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Wearables: Neue Misfit Vapor 2 mit Wear OS jetzt verfügbar

Wearables: Neue Misfit Vapor 2 mit Wear OS jetzt verfügbar

Neues vom Activity-Tracker-Spezialist Misfit: Die auf Wearables spezialisierte Firma kündigt heute die Markteinführung von Misfit Vapor 2 an. Die neue Smartwatch ist eine designorientierte Touchscreen-Smartwatch für iOS- und Android-Nutzer, die keine Kompromisse machen wollen.

Nach dem Erfolg von Vapor bietet der neue Misfit Vapor 2 Benutzern neue Funktionen wie Standalone-GPS, verschiedene Größenoptionen und NFC-Unterstützung.

Smartwatch mit neuester Google-Technik

Misfit Vapor 2 wird von Wear OS von Google angetrieben und bietet mit u.a. auch den Google Assistant, Hunderte von Apps bei Google Play, Benachrichtigungen und Google Fit in einer vollständig anpassbaren Benutzeroberfläche für iOS und Android-Nutzer.

Wie sein Vorgänger verfügt Misfit Vapor 2 zudem über einen eingebauten Musik-Player, 4 GB Speicher, einen verbesserten und neu gestalteten optischen Herzfrequenz-Sensor sowie ein wasserfestes Design und eine ganztägige Akkulaufzeit.

Zum Preis ist bislang leider nichts bekannt.

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Google Pixel 3 im Test: Android 9 Pie und Top-Kamera

Das Google Pixel 3 ist deutlich billiger als das iPhone, hat eine Top-Kamera sowie aktuelles Android. Ob und für wen sich der Kauf lohnt, verrät der Testbericht von TechStage.

Das Pixel 3 kommt gut und sicher verpackt zum Kunden. Neben dem Smartphone finden sich im Lieferumfang ein Schnellladegerät, ein 1 m langes Strom- und Datenkabel mit USB-C-Steckern auf beiden Seiten sowie gut verarbeitete und angenehm klingende Kopfhörer samt Adapter.

Einen Klinkenanschluss hat das Pixel 3 nicht. Wer seine Kopfhörer mit 3,5-mm-Stecker verwenden möchte, muss zum mitgelieferten Adapter greifen. Das kabelgebundene Laden des Akkus und das zeitgleiche Musikhören funktioniert mit dem Pixel 3 lediglich über einen gesonderten 2-in-1-Adapter. TechStage hat solche Adapter für unterschiedliche Geräte getestet: Vergleichstest: 2-in-1-Adapter mit USB Type-C und 3,5 mm.

Auch Google springt auf den Zug der Glas-Smartphones auf und fertigt das Gehäuse der dritten Pixel-Generation aus widerstandsfähigem Glas. Im Gegensatz zum Pixel 2 (Testbericht) ist der Rücken des Pixel 3 nicht mehr aus Aluminium, somit ist nun erstmals das drahtlose Laden über den Qi-Standard möglich. In der Mitte sitzt nach wie vor ein Metallrahmen, der die Vorder- und die Rückseite miteinander verbindet und dem Gerät die nötige Stabilität verleiht. Google bietet drei Farbvarianten an: Schwarz, Weiß und Pink.

Der Hersteller bleibt seiner Designsprache treu. Das Pixel 3 sieht dem Pixel 2 sowie dem Ur-Pixel (Testbericht) bis auf Kleinigkeiten sehr ähnlich. Das auffälligste Merkmal ist die Rückseite mit einer interessanten Kombination aus glänzender und matter Optik. Im Test zeigte sich dies als äußerst praktisch, da die milchige Fläche – die, die am häufigsten Kontakt mit der Hand hat – nicht von Fett und Schmutz verschmiert war, wie es oft mit anderen Glas-Smartphones mit Hochglanzoptik der Fall ist.

Das Pixel 3 fasst sich gut. Es ist kompakt, liegt angenehm in der Hand und rutscht trotz der glatten Oberfläche nicht weg. Die Tasten zum Ein- und Ausschalten sowie die Wippe für die Regelung der Lautstärke befinden sich auf der rechten Seite und sind bequem zugänglich. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite arbeitet schnell und erweist sich als zuverlässig. Auch neu in dieser Generation: Das drucksensitive Gehäuse. Die untere linke und rechte Seite des Pixel 3 reagiert auf Druck. Quetscht man das Telefon leicht in der Hand, startet so der Google Assistant und wartet auf Befehle. Das ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber später im Alltag hilfreich.

Die Pixel-Smartphones der 2er-Generation halten eine halbe Stunde in bis zu einem halben Meter tiefen Wasser durch (IP67), die 3er-Varianten eine halbe Stunde in mehr als einem halben Meter tiefen Wasser (IP68).

Das Pixel 3 ist technisch bestens ausgestattet und auf einem Niveau mit den Top-Geräten anderer Hersteller, wie Galaxy S9 oder Xperia XZ2 Premium. Die technische Ausstattung ist identisch zu der des großen Bruders Pixel 3 XL. Die hohe Leistung des Systems ist sowohl in der Praxis und bei der Bedienung merklich zu spüren, als auch bei den gängigen Benchmarks. Bei Antutu erreicht das Pixel 3 285.000 Punkte, das ist die obere Spitze. Der Leistungsvorsprung gegenüber dem Galaxy S9 beträgt etwa 6 Prozent. Dem SoC, hier einem Snapdragon 845, stehen 4 GByte RAM zur Seite. Was im ersten Moment etwas unterproportioniert klingt, ist im Alltag bei gewöhnlicher als auch bei anspruchsvoller Nutzung mit rechenintensiven Apps wie Microsoft Power BI völlig ausreichend. Und selbstverständlich stellt auch die parallele Nutzung von mehreren Dutzend Apps für das Pixel 3 keine Herausforderung dar.

