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Ratgeber: Fitness- und Lauf-Apps für Android

Mit den passenden Apps werden Smartphones zum digitalen Trainer. Wir stellen Programme und Zubehör vor.

Jedes moderne Android-Handy ist voll mit Sensoren. Es erkennt Schritte, kann dank GPS Position und Geschwindigkeit bestimmen und verbindet sich per Bluetooth mit Fitness-Trackern oder Pulsgurten. Die Speicher und Bildschirme sind groß genug, um Trainingseinheiten zu speichern und Anleitungsvideos unterwegs darzustellen. Wir stellen sechs Apps vor, mit denen man den inneren Schweinehund besiegt und aktiver wird.

Mit dem Galaxy S3 führte Samsung 2012 die Fitness-App Samsung Health ein, seit 2015 ist sie für alle Android-Geräte im Play Store erhältlich. Die App ist für die Koreaner mittlerweile der Mittelpunkt für Sport und Wearables geworden. Geräte wie der Gear Fit 2 Pro (Testbericht) oder die Gear Sport (Testbericht) liefern die Rohdaten, die Samsung in der App weiter aufbereitet. Angenehm ist, dass man sich zwar einen Samsung-Account anlegen kann, dieser aber nicht zwingen notwendig ist.

Zu Beginn legte die App beim Training einen Schwerpunkt auf reines Laufen, inzwischen gibt es auch Bodyweight-Übungen, mit denen sich Muskeln trainieren und Fett abbauen lassen. Diese sind durchaus fordernd, entsprechend sollte man sich langsam herantasten. Beim Laufen kann es ein Nutzer bis zum Marathon bringen, wobei wir Einsteigern von so einem schnellen Anstieg abraten. Doch gerade die einfacheren Programme, etwa rund um einen 5-Kilomenter-Lauf, sind ziemlich gut. Vor allem nervt die App den Nutzer so oft, dass man gar nicht anders kann, als sich eine wenig Zeit zu nehmen – und sei es nur, damit die App Ruhe gibt.

Samsung Health ist nicht nur komplett kostenlos, die App lässt sich auch problemlos auf Nicht-Samsung-Handys installieren. Für die Pulsmessung ist nicht zwingend ein Samsung-Wearable notwendig. Im Test konnten wir einen Polar H7 Pulsgurt problemlos mit der App koppeln und für die Herzfrequenzmessung nutzen.

Wir würden die App jedem empfehlen, der einen einfachen Einstieg mit einem leichten Trainingsprogramm sucht. Die Pläne von Samsung Health sind gut strukturiert und überfordern den Nutzer nicht.

Die Lösung von Huawei ist nicht nur im Namen dem Samsung-Pendant ähnlich. Wer die App mit der von Samsung vergleicht, wird auf einige Parallelen stoßen. Das mag daran liegen, dass auch diese App der Dreh- und Angelpunkt für die Fitness-Tracker von Huawei ist. Im Zweifel gilt aber: Lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht.

Der Schwerpunkt bei Huawei Health ist das Lauftraining, hier gibt es Programme von 5 Kilometern bis hin zum Marathon. Die Fitness-Daten empfängt die App wahlweise von einem Wearable wie dem Huawei Band 2 Pro (Testbericht) oder Bluetooth-Pulsmessern von Fremdherstellern. Explizit unterstützt werden der Polar H7 Pulsgurt, der Suunto Smart Belt sowie die Jabra Sport-Kopfhörer mit Pulsmessung. Mit dem Gurt von Polar gab es im Test keine Probleme, die Verbindung war stabil und zuverlässig.

Wir empfehlen die App allen, die eher an Laufen interessiert sind und vielleicht sowieso ein Wearable von Huawei haben. Auch diese Anwendung lässt sich kostenlos auf aktuellen Android-Handys installieren.

Fitbit ist nicht offen für Bluetooth-Pulsgurte von Drittherstellern. Die App dient vor allem der Kommunikation und Konfiguration der eigenen Wearables, etwa der Fitbit Versa (Testbericht). Neue Trainingseinheiten lassen sich direkt an den Wearables starten. In der App kann man die letzten Trainings anssehen und an virtuellen Wettkämpfen teilnehmen. Wer mehr Anleitung sucht, für den hat Fitbit den Coach im Angebot. Dies ist ein kostenpflichtiges Zusatzprodukt, das derzeit pro Jahr knapp 44 Euro kostet.

