logisch und unkompliziert. Selbst unerfahrene Nutzer haben sich bereits nach wenigen Minuten daran gewöhnt.

Nach dem Verbinden von Smartwatch und Smartphone geht es als erstes an die Individualisierung unseres Testgerätes. Dazu installieren wir zusätzliche Skin-Designs und ein Dutzend verschiedener Apps. Darunter den Messenger Threema, die Fernauslöse-App Watch Camera und die Software von Ebay.

Die Uhr zeigt nun nicht mehr nur an, wer gerade anruft. Sie leitet uns Threema-Nachrichten weiter, informiert über laufende Ebay-Auktionen oder dient als Fernauslöser für die Smartphone-Kamera. Kurz und knapp: Der Gewöhnungseffekt ist beeindruckend. Je länger die Uhr zum Einsatz kommt, desto öfter bleibt das Smartphone in der Hosentasche.

Das gilt aber nicht für jede Situation. Wenn es darum geht, eine Nachricht zu verschicken, lohnt sich der Griff zum Handy. Das Eintippen von Texten ist zwar auch über die Touchfunktion des Displays möglich, aber auf dem kleinen Bildschirm ist das Tippen sehr mühsam. Auch beim Lesen langer Texte ist das Smartphone klar im Vorteil.

Die Touch ist eine gut gelungene Mixtur aus analogem Uhren-Design und smarter Technik. Das Argument, eine Smartwatch sehe zu technisch aus, gilt für dieses Modell definitiv nicht. Insofern ist die Smartwatch von Hugo Boss, gerade für Analog-Uhren-Träger, ein idealer Einstieg in die smarte Technik.

Wer seine Uhr auch ohne Smartphone zum Navigieren nutzen will oder einen Pulsmesser braucht, muss sich nach einer Alternative umsehen. Andere Modell, wie beispielsweise die Huawei Watch 2, haben diese Funktionen integriert.

Wer eine maskulin anmutende Smartwatch mit Analoguhren-Design und ausreichender Akkulaufzeit sucht, wird mit der Boss-Touch sehr zufrieden sein.

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Nasenverzerrung auf Selfies führt zu 55% der Besuche bei plastischen Chirurgen

Weil Menschen wohl nach der Betrachtung ihrer Selfies Komplexe bekommen, weil sie ihre Nasen zu groß finden, musste ein Professor der sich auf plastische Chirurgie spezialisiert hat extra nach Wissenschaftlern in der Standford University suchen,…

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Hülle mit Akku: Mophie Juice Pack für Galaxy Note 8 im Test

Das Juice Pack von Mophie ist eine 99 Euro teuere Hülle für das Samsung Galaxy Note 8. Es lädt und schützt das Smartphone. Ob sich der Kauf lohnt, verrät der Kurztest von TechStage.

Die Juice-Pack-Hülle kommt in einer kleinen, schwarzen Verpackung zu ihrem Benutzer. Allzu viel ist nicht dabei: die eigentliche Schutzhülle und eine kleine Bedienungsanleitung.

Das Juice Pack gibt es in Schwarz, andere Farben bietet der Hersteller nicht an. Ideal wären Ausführungen, die farblich zu einem silbernen, violetten oder goldenen Galaxy Note 8 passen. Aber man muss sich zufrieden geben und die Kombination mit Schwarz hinnehmen.

Die Oberfläche des Mophie Juice Pack ist matt und von einem weichen Material überzogen. Die Schutzhülle liegt bequem in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Die Verarbeitung ist gut und wirkt auf den ersten Blick langlebig. Wie die Hülle nach einigen Monaten im harten Alltagseinsatz ausschaut, zeigt wohl erst eine längere Nutzung.

Wegen der matten Kunststoffoberfläche sammeln sich Fettflecken auf der Oberfläche, die sehr gut sichtbar sind. Auf Dauer stört das; erst recht, wenn man die Hülle gegen das Licht hält. Abwischen am Hemd oder an der Jeanshose hilft nicht wirklich, feucht mit einem Tuch drüberwischen schon. Im Gegensatz zum Galaxy Note 8 ist die Hülle nicht staub- und wasserdicht.