Immer cool bleiben: Das Pixel 3 kommt mit Hitze gut klar. Das bestätigt auch die Temperaturmessung am Gehäuse. Im Ruhestand verhält sich das Smartphone bei anfälligen 22,5 °C und hat Umgebungstemperatur. Beim Lasttest mit Antutu Benchmark oder 3D-Spielen wie PUBG erreichen Vorder- und Rückseite des Gehäuses eine Temperatur von maximal 33,5 °C, das liegt im Normalbereich von 32 bis 40 °C.

Der interne Speicher des Pixel 3 ist 64 GByte groß. Davon stehen Nutzern rund 49,5 GByte für eigene Daten zur Verfügung. Der Speicher des Google-Smartphones lässt sich nicht erweitern: Wer sich das Pixel 3 kaufen möchte, muss sich von Anfang an Gedanken über den benötigten Platz machen. Der Aufpreis zu der 128-GByte-Variante beträgt 100 Euro – und das sollte es Intensivnutzern, zu denen vermutlich quasi jeder Pixel-Käufer gehört, auf jeden Fall wert sein.

Der Klang und der Empfang des Pixel 3 waren im Test und ohne Auffälligkeiten. Die Gesprächsqualität über die Netze von Vodafone sowie Telefónica Germany im Großraum Hamburg war ausgezeichnet. Die Telefone haben kein Dual-SIM. Dabei ist die Funktion mittlerweile gang und gäbe; selbst die neuen iPhones haben Dual-SIM! Eine E-SIM ist integriert, die Funktion ist vorerst für die USA freigeschaltet. Ob und welche Netzanbieter die E-SIM des Pixel 3 unterstützen, wurde bislang nicht angekündigt. Beim Pixel 3 hat Google die frontalen Lautsprecher überarbeitet. Sie sind nun lauter und klingen klarer.

Der fest verbaute Akku im Pixel 3 hat eine Kapazität von 2915 mAh, knapp 8 Prozent mehr als der des Pixel 2 mit 2700 mAh. Bei moderater Nutzung beträgt die Akkulaufzeit fast anderthalb bis zwei Tage. Im Test mit einem kontinuierlich laufenden Video bei maximaler Display-Helligkeit hat das Pixel starke elf Stunden mit einer einzigen Ladung erreicht. Das sind gute Werte, trotzdem gibt es Telefone wie das Galaxy Note 9 (Testbericht), die mit 15 Stunden deutlich besser aufgestellt sind. Das kabelgebundene Aufladen mit dem mitgelieferten Schnellladegerät nimmt 1 Stunde und 31 Minuten in Anspruch. Nach 30 Minuten steht der Akku auf 51 Prozent. Das drahtlose Laden mit einer Leistung von 7,5 W dauert etwa drei Stunden.

Das Pixel 3 hat einen größeren Bildschirm als das Vorjahresmodell: 5,5 statt 5 Zoll (ca. 13 cm) in der Diagonalen. Möglich ist dies durch schmalere Ränder an allen vier Seiten. Im Vergleich zum großen Pixel 3 XL ist das Display des kleineren Pixel-Smartphones nicht eingeschnitten (Notch). Die Dual-Kameras auf Vorderseite sind deshalb linksbündig statt zentriert. Das hat aber keine negative Auswirkung auf die Funktion, sondern ist eine Design-Entscheidung.

Beim Pixel 3 beträgt die Auflösung des Displays Full-High-Definition+, das sind 2160 × 1080 Pixel. Bei einer Gesamtdarstellung von 2,3 Millionen Bildpunkten ist die Punktedichte von 440 Pixel pro Zoll mehr als ausreichend, allerdings ungenügend für Googles VR-Brille Daydream. Hier ist das Pixel 3 XL mit einer Pixeldichte von 520 ppi besser geeignet. Beide Telefone schneiden im Bewertungssystem Vrmark Professional Edition exzellent ab. Gut zu wissen, dass zumindest die Leistung vorhanden ist.

Google hat den OLED-Bildschirm des Pixel 3 überarbeitet: Ein grüner oder blauer Farbstich ist nicht mehr vorhanden, wie er sich in der Generation zuvor zeigte.

Smartphones der Pixel-Reihe zeigen sich besonders stark bei der Kamera. Dabei verzichtet Google auf den Trend der Dual- und Multikamera. Im Test bewies das Pixel 3 erneut sein fotografisches Können und liefert eine überwältigende Bildqualität. Selbst das Pixel 2 schneidet in vielen Lichtsituationen besser ab als ein hochaktuelles iPhone Xs oder das Galaxy Note 9.

Die Hauptkamera des Pixel 3 schießt Bilder mit einer Auflösung von 12 Megapixeln, ein optischer (OIS) und ein elektronischer Stabilisator (EIS) sind vorhanden. Sie halten das Bild ruhig und gleichen unerwünschte Verwacklungen aus. Das klappt im Test gut.

