Ubiquiti UniFi G4 Bullet: Sicherheitskamera mit PoE angeschaut

Ich bin im letzten Jahr mit meiner fünfköpfigen Familie in ein Eigenheim gezogen, das wir saniert haben. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen habe ich mir vorgenommen, zumindest in die wichtigsten Räume Netzwerkkabel zu legen und mit PoE-Hotspots zu arbeiten, anstatt auf ein Mesh-WLAN mit Wireless Backbone zu setzen, wie das bei Orbi etc. üblich ist. Die Wahl fiel relativ schnell auf Ubiquiti, da das schon immer ein Objekt auf meiner Wunschliste war und man damit nicht nur WLAN, sondern auch Telefonie, Überwachung etc. abbilden kann. Neben den Hotspots kamen also zügig auch Kameras dazu. Nun begab es sich, dass ich mir bereits letztes Jahr eine Handvoll G4 Bullets von Ubiquiti besorgte, die ich an meiner Fassade anbringen wollte. Doch wie es immer so ist, zog sich die Montage in die Länge, weil andere Dinge am Haus wichtiger waren. Obendrein bin ich ein „Schisser“ in der Höhe und wollte ungern in 9 Meter Höhe am Giebel frei stehend auf einer Leiter herumhampeln.

Indessen habe ich in den vergangenen zwei Monaten aber die Fassade dämmen lassen und da glücklicherweise auch ein Gerüst stehen gehabt. Also konnte ich endlich ohne die Gefahr des harten Aufschlags Leerrohre legen und nach Fertigstellung die Kameras anbringen. Ich möchte kurz meine Meinung zur Kamera hierlassen.

Disclaimer: Ja, ich weiß, dass Ubiquiti mittlerweile auch die G5 Bullet herausgebracht hat. Die Kamera nimmt mit 30 fps statt 24 fps auf, sie ist leichter (da kein Metallgehäuse mehr vorhanden ist) und die IR-Performance soll etwas besser sein. Die G5 Bullet hat jedoch keinen Port für einen IR Extender und auch kein GBit-LAN, sondern nur 100 MBit. Preislich ist sie günstiger als die G4 Bullet, die ich hier habe.

Wichtig: Um eine Kamera aus dem UniFi-Protect-Portfolio nutzen zu können, benötigt ihr einen NVR. Ich habe die UniFi Dream Machine Pro im Einsatz. Die Kamera kann im Innen- und Außeneinsatz betrieben werden, ist aber in erster Linie für draußen konzipiert und besitzt ein IPX4-Rating. Im Paket selbst ist die Kamera inklusive verstellbarer Halterung und Halterung für eine Montagestange enthalten. Das Netzwerkkabel müsst ihr selbst zur Hand haben.

Die Kamera ist hervorragend verarbeitet und außerordentlich robust. Da hat Ubiquiti ganze Arbeit geleistet. Die Installation ist auch schnell erledigt. Ihr sucht euch einen geeigneten Platz aus und bohrt dann dort ein Loch durch die Wand, in das ihr das Netzwerkkabel legen könnt. Dann wird dort der Montagefuß mit ein paar Schrauben angebracht. Dann schraubt ihr die Kamera von der Halterung und zieht ihr das Kabel durch die Halterung durch und installiert einen zusätzlichen Dichtgummi, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Nun noch das Kabel in den Ethernet-Port der Kamera stöpseln, alles wieder zusammenschrauben, Kamera ausrichten, fertig. Damit wäre das Handwerkliche gewissermaßen erledigt. Jetzt noch nicht vom Gerüst oder der Halterung gehen, weil ich ja noch nicht wisst, wie euer Kamera-Bild genau aussieht und ob ihr die Position noch nachjustieren müsst. Also geht es in die Protect-App von UniFi, die wirklich gut aufgeräumt ist. Dort wird die Kamera direkt nach dem Start auch schon angezeigt und kann einfach hinzugefügt werden.

Ist das erledigt und eventuell ein Update durchgeführt, benennt ihr die Kamera und habt entweder in der App oder in dem Web-Interface die Möglichkeit mehrere Parameter zu ändern. Soll die Kamera immer aufnehmen oder nur Bewegungen und smarte Erkennungen registrieren. Mit smarten Erkennungen unterscheidet die Kamera Bewegungen nochmals und berichtet in der Timeline über aufgetauchte Personen, Autos oder Rauch, der dann einen Alarm auslösen kann. Hinzu kommen ein paar Einstellungen zur Bildqualität und der aufgenommenen Bildwiederholrate, 24 Bilder pro Sekunde sind maximal möglich.