Nervig ist der schlecht gelöste Zugang zum S Pen: Das Öffnen der Klappe ist umständlich. Wer den Stylus oft und viel benutzt, kommt schnell an seine Geduldsgrenze. Hinzu kommt, dass die Hülle die Höhe des Telefons auf 17 Millimeter erhöht, das Gesamtgewicht steigt auf 307 Gramm.

In der Juice Pack steckt ein Akku mit einer Kapazität von 2950 mAh. Das entspricht 97 Prozent der Kapazität des Note-8-Akkus. Diese Hülle verdoppelt demnach die Betriebszeit des Telefons; zumindest in der Theorie. Durch das Drücken eines kleinen Tasters auf der Rückseite zeigt die Hülle in 25-Prozent-Schritten den eigenen Ladestand an.

Das Aufladen funktioniert kabelgebunden über USB Type C oder drahtlos mit der ebenfalls in der Hülle integrierten Induktionsspule. Der Wireless-Charging-Standard ist Qi. Die Juice Pack beherrscht das Passthrough-Verfahren. Heißt: Zunächst lädt das Galaxy Note 8 auf und danach der verbaute Akku. Auch die USB-Verbindung zu einem Computer ist durch die Hülle möglich.

Das volle Aufladen beider Akkus von 0 auf 100 Prozent dauerte im Test drei Stunden und 42 Minuten.

Das Juice Pack von Mophie ist eine Schutzhülle der Extraklasse. Durch die hohe Passgenauigkeit schützt sie nicht nur das Galaxy Note 8, sondern lädt es auch zeitgleich auf. Die Verarbeitung wirkt gut, allerdings ist das Material anfällig schmierige Spuren.

Die Juice Pack ist ideal für Reisen und lange Wochenenden. Auf Dauer ist das Smartphone mit dem zusätzlich Akku zu unhandlich und passt in keiner Tasche. Wer ab und zu laden will, findet auch eine durchaus günstige Powerbank. Schutzhüllen für das Galaxy Note 8 gibt es ebenfalls massig, und eine Schutzhülle samt Powerbank ist auf jeden Fall viel günstiger als die Komplett-Lösung von Mophie.

  • Test: Samsung Galaxy Note 8 – das beste Note aller Zeiten
  • Kaufberatung: Welche Hülle für das Galaxy Note 8 kaufen?

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Kaufberatung: Die besten Hüllen für das Samsung Galaxy S9

Wer sein Samsung Galaxy S9 schützen will, hat die Qual der Wahl: Welche Hülle man für wie viel Geld kaufen sollte, zeigen wir in der Kaufberatung.

Grundsätzlich gibt es für die Auswahl der passenden Schutzhülle zwei Hauptkriterien: den Einsatzzweck und den persönlichen Geschmack. Wer sich den perfekten Schutz für sein Smartphone zulegen will, sollte sich im Vorfeld überlegen, was das Case eigentlich tun soll. Geht es eher um die Vermeidung von unschönen Kratzern? Dann sollte die Hülle in erster Linie nicht zu sehr auftragen. Oder soll die Hülle vor heftigen Einschlägen und Stürzen schützen? Dann sollte das Case nicht zu dünn sein und im Idealfall über verstärkte Ecken verfügen. Wichtig ist es auch darauf zu achten, wie weit sich die Hülle um das Smartphone schmiegt. Je nach Modell schützen die Hüllen dann nicht nur das Gehäuse, sondern gleichzeitig auch den Bildschirm des Smartphones.

Als zweites sollte man sich Gedanken über die eigenen Vorlieben machen. Soll das Case möglichst unauffällig oder so auffällig wie nur möglich sein? Material- und Farbauswahl sind in erster Linie Geschmackssache.

Wer das sexy Design seines Samsung Galaxy S9 (Testbericht) erhalten möchte, der braucht eine möglichst unauffällige Hülle. Das Case sollte transparent oder zumindest halbtransparent sein und nicht zu sehr auftragen. Sehr dünne Hüllen schützen allerdings eher vor Kratzern, als vor Sturzschäden. Wer den schlanken Cases nicht traut, sollte auf ein Modell mit verstärkten Ecken setzen.