Runtastic ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Lauf-Apps. Das liegt zum einen daran, dass es die App schon seit 2009 gibt, zum anderen, dass Nutzer Social-Media-Konten gerne mit ihren „runtastischen” Läufe aktualisieren. So oder so, Runtastic hat einen sehr guten Ruf und bietet in der kostenlosen Version bereits ein einfaches Coaching und Aufzeichnen der Läufe. Als eine der wenigen Apps im Vergleich setzt sie dabei nicht nur auf Google Maps, sondern nutzt auch detaillierteren Karten von OpenStreetMap.

Premium-Kunden können verschiedene Pläne abonnieren und werden langsam an immer längere Strecken herangeführt. Die Kosten liegen dabei zwischen 19,90 für drei Monate und 49,90 Euro für ein Jahres-Abo. Alternativ kann man monatlich zahlen, dann wird es etwas teurer. Externe Bluetooth-Pulsgurte sind kein Problem, im Test verband sich der Polar H7 problemlos. Als einzige App zeigt Runtastic auch den Batteriestand des Gurtes an, sehr praktisch.

Alles in allem hat uns die App im Test gut gefallen. Die Aufzeichnung ist sauber, die Daten werden schön aufbereitet. OpenStreetMap kann vor allem in Parks seine Vorteile gegen Google Maps ausspielen, die Karten sind einfach deutlich ausführlicher.

Die große Konkurrenz zu Runtastic ist Endomondo. Diese gibt es seit 2007 in den App Stores, mittlerweile gehört sie zum Sportwäschehersteller Under Armor. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf Laufen, auch hier können sich Premium-Kunden einen eigenen Plan passend für ihre Anforderungen erstellen. Der Trainingsplan wird an die jeweiligen Leistungen des Nutzers angepasst und ist so weniger starr. Die Premium-Version kostet jährlich knapp 30 Euro.

In der App hat uns gut gefallen, dass man eigene Trainingsrouten anlegen und für die anderen Endomondo-Nutzer freigeben kann. Gerade in einer fremden Stadt findet man so schnell eine gute Laufroute. Endomondo arbeitet mit Bluetooth-Pulsmessern zusammen, unser Polar H7 koppelte sich ohne Probleme. Interessant ist, dass Samsung Health die Daten von Endomono auswerten und in das eigene Dashboard integieren kann.

Wer mit Herzfrequenzzonen wenig anfangen kann, sollte einen Blick in die Running-App von Freeletics werfen. Diese setzt auf Intervalltraining statt Herzfrequenz und braucht kein externes Zubehör

Die verschiedenen Programme, benannt nach Göttern und Helden der Antike, laufen nach einem ähnlichen Schema ab: Erst muss man X Meter laufen, anschließend darf man Y Minuten zur Entspannung traben. Das ist überraschend motivierend und powert ziemlich aus. Intervalltrainings haben allerdings den Ruf, dass sich Anfänger gerne übernehmen.

Neben Running gibt es von Freeletics auch ein Bodyweight-Programm. Die Übungen verzichten auf zusätzliches Trainingsmaterial wie Hanteln oder ähnliches. Trotzdem sind die Trainingseinheiten überraschend fordernd, den eigenen Körper zu dehnen oder zu strecken produziert ordentlich Schweiß. Gut gefallen hat uns, dass man für die Übungen maximal eine Gymnastikmatte braucht, so dass man auch unterwegs keine Ausrede hat.

Freeletics bietet einen kleinen Teil seiner Apps kostenlos an, wer den vollen Funktionsumfang freischalten will, muss zahlen. Ein Monat kostet ab 12,99 Euro, die Jahreskarte kostet knapp 93 Euro.

Beim Thema Datenschutz sind zwei Apps in der Vergangenheit negativ aufgefallen. Strava und Polar waren zu geschwätzig, aus den veröffentlichten Trainingsdaten ließen sich Rückschlüsse auf Militärbasen und ähnliches ziehen. Das ging so weit, dass das US Pentagon den Einsatz von Apps mit GPS für Soldaten verboten hat.

