
Die italienische Wettbewerbsbehörde schaut sich Apple genauer an. Im Kern geht es um den Digital Markets Act, kurz DMA, und die Frage, wie offen iOS und iPadOS für andere Anbieter sind. Konkret steht der Vorwurf im Raum, dass Apple angeblich Drittanbietern von Cloud-Speichern den Zugriff auf wichtige Systemschnittstellen verwehrt.
Während das hauseigene iCloud volle Kontrolle genießt und beispielsweise komplette Backups der Geräte erstellt, haben alternative Dienste diesen Zugang nicht. Laut Ansicht der Italiener müsste Apple aber dafür sorgen, dass externe Anbieter die gleichen Hardware- und Softwarefunktionen nutzen können wie die eigenen Dienste.
Das Ganze läuft unter dem Begriff Interoperabilität. Bin mal gespannt, was so etwas geben würde. Man stelle sich vor, man könnte Microsoft OneDrive als Sicherungsquelle angeben. Da dauert das erneute Einspielen dann ja 100 Jahre. Ich kann mir aber vorstellen, dass viele Nutzer das gut fänden.
Die Italiener arbeiten jedenfalls eng mit der EU-Kommission zusammen und liefern die Ergebnisse ihrer Ermittlungen direkt nach Brüssel. Es ist übrigens das erste Mal, dass die Behörde in Italien ihre neuen Befugnisse im Rahmen des DMA nutzt, um eine Voruntersuchung dieser Art einzuleiten.
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