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Ultimate Ears Blast im Test: Alexa mit Macken

Der Sound von Amazons Echo ist nicht laut genug? Das will Ultimate Ears (UE) mit dem Model Blast lösen und verspricht einen kraftvollen Speaker mit Alexa-Funktion. Wir haben den akkubetriebenen UE Blast getestet und verraten, wie er sich im Vergleich zu den Echo-Speakern und den reinen Bluetooth-Lautsprechern von UE schlägt.

Das Design des Blast orientiert sich stark am Bluetooth-Lautsprecher UE Boom 2. Der 360-Grad-Lautsprecher ist 19 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von gut sieben Zentimetern. Damit ist er lediglich ein Stückchen größer als das Vorgängermodell Boom 2 ohne Alexa. Auf der Oberseite sitzen Power- und Bluetooth-Taster. Auf der Frontseite sind die zwei großen Lautstärke-Tasten verbaut. Die Bedienelemente sind dezent beleuchtet und reagieren präzise.

Auf der Unterseite hat der Lautsprecher ein Standard-Stativgewinde, in das eine Trageschlaufe eingeschraubt ist. Die Micro-USB-Buchse zum Laden sitzt ebenfalls auf der Unterseite. Diese ist durch eine runde Kunststoffabdeckung gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz geschützt. Das ist zwar einerseits praktisch, andererseits bedeutet es aber, dass der Nutzer jedes Mal die Aufhängung abschrauben muss, um den Speaker wieder zu laden.

Erhältlich ist der UE Blast in den Farben grau (Graphite), grün (Mojito), weiß (Blizzard), weinrot (Merlot), blau (Blue Steel) und gelb (Lemonade).

Der Funktionsumfang des Blast erinnert an das Modell Link 20 von JBL. Der Lautsprecher verfügt über einen internen Akku und kann sowohl per WLAN, als auch über Bluetooth mit Musik versorgt werden. Außerdem ist er ebenfalls wasser- und staubdicht. Der Hauptunterschied ist der verwendete Sprachassistent: JBL setzt auf Google Home, UE auf Amazons Alexa.

Dank der Alexa-Anbindung versteht der Blast Sprachbefehle und dient so auch als Zentrale für die Steuerung von Smart-Home-Devices. Für die Nutzung außerhalb des eigenen WLANs steht eine Bluetooth-Verbindung zur Verfügung.

Die App Ultimate Ears für Android und iOS ist notwendig, um den Lautsprecher einzurichten. In der App hinterlegt der Nutzer sein WLAN-Kennwort und seine Amazon-Zugangsdaten. Auch die Anbindung per Bluetooth funktioniert über die App. Die Einrichtung mit einem aktuellen Android-Smartphone klappt bei unserem Testgerät problemlos und ist nach wenigen Minuten abgeschlossen. Die Sprachsteuerung funktioniert auf Anhieb; der abgespielte Sound klingt hervorragend.

Die anfängliche Euphorie hält aber nicht all zu lange. Beim genauen Hinsehen fallen uns dann einige Punkte auf, die der Blast durchaus besser können sollte. So fehlt beispielsweise der Equalizer, den wir vom Vorgängermodell UE Boom 2 kennen. Das ist zwar verschmerzbar, da der Sound gut klingt, aber es ist definitiv ein Rückschritt. Ein weiteres Defizit ist das Fehlen der Party-Up-Funktion des Boom 2. Damit kann der Nutzer per Bluetooth bis zu 50 Lautsprecher miteinander synchronisieren und sie dann als Multiroom-Lautsprecher nutzen. Auch wenn kaum jemand 50 Lautsprecher auf einmal nutzt, zumindest zwei, drei im Haus verteilte Boxen sollten synchron funktionieren. Beim Blast fehlt diese Funktion sowohl bei Bluetooth-Verbindungen als auch bei der Wiedergabe per WLAN. UE verschenkt damit eine Menge Potential und verliert ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.

Ein- und Ausschalten des Lautsprechers per App ist ebenfalls nicht mehr möglich. Die Option, ein Lied per Knopfdruck zurück oder weiter zu springen, ist auch nicht mehr vorhanden. Auch die Prozentanzeige über den Ladezustand des Akkus ist nun nicht mehr in der App integriert.

Viel nerviger ist aber die Tatsache, dass auch Alexa nur eingeschränkt funktioniert. Nachrichten verschicken oder Telefonieren mit anderen Alexa-Nutzern ist mit dem UE Blast nicht möglich. Auf den Befehl NAchricht schicken antwortet UE Blast mit dem Kommentar: „SMS, MMS Versand über Alexa wird von diesem Gerät nicht unterstützt.”