Googles Bokeh-Algorithmus ist schnell und fehlerfrei – selbst bei feinen Elementen wie Menschenhaar oder Ästen. Der Effekt ist sogar viel natürlicher als beim Apple iPhone oder dem Huawei P20 Pro (Testbericht). Statt optischen Zooms verwendet Google digitalen Zoom und schärft die Konturen über den intelligenten optischen Bildstabilisator nach. Das fällt besonders dann auf, wenn man das Pixel 3 ruhig hält. Eine Dualkamera haben die Pixel-Smartphones auf der Vorderseite: Beide schießen Bilder mit acht Megapixeln. Eine Kamera ist für konventionelle Selfies gedacht, während die andere weitwinklige Bilder mit einem Sichtfeld von 97 Grad macht.

Das Pixel 3 von Google läuft mit Android 9 Pie. Das Betriebssystem ist aktuell, allerdings ist das keine Exklusivität: Bestehende Pixel-Smartphones hat der Hersteller ebenfalls auf die neue Version gebracht. Und seit kurzem bietet Sony das Xperia XZ3 (Testbericht) mit Android 9 Pie an. Gibt es also eine Besonderheit? Jein! Wer sich das Pixel 3 kauft, der bekommt drei Jahre lang Updates und zwei Jahre sogar Upgrades auf neuere Betriebssystemversionen. Doch auch dieses Software-Versprechen gibt nicht allein bei Google. Hersteller von Android-One-Smartphone haben die gleiche Garantie für ihre Geräte. Der Unterschied liegt lediglich bei der Geschwindigkeit. Google ist schneller als die anderen Smartphone-Macher.

Das Pixel 3 ist ein Top-Smartphone. Es ist klein und kompakt, liegt gut in der Hand und fühlt sich wertig an. Technisch überzeugt es auf ganzer Linie mit aktueller Hardware. Die Qualität des OLED-Displays, die Laufzeit des Akkus sowie die Gesprächsqualität sind hervorragend. Besonders hervorzuheben ist die Kamera, die für nahezu alle Lichtsituationen ausgelegt ist und schöne Resultate liefert.

Wer soll das Pixel 3 kaufen? Stets aktuelle Software bekommt man auch durch ein Smartphone mit Android One. Die Preise beginnen ab 149 Euro – zum Beispiel mit dem Nokia 3.1 (Testbericht). Wer allerdings Top-Kamera möchte und Wert auf Kompaktheit legt, sollte zum Pixel 3 greifen. Alternativ gibt es noch das größere Pixel 3 XL.

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Xiaomi Mi Max 3 Test: 7-Zoll-Handy mit Riesen-Akku

Das Xiaomi Mi Max 3 lockt mit einem fast sieben Zoll großem Display und einem fetten Akku mit 5500 mAh. Wir testen das große Smartphone.

Der Name deutet es an: Das Xiaomi Mi Max 3 ist ein ganz schön großes Smartphone. Mit seinen Abmessungen von 176,15 × 87,4 × 7,99 mm könnte man es auch als Mini-Tablet oder Phablet (Phone + Tablet) bezeichnen. Das Gewicht des Phablets beträgt ordentliche 221 g. Obwohl das Handy im Vergleich zum Vorgänger Xiaomi Mi Max 2 (Testbericht) ein größeres Display besitzt (6,9 statt 6,4 Zoll), sind die Abmessungen fast gleich geblieben. Der Hersteller hat die Ränder um den Bildschirm herum nämlich merklich verkleinert.

Power-Button und Lautstärkewippe haben ihren Platz auf der rechten Seite, der Kartenslot ist links untergebracht. Unten gibt es einen USB-Typ-C-Anschluss, einen Lautsprecher und das Mikrofon, oben eine Kopfhörerbuchse. Auf der Rückseite findet sich im linken oberen Eck eine Dual-Kamera, ein Fingerabdruckscanner ist mittig weit oben untergebracht.

Das Gehäuse besteht aus glattem und somit recht rutschigem Metall. Da das Gerät prinzipiell einhändig nicht komfortabel zu bedienen ist und der Nutzer in der Regel zwei Hände nutzt, fällt dieser Kritikpunkt in der Praxis jedoch nicht größer ins Gewicht. Eine Schutzhülle, die besseren Grip bieten würde, fehlt im Lieferumfang.

An Farbvarianten gibt es beim Mi Max 3 Schwarz, Gold und Blau. Die Verarbeitung des großen Smartphones ist, wie man es von Geräten des Herstellers Xiaomi gewohnt ist, top und bietet keinen Anlass zur Kritik.

Als Prozessor kommt beim Mi Max 3 ein Snapdragon-636-Chip zum Einsatz. Er hat acht Kerne von denen vier mit maximal 1,8 und vier mit maximal 1,6 GHz takten. Für die Grafikleistung zeichnet sich eine Adreno-509-GPU verantwortlich. Es gibt das Mi Max 3 in einer Ausführung mit 4 GByte RAM und 64 GByte internem Speicher und einer Variante mit 6 GByte RAM und 128 GByte internem Speicher. Über einen Micro-SD-Kartenslot lässt sich der Speicher bei beiden Ausführungen erweitern.

