US-Spionage | Schweiz: Nationalräte wollen Edward Snowden treffen

 US-Spionage | Schweiz: Nationalräte wollen Edward Snowden treffen

Auch Schweizer Abgeordnete wollen Edward Snowden zur NSA-Affäre befragen. Nach einem Bericht des “Tagesanzeiger” habe der Genfer Sozialdemokrat Carlo Sommaruga bereits erste Schritte unternommen, um eine Zusammenkunft zu arrangieren. Von einer Befragung erhoffe man sich Auskünfte über US-Abhöraktionen in Genf, hieß es.

Snowden sei für die CIA in der UN-Mission der USA in Genf aktiv gewesen und wisse demnach, “was die US-Geheimdienste in der Schweiz tun und ob und wie der Schweizer Geheimdienst kollaboriert”, sagte Sommaruga der Zeitung. Der sozialdemokratische Politiker wolle den Angaben zufolge mit einer Delegation zu Snowden nach Moskau reisen. Die SVP-Nationalräte Lukas Reimann und Luzi Stamm hätten sich “sehr interessiert” gezeigt, hieß es.

Vor wenigen Tagen hatten Schweizer Medien unter Berufung auf den britischen Geheimdienstexperte Duncan Campbell berichtet, dass die USA an ihrer Botschaft beim UNO-Sitz in Genf eine umfangreiche Abhörinfrastruktur unterhalten.

Von dort habe man “Zugang zu allen internationalen Organisationen, die in Genf ihren Hauptsitz haben. Und auch die Vertretungen von vielen vielen Ländern sind in Genf”, so Campbell.

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NSA | US-Geheimdienst hörte neben Merkel auch Bundesminister ab

 NSA | US-Geheimdienst hörte neben Merkel auch Bundesminister abKaum überraschend kommt nun ans Tageslicht, dass nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel, sondern auch die Bundesminister über Jahre hinweg systematisch von den US-Geheimdiensten ausspioniert worden sind. Gegenüber dem “Focus” sagte ein hochrangiger deutscher Geheimdienstler, man gehe “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” davon aus, dass die Amerikaner “mehrere hundert Anschlüsse wichtiger deutscher Entscheidungsträger überwacht haben”.

Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeite derzeit mit Hochdruck daran, Lücken und Schwachstellen in der deutschen Regierungskommunikation aufzuspüren.

Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen sieht ein Einfallstor für die Spionage im Gebrauch nicht abhörsicherer Handy durch Regierungsmitglieder. “Wir haben immer wieder auf die Risiken einer ungeschützten Telekommunikation hingewiesen”, sagte Maaßen gegenüber dem Magazin. Den Vorwurf, als verantwortlicher Geheimdienst bei der Spionageabwehr versagt zu haben, wies der Verfassungsschutz-Chef zurück.

“Meine Behörde hat sich von Anfang an aktiv an der Aufklärung der Spionagevorwürfe gegen die USA beteiligt.” Allerdings hätten die USA auch nicht im Zentrum der deutschen Spionageabwehr gestanden, so Maaßen. “Befreundete Dienste werden generell nicht systematisch beobachtet.” Mit Blick auf die neueste Entwicklung im NSA-Skandal sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zu “Focus”: “Ich gehe davon aus, dass ich abgehört worden bin.”

Die Ministerin drängt deshalb auf genaue Untersuchung des Skandals. Dazu gehöre auch eine Aussage von Edward Snowden. “Die Bundesregierung hat ein natürliches Interesse daran, eine Affäre solchen Ausmaßes restlos aufzuklären”, so Leutheusser-Schnarrenberger. Berlin müsse deshalb den Druck auf Washington erhöhen.

“Das Swift-Abkommen sollte ausgesetzt werden, bis die USA ihre Geheimdienstaffäre restlos geklärt haben”, sagte die Justizministerin. “Da ist jetzt die EU-Kommission am Zug. Mit Protestreden alleine ist es nicht getan.”

 

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MerkelPhone-Affäre | Secusmart versichert: Merkels Blackberry nicht von NSA gehackt

 MerkelPhone Affäre | Secusmart versichert: Merkels Blackberry ist sicher

Der Chef des Handy-Sicherheitsausstatters Secusmart, Hans-Christoph Quelle, ist überzeugt, dass die Verschlüsselung von Angela Merkels Telefon nicht von der NSA geknackt worden ist. “Wir gehen davon aus, dass die verschlüsselten Gespräche nicht mitgehört werden konnten”, sagte Quelle der “Welt”. Er könne jedoch nicht ausschließen, dass unverschlüsselte Gespräche von dem Gerät mitgehört worden seien.