Wer es gerne etwas auffälliger mag, kann mit seiner Hülle auch Aufmerksamkeit erregen. Hüllen in knalligen Farben oder mit bunten Aufdrucken ziehen Blicke auf sich und schützen gleichzeitig das Smartphone. Auch hier gilt: Dünne Hüllen sind zwar unauffälliger, schützen aber auch weniger vor harten Stößen als vor Kratzern.

Wer sein Samsung Galaxy schützen will und gleichzeitig Seriosität ausstrahlen möchte, entscheidet sich für eine Hülle mit konservativem Design. Wer neben seinem Gehäuse auch das Display schützen möchte, sollte sich für den Rundumschutz eines Flip-Cases entscheiden. Dass der Schutz trotz edler Optik nicht zu kurz kommen muss, zeigt beispielsweise das Case von Otterbox.

Neben dem Design und der Sicherheit sind auch Zusatzfunktionen ein wichtiger Entscheidungsfaktor bei der Auswahl der Smartphone-Hülle.

Wer auf seinem Smartphone auch Serien und Filme ansieht, der sollte ein Modell mit integriertem Aufsteller kaufen. Interessant finden wir auch das Konzept mit integrierter Magnethalterung für PKW. Wer gerne auf sein Bargeld verzichtet, der sollte sich eine Hülle mit integriertem Kreditkartenfach zulegen.

Mehr als acht verschiedene Schutzhüllen für das Galaxy S9 hat der US-amerikanisch-koreanische Hersteller Spigen im Portfolio. Zwischen 7,49 und 14,95 Euro kostet ein Gewand. Die einfachste und günstigste Hülle nennt sich Thin Fit. Wie der Name suggeriert, handelt es sich um einen dünnen Überzug. Gut gefallen hat uns auf Anhieb die Festigkeit der mattschwarzen Kunststoffhülle. Sie ist schnell aufgezogen und verleiht dem Gerät nicht nur Schutz, sondern auch einen besseren Grip. Darüber hinaus besitzt die Hülle eine kleine Metallplatte, die sich magnetisch mit einer Autohalterung verbindet.

Das Wallet S von Spigen ist eine Rundum-Hülle in Lederoptik und bietet zwei Kartenfächer. Mithilfe einer Seitenstütze lässt sich das Smartphone aufstellen und erleichtert so das Betrachten von Videos. Die Aufstellfunktion im Portmonnaie-Look wirken edel und sind den Preis von 12,99 Euro wert.

Besonders beeindruckt hat uns die Widerstandsfähigkeit der Hülle Neo Hybrid. Sie besitzt eine geriffelt harte und weiche Oberflächenstruktur und dämpft Stürze außergewöhnlich gut. Außerdem sitzt das Galaxy S9 sehr fest in das Case, sodass es bei einem Aufprall nicht herausspringt.

Die Hüllen von Spigen mit einer Metallplatte haben im Test keinerlei Auswirkung auf die drahtlose Ladefunktion des Smartphones gezeigt.

Auch Rhinoshield bietet Hüllen für das Samsung Galaxy S9 an: Insgesamt drei Cases. Die Produkte liegen in der mittleren Preisklasse. Der Crashguard schützt das Telefon seitlich und lässt die Front und den Rücken frei. Nachteil dieser Rundum-Stoßstange oder Bumper: Das schlanke Galaxy S9 macht sich voluminöser. Käufer sollten zudem wissen, dass das Auf- und Abziehen des Crashguard nicht einfach ist, wenn man die Technik dahinter nicht kennt. Ohne Witz: Auf YouTube zeigen Blogger, wie sich die Handyhülle am besten vom Telefon lösen lässt.

Die Solidsuit liefert Rhinoshield in zwei verschiedenen Looks: Carbon-Optik und Mattschwarz. Die Hüllen zeichnet eine besonders hohe Qualität aus. Sie schützen den Seitenbereich sowie den Rücken des Smartphones. Auch die seitlichen Tasten sind bedeckt und besitzen einen angenehmen Druckpunkt.

Alle Rhinoshield-Hüllen sind nach dem Militärstandard MIL-STD-810 zertifiziert und sollen Stürze von einer Höhe von bis zu 3,5 Metern überleben. Im Test hat das Galaxy S9 den Fall von 2 Metern Höhe auf Parkettboden überstanden.

