OpenAI ist zwar mit ChatGPT ein Pionier im KI-Bereich gewesen, gerät aktuell aber zunehmend durch die Konkurrenz unter Druck. Vor allem Anthropic gräbt dem Konkurrenten im Bereich für Geschäftskunden teilweise das Wasser ab. Deswegen wägt das Unternehmen um Sam Altman offenbar derzeit ab, die Token-Preise deutlich zu senken. Allerdings ist eine finale Entscheidung noch nicht getroffen.
So rechnet OpenAI gleichzeitig damit, dass auch Anthropic die Preise senken könnte. Öffentlich hatte Altman schon vage angedeutet, dass es viele Wege gebe, um den Kunden mehr Gegenwert anzubieten bzw. deren Ausgaben zu senken. Allerdings würden Preissenkungen die Gewinnmargen der KI-Anbieter schmälern, die ohnehin Milliardenverluste schreiben. Im noch relativ jungen Markt für künstliche Intelligenz verdienen aktuell nur wenige Anbieter wirklich Geld.
Wer Geld verdienen will, muss sich ohnehin eher auf Geschäftskunden fokussieren, die für Produktivitätsgewinne deutlich den Geldbeutel öffnen. Genau da konnte Anthropic zuletzt durch Claude Code Druck aufbauen. Folgerichtig musste OpenAI Codex als Alternative stärker in den Fokus rücken. Ein Preiskampf der beiden Anbieter würde zwar deren Verluste temporär in die Höhe treiben, könnte aber die Kundenbeziehungen festigen. Zumal beide Unternehmen bald an die Börse gehen wollen.
Riskant ist sowohl für Anthropic als auch für OpenAI laut einem Bericht des Wall Street Journals, dass die KI-Tools der beiden Anbieter sich extrem ähneln. Es ist für Geschäftskunden also allzu leicht, einen kurzfristigen Wechsel zu vollziehen. Wichtig wird also in Zukunft auch sein, Nutzer mit Alleinstellungsmerkmalen an sich zu binden.
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