Wer hiermit ein Problem hat, sollte die verschiedenen Einstellungen zum Datenschutz genau ansehen und im Zweifel eher mehr als zu wenig abschalten. Unsere Kollegen von heise haben in der heiseshow damals diskutiert, warum wir so viele Daten freigeben und welche Vor- und Nachteile dies gerade bei einer Fitness-App hat.

Zu Beginn sollte man sich aber nicht überfordern. Elmar Schuhmacher, Gründer von Aerobis Fitness in Düsseldorf sieht es so: „Für Anfänger gilt: keep it simple.” In unserem Test können wir das bestätigen. Es macht aber durchaus Sinn, sich beim Laufen zu Beginn zumindest grob an die Grenzen der Apps zu halten, selbst wenn einem dies zu langsam vorkommt. Der Körper muss sich umstellen und man sollte sich auf keinen Fall übermäßig anstrengen. Prof. Dr. Christine Graf, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, rät, mehrere Trainingsvarianten auszuprobieren. Man könne nicht sagen, ob Intervall oder Herzfrequenz die richtige Methode ist. Es sei es eine Frage der Neigung, so Prof. Dr. Graf.

Bei den virtuellen Coaches sind sich beide einig, dass man den Apps nicht blind vertrauen sollte. Prof Dr Graf: „Bei den virtuellen Trainern sollten Interessierte darauf achten, welches wissenschaftliche Konzept dahintersteht. Es sollte aktuellen Bewegungsempfehlungen entsprechen und keine Überlastungserscheinungen erzeugen. Im Zweifel sollte man das Programm mit seinem Hausarzt besprechen.” Elmar Schuhmacher sieht das ähnlich: „Virtuelle Coaches sind vor allem eines – virtuell. Trainingsplan hin oder her, der Trainierende muss seinen Allgemeinzustand und Übungsausführung intensiv prüfen, am besten in einem Spiegel. Oft sieht die Ausführung deutlich anders aus, als man es annimmt. Der Körper nimmt automatisch Schonhaltungen ein, die man selbst kaum mitbekommt. Auch die mentale und körperliche Verfassung muss regelmäßig geprüft werden.”

Der große Vorteil vom Lauftraining ist die geringe Hürde bei der Ausstattung. Wir empfehlen aber in jedem Fall gute, bequeme Laufschuhe und einen Pulsmesser, etwa einen Bluetooth-Brustgurt. Wer so etwas nicht möchte, kann zu einem Fitness-Tracker (Vergleichstest) oder einer Sportuhr (Überblick) greifen. Wer mehr unterwegs ist, kann aufrüsten. Im Herbst oder Winter empfiehlt sich eine Funktionskleidung, um nicht zu sehr auszukühlen. Wer gerne Musik hört, sollte sich einen Sportkopfhörer mit Bluetooth (Übersicht) oder Geräte wie den Bose SoundSport Pulse (Testbericht) ansehen, letzterer misst direkt den Puls.

Egal wie viel Sport man macht, Bewegung schadet nicht. Wer es langsam angehen lässt und regelmäßig trainiert, kann in relativ kurzer Zeit bereits erste Erfolgserlebnisse verbuchen. Beim Laufen ist eine App motivierend. Sie zeichnet nicht nur den aktuellen Lauf auf, sondern liefern auch historische Daten. Gerade das motiviert, man sieht, wie man immer besser wird.

Wichtig sind dabei die persönlichen Vorlieben. Und die findet man nur durch Ausprobieren heraus. Die vorgestellten Apps sind kostenlos, zumindest in ihrer Grundfunktion. Bei einem eigenen Test erkennt man recht schnell, auf welche Art von Training man am besten anspricht. Unsere Empfehlung ist aber in jedem Fall ein Pulsmesser, sei es als Fitness-Tracker oder als separater Bluetooth-Pulsgurt.

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Land Rover Explore im Test: ultimatives Outdoor-Handy?