Im Vergleich zum Vorgänger unterstützt das Mi Max 3 alle in Deutschland genutzten LTE-Frequenzen, auch Band 20. Ist keine Micro-SD-Karte eingelegt, kann der Hybrid-Slot eine zweite SIM-Karte aufnehmen. WLAN gibt es nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Der fest verbaute Akku des Handys hat eine Kapazität von 5500 mAh und lädt per Qualcomm Quick Charge in Version 3.0 mit bis zu 18 W. Der USB-Typ-C-Anschluss überträgt Dateien per USB-2.0-Standard. Zu den weiteren Spezifikationen gehören ein Infrarot-Port, GPS, Glonass und Bluetooth 5.0. NFC hat das Mi Max 3 nicht.

Das 6,9 Zoll große Display im 18:9-Format löst 2160 × 1080 Pixel auf. Geschützt wird es von Gorilla Glass 3. Die Blickwinkelstabilität des Bildschirms ist gut und die maximale Helligkeit erlaubt eine zufriedenstellende Nutzung bei sehr hellen Lichtverhältnissen. Für eine ausreichend scharfe Darstellung genügt die Full-HD-Auflösung auf fast sieben Zoll, die Farbdarstellung ist im positiven Sinne neutral. Farben erscheinen natürlich, ohne dabei zu blass oder farblos zu wirken. Diesbezüglich kann der Nutzer in den Systemeinstellungen auch selbst Hand anlegen. Für die Farben gibt es drei Presets und die Möglichkeit die Farbtemperatur manuell einzustellen. Für die Anpassung des Kontrastes gibt es drei Einstellungsmöglichkeiten.

Das Dual-Kamera-Setup des Mi Max 3 besteht aus 12-Megapixel und 5-Megapixel-Linse mit Phasenvergleich-Autofokus, f/2.0-Blende und Dual-LED-Blitz. Die maximale Videoauflösung beträgt 4k bei 30 fps. Die Kamera vorne hat eine f/2.0-Blende und löst 8 Megapixel auf. Bei Tageslicht gelingen mit der Hauptkamera des Mi Max 3 Bilder von der Qualität weitaus teurere Smartphones.

Auch Low-Light-Aufnahmen können sich für ein Handy dieser Preisklasse sehen lassen, wobei sich das Bildrauschen aufgrund schlechterer Lichtverhältnisse in Grenzen hält beziehungsweise erst bei stärkerem Dämmerlicht auffällig zutage tritt. Mit der Frontkamera hingegen gelingen ansehnliche Selfies, wobei die Bildqualität bei weniger Licht schnell nachlässt. Auslöser und Fokus arbeiten flink und zuverlässig.

Das Mi Max 3 bietet eine solide Mittelklasse-Performance mit einem flüssig laufenden System, das auch keine Probleme mit vielen gleichzeitig geöffneten Apps hat. Im Antutu-Benchmark kommt das Xiaomi-Handy auf 117.459 Punkte. Auffälligere Denkpausen gibt es nicht und auch grafisch anspruchsvollere Spiele stellen das Handy vor keine Probleme. Abhängig vom Spiel muss die Grafikqualität zwar eventuell etwas heruntergeschraubt werden, allerdings ging dies im Test nicht zulasten noch ausreichend ansehnlicher Optik.

Mit seinem 5500-mAh-Akku bietet das Mi Max 3 eine herausragende Laufzeit. Zwei Tage sind selbst bei starker Nutzung des Smartphones überhaupt kein Problem. Das Aufladen geht dank Quick Charge 3 mit dem beiliegenden Netzteil rechts zügig: Es dauert keine zweieinhalb Stunden, bis der Akku komplett voll ist.

Der Fingerabdrucksensor des Mi Max 3 macht einen guten Job. Er entsperrt zuverlässig und zügig. Seine Position ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, zur optimalen Erreichbarkeit dürfte er ruhig ein Stück tiefer sitzen.

In Verbindung mit dem Telefonie-Lautsprecher oberhalb des Displays soll der Lautsprecher am unteren Rand einen satten Stereo-Sound liefern. Das gelingt in der Praxis allerdings so gut wie gar nicht. Wüsste man es nicht, würde man eventuell gar nicht mitbekommen, dass aus beiden Speakern Audio erklingt. Im direkten Vergleich ist der Speaker über dem Bildschirm nämlich deutlich leiser. Der eigentliche Medien-Lautsprecher hingegen klingt für ein Smartphone richtig gut und liefert einen satten Sound ab.

Auf dem Mi Max 3 läuft Android in Form von Xiaomis MIUI in Version 10. Es handelt sich dabei um eine vom Hersteller stark modifizierte Version von Googles mobilem Betriebssystem. Welche Android-Version MIUI zugrunde liegt, unterscheidet sich von Handy zu Handy beim chinesischen Hersteller. Im Falle des Mi Max 3 ist es Android 8.1.0 Oreo. Bislang gibt es für das Mi Max 3 keine offizielle Software in deutscher Sprache, das sogenannte Global Rom. Das offizielle „China Rom“ lässt sich jedoch problemlos in englischer Sprache nutzen.

Für Fans großer Handys ist das Mi Max 3 aktuell ein Gerät, an dem man eigentlich nicht vorbeikommt. Es ist verhältnismäßig günstig, bietet aber eine sehr ordentliche Mittelklasse-Ausstattung. Gut gefallen uns Performance, das Display und die Akkulaufzeit natürlich. Einzige Wehmutstropfen sind nicht vorhandenes NFC und kein offizielles Betriebssystem mit deutscher Sprache. Letzteres wird sich aber früher oder später noch ändern.