Auch die Streaming-Funktion per WLAN funktioniert nur eingeschränkt. Während die Dienste Amazon Music Unlimited, Music Prime und die Radio-App Tunein funktionieren, ist die Nutzung von Spotify nur per Bluetooth-Verbindung möglich. Es besteht die Hoffnung, dass UE nochmal per Software-Update nachbessert. Ob und was von all den Funktionen nachgereicht wird, ist allerdings fraglich. Von UE gibt es dazu derzeit keine Informationen, allerdings wirbt der Hersteller ganz offensiv mit der Möglichkeit, neue Funktionen per Update zu bekommen.

Positiv fällt die sehr lange Batterielaufzeit des UE Blast auf. Die Herstellerangabe von 12 Stunden erreicht der Speaker zwar nur bei geringer Lautstärke, aber auch unter normalen Bedingungen hält der interne Akku locker 8 Stunden lang durch. Wem es zu stressig erscheint, den Blast regelmässig an die Steckdose zu hängen, der kann für knapp 40 Euro auch das Ladegerät Power Up kaufen und so den Lautsprecher bequem per Ladeschale laden.

Die Soundqualität des Blast ist sehr gut und der von Amazons Echo 2 und Echo Plus weit überlegen. Das Klangbild ähnelt dem des JBL Link 20; die maximale Lautstärke ist allerdings noch deutlich höher. Bis zu einem gewissen Pegel (weit über Zimmerlautstärke) klingt der Sound sehr ausgeglichen. Bei voller Dröhnung scheppert dann aber auch die Box von UE. Das ist verschmerzbar, da der Blast sowieso viel lauter geht, als man das üblicherweise braucht.

Unser Fazit zum UE Blast ist zweigeteilt. Die großen Pluspunkte sind die Alexa-Integration, die gute Soundqualität und der leistungsstarke Akku.

Die größten Einschränkungen sind die fehlende Multi-Room-Funktion und die Einschränkungen im Bereich der Streaming-Angebote. Das wir keine Nachrichten an andere Alexa-Nutzer schicken können, ist ebenfalls ärgerlich. Kurzum, die Hardware ist sehr gut, die Software ist aktuell mangelhaft. Für Alexa-Nutzer bleibt die Hoffnung, dass Ultimate Ears einige dieser Kritikpunkte mit Updates bereinigt.

Wer einen möglichst lauten Alexa-Lautsprecher mit guter Soundqualität und integriertem Akku sucht, wird mit dem Blast zufrieden sein – es sei denn, man nutzt Spotify und will mit anderen Nutzern über den Lautsprecher kommunizieren. Auch wer mehrere Systeme zu einem Multi-Room-Netz verbinden will, kommt mit dem Blast nicht ans Ziel.

Dann bleiben im Moment nur die Lautsprecher Echo 2 und Echo Plus von Amazon, die dann allerdings eine Steckdose in der Nähe voraussetzen und von der Klangqualität nicht an den Blast heranreichen.

Wer ähnlich guten Sound haben will und nicht auf Alexa angewiesen ist, sollte sich den JBL Link 20 ansehen.

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Die Techstage-Lieblings-Testprodukte des Jahres

Zum Abschluss des Jahres 2017 werfen wir einen Blick zurück und zeigen Euch unsere Lieblings-Produkte aus den vergangenen Tests. Mit dabei: Die am meisten gelesenen Produkte unserer Leser.

Dass so viele, sehr unterschiedliche Smartphones in den Lieblings-Produkten auftauchen hat uns selbst überrascht. Aber auch hier wird klar, wie verschieden die Anforderungen und Geschmäcker sind. Im Bereich der Premium-Geräte kamen drei Smartphones besonders gut bei uns an.

Das Huawei Mate 10 Pro ist sowohl in der Redaktion, als auch bei den Lesern sehr beliebt. Besonders die hohe Prozessorleistung, die extrem gute Kamera und das gelungenes Design sprechen für das Android-Smartphone. Durch das passende Zubehör wird das Smartphone zu einem verlässlichen Begleiter. Ob die stark beworbene KI das Leben wirklich einfacher macht, ist allerdings noch fraglich. Zumindest bei der Motiverkennung der Kamera macht sie aber einen sehrt guten Job.

Auch die neuen Google-Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL haben uns überzeugt. Die beworbene KI macht sich auch hier vor allem bei der Kamera bemerkbar. Der Porträtmodus, um Bildern mit Bokeh Effekt zu erzeugen, funktioniert viel besser als bei den meisten anderen Smartphones (die dafür eine Dual-Kamera benötigen). Die Kamera-Qualität ist bei allen Lichtverhältnissen sehr gut. Auch ansonsten machen die Google-Phones einen sehr guten Eindruck.