Es wirkt extrem robust und kommt mit pfiffigen Ideen für den Outdoor-Einsatz: das Land Rover Explore. Warum das Handy in unseren Augen das fast perfekte Outdoor-Smartphone ist, erklärt unser Test.

Das Land Rover Explore entspringt einer Kooperation des Autoherstellers Land Rover und des Smartphone-Herstellers Bullitt Group, auch das von uns als gut befundene CAT S61 (Testbericht) stammt von dieser Firma. Schon beim ersten Blick auf das Land Rover Explore wird klar, dass Bullit wirklich Know-how in diesem Bereich hat. Das Handy wirkt superrobust, und obwohl es sich um ein Outdoor-Handy handelt, auf seine Art geradezu edel. Im Design des Smartphones findet sich sogar ein „echtes“ Stück Land Rover wieder: Die gitterförmige Abdeckung des Lautsprechers unterhalb des Displays ist dem Kühlergrill neuerer Land-Rover-Modelle nachempfunden.

Die robuste Haptik verdankt das Explore in erster Linie dem rundum laufenden Metallrahmen, der einen unverwüstlichen Eindruck macht. Dieser setzt sich beim Power-Button und Lautstärkewippe auf der linken Seite fort. Die Tasten sind aus Metall und haben ein eingefrästes Muster, das sie sehr griffig macht. Unten am Handy ist ein USB-Typ-C-Anschluss, oben eine Kopfhörerbuchse. Auf der Rückseite findet sich oben im linken Bereich die Hauptkamera des Smartphones, rechts davon ist das Land-Rover-Logo in die gummierte Oberfläche eingestanzt. Die Abmessungen des Land Rover Explore betragen 152 × 75,3 × 14 Millimeter bei einem Gewicht von 232 Gramm.

Unterhalb Kamera und Logo befinden sich acht vergoldete Kontaktpunkte zur Verbindung mit speziellem Zubehör, das magnetisch am Land Rover Explore haftet. Im Lieferumfang des Outdoor-Smartphones befindet sich dann auch gleich ein sogenanntes „Adventure Pack“. Zu diesem gehört ein externer Akku nebst integrierter GPS-Antenne, der sich eben dieser Möglichkeit zur Erweiterung der Funktionalität des Smartphones bedient. Einfach hinten aufgelegt ist die Verbindung über Magnet dann bombig fest und stabil.

Das sowieso schon hohe Gewicht des Explore steigt mit dem zusätzlichen Akku dann aber auf insgesamt knapp 420 Gramm. Auch die Dicke von mehr als zwei Zentimetern machen aus dem Smartphone einen ganz schönen Brocken. Dafür bekommt man allerdings eine Akkukapazität von insgesamt fast 8000 mAh und eine Antenne, wie man sie sonst nur in professionellen GPS-Geräten findet. Zum Adventure Pack gehört weiterhin eine Schutzhülle mit abnehmbarem Karabinerhaken für die Kombination aus Smartphone und Zusatzakku. Optional gibt es mit dem Akku-Pack noch eine 4370-mAh-Batterie zum Anstecken (ohne zusätzliche GPS-Antenne) und eine Fahrradhalterung inklusive Hülle (Fahrrad-Pack).

Für genügend Power sollen beim Land Rover Explore insgesamt zehn CPU-Kerne sorgen. Der Helio-X27-SoC des Herstellers Mediatek kommt mit zwei Cortex-A72-Kernen mit 2,6 GHz Maximaltakt, vier Cortex-A53-Kernen mit 2,0 GHz Maximaltakt und vier Cortex-A53-Kernen mit 1,6 GHz Maximaltakt. Neben 4 GByte Arbeitsspeicher hat das Outdoor-Handy 64 GByte internen Speicher. Zur Erweiterung gibt es einen MicroSD-Karten-Slot. Statt einer Speicherkarte kann in den Hybrid-Slot auch eine zweite Nano-SIM-Karte eingesetzt werden.