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Marktübersicht eGPU: Grafik-Power für Laptops

Externe Grafikkarten versorgen Laptops mit mehr GPU-Leistung. Wir zeigen, wie die Karten arbeiten und welche Lösungen verschiedener Hersteller anbieten.

Es klingt verlockend: Einfach eine externe Grafikkarte im Gehäuse kaufen, per USB-C am Laptop anschließen und Spiele oder Virtual Reality (VR) mit der Leistung eines hochwertigen Desktop-PCs spielen. Externe Graphics Processing Units (eGPU) scheinen dank Thunderbolt 3 und USB-C endlich bereit für den Massenmarkt zu sein.

Die Idee, eine externe Grafikkarte in einem an sich schwachen System zu nutzen, ist nicht neu. Ein Ansatz ist, die leistungsstarke Schnittstelle PCI-Express zu verwenden. Doch dies ist eher etwas für Bastler, braucht es doch dedizierte Karten und meist angepasste Treiber.

Der aktuelle Ansatz nutzt die Thunderbolt-3-Schnittstelle. Diese liefert mit bis zu 40 Gigabit/s einen ordentlichen Durchsatz. Dennoch bleibt die Technik hinter einem internen PCIe-x16-Steckplatz zurück. Zum einen ist Thunderbolt 3 nur an eine PCI-Express-Lane angebunden, ein PCIe-x16-Steckplatz kann vier dieser Lanes nutzen. Zum anderen bringt der aktuelle Standard PCI Express 3.0 liefert 7,99 GByte/s – pro Lane. Die Datenübertragung ist bei Tunderbolt 3 also geringer, dennoch schnell genug für externe Grafikkarten. Zudem profitiert Thunderbolt 3 von einer breiten Unterstützung auf Mac- und Windows-Systemen. Bei Geräten wie aktuellen Ultrabooks oder Macbooks ist Thunderbolt 3 in den USB-C-Anschluss integriert.

Der Einsatz einer eGPU ist dadurch simpel: Das Betriebssystem erkennt das externe Gerät als zusätzliche Grafikkarte. Dank der aktuellen Treiberunterstützung können Windows und Mac OS die Karte wie ein internes Gerät ansprechen und die eGPU für rechenintensive Aufgaben nutzen.

Sinnvoll ist, eine eGPU zusammen mit einem externen Monitor zu verwenden. Im Normalfall werden Monitore, die an die eGPU angeschlossen sind, direkt vom Betriebssystem erkannt. Es ist theoretisch auch möglich, die eGPU mit dem internen Notebook-Display zu verwenden. Das funktioniert aber nur mit Zusatztools. Wer dies umsetzen möchte, sollte einen Blick auf das englischsprachige Forum von egpu.io werfen. Da die Daten jedoch vom System an die Karte und auf der gleichen Leitung wieder zurückgeliefert werden, leidet die Leistung

Wichtig ist zu wissen, dass nicht jeder USB-C-Anschluss automatisch Thunderbolt 3 unterstützt. Gerade bei Windows-basierten Notebooks können Hersteller bei jedem Anschluss entscheiden, welche Protokolle sie integrieren. Abhilfe schafft hier ein Blick in die Spezifikationen oder an den jeweiligen Anschluss. Wenn neben der USB-C-Buchse ein kleiner Pfeil eingetragen ist, sollte Thunderbolt vorhanden sein.

Ein anderes potentielles Problem könnte auf Systemen auftreten, die sowieso schon zwei Grafikkarten haben, etwa eine Nvidia Optimus neben der normalen Intel-HD-Grafik. Die eGPU landet dann als dritte Karte im System, was zu Konflikten führen kann. Tatsächlich hatten wir in unserem Praxistest mit einem aktuellen Macbook Pro aber keine Probleme.

Bei den eGPUs verfolgen die Hersteller zwei Ansätze: Komplettsysteme oder modulare Gehäuse. Beide haben Vor- und Nachteile. Ein Komplettsystem aus Gehäuse und Grafikkarte liefert ein Rundum-Sorglos-Paket: Das Netzteil ist auf die Grafikkarte abgestimmt, die Kühlung ist optimiert, der Treiber angepasst. Dafür sind Kunden auf den jeweils verbauten Grafikchip festgelegt. Im Test hatten wir so ein System von Gigabyte, verbaut war eine AMD RX580. Neben Gigabyte bietet Sonnett solche Systeme an, neben AMD-Systemen sind auch GPUs von Nvidia zu haben.

Alternativ können Nutzer Leergehäuse kaufen und die jeweilige Karte selbst einsetzen. Das bietet mehr Flexibilität bei der Auswahl der GPU und macht ein Upgrade einfach. Dafür muss man unter Umständen damit leben, dass die Kühlung nicht optimal oder etwas Bastelei beim Einbau notwendig ist. Die meisten Leergehäuse erlauben aber genug Platz für die jeweilige Karte samt Kühler. Solche eGPU-Gehäuse kommen unter anderem von Razer, Zotac oder HP Omen.

Welche Variante man bevorzugt, hängt stark vom Nutzer ab. Wer bereits eine leistungsstarke Grafikkarte besitzt, für den ist der Kauf eines einfachen Gehäuses oft sinnvoller als eine komplette Neuanschaffung. Wer hingegen sowieso alles neu kauft, kann auch zu einem Komplettsystem greifen.

