Die Vorweihnachtszeit lockt mit günstigen Angeboten. Doch die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts, Eva Schewior, warnt aktuell vor den Risiken von Produkt- und Markenfälschungen beim Geschenkekauf. Der vermeintliche Schnäppchenpreis kann sich als teurer Fehler erweisen. Nett zu warnen, doch der Kunde muss ja den Fake erst einmal erkennen, wenn er nicht bewusst zu einem greift…
Die Zahlen seien alarmierend: Fast 40 Prozent der jungen Deutschen zwischen 15 und 24 Jahren haben bereits gefälschte Produkte im Internet gekauft. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil bei zehn Prozent. Die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend, wie es heißt. Allein in der Bekleidungs-, Kosmetik- und Spielzeugindustrie entstanden den deutschen Unternehmen zwischen 2018 und 2021 Verluste von vier Milliarden Euro. Der Handel mit Fälschungen kostete in diesen Branchen 40.000 Arbeitsplätze.
Das Problem gehe laut Meldung weit über wirtschaftliche Schäden hinaus. Eine aktuelle Studie von EUIPO und Europol zeigt, dass Produktfälscher oft in kriminelle Netzwerke eingebunden sind. Wer gefälschte Waren kauft, unterstützt damit indirekt auch Cyberkriminalität, Geldwäsche und Umweltdelikte. Besonders gefährlich sind gefälschte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die von kriminellen Banden in Umlauf gebracht werden.
Die Dimension des Problems wird durch eine weitere Zahl deutlich: Etwa 5,8 Prozent des Handels in der EU entfallen auf gefälschte Waren. Auch im digitalen Bereich ist die Problematik präsent. Deutsche Internetnutzer greifen durchschnittlich siebenmal pro Monat auf illegale Inhalte zu. Neun Prozent der Deutschen haben bereits wissentlich urheberrechtlich geschützte Inhalte illegal genutzt, bei jungen Menschen sind es sogar zwölf Prozent. Da hätte ich auf eine deutlich höhere Zahl getippt.
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