Ins mobile Internet geht das Explore per LTE mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream. Mit Routern verbindet sich das Handy nach WLAN 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Neben NFC gibt es in Sachen Konnektivität noch Bluetooth in Version 4.1. Zur Navigation gibt es GPS, AGPS und GLONASS. Mit angedocktem Battery Pack des Adventure Packs greift das Handy außerdem auf eine zusätzliche GPS-Antenne für besseren Empfang zu. Der fest verbaute Akku des Land Rover Explore hat eine Kapazität von 4000 mAh und unterstützt die Schnellladetechnologie Pump Express des Chip-Herstellers Mediatek. Der Akku der ansteckbaren Zusatzbatterie hat eine Kapazität von 3620 mAh. Alternativ gibt es noch ein optionales Akku Pack, das eine zusätzliche Kapazität von 4370 mAh bietet.

Nach IP68-Zertifizierung ist das Land Rover Explore gegen Schmutz und Staub geschützt und nimmt auch bei längeren Tauchgängen keinen Schaden. Der Hersteller verspricht eine Sturzfestigkeit aus einer Höhe von bis zu 1,8 Metern. Weiterhin erfüllt das Handy einige Punkte der Militärnorm MIL SPEC 810G: Es hält Temperaturveränderungen zwischen minus 30 und plus 65 Grad aus, ist vibrationsbeständig nach Kategorie 4 und beständig gegenüber Feuchtigkeit und Salznebel.

Das 5 Zoll große IPS-Display des Outdoor-Smartphones mit von Werk aus aufgebrachter Schutzfolie löst 1920 × 1080 Pixel auf. Es ist laut Hersteller „optimiert für die Verwendung im Freien mit Ablesbarkeit bei Sonnenlicht sowie Bedienbarkeit mit nassen Fingern und Handschuhen“. Beides können wir nach unserem Test bestätigen. Für Letzteres muss der entsprechende Modus jedoch in den Display-Systemeinstellungen aktiviert sein.

Nicht nur, was die maximale Helligkeit und die Bedienung angeht, macht das Explore einen guten Eindruck: Blickwinkelstabilität und Farbwiedergabe gefallen uns sehr gut. Wer möchte, der kann selbst Hand an Kontrast, Sättigung, Farbtemperatur legen. Das entsprechende Optionsmenü nennt sich MiraVision und findet sich auch in den Systemeinstellungen unter dem Punkt Display. Zur besseren Lesbarkeit in der Nacht besteht außerdem die Möglichkeit den Bildschirm durch Aktivieren des entsprechenden Modus Gelb, Rot oder Orange einzufärben.

Die Hauptkamera des Explore mit Phasenvergleich-Autofokus löst 16 Megapixel auf und hat einen Dual-LED-Blitz. Vorne gibt es eine 8-Megapixel-Frontcam. Zwar liefert die Hauptkamera des Explore keine sonderlich satten Farben, dafür sind Kontrast und Schärfe stimmig. Es gelingen durchaus ansehnliche Ergebnisse mit der Knipse. Die Frontkamera hingegen konnte uns nicht überzeugen. Mit aktuellen High-End-Smartphones – immerhin ist das Explore mit 650 Euro nicht gerade ein günstiges Handy – kann das Outdoor-Smartphone nicht mithalten.

Etwas mehr als 94.000 Punkte im AnTuTu-Benchmark stehen in der Regel für eine flüssige und reibungslose Systemperformance. Dsa bestätig die Praxis: Selbst viele gleichzeitig laufende Applikationen bringen das Smartphone nicht ins Straucheln. Der 4000-mAh-Akku bringt den Besitzer auch bei stärkerer Nutzung des Smartphones über knapp zwei Tage. Mit angesteckter Zusatzbatterie sind noch mal knapp zwei Tage drin. Im Outdoor-Einsatz mit nur mäßiger Nutzung rechnen wir mit einer Laufzeit von bis zu einer Woche.

Schon das integrierte GPS-Modul ist so gut, dass wir mit unseren Messmethoden bei Nutzung der externen GPS-Antenne keine besseren Ergebnisse erzielten. Selbst im Inneren erreichte das Handy eine hohe Genauigkeit von einem Meter. Seine Stärken dürfte die im Zusatzakku des Adventure-Pack integrierte Keramik-GPS-Patchantenne in Gebieten ausspielen, wo nur wenige Satelliten in Sicht sind. Der hinter einem Land-Rover-Kühlergrill-Imitat verborgene Lautsprecher des Smartphones klingt recht ordentlich, allerdings tönen die hohen Frequenzen schon fast etwas zu schrill. Dies ist allerdings vor allem bei Maximallautstärke der Fall, die der Nutzer in der Regel nicht benötigt.

