E-Autos: Mehr Förderung vom Staat, weniger Rabatt vom Hersteller

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Bild: Stellantis

Die Bundesregierung will mit einer neuen E-Auto-Prämie den Verkauf von E-Fahrzeugen in Deutschland deutlich ankurbeln. Schon vor der Einführung wurde allerdings unterschiedliche Kritik daran laut. Eine pessimistische Prognose scheint sich jetzt tatsächlich zu bewahrheiten: Hersteller beginnen als Nebeneffekt der Förderung nämlich, ihre Rabatte zurückzufahren.

Zumindest geht dies aus dem monatlichen Neuwagen-Marktbericht des privaten Center Automotive Research (CAR) hervor. Dort spekuliert man, dass die gesunkenen Rabatte eine direkte Auswirkung der neuen, staatlichen Förderung sein könnten. Man mutmaßt, dass die Autobauer in dieser Situation einmal austesten, was sich so am Markt machen lässt. Allerdings ist einzuwenden: Eine Kausalität lässt sich hier nicht zweifelsfrei beweisen. Es könnte also auch eine simple Korrelation sein.

Jedenfalls hat sich der Abstand zwischen den E-Auto- und Verbrenner-Verkaufspreisen wieder vergrößert. Zudem zeigen die Erhebungen (via Tagesschau): Bei den 20 meistverkauften E-Fahrzeugen in Deutschland ist der durchschnittliche Rabatt durch die Händler / Hersteller von 19,5 % im Januar 2026 auf zuletzt nur noch 18,6 % gesunken.

Die Elektroautos blieben daher zuletzt im Durchschnitt rund 1.971 Euro teurer als vergleichbare Verbrenner – da ist die staatliche Förderung jedoch noch nicht berücksichtigt. Die sinkenden Preisnachlässe konnte CAR dabei vor allem bei kleineren E-Autos beobachten. Pikanterweise passen diese eben am ehesten in das Anforderungsprofil und Budget der förderberechtigten Haushalte.

Zwar gibt es also aktuell weniger attraktive Rabatte, aber im Gebrauchtwagenmarkt tut sich zeitgleich etwas. Gab es vor fünf bis sechs Jahren noch kaum gebrauchte E-Fahrzeuge auf dem Markt, so steigt das Angebot inzwischen zusehends an. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 wechselten demnach bundesweit knapp 120.000 gebrauchte E-Autos den Besitzer. Das sind fast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2025 und fast dreimal so viele wie von Januar bis April 2024.

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