Experten warnen: Immer mehr Kinder Internet- und Gaming-süchtig

Iernet- und Gamingsucht bei Kindern
Mehr Prävention, Therapieangebote und neue gesetzliche Regelungen fordern Experten um der zunehmenden Internet- und Gamingsucht bei Kindern und Jugendlichen entgegenwirken zu können.

Anlässlich eines Kongresses der Deutschen Gesellschaft  für Suchtforschung und Suchttherapie weisen Forscher darauf hin, dass es bei jungen Menschen zunehmend zu internetbezogenen  Störungen wie exzessiver Nutzung von Computerspielen und sozialen Netzwerken kommt.

Demnach sind laut jüngsten Untersuchungen 2,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen bereits süchtig nach Social Media, was rund 100.000 Kindern und Teenagern entspreche – Mädchen betreffe mit 3,4 Prozent die Sucht nach Instagram & Co etwas häufiger als Jungen (1,9 Prozent). Allerdings gilt auch etwa jeder zwölfte (8,4 Prozent) Junge oder junge männliche Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren als süchtig nach Computerspielen.

12-bis  17-Jährige besonders gefährdet 

Heranwachsende im Alter von 12 bis 17 Jahren seien stärker als andere Altersgruppen gefährdet, Abhängigkeiten zu entwickeln. Den Suchtforschern zufolge kann exzessiver Konsum zu sozialer Isolation führen und das Risiko von Depressionen erhöhen.

Problematisch werde der Medienkonsum, wenn Betroffene den Umgang mit Internet

oder Computerspielen nicht mehr kontrollieren können, sich gedanklich damit übermässig beschäftigen oder schulische und berufliche Aufgaben vernachlässigen.

Therapie-Angebote ausbauen

Es fehlt laut den Kongress-Veranstaltern an ambulanten und stationären Therapieangeboten, die dringend benötigt würden für internetbezogene Störungen genauso wie für Abhängigkeiten von Alkohol und harten Drogen

Die Suchtforscher sehen Eltern und Schulen in der Pflicht, die Medienkompetenz rechtzeitig zu fördern und Heranwachsende auf Risiken hinzuweisen. Notwendig seien vor allem aber auch schärfere Altersfreigaben bei Computerspielen. Zudem sollten Games mit Suchtpotenzial nicht bei Kindern und Jugendlichen beworben werden.

Im Juni hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Abhängigkeit von Internet und Online-Spielen in ihren weltweit gültigen Katalog der Krankheiten aufgenommen. Die Entscheidung ist allerdings umstritten.


Danke: techfieber

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