Für besonders viel mediale Aufmerksamkeit hat das iPhone X gesorgt. Auch einige unserer Redakteure waren begeistert: Endlich kann auch der iPhone Nutzer von einem beinah randlosen Display profitieren. Das fehlen eines Home Buttons und Touch ID haben wir vor dem Kauf noch sehr kritisch gesehen. Im Nachhinein bleibt zu sagen, dass Apple das mit Face ID sehr gut gelöst hat. Die neue Gestern-Steuerung funktioniert viel intuitiver. Auch bei der Hauptkamera gibt es kaum etwas bemängeln. Anders sieht es bei der Front Kamera aus; Dort ist neue hinzugekommenen Porträt Modus noch verbesserungswürdig. Hauptproblem beim iPhone ist und bleibt der hohe Preis, weshalb sich unsere Leser auch stärker für das günstigere iPhone 8 interessieren.

Aber auch ein Mittelklasse-Gerät hat es in die Riege der Lieblings-Produkte unserer Redaktion geschafft. Mit dem Honor 7X zeigt die Tochterfirma von Huawei, dass man keineswegs bis zu 1000 Euro für ein feines Smartphone auf die Ladentheke legen muss: Man bekommt das Handy aktuell in Verbindung mit einer Cash-Back-Aktion schon für 250 Euro. In allen wichtigen Bereichen konnte uns das Telefon überzeugen, auch wenn im Inneren keine High-End-Technik arbeitet. Einzig die nicht mehr ganz so taufrische Android-Version 7.0 trübt das ansonsten sehr gute Gesamtbild, wir gehen jedoch davon aus, dass der Hersteller ein Update auf Android 8 liefern wird.

Werfen wir einen Blick auf die am meisten gelesenen Produkt-Tests, sehen wir deutlich, dass gerade Geräte der unteren und mittleren Preisklasse besonders interessant sind.

Auf sehr viel Interesse stößt beispielsweise das Moto G5s mit gelungenem Design und guter Haptik. Vor allem die ausreichende Performance und das gute Display sprechen für das G5s. Auch die Kameras überzeugen und liefern eine brauchbare Bildqualität.

Auch das Outdoor-Smartphone CAT S41 kam bei unseren Lesern gut an. Das S41 punktet mit einem guten Display, langer Akkulaufzeit und einem sehr robusten Outdoor-Gehäuse. Einzig die veraltete Android-Version und die mäßige Frontkamera haben enttäuscht

Das Haltbarkeit und starke Akkusgefragt sind, zeigt auch das hohe Interesse am Ulefone Armor 2. Dieses punktet ebenfalls mit Outdoor-Gehäuse, langer Akkulaufzeit und gutem Display. Wie auch beim S41, stören nur die nicht mehr aktuelle Software und die Bildqualität der Frontkamera.

Das Smartphone Thor Plus für knapp 150 Euro ist ein echter Preis-Leistungs-Tip. Wer auf NFC und aktuellstes Android verzichtet, bekommt ordentliche Performance, ein gutes Display und durchaus brauchbare Kameras zum Kampfpreis.

Ein Blick auf die Auswertung der Lieblings-Test-Produkte unserer Redakteure zeigt deutlich, wie gut die Smart-Home-Speaker der aktuellen Generation sind. Neben Amazons Echo Dot, und Amazons Echo Plus haben es uns auch der Google-Mini und der JBL Link 20 in unsere Top-Auswahl geschafft.

Hauptvorteil der kleinen Varianten ist vor allem die gute Funktionalität, gepaart mit einem niedrigen Preis. In Sachen Klang und Funktionalität haben aber klar die großen Lautsprecher die Nase vorn. Ob nun Alexa oder Echo besser sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Systeme funktionieren super und haben ihre ganz eigenen Vorteile.

Wirklich Spaß macht die Sprachsteuerung vor allem in Verbindung mit diversen Smart-Home-Geräten wie smarten Leuchtmitteln, Effektleuchten oder Staubsaugern.

Kopfhörer hat die Redaktion dieses Jahr einige getestet. Doch nur einer hat wirklich Eindruck hinterlassen. Ok, 1000 Euro sind eine ordentliche Hausnummer für Kopfhörer, aber der P9 Signature hat es auch faustdick hinter bzw. In den Ohren. Wir waren sehr beeindruckt davon, wie fein, detailliert und insgesamt einfach hammermäßig der Kopfhörer klingt. Wer es sich leisten kann, der wird nie wieder anders Musik hören wollen,

Für den einen ein Nischenprodukt, für den anderen ein gutes Arbeitsgerät auf dem beispielsweise gerade diese Zeilen verfasst werden: ein Chromebook. Das Acer R13 kommt mit einem Touchdisplay und eignet sich somit auch gut zur Nutzung von Android-Apps, die mittlerweile ja auch auf Chromebooks laufen. Das ist durchaus eine nützliche Sache, aber auch ohne mobile Apps auf einem großen Bildschirm bietet das R13 viele Vorteile im Gegensatz zu einem herkömmlichen Laptop: Es ist sofort einsatzbereit, die Installation von Updates geht sehr schnell und die meist lüfterlosene und somit geräuschlosen Geräte bieten meist eine top Laufzeit.

