
Microsoft hat angekündigt, das Extended Security Updates (ESU) Programm auf zusätzliche ältere Windows‑Versionen auszuweiten: Hintergrund ist, dass mehrere Long-Term-Servicing (LTSC) Varianten in den kommenden Monaten ihr offizielles Supportende erreichen. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, sicherheitsrelevante Updates weiterhin zu beziehen – allerdings zu steigenden Kosten.
Diese Windows-Versionen laufen bald aus
- Windows 10 Enterprise LTSB 2016 – Supportende: 13. Oktober 2026
- Windows 10 IoT Enterprise 2016 LTSB – Supportende: 13. Oktober 2026
- Windows Server 2016 – Supportende: 12. Januar 2027
Diese Systeme sollten ursprünglich ab den erwähnten Daten keine Sicherheits- oder Qualitätsupdates mehr erhalten. Microsoft liefert nun für diese Kunden die Möglichkeit nach, weiterhin diese Aktualisierungen zu erhalten, sofern sie ein entsprechendes ESU-Abonnement erworben wollen.
ESU‑Preise und Bedingungen
Für Windows 10 Enterprise 2016 LTSB verlangt Microsoft 61 US‑Dollar pro Gerät und Jahr. Wer seine Geräte über Intune oder Autopatch verwaltet, zahlt 45 US‑Dollar. Die Kosten verdoppeln sich jährlich, und wer erst später einsteigt, muss rückwirkend auch die vorherigen Jahre bezahlen, denn ESUs sind kumulativ. Für Windows 10 IoT Enterprise 2016 LTSB, das ohnehin nur direkt mit entsprechender Hardware geliefert wird, müssen Unternehmen Preise direkt bei ihren OEM‑Partnern anfragen. Für Windows Server 2016 sollen ESU‑Preise zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Unterbliche LTSC
Nachdem Microsoft ohnehin noch die Endkunden-Varianten sowie neuere LTSC-Versionen weiterhin mit offiziellen bzw. ESU-Aktualisierungen versorgt, verwundert die aktuelle Entscheidung nicht. Ob ein ähnliches Szenario auch die Windows 10 Enterprise LTSC 2021 zu ihrem Support-Ende 2032 erwarten wird, sollte man davon allerdings nicht automatisch herableiten.