Nun könnt ihr noch eine Zone für die Bewegungserkennung und die Erkennung der smarten Ereignisse festlegen. Dazu kommen Privacy-Zonen. Per se dürft ihr nur euer eigenes Grundstück überwachen und nicht das Grundstück des Nachbarn oder öffentlichen Raum wie die Straße. Ansonsten könnt ihr Probleme mit dem Datenschutz bekommen. Um eine Privacy-Zone einzurichten, zieht ihr einfach einen entsprechenden Rahmen auf.

Im Aufnahmebild sind die Zonen dann geschwärzt.

Habt ihr alles erledigt, nimmt die Kamera entsprechend eurer Einstellungen auf und benachrichtigt euch auf Wunsch auch auf dem Handy. Bis heute ist es leider nicht möglich, einzustellen, dass die Kamera zu bestimmten Zeiten oder während eurer Anwesenheit auf dem Grundstück nicht aufnimmt. Auch gibt es keine Gesichtserkennung, die andere Kameras beispielsweise haben. Dafür habt ihr hier alles lokal und könnt den Stream auch per Link in unter anderem die Surveillance Station von Synology holen. Während der Aufnahme verbraucht die Kamera über PoE übrigens nur sparsame 3 Watt. Das ist ziemlich ordentlich.

Kommen wir noch zur Bildqualität. In der Kamera steckt ein 5-Megapixel-Sensor, der mit einer Auflösung von 2.688 × 1.512 Pixeln ein 2K-Bild aufnimmt. Die Bildqualität am Tag ist meiner Meinung nach einwandfrei und selbst bei etwas mehr Zoom kann man noch einiges erkennen. In der Nacht ist die Qualität ebenfalls gut, aber gerade bei mehr als 10 Metern Abstand merkt man, dass die IR-Leistung nicht mehr ganz so gut ist und das Bild finster wird. Hier gibt es auch noch einen Extender, der die Leistung verbessern soll. Dennoch ist die Nachtsicht meiner Meinung nach gut.

Das Fazit zur Kamera fällt aus meiner Sicht positiv aus. Die G4 Bullet ist robust verarbeitet und überzeugt mit einer guten Aufnahmequalität. Die Protect-Oberfläche und die App sind aus meiner Sicht ebenfalls gelungen, reagieren sehr gut und sind angenehm aufgeräumt. Weiterhin tut Ubiquiti viel für die Pflege. Leider sind einige Funktionen bis heute nicht eingebaut, die woanders längst Standard sind, wie Aufnahme-Einstellungen per Zeit oder Geofencing. Hier kann man nur über Umwege zum Ziel kommen.

Preislich liegt die Kamera bei 180 Euro, das neue G5-Modell mit etwas weniger wertigem Gehäuse, 100 MBit-LAN aber verbesserter IR-Performance liegt mit 140 Euro in einem etwas preiswerteren Bereich.

Angebot


Ubiquiti Networks UniFi Protect G4-Bullet Camera Versatile 4 MP (1440p),...

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Bosch Smart Home System: Update wird verteilt

Besitzer des Bosch Smart Home System sollten zeitnah ein Update angeboten bekommen. Neben zahlreichen Fehlerbehebungen gibt es auch Neuerungen. Der Bosch Smart Home Controller II unterstützt nun weitere Geräte und ermöglicht damit die Einbindung in Apple HomeKit:


  • Licht-/Rollladensteuerung II
  • Heizkörper-Thermostat II
  • Raumthermostat II 230 V
  • Relais
  • Zwischenstecker kompakt:


    Für den Zwischenstecker kompakt ist eine neue Firmware (2.8) verfügbar:


    • Diese unterstützt eine Sicherheitsfunktion im Falle des Verwendungszweckes „Heizung“. Im Falle eines Ausfalls der Funkverbindung schaltet der Zwischenstecker kompakt das angeschlossene Gerät automatisch aus.
  • Smart Home Controller / Smart Home Controller II:


    Mit diesem Release ist nun die Übertragung eines Großteils der Systemdaten des Bosch Smart Home Controllers der ersten Generation auf einen Bosch Smart Home Controller II möglich.
  • Android-App:


    Szenarien können nun per Touch über den Bildschirm Ihres Autos ausgelöst werden. Voraussetzung ist eine Android Auto-Unterstützung des Smartphones sowie Fahrzeugs.
  • Universalschalter / Universalschalter II:


    Der Universalschalter kann jetzt zu Favoriten hinzugefügt werden, um zugeordnete Funktionen einsehen und überprüfen zu können sowie direkt zu den Geräteeinstellungen zu gelangen.