Dieses Jahr standen bei uns vor allem Action-Cams und 360-Grad-Kameras im Mittelpunkt. Wirklich hervorgetan haben sich dabei zwei der getesteten VR-Kameras. Die Insta360 Nano ist ein super Upgrade für jedes iPhone und dabei vor allem handlich und unauffällig. Ausgestattet mit einer vernünftigen Auflösung und einer digitalen Bildstabilisierung, ist die Insta360 ein super Einsteiger-Gerät in die Welt der 360-Grad-Aufnahmen. Wer etwas mehr Budget zur Verfügung hat, sollte sich die Nikon KeyMission 360 ansehen. Diese hat eine fantastische Bildqualität und ist damit eines unserer Top-Produkte des Jahres.

Retro Konsolen sind eines der Highlights des Jahres. Besonders angetan hat es uns der Nintendo SNES Mini Classic. Lange hat Zocken nicht mehr so viel Spaß gemacht. Das Fazit: Ein klarer Kaufbefehl.

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Gigaset GS370 plus: Mittelklasse mit Dual-Kamera im Test

Gigaset hat mit dem GS370 und dem GS370 plus zwei Mittelklasse-Smartphones auf den Markt geschmissen, deren Besonderheiten der 18:9-Bildschirm und die Dual-Kamera sind. Die beiden Modelle unterscheiden sich in Puncto Speicherausstattung und Kameras. Wir haben das GS370 plus getestet und zeigen, ob uns das ab 270 Euro erhältliche Handy überzeugen konnte.

Beim Vorgänger, dem Gigaset GS270 plus (Testbericht), haben uns Design und Verarbeitung zwar gut gefallen, allerdings kam Handy mit seinem Kunststoffgehäuse nicht besonders wertig rüber. Beim neuen GS370 plus sieht die Sache anders aus: Mit seinem 151 × 72 × 8,2 Millimeter großen Aluminiumgehäuse macht das Smartphone haptisch und optisch ordentlich etwas her. Dazu passt auch das verhältnismäßig hohe Gewicht von 145 Gramm.

Oberhalb des Bildschirms sind die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED untergebracht. Der Lautsprecher sitzt am unteren Rand auf der rechten Seite, das Mikrofon auf der linken. Mittig findet sich ein Micro-USB-Eingang, der USB on the go (OTG) unterstützt: Mit dem passenden Kabel versorgt er angeschlossene Geräte mit Strom, das GS370 dient also als Power Bank.

Einen Kartenschacht für zwei SIM- und eine microSD-Karte sitzt auf der linken Seite des GS370 plus, rechts befinden sich Lautstärkewippe und Powerbutton. Die Dual-Kamera hat ihren Platz auf der Rückseite in der linken oberen Ecke, der Fingerabdrucksensor ist gut erreichbar mittig weiter oben platziert. Das Aluminiumgehäuse zeigte sich im Test leider anfällig für Fingerabdrücke, in der Praxis stört uns aber mehr, dass es etwas rutschig ist. Oft haben wir daher fester zugegriffen als eigentlich nötig, um zu verhindern, dass es auf den Boden fällt.

Beim Antrieb fiel die Wahl des Herstellers auf einen Prozessor von Mediatek. Der 64-Bit-Chip MT6750T hat vier Kerne mit maximal 1,5 GHz und vier mit maximal 1 GHz. Die normale Ausführung des GS370 hat 3 GByte RAM und 32 GByte internen Speicher, die hier getestete Plus-Variante 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher. Zur Erweiterung gibt es einen microSD-Karten-Slot, außerdem stehen dem Nutzer zwei SIM-Karten-Slots für Dual-SIM-Betrieb zur Verfügung.

Das GS370 unterstützt LTE der Kategorie 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream und WLAN nach 802.11 a, b, g, und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Bluetooth ist in Version 4.1 an Bord. Weitere Specs des Mittelklasse-Handys sind ein Fingerabdrucksensor, ein Kopfhöreranschluss, GPS und ein 3000-mAh-Akku. Dieser wird per Schnellladetechnologie mit 5 Volt und maximal 2 Ampere aufgeladen. Im Test war der komplett leere Akku damit nach 15 Minuten auf 19 Prozent aufgeladen.