Für uns wenig überraschend hat das Land Rover Explore all unserer Belastungstests ohne ernsthafte Schäden überstanden. Wie üblich haben wir das Outdoor-Gerät Schmutz und Staub in größerem Ausmaß ausgesetzt, das Handy längere Zeit mehrmals tauchen geschickt und aus einer Höhe von circa 1,50 Meter auf verschiedene Untergründe (unter anderem Feldwege, Steinboden und Holzboden) fallen lassen. Selbst Kratzer und andere äußerliche Auswirkungen hielten sich dabei in Grenzen.

Die Anpassungen des Herstellers an das installierte Android in Version 7.1.1 beschränken sich in erster Linie auf vorinstallierte Applikationen für den Outdoor-Einsatz. Beispielsweise gibt es einen eigenen App-Store mit großer Auswahl an Programmen zur Unterstützung beim Wandern, Radfahren und Co., ein Dashboard mit Schnellzugriff auf nützliche Tools und Wetterinformationen und Apps wie Geocaching oder ViewRanger. Für letztere App bekommt der Käufer einen Gutschein für freien Zugang zu landesweiten topografischen Karten und zum Herunterladen benutzerdefinierter Kartenbereiche über mehrere Länder hinweg. Der zum Zeitpunkt des Tests installierte Google-Sicherheitspatch stammte vom 05. April 2018. Ein Update auf Android Oreo hat der Hersteller angekündigt.

Das Land Rover Explore macht einen sehr guten Job als robustes Smartphone, das auf längeren Touren fernab der Zivilisation zuverlässiger Begleiter sein will, nicht nur bei der Gartenarbeit oder Spaziergängen mit dem Hund als Schmutz und Witterungsverhältnissen trotzendes Zweitgerät dient. Für diesen Zweck eignet sich schon ein günstiges Gerät wie das Cubot King Kong (Testbericht).

Wer jedoch mehrere Tage in der Natur unterwegs ist, der wird beispielsweise den ansteckbaren Zweit-Akku und die zusätzliche externe GPS-Antenne zu schätzen wissen. Davon abgesehen bietet das Explore eine gute Performance und hat ein tolles Display. Die Kameraqualität hingegen dürfte etwas besser sein und auch die Auslieferung mit Android 7.1.1 trübt ein wenig das ansonsten sehr gute Gesamtbild. Zumindest hat der Hersteller ein Update auf Android 8 Oreo versprochen.

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Vergleichstest: 2-in-1-Adapter mit USB Type-C und 3,5 mm

Um Smartphones noch dünner zu konstruieren, verzichten Hersteller auf einen Klinkenanschluss mit 3,5 mm. Dann lässt sich lediglich über den USB-C-Anschluss Musik hören. Zeitgleich den Akku zu laden, funktioniert dann nur noch mit 2-in-1-Adapter. Wir haben fünf solcher Adapter getestet.

Folgende 2-in1-Adapter, die USB-C-Eingang und 3,5-mm-Klinke bieten, haben wir getestet: den EC270 von Sony, den Typ C von Aktrend, den 2-in-1 von Allcaca und den 2-in-1 Silver beziehungsweise 2-in-1 Black von Sociny. Während vier Produkte von Drittanbietern kommen, ist das Sony EC270 ein Markenprodukt und damit preislich ein Ausreißer. Bis auf die hohe Verarbeitungsqualität ist der Sony-Adapter funktional identisch zu den anderen.

An folgenden Smartphones haben wir die Adapter getestet: HTC U12 Plus (Testbericht), Pixel 2 XL von Google (Testbericht), Nokia 8 Sirocco von HMD Global (Testbericht), Mi Mix 2 von Xiaomi (Testbericht), Motorola Z3 Play von Lenovo (Testbericht) sowie das Xperia XZ2 Premium von Sony (Testbericht folgt).

