
Ermittler haben zum Schlag gegen die Internetkriminalität ausgeholt und den Dienst First VPN vom Netz genommen. In einer konzertierten Aktion des niederländischen Team High Tech Crime und französischer Behörden wurde die Infrastruktur bereits am 19. und 20. Mai zerschlagen. Der Anbieter war auf einschlägigen Foren unterwegs und hat dort gezielt Cyberkriminelle angeworben.
Er versprach Anonymität und behauptete, keine Nutzerdaten zu speichern oder mit der Justiz zusammenzuarbeiten. Wie sich jetzt zeigt, war das ein Trugschluss für die Kunden, die über den VPN etwa Ransomware-Attacken und Hacking-Angriffe abgewickelt haben. Die Polizei hatte vor der Abschaltung Zugriff auf den Datenverkehr und konnte die Kommunikation der Nutzer einsehen.
Insgesamt wurden 33 Server weltweit einkassiert. Die Behörden haben dabei Einblicke in die kriminellen Machenschaften sämtlicher Nutzer erhalten und diese Informationen bereits in Form von 83 Datenpaketen an internationale Partner verteilt. Der Betreiber wurde in der Ukraine vernommen. Eurojust und Europol haben die Zusammenarbeit koordiniert, an der auch die Schweiz, Großbritannien, Rumänien und Luxemburg beteiligt waren.
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