Als Bildschirm kommt bei GS370 und GS370 Plus ein IPS-Panel mit einer Diagonalen von 5,7 Zoll im aktuell gehypten 18:9-Format zum Einsatz. 18:9? Warum nicht 2:1? Gute Frage, vermutlich liegt es an der „gefühlten Nähe“ zum verbreiteten und bekannten 16:9-Formfaktor. Viele aktuelle Smartphones der gehobenen Preisklassen werben mit diesem Seitenverhältnis, darunter beispielsweise die Galaxy-S-Serie von Samsung oder Pixel-Smartphones von Google. In der Praxis ist das Display eben einfach ein Stück länger als normal – mit dem Effekt, dass man beispielsweise Videos im 16:9-Format sehen kann und daneben noch Platz für virtuelle Tasten hat. Wirklich von Vorteil ist das nicht, allerdings wirkt dieser Formfaktor modern und unterstützt die Optik der rahmenlosen Smartphones.

Die Auflösung des Displays beträgt 1440 × 720 Pixel. Somit kommt es auf eine Pixeldichte von 282 ppi. Das genügt für eine ausreichend scharfe Darstellung, ein Unterschied zu deutlich höher auflösenden Bildschirmen teurerer Smartphones ist aber mit dem bloßen Auge ersichtlich. Geschützt wird das Display von an den Seiten leicht gekrümmtem 2.5D-Glas mit einer weitgehend kratzfesten Glasscheibe mit schmutzabweisender Beschichtung.

Die Blickwinkelstabilität des GS370 plus ist gut, die neutrale Farbdarstellung gefällt uns. Über die Option MiraVision in den Display-Einstellungen passt der Nutzer diese auf Wunsch auf seine Bedürfnisse an. Das geschieht per Auswahl eines vorbelegten Bildmodus oder im von Hand mit Einstellungen zu Schärfe, Farbtemperatur, Sättigung und Kontrast.

Als Hauptkamera gibt es eine Kombination aus 13-Megapixel-Sensor mit Phasenvergleich-Autofokus, f/2.0-Blende und LED-Blitz und 8-Megapixel-Sensor mit 120-Grad-Weitwinkelobjektiv. Innerhalb der Kamera-App schaltet der Nutzer bei Bedarf zwischen beiden Linsen um, es gibt sozusagen zwei Zoom-Stufen. Zusätzlich gibt es einen mit der Dual-Kamera realisierten Unschärfe-Effekt: Dort lässt sich festlegen, welcher Bereich scharf dargestellt werden soll. Eine Live-Vorschau des Bokeh-Effektes gibt es nicht, ein nachträgliches Anpassen der Effekt-Intensität ist nicht möglich.

Die Dual-Kamera zeigte sich im Test bezüglich ihrer Qualität durchwachsen. Bei sehr guten Lichtverhältnissen gelingen tolle Bilder. Vor allem im Nahbereich überzeugt die Kamera. Bei nicht mehr ganz so optimalem Licht wirken Aufnahmen schnell unscharf und verwaschen, wie man gut bei unseren Testbildern sieht. Unter Low-Light-Bedingungen gelangen uns nur unzufriedenstellende Aufnahmen. Auch der Bokeh-Effekt konnte uns nicht überzeugen, er wirkt meist gekünstelt.

Die Frontkamera löst beim GS370 5 Megapixel, beim Plus-Modell 8 Megapixel auf. Wie in dieser Klasse üblich gehen die Ergebnisse in hellen Umgebungen in Ordnung, aber sobald es etwas schummriger wirkt, überwiegt das Bildrauschen.

Das Gigaset 370 plus bietet eine für diese Preisklasse gute Systemperformance. Apps öffnen zügig, auch bei vielen gleichzeitig geöffneten Anwendungen kommt das Handy nicht ins Straucheln. Wie bei vielen aktuellen Mittelklasse-Handys ist die Leistung auch für grafisch opulentere Spiele ausreichend, allerdings mit der Einschränkung, dass die Grafikqualität für ein komplett ruckelfreies Zocken manchmal etwas heruntergeschraubt werden muss. Viele Games tun das heutzutage automatisch und sehen auf dem Gigaset GS370 plus dann immer noch sehr gut aus. Natürlich trägt auch die im Vergleich zu teureren Smartphones niedrigere Display-Auflösung ihren Teil dazu bei.

