
Als regelmäßiger Nutzer von Instagram kenne ich das Gefühl: Man folgt bestimmten Accounts, aber was im Feed landet, hat damit oft wenig zu tun. Stattdessen bestimmt der allgegenwärtige Algorithmus, was relevant sein soll – und der liegt nicht immer richtig. Mit der Funktion „Your Algorithm“ reagiert Instagram nun zumindest ansatzweise und bringt das Feature jetzt auch in den zentralen Main-Feed.
Bisher war das Werkzeug schon für den Erkunden-Bereich und die Reels verfügbar. Man kann direkt einsehen, welche Themengebiete das System einem zuordnet, und kann diese Liste aktiv bearbeiten. Unpassende Kategorien können entfernt werden, neue gezielt hinzufügen.
Instagram ist mit diesem Problem nicht allein. TikTok hat von Anfang an auf rein algorithmische Feeds gesetzt, YouTube und X zogen nach – und bei vielen Nutzern führt das zunehmend zu einem Gefühl der Fremdbestimmung. Mit „Your Algorithm“ soll das zumindest teilweise korrigiert werden. Instagram-Chef Adam Mosseri deutet für die Zukunft sogar an, dass KI-Modelle das App-Erlebnis in Echtzeit komplett personalisieren könnten, bis hin zu individuell generierten Benutzeroberflächen.
Ob dabei noch etwas von dem übrig bleibt, was so ein soziales Netzwerk ausmacht, ist eine andere Frage. Vorerst geht es aber schlicht darum, uns Nutzern ein Werkzeug zurückzugeben, mit dem wir den eigenen Feed wieder ein Stück weit selbst gestalten können. Geplant ist zudem, die Anpassungsmöglichkeiten künftig auf bestimmte Personen, Beitragsformate und grundlegende Stimmungen auszuweiten. Wie weit das in der Praxis klappt, wird sich zeigen.
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