#Portfolio – Best Nights VC – ein nachtaktiver Investor mit einem Hauch Kräuterschnaps

#Portfolio

Beim Investor Best Nights VC dreht sich fast alles ums Nachtleben. Kein Wunder, schließlich gehört der nachaktive Geldgeber zum Kräuterschnapshersteller Mast-Jägermeister. Macher Lorrain de Silva sieht BNVC dabei auch als “Gegenentwurf zu generalistischen Investoren”.

Best Nights VC – ein nachtaktiver Investor mit einem Hauch Kräuterschnaps

Montag, 18. März 2024VonAlexander Hüsing

Der Kräuterschnapshersteller Mast-Jägermeister investiert inzwischen seit einigen Jahren in junge Startups – zunächst unter der Marke M-Venture. Mittlerweise hört das Investment-Vehikel des Familienunternehmen aus Wolfenbüttel, dessen Wurzeln bis 1878 zurück reichen, auf den stylischen Namen Best Nights VC (BNVC). Der Geldgeber möchte zur “ersten Adresse für Gründer:innen und Investor:innen rund um das Nachtleben werden”. Seit 2021 wird BNVC von Lorrain de Silva geführt.

Für den BNVC-Macher ist der nachtaktive Investor auch ein “Gegenentwurf zu generalistischen Investoren”. BNVC verfolge einen einzigartigen, philanthropischen Ansatz. “Der Impact-VC sucht nicht nach potenziellen Unicorns und baut auch nicht auf kurzfristige Renditen entlang der Jägermeister-eigenen Supply-Chain, sondern will gezielt Kultur und Diversität fördern und das Nachtleben nachhaltig mitgestalten”, teilt er mit.

Thematisch liegt der Fokus von BNVC auf “sämtlichen Consumer-Touchpoints” entlang des Nachtlebens. “Von der Suche nach dem passenden Event, dem Ticketkauf, der Wahl des Outfits dem sicheren Aufenthalt im Club, bis hin zur Playlist mit den Lieblings-Artists am nächsten Tag oder dem Kontakt zu den Menschen, die man in der Nacht kennengelernt hat”, teilt der etwas andere Geldgeber mit. Inzwischen investierte BNVC in 14 Startups, verteilt über sechs Länder. BNVC investiert dabei bis zu 1 Millon Euro – von Pre-Seed- bis hin zu Series A-Runden.

In Deutschland ist BNVC beim Berliner Event-Startup Realtainment, für ArtNight bekannt, an Bord. Das Unternehmen, 2016 von Aimie-Sarah Carstensen und David Neisinger gegründet, bringt Menschen in Restaurants und Bars zu kunstvollen Events zusammen. Investoren wie Acton Capital, STS Ventures, IBB Ventures und mehrere Business Angels investierten in den vergangenen Jahren mehr als 5 Millionen in die Firma. Während der Corona-Pandemie setzte Realtainment gezielt auf Online-Events und kam damit gut durch die schwere Zeit. 2022 musste das Unternehmen dann mehr als ein Drittel seines Teams entlassen. Das Startup begründete diesen harten Schritt damals “mit der makroökonomischen Situation”. Von Ablegern wie BakeNight (hier war Dr. Oetker als Geldgeber an Bord) trennten sich die Hauptstädter damals komplett.

Ebenfalls zum Portfolio von BNVC gehört das Berliner Unternehmen Pool. Das Startup, von Rune Orloff und Kristian Rix gegründet, setzt auf eine Verleihdienst für ausgefallene Mode. “We empower our users to wear more products from the brands they love, without the unnecessary waste and destructive environmental impact. We imagine fashion as a service, where our users rent and swap high-end menswear garments as much as they like, for a monthly subscription fee”, heißt es in der Selbstbeschreibung.

Zu einem der ersten Investments von BNVC bzw. M-Venture gehörte einst die Hamburger Ginmarke Gin Sul, die 2014 von Stephan Garbe gegründet wurde. “Um als relativ junges Unternehmen langfristig und auch international erfolgreich zu sein, brauchen wir einen erfahrenen Mitstreiter. Mir war immer klar, dass eigentlich nur ein Familienunternehmen die Seele von Gin Sul verstehen kann”, sagte Garbe damals. Seit 2022 gehört Gin Sul nun komplett zum Mast-Jägermeister-Imperium. Kein Erfolg wurde dagegen Taste Tours.

Ansonsten ist der nachaktive Geldgeber beim Londoner Up.Co (früher als ChargedUp unterwegs), soundboks aus Dänemark, Woov (Niederlande), flickplay (USA), Togather (Großbritannien), thursday° (Großbritannien), xceed (Spanien), un:hurd (Großbritannien), 222 (USA) und Lex (USA) an Bord. Ein wildes, aber passendes Portfolio, das extrem viele Facetten des Nachtlebens abdeckt.

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Foto (oben): BNVC

#Portfolio – Alle Startups, auf die Insight Partners in Deutschland setzt

Der New Yorker Venture Capitalist Insight Partners, früher als Insight Venture Partners bekannt, investiert seit 1995 in aufstrebende Startups bzw. Grownups. Der bekannte Geldgeber unterstützte in Deutschland in der Vergangenheit bereits große Unternehmen wie Delivery Hero, HelloFresh und TeamViewer. Zu den aktuellen Investments von Insight Partners in Deutschland zählen Alasco, parcelLab und Y42 sowie die Einhörner commercetools und N26. Hier alle aktuellen Investment von Insight Partners in Deutschland.