Um die eGPU in der Praxis zu testen, haben wir eine RX 580 Gaming Box von Gigabyte mit einem Macbook Pro verbunden. Auf dem Mac lief die aktuellste Version von Mac OS, zudem war Windows 10 per Bootcamp nativ auf einer Partition installiert. Die gute Nachricht zuerst: Unter beiden Systemen funktioiniert die Karte problemlos. Wir steckten die Karte in den USB-C-Anschluss, Mac OS erkannte sie und die Karte ist sofort verfügbar. Damit die installierten Spiele, darunter Civilization VI und Counterstrike: Global Offensive, die Karte erkennen, mussten wir das externe 4K-Display lediglich als primärern Monitor definieren.

Unter Windows 10 war das Ergebnis ähnlich: Mit dem aktuellen Treiber von AMD war es kein Problem, die eGPU für Spiele oder Anwendungen zu nutzen.

Im Spiel haben wir den Leistungsschub sofort bemerkt. Um die Karte genauer zu überprüfen, testen wir die eGPU und die interne Grafikkarte mit dem Benchmark 3DMark und dem Szenario TimeSpy 1.0 Standard. Die Ergebnisse stammen aus der Windows-10-Installation des Macbook Pro.

Die Werte zeigen, dass die externe Karte einen massiven Leistungssprung gegenüber der integrierten Lösung liefert. Dabei kommt den eGPUs ein weiterer Vorteil zu Gute: Die Anbieter dieser Lösungen müssen hier nicht auf die abgespeckten mobilen Grafikchips setzen, sondern können die normalen Desktop-GPUs nutzen und die maximale Leistung ausschöpfen. Das bedeutet schnellere Chips und auch deutlich mehr Grafik-RAM.

Zusätzlich zum klassischen Gaming fanden wir im Test eine der wirklichen Stärken der eGPUs: Virtual Reality. VR-taugliche Systeme sind derzeit teuer, und nicht jeder will sich zusätzlich zum Notebook einen wenig portablen Desktop-PC stellen. Die eGPU kann genau hier ansetzen und normale Notebooks VR-tauglich machen. In unserem Test konnte SteamVR eine normale HTC Vive (Testbericht) problemlos erkennen, sowohl unter Windows wie auch unter Mac OS.

Ein positiver Nebeneffekt: Viele der eGPU-Gehäuse verfügen über eine ganze Reihe zusätzlicher Anschlüsse, von USB bis hin zu Netzwerk-Buchsen. Einige Produkte versorgen den Laptop per USB-C auch mit Strom, sie können so de facto die Funktion einer Docking-Station übernehmen.

Beim Kauf eines reinen Gehäuses sollte man unbedingt darauf achten, wie groß die verbaute Grafikkarte maximal sein darf.

Komplettsysteme liefern alles, was man zum Einsatz braucht. Leider sind die verbauten GPUs nicht zwingend die aktuellsten. Ein Upgrade ist unter Umständen möglich, es kommt dann allerdings auf das Gehäuse an.

Im Rahmen unseres Praxistests waren wir von der eGPU mehr beeindruckt als wir bislang dachten: Die aktuelle Generation der Geräte funktioniert einfach — und das sowohl unter Mac OS wie unter Windows 10. Damit werden die Geräte eine interessante Alternative für alle, die gerne spielen oder ressourcenintensive Programme nutzen, aber keinen zusätzlichen Desktop-Rechner zusätzlich zum Notebook einrichten möchten. Gerade für VR-Fans sind eGPUs eine interessante Alternative zum hochgezüchteten Desktop oder schweren Gaming-Notebook.

Es gibt aber ein paar Punkte zu beachten: Wir empfehlen jedem, einen externen Monitor mit der eGPU zu nutzen. Es lässt sich die Grafikkausgabe auch auf das interne Display umleiten, zumindest für Bastler, die kein Problem mit Leistungseinbrüchen haben. Zudem sollten Windows-Nutzer genau darauf achten, dass der Laptop USB-C samt Thunderbolt-3-Unterstützung mitbringt.

Bei der Wahl zwischen einem modularen oder Komplettsystem kommt es auf die Präferenzen des Käufers an. Wer sich eine ordentliche Karte und ein separates Gehäuse leisten kann, der fährt damit wahrscheinlich langfristig besser. Doch auch die Komplettsysteme liefern deutlich mehr Leistung als eine interne Grafik und sind noch dazu meist günstiger als die Kombination aus Gehäuse und Karte.

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3D-Druckbetten: Bessere Haftung für Standard-Filamente

Eines der häufigsten Probleme beim 3D-Druck ist die schlechte Haftung zwischen Filament und Druckbett. Wir erklären, welche Oberflächen zum besseren Halt der Materialien verhelfen.

Grundsätzlich gilt: Je präziser der Abstandes zwischen Druckdüse und Druckbett auf das Filament abgestimmt ist, desto besser haftet der Druck. Die erste Schicht sollte zudem deutlich langsamer gedruckt werden als der Rest des Objekts.

Wer sich nicht sicher ist, welches Filament das Richtige ist sollte sich unseren Ratgeber zu den Standard-Filamenten ansehen.

