DSA: EU verpasst Temu eine hohe Strafe

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Die Bundesregierung will sich den Online-Shop Temu genauer anschauen.


Die Europäische Kommission greift beim Billig-Marktplatz Temu durch. Wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA) muss das Unternehmen eine Geldbuße von 200 Millionen Euro zahlen. Der Kern des Problems liegt in der mangelhaften Bewertung systemischer Risiken. Temu hat es versäumt, den Verkauf illegaler Produkte auf der eigenen Plattform vernünftig zu analysieren.

Stattdessen gab es nur allgemeine Informationen zum E-Commerce, während konkrete Nachweise zum eigenen Dienst fehlten, so die EU-Beamten. Die Kommission stellte fest, dass die Gefahr für Käufer massiv unterschätzt wurde. Ein Mystery-Shopping-Test zeigte heftige Mängel auf. Viele Ladegeräte bestanden grundlegende Sicherheitsprüfungen nicht und bei Babyspielzeug gab es Risiken durch gefährliche Chemikalien oder Kleinteile, die zum Ersticken führen können.

Auch die Empfehlungsalgorithmen und Werbeprogramme mit Influencern wurden nicht ausreichend auf ihr Potenzial geprüft, die Verbreitung solcher Schrott-Ware zu fördern. Temu hat nun bis zum 28. August 2026 Zeit, einen Aktionsplan vorzulegen. Darin müssen Maßnahmen stehen, wie die Verstöße abgestellt werden. Sollte der Plan nicht ausreichen oder nicht umgesetzt werden, drohen weitere Zwangsgelder.

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