Die Hüllen von EasyAcc zeigen, dass günstig oft auch schlecht ist. Preislich liegen sie wie die Spigen-Hüllen zwischen 6 und 10 Euro. Allerdings sind sie nicht sonderlich hochwertig. Ein Beispiel zeigt sich bei der Klarsichthülle für das Galaxy S9: Das Slimcase für 6,5 Euro ist zu weich und bremst damit keinen Sturz ab. Darüber hinaus zeigen sich an der Oberfläche schnell Fett und Schmutz.

Auch andere Hüllen von EasyAcc konnten uns in der Vergangenheit nicht ganz überzeugen.

Wer auf der Suche nach einer richtig guten Klarsichthülle für das Samsung Galaxy S9 ist und etwas mehr bezahlen möchte, sollte zur Presidio Clear von Speck Products greifen. Die Hülle ist dick, widerstandsfähig und zertifiziert. Im Test haben Hülle und Smartphone einen Sturz von über 2 Metern Höhe überstanden. Rund 20 Euro kostet das Markenprodukt des kalifornischen Schutzhüllen-Spezialisten.

Für den Preis von 30 Euro verkauft Speck auch sein bewährtes Presidio Folio. Diese Rundum-Hülle ist in drei verschiedenen Farbkombinationen erhältlich. Trotz der hohen Material- und Fertigungsqualität ist uns aufgefallen, dass sich die Klappe der Hülle nicht mühelos schließen lässt. Stattdessen müssen Nutzer den Deckel recht mühsam schließen. Ein kleiner Magnet an den Seiten wäre sinnvoll gewesen.

Zugegeben: Pitaka liefert nicht die günstigsten Hüllen, dennoch zeigten sie sich im Test als die widerstandsfähigsten. Das Pitaka Magcase für Galaxy S9 ist superdünn und hält dennoch viel aus. Der Grund für die Robustheit ist das Material: Kohlenstofffaser. Während das Case stabil ist, bietet es kaum Dämpfung, weshalb das Smartphone schon bei Stürzen aus einer Fallhöhe von 30 Zentimetern kaputtgehen können.

Die Magcase-Hülle passt sich dem Galaxy S9 perfekt an: Sowohl das geschwungene Display als auch die seitlichen Tasten liegen frei. Die Verarbeitungsqualität ist hoch: Das Case ist sauber und präzise geschnitten. Auch die Pitaka-Schutzhüllen integrieren eine kleine Metallplatte, die sich mit einer Hersteller-eigenen Halterung im Auto verbinden lässt. Drahtloses Laden oder Störungen beim Telefonieren haben sich dabei nicht bemerkbar gemacht.

Mit einem Preis von 89 Euro ist die Juice-Pack-Hülle von Mophie nicht gerade die günstigste, die man eben mal so unbedacht kauft. Das Schutzhülle integriert einen Akku mit zusätzlichen 2070 mAh, welche die Akkulaufzeit um 23 Stunden Video-Wiedergabe erweitern. Das ist ein echter Mehrwert. Allerdings sollte man vor dem Kauf eine Sache wissen: Durch die Juice-Pack-Hülle nimmt das schlanke Galaxy S9 eine wuchtige Dimension an. Neben einem eigenen Akku besitzt das Case auch integriertes Wireless Charging für Qi-Ladestationen.

Das Anbringen der Mophie-Juice-Pack-Hülle ist kinderleicht: Das Case lässt sich in zwei Teilen zerlegen und wieder zusammenschließen. Im geöffneten Zustand schiebt der Nutzer das Galaxy S9 hinein und verschließt die Hülle wieder. So sitzt das Telefon bombenfest und kann nicht herausfallen.

Sechs Hersteller und mehr als 32 Hüllen für das Samsung Galaxy S9 haben wir getestet. Doch welche soll’s nun sein? Wer etwas Gutes und Günstiges wünscht, für den sind die Hüllen von Spigen eine gute Wahl. Wer mehr ausgeben möchte und etwas Extra-Akku will, dem seien die Hüllen von Mophie zu empfehlen. Wer auf Nummer sicher gehen und das Galaxy S9 gegen alles in dieser Welt schützen möchte, sollte auf eine Hülle von Rhinoshield oder Speck zurückgreifen. Elegant und dennoch schützend ist Pitaka mit seinem Magcase.

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