Polylactide (PLA) halten bei Raumtemperatur auf nahezu allen Standard-Druckbetten. Dennoch kommt es bei schlecht kalibrierten Druckern und insbesondere bei niedrigeren Temperaturen zu Haftungsproblemen. Um Haftung zu gewährleisten, bietet sich an, die Druckplatte mit einem handelsüblichen Klebestift zu bestreichen. Das klebrige Druckbett muss dann nach jedem Druck gesäubert werden — erfahrungsgemäß eine ganz schöne Sauerei. Bei beheizen Druckbetten funktioniert der Klebestift-Trick übrigens nicht. Der Kleber trocknet schnell aus und die Haftwirkung geht verloren.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Bluetape oder Malerkrepp, das auf das eigentliche Druckbett aufgeklebt wird. Es bietet PLA gute Haftung und ist einfach und verhältnismäßig günstig verfügbar. Das Problem beim Tape: Das raue Klebeband überträgt sich auf das Druckobjekt und hinterlässt die Oberflächenstruktur auf dessen Unterseite. Außerdem hält das Klebeband nur einige Drucke, bevor es an Haftung verliert. Oft reißt es beim Lösen eines Drucks ein. Wer auf diese Lösung setzt, muss sein Bluetape regelmäßig austauschen. Und das kann — je nach Druckertyp — eine ganz schöne Fummelei sein. Die Klebeband-Lösung funktioniert bei beheizten und unbeheizten Druckbetten. Bluetape gibt es in Rollenform oder als zugeschnittene Bögen.

Deutlich länger haltbar und somit pflegeleichter sind sogenannte Dauerdruckplatten aus Polyetherimide (PEI). Ein bekannter Hersteller aus diesem Bereich ist Buildtak, deren Druckbett-Auflagen in verschiedensten Größen verfügbar sind. Die dünnen Kunststoffbögen werden auf das eigentliche Druckbett aufgeklebt und sorgen für gute Haftung auf kalten sowie warmen Oberflächen. Das Anbringen der selbstklebenden PEI-Bögen ist deutlich unkomplizierter als der Umgang mit Bluetape oder Kreppband. Die selbstklebenden Platten sind in verschiedenen Größen, Formen und Farben erhältlich.

Wer ein Heizbett einsetzt, sollte bei PLA die Temperatur auf 50 bis 60 Grad Celsius einstellen. So sollte das Filament auch auf dem Standard-Druckbett halten. Falls es trotzdem zu Haftungsproblemen kommt helfen, bis auf das Einschmieren mit Kleber, die oben genannten Varianten.

Alternativ bietet sich bei beheiztem Druckbett die Verwendung einer Filaprint-Druckplatte an. Diese ist zwar verhältnismäßig teuer, bietet aber einige Vorteile. So halten darauf auch andere Filamente und das Ablösen fertiger Drucke nach dem Abkühlen ist so komfortabel wie bei keiner anderen Lösung. Die abgekühlten Drucke lösen sich praktisch von alleine. Im warmen Zustand ist der Ausdruck jedoch fast nicht abzubekommen. Die Platten des Herstellers Filafarm sind in verschiedenen Größen erhältlich.

Holz- und Metall-Filament sind ähnlich unkompliziert wie PLA. Bei ordentlicher Kalibrierung des Düsenabstands zum Druckbett haftet es auf fast allen Standard-Druckbetten. Wer trotzdem Probleme hat, kann auch hier zum Klebestift greifen. Zumindest bei unbeheizten Druckbetten. Wer ein Heizbett nutzt, sollte es auf 45 bis 60 Grad Celsius aufheizen, um optimale Haftung zu erreichen.

Bluetape und PEI sind ebenfalls geeignete Oberflächen für den Druck mit Holz oder Metall. Das Klebeband ist zwar günstiger, der Aufwand beim Anbringen und vor allem beim Auswechseln ist allerdings deutlich höher. PEI ist stabiler und hält dementsprechend länger.

Für Besitzer eines Druckers mit Heizbett lohnt sich auch für diese Filamenttypen die Anschaffung einer hochpreisigen Filaprint-Dauerdruckplatte.

Wer zum ersten Mal mit Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS) druckt und vorher nur Erfahrungen mit PLA gesammelt hat, merkt schnell, wie widerspenstig sich einige Filament-Typen verhalten. Für die Verwendung des Filaments ist grundsätzlich ein beheiztes Druckbett mit einer Temperatur zwischen 80 und 110 Grad Celsius notwendig. Bei Druckern ohne Heizbett ist die Verarbeitung selbst mit Tuning-Maßnahmen nicht möglich. Die hohe Oberflächentemperatur alleine reicht aber meist nicht, damit Drucke auf den Standard-Druckbetten halten. Da sich ABS beim Abkühlen stark zusammenzieht, haftet zwar das Objekt, die Ecken heben sich aber.