VERBESSERUNGEN

  • iOS App:


    Smart-Tipps: Auf Wunsch können Nutzer nun nützliche Tipps, Hinweise und Informationen rund um ihr Smart Home erhalten.
  • Neueste Sicherheits-Updates für den Bosch Smart Home Controller und die Apps.

Folgende Versionen für den Smart Home Controller werden verteilt:

  • 10.16.2982-28962
  • 10.16.2982-28974

Hinweise zur Verfügbarkeit:

  • Das Update für den Smart Home Controller wird ab dem 11.07.2023 verteilt.
  • Das Update für den Smart Home Controller steht allen Kunden voraussichtlich ab dem 12.07.2023 zur Verfügung.

Smart Home Android-App

Folgende Version der Smart Home Android App wird verteilt:

  • 10.16.2984

Hinweise zur Verfügbarkeit:

  • Das Update für die Android Smart Home App wird voraussichtlich ab dem 18.07.2023 verteilt.
  • Das Update für die Android Smart Home App steht voraussichtlich ab dem 24.07.2023 allen Kunden zur Verfügung.

Smart Home iOS App

Folgende Version der Smart Home iOS App wird verteilt:

  • 10.16.0 (9265)

Hinweise zur Verfügbarkeit:

  • Update für die iOS Smart Home App wird voraussichtlich ab dem 18.07.2023 als automatisches App-Update verteilt.
  • Das Update für die iOS Smart Home App wird voraussichtlich ab dem 18.07.2023 allen Kunden als manuelles Update zur Verfügung.
  • Das Update für die iOS Smart Home App steht allen Kunden ab dem 24.07.2023 als automatisches App-Update zur Verfügung.

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Home Assistant 2023.7: Diese Neuerungen stecken im Juli-Update

Die Smart-Home-Plattform Home Assistant befindet sich in einer regen Weiterentwicklung. Sie erlaubt lokal ein Smart-Home-System aufzubauen, beispielsweise unter Verwendung eines Raspberry Pi oder eines anderen Servers und auf Basis von Hubs für Zigbee oder auch Thread. Quasi im Monatstakt wird da an neuen Features gefeilt. In diesem Jahr will man den Fokus auf das Thema Sprachsteuerung legen. Nach einem recht großen Update im Juni hat auch das Juli-Update 2023.7 allerlei Neuerungen dabei.

Dienste (Services) können nun mit Daten antworten. Diese grundlegende Änderung soll zahlreiche neue Anwendungsfälle eröffnen. Das Aufrufen eines Dienstes in einer Automatisierung oder einem Skript war eine einseitige Kommunikation zur Steuerung von Geräten und Diensten, beispielsweise, um ein Licht einzuschalten. Da der Dienst ab sofort mit Daten antwortet, kann Home Assistant Informationen von einem Gerät oder Dienst anfordern. So kann man den Home Assistant beispielsweise nach Terminen für den heutigen Tag im Kalender fragen und die Antwort in eine Benachrichtigung oder Ansage auf einem Smart Speaker verpacken. Ein Blueprint dazu steht ebenfalls bereit.

Überarbeitet wurden weiter die Dialoge für Schlösser. Neben neuen Animationen beim (Ent)Sperren hat man hier um neue Funktionen (z.B. die Abfrage eines Entsperrcodes) erweitert.

Screen recording demonstrating the new lock entity dialog.

Erhebliche Fortschritte macht man mit Assist. Jetzt gibt es einen neuen Auslöser im Automationseditor. So kann der Home Assistant Automatisierungen auslösen, wenn Assist ein bestimmter Satz mitgeteilt wird.

Assist kann fortan ebenfalls über eine Dashboard-Karte abgerufen werden. Auf dem Dashboard erlaubt man ab sofort zudem das Copy-and-Paste von Karten.

Screen recording of the new Assist action in use. Shows the normal action and the action that start listening immediately.

Neu ist der Entity-Typ des Bildes. Recht ähnlich zur Kamera-Entity, allerdings für ein einzelnes Bild. Das kann der QR-Code für Wi-Fi-Anmeldedaten oder auch eine Wetterkarte sein.