Insight Partners in Deutschland

Alasco


Das Startup aus München Alasco, das 2018 von den ehemaligen Stylight-Machern Anselm Bauer, Benjamin Günther und Sebastian Schuon gegründet wurde, positioniert sich als “Real Estate Success Software”. Konkret lässt sich mit Alasco der “gesamte Lebenszyklus einer Immobilie digital managen”. Mehr über Alasco

AnyDesk


AnyDesk aus Stuttgart, das 2014 von Philipp Weiser, Andreas Mähler und Olaf Liebe gegründet wurde, möchte quasi TeamViewer als erste Adresse für den Fernzugriff auf Rechner ablösen. Die letzte Bewertung von Die Bewertung AnyDesk lag bei rund 600 Millionen Dollar. Mehr über AnyDesk

Blinkist


Das Berliner Unternehmen Blinkist, das 2013 von Holger Seim, Niklas Jansen und Tobias Balling gegründet wurde, setzt auf Zusammenfassungen von Sachbüchern. Mehr über Blinkist

Camunda


Das Berliner Unternehmen Camunda, das 2008 von Jakob Freund gegründet wurde, entwickelt Software für die Automatisierung von Geschäftsprozessen. Mehr über Camunda

Choco 


Das Berliner Startup Choco, das 2018 von Julian Hammer und Rogério da Silva Yokomizo und Daniel Khachab gegründet wurde, bietet Gastronomen eine App an, mit der diese Waren bei Großhändlern bestellen können. Mehr über Choco

Chrono24


Chrono24 wurde bereits 2003 von Andrej Maric und der Axess New Media GmbH gegründet. Seit März 2010 haben Dirk Schwartz und Tim Stracke, die Gründer von mentasys (heute pangora), beim Luxusuhren-Marktplatz das Kommando. Mehr über Chrono24

Cognigy


Das Düsseldorfer Unternehmen Cognigy, das 2016 von Philipp Heltewig und Sascha Poggemann gegründet wurde, entwickelt einen Künstliche Intelligenz-Service, Kundenanfragen zu managen. Mehr über Cognigy

commercetools


Das Münchner Unternehmen, das 2006 von Denis Werner, René Welches und Dirk Hörig gegründet wurde, beschreibt sich als “cloudbasiertes headless E-Commerce-System”. Zuletzt wurde das Unternehmen mit rund 1,7 Milliarden US-Dollar bewertet. Mehr über commercetools

Jedox


Das 2002 in Freiburg gegründete Unternehmen Jedox bietet Enterprise-Performance-Management-Lösungen für Unternehmensplanung und -analyse an. Mehr über Jedox

LeanIX


LeanIX aus Bonn, das 2012 von Jörg Beyer und André Christ gegründet wurde, bietet Unternehmen eine Software-Lösung, mit der diese ihre IT-Strukturen optimieren und managen können. Mehr über LeanIX

Leapsome


Das Berliner Unternehmen Leapsome, das 2016 von Kajetan von Armansperg und Jenny von Podewils gegründet wurde, positioniert sich als “Software für Performance Management und Engagement”. Mehr über Leapsome

Moonfare


Das Berliner FinTech Moonfare, das 2015 von Alexander Argyros und Steffen Pauls gegründet wurde, ermöglicht es Privatanlegern direkt in Private-Equity-Fonds zu investieren. Mehr über Moonfare

N26


Das Berliner FinTech N26, das 2013 von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet wurde, möchte die Bankenwelt verändern. Die letzte Bewertung lag bei rund 9 Milliarden US-Dollar. Mehr über N26

parcelLab


Das Münchner Startup parcelLab, das 2015 von Tobias Buxhoidt, Anton Eder und Julian Krenge gegründet wurde, überwacht insbesondere für Online-Shops quasi den Versand der Waren. Falls ein Paket nicht in der üblichen Zeit ankommen sollte, entschuldigt sich das Startup im Namen des Online-Shops beim Kunden. Mehr über parcelLab

SimScale


Das 2012 gegründete Unternehmen SimScale, ein Spin-off der Technischen Universität München (TUM), entwickelt und vertreibt eine web-basierte Plattform für ingenieurtechnische Simulationen. Mehr über SimScale

Staffbase 


Das Chemnitzer Startup Staffbase , die 2014 von  Frank Wolf, Lutz Gerlach und Martin Böhringer gegründet, entwickelt eine Plattform, mit der Unternehmen ohne großen Aufwand eigene Mitarbeiter-Apps für den internen Gebrauch erstellen können. Mehr über Staffbase

Wandelbots


Wandelbots aus Dresden, das 2017 gegründet wurde, entwickelt eine Methode zur Programmierung von Industrierobotern. Insgesamt flossen bereits 123 Millionen Dollar in das Unternehmen. Mehr über Wandelbots

xChange


xChange aus Hamburg, 2015 von Johannes Schlingmeier und Christian Roeloffs gegründet wurde, positioniert sich als Marktplatz zum Austausch von Seecontainern und hilft seinen rund 800 Kunden ihre Logistikprozesse zu automatisieren. Mehr über xChange

Y42


Das Berliner Unternehmen Y42, 2020 von Hung Dang gegründet, beschreibt sich selbst als “eine einfach zu bedienende, interoperable und skalierbare Plattform für die Erfassung, die Analyse und den Austausch von Daten”.  Mehr über Y42

Bonus: In der Vergangenheit investierte Insight Partners zudem in DailyDeal, DaWanda, Delivery Hero, HelloFreshHomeToGo, TeamViewer und trivago. In Österreich ist Insight zudem bei PlanRadar und PSPDFkit an Bord. In der Schweiz bei Studio Moderna und SonarSource.

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Foto (oben): Shutterstock

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