Die Speicherkrise ist weiterhin in vollem Gange. Weil KI-Rechenzentren riesige Speichermengen benötigen, fehlen die Chips an anderen Stellen. Privatkunden bekommen das längst durch Preisexplosionen bei z. B. RAM, SSDs oder auch Geräten mit den entsprechenden Komponenten, wie Spielekonsolen, zu spüren. Auch Zulieferer reagieren. So hat offenbar der Speicherhersteller SK hynix in langfristigen Verträgen die bisherigen Preisobergrenzen entfernt und nutzt seine Marktmacht aus.
Während Micron in neuen, langfristigen Verträgen immer noch Preisobergrenzen definiert, soll SK hynix dies laut Berichten aus Südkorea (via TrendForce) inzwischen vermeiden. Damit widersetzt man sich einer eigentlich in der Branche gängigen Verfahrensweise, welche den Käufern eine gewisse Planungssicherheit erlaubt. Offenbar will sich SK hynix darauf aber nicht mehr festlegen und hält in neuen Verträgen fest, dass kurzfristige Preissprünge durch Lieferengpässe an die Kunden weitergegeben werden.
Inwiefern die Partner das dauerhaft mit sich machen lassen, muss sich zeigen. Denn SK hynix wäre damit wohl der einzige Speicherfertiger, der keine Preisobergrenzen mehr in langfristige Verträge aufnimmt – Micron und Samsung bleiben bei der bisherigen Standard-Strategie. Dafür muss man aber sagen, haben sich die Dauern solcher Abkommen verlängert. Schlossen Speicherhersteller früher meistens Verträge ab, die ein Jahr abgedeckt haben, so sind mittlerweile Deals für Dauern von drei bis fünf Jahren üblich geworden.
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