Eine Trick ist der Einsatz von Polyimid-Folien wie Kapton-Tape. Das hitzeunempfindliche Klebeband verbessert die Haftung von ABS signifikant. Die Oberfläche ist glatt und hinterlässt keine Abdrücke auf der Unterseite des Drucks. Wenn das Klebeband alleine nicht ausreicht, hilft eine zusätzliche Schicht Haarspray. Das sorgt für besseren Halt, macht aber eine Riesensauerei. Wer sein Druckbett nicht abnehmen kann, sollte davon Abstand nehmen. Ein weiterer Nachteil des Materials: ABS haftet zwar auf Kapton-Tape, nicht jedoch PLA. Wer beide Filamente im Wechsel druckt, muss ständig die Oberfläche seines Druckbetts austauschen. Auf Dauer ist das nicht nur nervig und zeitraubend, sondern auch teuer. Außerdem ist das Aufbringen des sehr dünnen Kapton-Tapes nicht unproblematisch. Wer nicht sauber arbeitet, hat Luftblasen und Falten in seiner Oberfläche. Diese sehen auf dem fertigen Druck unschön aus und vermindern außerdem die Haftwirkung.

Eine weitere Möglichkeit, ABS auf einer Druckplatte zum besseren Haften zu verhelfen, ist der Einsatz einer PEI-Dauerdruckplatte. Dieses lässt sich einfach anbringen und funktioniert auch mit PLA. Erfahrungsgemäß hält ABS extrem gut auf den oben bereits erwähnten Buildtak-Bögen. Das Problem: Wer den Abstand zwischen Düse und PEI-Oberfläche nur etwas zu klein einstellt, bekommt den fertigen Druck fast nicht mehr ab. Zwar helfen Zange, Spachtel und großer Kraftaufwand. Dann aber besteht die Gefahr, die Dauerdruckplatte zu zerstören. Erfahrungsgemäß passiert das relativ schnell. Wer jedoch den richtigen Düsenabstand gefunden hat, kann die PEI-Oberfläche über Monate verwenden.

Die teuerste Lösung ist auch bei ABS die Verwendung einer Filaprint-Dauerdruckplatte. Bei einer Druckbett-Temperatur ab 110 Grad Celsius bietet sie erfahrungsgemäß sehr guten Halt. Ist das ABS abgekühlt, löst sich der Druck ohne Kraftaufwand. Es ist bei dieser Lösung wichtig, die Dauerdruckplatte nicht mit bloßen Händen anzufassen. Bereits minimale Fettspuren auf der Oberfläche verringern die Haftung extrem.

Wer PETG als Filament verwendet, benötigt ein beheiztes Druckbett. Die optimale Temperatur der Druckunterlage liegt bei 75 bis 90 Grad Celsius. Es gibt zwar vereinzelte Berichte, dass PETG auch ohne Heizbett auf Bluetape oder einer Klebeschicht hält. Aber die Erfahrung zeigt, dass dies normalerweise nicht klappt.

Zusätzlich bietet sich zur Verbesserung der Haftung auch für dieses Filament die Verwendung von Bluetape, beziehungsweise Malerkrepp, an. Die Lösung ist günstig, allerdings nicht sehr langlebig.

Wer keine Lust hat, das Klebeband ständig auswechseln, kann bei PETG zur Filaprint-Platte greifen. Durch die Kompatibilität mit fast allen Filamenten relativiert sich der hohe Preis.

Auf PEI hält PETG ebenfalls, zumindest wenn der Abstand zwischen Druckkopf und Druckbett ideal eingestellt ist. Allerdings ist die Haftung oft so gut, dass die Druckplatte beim Entfernen des Druckobjektes sehr schnell kaputt geht. Wir raten daher von dieser Kombination ab.

Zum Druck flexibler Objekte aus Thermoplastischem Polyurethan (TPU), wie Schutzgehäuse für Kameras, ist kein beheiztes Druckbett notwendig. Das TPU-Filament ist auch ansonsten verhältnismäßig einfach zu drucken — vorausgesetzt man benutzt keinen Bowden-Extruder. Wer ein Heizbett verwendet sollte es auf 45 bis 60 Grad Celsius aufheizen.

Wer — trotz der von Haus aus guten Hafteigenschaften — Probleme hat, sollte es mit Bluetape oder Malerkrepp probieren. Wer mit dem Klebeband arbeitet, muss es aufgrund der geringen Haltbarkeit regelmäßig wechseln. Das ist auf Dauer zeitaufwändig und teuer. Außerdem überträgt sich die grobe Oberflächenstruktur des Klebebandes auf die Unterseite des Drucks.

Komfortabel ist die Verwendung einer Druckunterlage aus PEI. Diese ist deutlich stabiler und mittelfristig nicht teurer als Klebeband.

Für Drucker mit Heizbett ist die teure Filaprint-Oberfläche für TPU ebenfalls geeignet. Wer die Investition nicht scheut, bekommt eine stabile und sehr zuverlässige Druckunterlage, auf der auch flexible Filamente zuverlässig halten.

Besitzer eines Druckers ohne Heizbetts sollten erfahrungsgemäß zu einer PEI-Dauerdruckplatte greifen. Diese bietet allen nutzbaren Filamenttypen ausreichend guten Halt und die Kosten sind nicht besonders hoch.

Wer nur bei niedrigen Zimmertemperaturen Haftungsprobleme hat, kann auch zum günstigen Klebestift greifen. Das Reinigen ist mit der Zeit aber nervig und der Kleber daher keine vernünftige Dauerlösung.

Wer ein beheiztes Druckbett nutzt, sollte sich eine teure, aber für praktisch alle Materialtypen geeignete Filaprint-Dauerdruckplatte zulegen. Die Anschaffungskosten sind auf den ersten Blick zwar recht hoch, aber auf lange Sicht lohnt sich die Investition in diese sehr haltbare und zuverlässige Lösung.

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