Der Fingerabdrucksensor reagierte im Test zwar zuverlässig, zeigte sich allerdings nicht als der schnellste. Er dient auf Wunsch auch dazu, gesperrte Apps zu öffnen, Fotos aufzunehmen, die Kamera-Anwendung zu starten oder Anrufe anzunehmen. Die entsprechenden Auswahlmöglichkeiten für die gewünschten Optionen finden sich in den Systemeinstellungen.

War der Vorgänger GS270 plus (Testbericht) mit seinem 5000-mAh-Akku ein richtiger Langläufer, zeigt sich auch das GS370 plus mit 3000-mAh-Batterie ausdauernd. Zwei Tage bei häufiger Nutzung haben wir zwar nicht mehr erreicht, aber bis zu eineinhalb Tage sind drin. Um den Akku innerhalb eines Tages leerzubekommen, muss sich der Nutzer schon richtig Mühe geben. Damit sind auch ausreichend Reserven vorhanden, um anderen Geräten über die OTG-Funktion etwas Energie abzugeben.

Das Gigaset GS370 plus läuft von Werk aus mit Android 7.0, der auf unserem Testgerät aktuell installierte Sicherheitspatch ist vom 5. Oktober 2017. Ein Update auf die aktuelle Android-Version 8 Oreo hat der Hersteller für das zweite Quartal 2018 angekündigt. Ein großes Problem sollte dies eigentlich auch nicht sein, da Gigaset Googles mobiles Betriebssystem so gut wie unberührt nutzt und keine ersichtlichen optischen oder softwareseitigen Änderungen vornimmt. An vorinstallierten Programmen gibt es außer den Standard-Android-Applikationen nur eine Hilfe- und eine Gigaset-Werbe-App. Immerhin: Beide sind deinstallierbar.

Das Gigaset GS370 plus bietet mit seinem aktuellen Straßenpreis von knapp 270 Euro ein gutes Preisleistungsverhältnis. Der Käufer bekommt eine ordentliche Leistung, eine gute Akkulaufzeit, ein gutes Display, eine ansprechende Optik und Haptik und ein Update-Versprechen auf Android 8 Oreo.

Nicht überzeugen konnte uns hingegen das eigentliche Highlight, die Dual-Kamera. Sie schießt zwar teils richtig gute, teils aber auch unansehnliche Fotos. Wer auf eine gute Dual-Knipse wert legt, dem empfehlen wir in der Preisklasse bis 300 Euro aktuell das Honor 7X (Testbericht). Bei diesem Smartphone ist bislang allerdings noch nicht bekannt, ob es ein Update auf Android 8 bekommen wird.

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Aukey SK-M18: „fetter“ Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher im Test

Der Aukey SK-M18 ist ein Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher mit FM-Radio, AUX-Eingang und langer Laufzeit. Im Großen und Ganzen hat er uns gut gefallen, konnte uns in einem Punkt allerdings nicht ganz überzeugen. Welcher das ist, und was die positiven Seiten an der Bluetooth-Box sind, das erzählen wir Euch in unserem Test.

Umgangssprachlich würde manch einer den Aukey SK-M18 wohl als „Oschi“ bezeichnen, mit seinen Abmessungen von 247 Millimetern in der Länge und 132 Millimetern im Durchmesser. Links sitzt der Subwoofer hinter einem Metallgitter. Auch die beiden Hochtöner rechts sind von einem solchen geschützt, allerdings in der Mitte unterbrochen von einem Panel mit den Bedienelementen und den vorhandenen Anschlüssen. Oben gibt es einen Tragegriff und unten Gummistandfüße, damit der zylinderförmige Lautsprecher nicht herum kegelt.

Bei den Bedienelementen und Anschlüssen handelt es sich um einen Ein/Aus-Schalter, eine Lautstärkeregelung per mechanischem Drehrad, einem AUX-Eingang, einem microUSB-Anschluss zum Aufladen und Tastern für Play/Pause, nächstes Lied, vorheriges Lied und zum Umschalten auf die eingebaute FM-Radio-Funktion.

Der Aukey SK-M18 ist ein Bluetooth-Lautsprecher mit Dual-Treiber (Leistung 2 Watt) und einem Subwoofer (Leistung 7 Watt). Weitere Details zur Akustik im Inneren verrät der Hersteller nicht. Wie schon erwähnt hat der Speaker neben einem AUX-Eingang noch ein FM-Radio als Medienquelle. Zum Lieferumfang gehört ein Tragegurt, der mit Karabinerhäkchen am Lautsprecher befestigt wird, ein microUSB-Ladekabel und ein Stereo-Mini-Klinkenstecker zum Anschließen von MP3-Player und Co.