Das Energie-Dashboard bringt nun eine Anzeige für Autoarkie mit. Praktisch, wenn ihr mit Photovolatik-Anlage und eventuell auch einem Batteriespeicher ausgestattet seid, um zu sehen, wie viel Selbstversorgung ihr da leistet. Überarbeitet wurden außerdem die Bluetooth-Proxy-Funktionen. Hier will man einen Geschwindigkeitsboost zwischen 40 und 80 Prozent hingelegt haben. Hierzu hat man die Verarbeitung der Anzeigen in den Home Assistant verlagert, zuvor war dies Aufgabe des Proxy-Geräts. Das soll neben dem Geschwindigkeitszuwachs auch eine erhöhte Stabilität und Zuverlässigkeit gewährleisten.

Nennenswerte Verbesserungen hat man auch im Zusammenspiel mit Matter erzielt. Insbesondere hat man die Art und Weise für Abonnements verändert, das soll sich vor allem in größeren Thread-Netzwerken in niedrigeren Startzeiten auswirken. Zudem praktisch: Fügt ihr neue Geräte an einer Matter-Bridge etwa einem Aqara Hub M2 hinzu, dann werden diese Geräte nun automatisch ebenfalls im Home Assistant als Gerät auftauchen.

Weitere Verbesserungen? Luftbefeuchter sollen jetzt zuverlässig auch zum Google Assistant durchgereicht werden. Die Apple-TV-Integration erlaubt das Aufrufen von Apps mittels Deep-Links. Die Roborock-Integration wurde um einen Sensor für den Reinigungsbereich und das Wechseln des DnD-Modus erweitert.

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Aqara FP2: Präsenzmelder mit Radar im Kurztest

Während es klassische Bewegungsmelder auf Infrarot-Basis im Smart-Home-Bereich zuhauf gibt, hat Aqara mit dem FP2 einen neuartigen Präsenzmelder auf Radarbasis bereits vor knapp zwei Monaten auch nach Deutschland gebracht. Dieser soll einige Vorzüge mitbringen und beispielsweise auch kleinere Bewegungen erkennen. Während ein herkömmlicher Bewegungsmelder etwa nach einiger Zeit das Licht abschalten könnte, soll sich diese Tatsache durch die Radartechnologie anders verhalten. Erfasst werden 120 Grad Sichtfeld und ein Radius von bis zu 8 Metern. Damit ist der Sensor auch für größere Räumlichkeiten prädestiniert. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, erste Eindrücke mit dem FP2 zu sammeln. Bereits das Vorgängermodell (FP1) fand ich schon spannend, das hatte Aqara aber nie auf den hiesigen Markt gebracht.

Der Einrichtungsprozess des FP2 war denkbar einfach. Das Gerät eventuell in den Kopplungsmodus bringen und auch bei der Einrichtung über die Aqara-App den HomeKit-Code scannen (Einrichtung unter iOS). Schon taucht das Gerät in der App auf und lässt sich konfigurieren. Zur umfangreichen Konfiguration ist die Aqara-App notwendig. Anders als beim FP1 setzt Aqara hier übrigens auf Wi-Fi anstatt von ZigBee. Dies bedarf dann auch einer dauerhaften Stromversorgung. Ein USB-C-Anschluss, der sich an beliebigen USB-A-Ports mit Strom speisen lässt, reicht aus. Die dauerhafte Stromversorgung schränkt die Aufstellmöglichkeiten natürlich ein, wenn man aber daran denkt, wie frequent der Sensor Daten sendet, ist die Entscheidung nachvollziehbar. Zur Not kann eine Powerbank herhalten. Nett gewesen wäre ein Kabelauslass, sodass das Kabel nicht noch aufträgt. Platz dafür dürfte sein.

Für etwas Flexibilität sorgt der integrierte Ständer. Zudem kann man den Sensor auch „über Kopf“ montieren, das erkennt dieser automatisch. Die Abmaße sind alles in allem sehr kompakt, vergleicht man ihn mit dem bisherigen Bewegungsmelder von Aqara ist er aber gut dreimal so groß.

Aber weiter im Text, das Gerät ist zwar eingerichtet, die Konfiguration aber etwas aufwendiger, zumindest wenn man den vollen Funktionsumfang ausschöpfen möchte. Ich für meinen Teil bin den Raum abgelaufen, habe meine Position in der App verfolgt und dort entsprechende Markierungen und Zonen gesetzt. Bestimmte Örtlichkeiten (Sofa, Tisch, etc.) lassen sich mit einem Sticker markieren und auch die Ränder sowie Ein- und Ausgänge kann man für eine verbesserte Erkennung auf der Karte anlegen.