Volle Kompatibilität bieten sie für Smartphones von Huawei, Motorola und Sony. Die Smartphones von HTC, Google Pixel, Nokia und Xiaomi laden die Kabel zwar auf, Musik spielen sie aber nicht ab. Google, HTC und Nokia setzen auf einen speziellen Digital-Analog-Wandler, weshalb die Mehrheit aller verfügbaren Adapter inkompatibel sind. Wir haben bei den Herstellern nachgefragt, welche Adapter sie ihren Kunden empfehlen. Sobald uns eine Antwort vorliegt, aktualisieren wir diesen Vergleichstest.

Wie der Sony-Adapter bietet auch der Hersteller Allcaca eine sehr gute Verarbeitungsqualität bei seinem Adapter. Das 13,5 cm lange Kabel ist mit Nylon umflochten. Das macht das Produkt strapazierfähiger als eine einfache Isolierung wie beispielsweise bei den beiden Produkten von Sociny. Der Hersteller hat sich bei der Verarbeitung besonders wenig Mühe gegeben: Das Kabelgehäuse ist leicht eingedrückt. Darüber hinaus geht der USB-C-Anschluss nicht vollständig rein, sondern schaut ein gutes Stück raus. Außerdem fällt auf: Beide Sociny-Adapter geben ein Grundrauschen von sich. Dieser Mangel ist uns bei den Produkten von Sony und Aktrend nicht aufgefallen.

Wer viel Wert auf eine hohe Verarbeitungsqualität legt, sollte zum Markenprodukt – dem Sony EC270 – greifen. Eine preislich attraktivere Alternative ist der Adapter von Aktrend mit ebenfalls solider Qualität. Der dritte Platz geht an Allcaca mit seinem aus Nylon geflochtenen Adapter, der ebenfalls ein wenig Rauschen besitzt. Die zwei Produkte von Sociny sind aufgrund der Ungenauigkeit und teilweise mangelhaften Verarbeitung durchgefallen.

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IFA 2018: Trekstor zeigt smarte Steckdosenadapter und LED-Birnen mit Alexa-/Google Assistant-Unterstützung

Die IFA 2018 steht vor der Tür und lädt wieder einmal zahlreiche Besucher dazu ein, sich die neuesten Entwicklungen aus der Welt der Technik anzuschauen. Mit dabei ist unter anderem auch wieder einmal das Unternehmen Trekstor, das nicht nur neue Android-Tablets und Primebooks vorstellen wird, sondern auch neue Gerätschaften für das smarte Zuhause mitbringt.

Die Geräteserie „GENIE“ wird auf der Messe Premiere feiern und dabei unter anderem Steckdosenadapter und LED-Birnen beinhalten, die auf die smarten Assistenten Alexa und den Google Assistant setzen, um per Sprachbefehl geschaltet zu werden.

Außerdem dürft ihr euch vor Ort auch ein Bild vom I.NOTE, einem elektronischen Notizblock, machen, der sich auch als Zeichenfläche im Kinderzimmer eignet und wahlweise per Stylus oder einem Finger beschrieben werden kann.

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HTC bestätigt Android Pie für diverse Geräte

Android Pie ist auf dem Markt und diverse Hersteller teilen bereits mit, welche Geräte Updates erwarten dürfen. Eigentlich sollte das keine große Besonderheit sein bei halbwegs aktuellen Geräten, da sollte ein solches Update Pflicht sein. Aber ihr wisst ja selber wie das ist. HTC hat zumindest Android Pie für das HTC U12+, U11+, U11 und das U11 life bestätigt. Klingt gut, ist aber ohne Nennung eines Zeitrahmens genannt worden. Es kommt, aber keiner weiß, wann genau. Der Zeitplan wird später noch bekannt gegeben. Ich drücke da mal allen Besitzern der angesprochenen Geräte die Daumen, dass Android Pie bald zu euch kommt. Gerade als Techie ist man ja gerne mit der aktuellen Software unterwegs. Und gerade U11, U11+ und U12+ haben ein rasches Update verdient.

-> Zum Beitrag HTC bestätigt Android Pie für diverse Geräte

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