Der Akku im Inneren hat eine Kapazität von 3000 mAh und läuft laut Hersteller bis zu 8 Stunden bei Dauerwiedergabe. Im Test kamen wir sogar auf neun Stunden, allerdings bei humaner Lautstärke. Höher aufgedreht muss man entsprechend mit geringerer Laufzeit rechnen.

Der Hersteller spricht von einem Outdoor-Speaker verrät aber keinerlei Spezifikationen, geschweige denn eine IP-Zertifzierung. Robust wirkt der Aukey SK-M18 zwar – mit seinem mit gummiertem Material überzogenen Gehäuse –, dass beispielsweise am Drehrädchen zur Regelung der Lautstärke Schutz gegen eindringendes Wasser gegeben ist, wagen wir allerdings zu bezweifeln. Wir haben das Gerät im Test nur Spritzwasser in nicht übermäßig hohem Maße ausgesetzt, was zu keinerlei Problemen führte.

Die ungewohnte Position der einzelnen Lautsprecher macht es schwierig den Klang des Aukey SK-M18 möglichst konkret zu beurteilen und zu beschreiben. Richtet man die Hochtöner auf sich zeigen sich die oberen Frequenzen zu dominant, richtet man den Subwoofer auf sich fehlt es an Höhen und das gesamte Klangbild wird mulmig. Das ist wenig verwunderlich bei der vom Hersteller gewählten Anordnung und dem Abstrahlwinkel der Töner in nur eine Richtung.

Produktbildern zufolge ist es anscheinend vorgesehen den Lautsprecher längs zu stellen, was auch für uns das beste Klangergebnis brachte. Da die Speaker dann jedoch nach links respektive rechts abstrahlen, ist der Klang ein anderer als bei Lautsprechern, die frontal ausgerichtet sind und der Subwoofer nach unten oder nach hinten. Davon abgesehen empfanden wir auch dann noch die Höhen etwas zu stark betont. Von einem schlechten Sound kann man beim Aukey SK-M18 allerdings nicht sprechen: Der Bass klingt satt und konkret, Mitten und Höhen präsentieren sich aufgeräumt und sauber.

Die Bedienung des Lautsprechers ist selbsterklärend. Wird er eingeschaltet befindet er sich im Connect-Modus, ist er mit dem Abspielgerät per Bluetooth verbunden nutzt der Besitzer die entsprechend gekennzeichneten Bedienelemente zur Lautstärke- und Mediensteuerung. Wird ein Gerät per Klinkenstecker an den AUX-Eingang angeschlossen ist dieser priorisiert und kommt zum Einsatz. Der Mode-Taster dient lediglich zum Einschalten des Radios, die Skip-Tasten dann zum Einstellen der gewünschten Frequenz. Die Taster haben einen guten Druckpunkt und auch das mechanische Rädchen zum Regeln der Lautstärke lässt sich präzise einstellen.

Für knapp 30 Euro bietet der Aukey SK-M18 kein schlechtes Gesamtpaket: FM-Radio, AUX-Eingang und lange Laufzeit sind die herausstechenden Eigenschaften. Was das – auch durch die Bauweise bedingte – Klangbild angeht, sehen wir den Lautsprecher am ehesten als Begleiter am Strand oder bei sportlichen Aktivitäten. Eben dort, wo es nicht so wichtig ist, dass der Sound „aus einem Guss“ am Ohr des Zuhörers ankommt.

Der Amazon-Link im Fazit enthält eine Partner-ID. TechStage bekommt unter Umständen eine Provision.

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Apple iPhone X: Das beste Zubehör zum Nachkaufen

Das beste Zubehör für das iPhone X (Testbericht) gibt es nicht nur auf Amazon oder im Online Store von Apple, sondern auch im Handel und auf spezielle Herstellerseiten. In diesem Vergleichstest haben wir uns einiges für das iPhone X angeschaut. Von hochwertigen Hüllen über Display-Schutzfolien bis hin zu Kopfhörern ist alles dabei. Ob etwas Ergänzendes auch für Euch dabei ist, lest Ihr in dieser Zusammenfassung.

Der Winter 2017/18 ist da und macht sich mit zunehmender Kälte bemerkbar. Wer auch bei Minusgraden sein Smartphone bedienen möchte, zum Beispiel während eines Spaziergangs oder auf dem Weihnachtsmarkt bei einer Tasse Glühwein, der muss sich seine Finger nicht mehr eisig abfrieren. Abhilfe schaffen Touchscreen-fähige Handschuhe, die sowohl die Hände warm halten, als auch eine Leitfunktion besitzen.

Einfache Ausführungen gibt es schon ab 5 Euro – qualitativ sind diese aber nicht. Wir haben uns die Double Layered Touchscreen Gloves des niederländischen Anbieters Mujjo angeschaut. Auch hier ist das Sortiment breit: Baumwolle, Elasten, Acrylamid, Nylon und Leder stehen als Material in unterschiedlichen Größen und Preispunkten zur Verfügung.