Seit einem Update wird die Position in Echtzeit und nur mit geringen Verzögerungen angezeigt. Bereits hier hat mich die Präzision des Sensors beeindruckt. Im Zuge der Einrichtung muss man eventuell auch etwas mit der Position und dem Aufstellort experimentieren, um zu zufriedenstellenden Ergebnissen zu kommen. Ich für meinen Teil bin sehr positiv über Live-Karte und den damit verbundenen Automationsmöglichkeiten überrascht:

Die Anwendungszwecke des Sensors sind vielfältig. Neben dem Anwendungsfall, dass ihr am Sofa oder Schreibtisch sitzt, bietet sich für den FP2 auch eine Steuerung im Schlafzimmer an. In offenen Wohnräumen (bei mir Wohn-Esszimmer-Küche) bietet sich der Sensor besonders an. Durch das Erstellen verschiedenster Zonen/Bereiche ist der Sensor in der Lage, mehrere andere Sensoren zu ersetzen. Hierbei arbeitet er dann auch noch mit einer besseren Genauigkeit. Neben der Beleuchtungssteuerung ist es auch denkbar Musik zu steuern. Die Aqara-App spielt beispielsweise mit Sonos zusammen.

Weitere Randnotizen? Da Aqara auf Radar setzt, ist bei einem solchen Sensor der Datenschutz im Vergleich zu einer Kamera gewährt. Der Sensor liefert darüber hinaus noch Helligkeitsdaten in Lux. Wer mit dem Präsenzmelder seine Beleuchtung steuert, der kann gleichzeitig auch noch abrufen, ob es bereits hell genug ist, sodass das Licht überhaupt nicht schalten muss.

Automationen können für die festgelegten Bereiche umfangreich in der Aqara-App festgelegt werden. Hier lassen sich Bereiche auf eine Anwesenheit, aufs Betreten bzw. Verlassen überprüfen und das sogar in Abhängigkeit einer gewissen Zeitdauer. Die Möglichkeiten sind schier endlos. Auch die Sturzerkennung (dies bedarf einer Deckenmontage!) taucht hier als Trigger auf. Alternativ kann der Sensor bekanntlich zu Apple Home durchgereicht werden. Hier erstellt Aqara für jeden Bereich ein einzelnes Gerät, sodass auch hier die Zonen zur präzisen Steuerung von Automationen verwendet werden können – klasse. Auch wenn der FP2, wie andere Aqara-Geräte, mit der Cloud sprechen, werden Aktionen lokal, also auch ohne Internetverbindung ausgeführt.

Bei der Nutzung sind auch ein paar Probleme aufgetaucht, vieles davon würde ich allerdings als Kinderkrankheiten verbuchen. So neigt der Sensor teilweise dazu, zu viele Personen im Raum zu erkennen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ihr euch zu schnell durch den Raum bewegt. Beim Einrichten müsst ihr da auf alle Fälle geduldig sein. Mit zunehmender Anzahl (Aqara erlaubt das Tracking von 5 Personen) an Personen nahm gefühlt auch die Rate an Fehlerkennungen zu. Von Zeit zu Zeit hatte ich zudem Probleme, die Namen und Geräte (Zonen) mit Apple Home zu synchronisieren. Das könnte aber auch auf die Kappe von Apple Home gehen. Der Lichtsensor wird derzeit übrigens nur zu Apple Home durchgereicht. Da hoffe ich natürlich auf Software-Verbesserungen.

Auch die in Aussicht gestellten Updates machen aber Lust auf mehr. So soll für den Sensor ein Matter-Update kommen. Dies dürfte den Sensor auch auf anderen Smart-Home-Plattformen, wie dem Home Assistant oder ioBroker besser anbinden. Beim Home Assistant muss hier derzeit der HomeKit-Controller herhalten. Eine direkte Anbindung ist da nicht gegeben. Zudem soll die Erkennung von Positionen kommen. So soll der FP2 per OTA-Update die Möglichkeit bekommen, zwischen sitzenden, liegenden, stehenden oder laufenden Personen zu unterscheiden. Dies dürfte den Automationsmöglichkeiten nochmals einen kräftigen Schub geben. So könnte man im Schlafzimmer beim Umhergehen eine andere Automation auslösen (z. B. Beleuchtung), als beim Hinlegen (Schlafmodus, bitte alles ausschalten und die Haustüre absperren etc.).

