Das Thunderbird-Team hat ein neues Statusupdate zu Thundermail veröffentlicht und zieht nach den ersten Einladungswellen für den Beta-Test ein erstes Fazit. Dabei gibt es nicht nur einen Einblick in das Nutzerfeedback, sondern auch eine wichtige Änderung bei der Produktstrategie.
Künftig spricht Mozilla nicht mehr von „Thunderbird Pro“, sondern ausschließlich von „Thundermail“. Hintergrund ist das Feedback der Community. Viele Nutzer verbanden den Begriff „Pro“ mit der Sorge, Thunderbird selbst könnte künftig kostenpflichtig werden. Das soll ausdrücklich nicht der Fall sein. Die Desktop- und Mobil-Apps bleiben kostenlos und können weiterhin mit beliebigen E-Mail-Diensten genutzt werden.
Im Mittelpunkt der Entwicklung steht derzeit der neue E-Mail-Dienst Thundermail. Laut Team werden insbesondere die Unterstützung eigener Domains und unbegrenzter Alias-Adressen positiv aufgenommen. Ebenfalls häufig nachgefragt wurde eine Multi-Faktor-Authentifizierung, die inzwischen in Entwicklung ist. Auch DNSSEC- und DANE-Unterstützung stehen mittlerweile auf der Roadmap.
Die größte Überraschung für die Entwickler war allerdings eine andere: Webmail. Laut Thunderbird war dies mit Abstand der am häufigsten geäußerte Wunsch aus der Community. Ursprünglich sollte die Browser-Oberfläche erst später erscheinen. Aufgrund des Feedbacks wurde das Projekt jedoch vorgezogen.
Eine erste Alpha-Version des Webmail-Angebots soll bereits im kommenden Monat veröffentlicht werden. Sie richtet sich zunächst an Beta-Tester und dürfte noch nicht alle Funktionen bieten. Das Team möchte die Browser-Version gemeinsam mit der Community weiterentwickeln.
Darüber hinaus arbeitet Thunderbird an einer zuverlässigeren Mailzustellung, einer verbesserten Ersteinrichtung neuer Konten sowie zusätzlichen Tarifmodellen nach dem Ende der Beta-Phase.
Auch die zum Abonnement gehörenden Dienste „Send“ und „Appointment“ werden weiterentwickelt. „Send“ soll künftig eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Übertragung von Dateianhängen direkt aus Thundermail ermöglichen, während „Appointment“ eine einfachere Einrichtung und eine engere Integration mit dem Thundermail-Kalender erhält.
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