Raffiniert gemacht: In der Handfläche wurden winzige Gumminoppen verarbeitet. Damit rutscht das aus glas gemachte iPhone X nicht schnell aus der Hand.

Kopfhörer für das iPhone X gibt es wie Sand am Meer und dazu noch in vielen verschiedenen Ausprägungen: In-, On- oder Over-Ear. Kabelgebunden, kabellos oder als True-Wireless mit getrennten Hörmuscheln. Eines unserer Empfehlungen sind die Zolo Liberty des Zubehörherstellers Anker. Für knapp 100 Euro bekommt der Kunde wasserfeste und völlig kabellose Ohrhörer mit einem Ladeetui. Angesichts des Preises ist der Klang zufriedenstellend, besser geht es immer.

Eine Nummer kompakter, mit mehr Komfort und Integrität kommen die Apple-eigenen True-Wireless-Kopfhörer AirPods (Testbericht). Design-technisch ähneln sie den kabelgebundenen EarPods mit Lightning-Anschluss, arbeiten jedoch komplett autark und intelligent mit allen Apple-Systemen: Mac, iPad, iPhone und auch Apple Watch. Das Wechseln zwischen den Geräten ist einfach und intuitiv. Einziges Manko: Im Vergleich zu Ankers Zolo Liberty haben nur eine Passform und können nicht mit unterschiedlichen Aufsetzern angepasst werden. Die Chance, dass sie aus den Ohren herausfallen, ist groß.

Vergleichstest: AirPods & Co – 10 True Wireless Kopfhörer im Test

Wer wirklich guten und voluminösen Sound möchte und dazu noch eine aktive Geräuschunterdrückung, der kann sich die neuen PX von B&W Bowers & Wilkins näher anschauen. Die Hörmuschel sind mit einem flexiblen Bügel verbunden und arbeiten drahtlos. Die Übertragung der Musik läuft verlustfrei. Mit einem Preis von rund 400 Euro ist der Hörgenuss allerdings nicht billig.

Die originalen Schutzhüllen von Apple werden zu Preisen angeboten, die jenseits von Gut und Böse sind. Das mag sich jetzt vielleicht etwas überspitzt anhören, doch 45 Euro für ein einfaches Case aus Silikon? Oder 59 oder 109 Euro für eine Lederschutzhülle respektive eine Folio-Tasche? Das geht günstiger und auch besser!

Eine wirklich gute Lederalternative bietet Mujjo mit seinem Full Leather Case, das es in unterschiedlichen Materialien gibt. Unser Exempel verfügt über eine gute Qualität und insgesamt wirkt die Verarbeitung wertig.

Soll es weniger Richtung Optik und Haptik, sondern um mehr Schutz gehen, gibt es noch die Schutzhüllen- und Bumper von Speck sowie RhinoShield. Einen immer verlässlichen Schutz vor Stöße und Stürze bieten die Produkte der Presidio Clear sowie CrashGuard an.

iPhone X: Die besten Hüllen aus Leder, Carbon und Silikon

Immer wieder eine Empfehlung: das MagCase von Pitaka. Das aus hauptsächlich Kohlenstofffaser hergestellte Schutz-Case ist ein Hingucker. Zudem macht es das schlanke iPhone X nicht so wuchtig.

Wer nicht nur das Gehäuse seines iPhone X schützen möchte, sondern auch die Glasfläche über dem Bildschirm, greift zu Display-Schutzfolien. Für den Test haben wir uns drei Produkte von den Herstellern Anker, RhinoShield und EasyAcc angeschaut. Letzteres sagt uns am meisten zu.

Das Tempered Glass von EasyAcc ist weniger eine echte und flexible Folie, sondern mehr ein dünnes und gehärtetes Glas, das die gesamte vordere Seite abgedeckt. Positiv begeistert waren wir von dem Prozess des Auftragens. Wie üblich, ist das gesamte Werkzeug, bestehend aus einem Alkohol- und Trockentuch, dabei. Die 11 Euro sind definitiv eine gute Investition. Zumal sich das Glas nach wenigen Stunden nicht bemerkbar macht, gerade in Kombination mit einem Case.

Ein ähnliches Konzept verfolgt auch Anker mit seinem Panzerglas der Marke Karapax GlassGuard. Der Schutz ist zwar um einige Euros billiger, jedoch ist das Auftragen nicht mal eben so gemacht: Ein spezielles Case, das sich im Lieferumfang befindet, hilft dem Nutzer, die Folie präzise auszurichten.

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