Künftig soll ein FP2 im Schlafzimmer, ähnlich zum Nest Hub der zweiten Generation, ein Schlaftracking ermöglichen. Die Agenda klingt hier fast zu gut, um wahr zu sein. Ihr solltet beim Kauf eines solchen Geräts jedoch nie auf Updates vertrauen, sondern auch mit dem derzeitigen Funktionsumfang des Geräts zufrieden sein. Umso mehr erfreut es dann, wenn versprochene Updates tatsächlich kommen.

Der Aqara FP2 erlaubt nicht nur eine ungewohnte Präzision, sondern erlaubt es – anders als herkömmliche Infrarot-Passiv-Bewegungsmelder, mit mehreren Zonen zu arbeiten und so beispielsweise auch Bereiche im Sichtfeld „auszublenden“. Dies macht den FP2 zu einem wahnsinnig flexiblen, aber andererseits auch komplex einzurichtenden Smart-Home-Gerät. Wenn man sich überlegt, dass man für die 82,99 Euro gegebenenfalls auch weniger Sensoren einsetzen muss, dann relativiert dies den „hohen“ Preis. Neben Räumen, in denen ihr oftmals in einer Position verharrt, sind daher auch größere Räumlichkeiten für den Sensor prädestiniert.

Für viele dürfte der FP2 mit seiner Präzision und den einzeln einrichtbaren Zonen ungeahnte Automationsmöglichkeiten bieten. Ich für meinen Teil kann daher auf diverse Software-Fehler und Kinderkrankheiten gelassen blicken, hoffe aber dennoch auf Verbesserungen. Es ist, auch im derzeitigen Software-Stand, (für mich) definitiv ein Update zu einem PIR-Bewegungsmelder, wie Aqara sie beispielsweise auch bietet. Klar, die sind kompakter und auf Batterie-Basis – bringen aber eben entsprechende Trade-offs im Vergleich mit.

Wenn man beginnt den FP2 einzurichten, braucht es etwas Frustrationstoleranz und Experimentierfreudigkeit, gute Tracking-Ergebnisse sind ohne passenden Aufstellort und ausführliches Einstellen der Zonen etc. kaum machbar. Dann ist der FP2 eher ein (zu teurer) Bewegungsmelder, der aber immerhin auch bei nicht bewegenden Personen eine bessere Erkennung mitbringt. Das in Aussicht gestellte Update mit Positionserkennungen und Matter wäre, zusätzlich zu einer verbesserten Stabilität und Zuverlässigkeit, wahrlich klasse. Sobald sich in Sachen Updates etwas tut, werde ich freilich berichten.

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Mähroboter sind laut Studie eine erhebliche Gefahr für Igel

Laut einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) stellen Mähroboter eine erhebliche Gefahr für Igel dar. Die Zahl der Schnittverletzungen mit gravierenden bis tödlichen Folgen sei hoch. Zudem steige sie seit Beginn des Frühjahrs an. Es gebe aktuell noch keine technischen Lösungen für Mähroboter, um Igel und andere Kleintiere wirklich zuverlässig zu erkennen.

Derzeit seien laut den Wissenschaftlern bereits Igel-Auffangstationen mit der Zahl und Schwere der Verletzungen überfordert. Man konnte seit September 2022 mehrere Hundert Fälle solcher Verletzungen von Igeln durch Mähroboter belegen und gehe zusätzlich von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele verletzte oder tote Igel würden vermutlich gar nicht gefunden oder gemeldet. Man beobachte eine Korrelation der Verletzungen im Frühjahr um 30 bis 50 % mit den jährlich um 12 % steigenden Absatzzahlen von Mährobotern. Eine Kausalität sei zu vermuten.

Entgegen der Angaben vieler Hersteller erkennen die Mähroboter nach wissenschaftlichen Untersuchungen leider nicht korrekt. Problematisch sei auch, dass viele Menschen Mähroboter nachts einsetzen. Gerade dann suchen die Igel nach Nahrung. Bei Gefahr rollen sie sich zusammen und flüchten nicht – was die Verletzungsgefahr natürlich erhöht. Oft bleiben Schnittverletzungen zurück, die sich entzünden können oder von Parasiten befallen bzw. von Fliegen mit Eiern belegt werden.

Der Igelbestand ist ohnehin rückläufig und Mähroboter seien hier eine zusätzliche Gefahr für die Tiere. Von politischer Seite wünscht man sich nun Unterstützung, etwa die Übernahme der Tierarztkosten oder besser noch ein Verbot des Einsatzes von Mährobotern während der Nachtstunden. Ebenfalls müsse besser über das Problem aufgeklärt werden. Hersteller sollten zudem keine Augenwischerei betreiben.

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