Das Düsseldorfer IT-Unternehmen Secusmart stellt Krypto-Chips und Software zur Verschlüsselung von Kommunikations- und Datenverkehr her.

Die Technik wird unter anderem von Merkel und weiteren Regierungsmitarbeitern auf ihren Mobiltelefonen genutzt. Der Krypto-Chip ähnelt einer SD-Karte, die in das Smartphone gesteckt wird. “Die Verschlüsselung geschieht in der SD-Karte, die ist sicherlich nicht gehackt worden”, sagte Quelle. Zwischen den Geräten sichere dann ein sogenannter VPN-Tunnel den Informationsaustausch gegen Angriffe ab.

Quelle sagte, er vertraue auch deshalb der Secusmart-Technik, weil die benutzten Verschlüsselungsalgorithmen, sogenannte “elliptische Kurven”, aus Deutschland stammten. Merkel nutzt seit einigen Wochen ein Blackberry Z10, das von Secusmart modifiziert wurde. Auf dem Gerät findet eine strikte Trennung zwischen einem offenen Bereich für private Anwendungen und einem geschlossenen Bereich für berufliche Daten und Anwendungen statt.

Zuvor hatte Merkel Telefone von Nokia der 60er-Baureihe, die ebenfalls von Secusmart ausgestattet wurden. Schutzmechanismen greifen nur, wenn beide Gesprächspartner ein entsprechend ausgestattetes Telefon verwenden. Daher kann es möglicherweise sein, dass die NSA Privatgespräche von Merkel oder Telefonate mit Parteifreunden belauscht hat.

Ohnehin dürften Regierungsmitarbeiter über ihre Smartphones nur Informationen der niedrigsten Geheimhaltungsstufe (“VS-nur für den Dienstgebrauch”) austauschen. Das hat das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) festgelegt.

Informationen der übrigen Klassen (“Streng geheim”, “Geheim” “VS-Vertraulich”) dürften gar nicht über die Telefone kommuniziert werden.

+ Link: Secusmart.com | Foto: Secusmart-Geschäftsführung bei der “MerkelPhone”-Präsentation auf der Cebit 2013 Continue reading “MerkelPhone-Affäre | Secusmart versichert: Merkels Blackberry nicht von NSA gehackt”

Prism | Edward Snowden beteuert: China und Russland ohne NSA-Geheimakten

 Prism | Edward Snowden: Russland und China haben keine US-Geheimdokumente

Neues vom US-Whistleblower: Edward Snowden schließt aus, dass die von ihm abgegriffenen Geheimdokumente des US-Geheimdienstes NSA in den Besitz von russischen oder chinesischen Agenten gefallen sind. Er habe nach Moskau kein Material mitgenommen, sagte Snowden im Gespräch mit der “New York Times”.

Er habe sämtliche geheimen Papiere an Journalisten übergeben, als er in Hongkong war und habe keine Kopien behalten. “Es gibt eine nullprozentige Chance, dass Russen oder Chinesen meine Dokumente haben.” In dem Gespräch erklärte der Whistleblower, dass die Entscheidung, die NSA-Dokumente zu veröffentlichen, erst langsam in ihm gereift sei.

Demnach habe er sich zum Handeln entschieden, als er die Kopie eines geheimen Berichts aus dem Jahr 2009 über ein unberechtigtes NSA-Abhörprogramm während der Präsidentschaft von George W. Bush entdeckt habe, so Snowden.

Der Whistleblower hatte im Juni damit begonnen, Informationen über umfangreiche Spähprogramme der NSA zu veröffentlichen, mit denen der US-Geheimdienst weltweit massenhaft E-Mails und Telefonate überwachen kann.

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Snowdens Ex-E-Mail-Dienst Lavabit ermöglicht Ex-Nutzern ihre Archive zu sichern

Filed under: Sicherheit

Der sichere E-Mail-Anbieter Lavabit hatte ja im August im Zuge der Snowden-Affäre überhastet und ohne Vorwarnung seinen Dienst abgeschaltet, weil Gründer/Besitzer/Betreiber Ladar Levison FBI, NSA und Co. keine Hilfsdienste leisten wollte. Der offensichtlich durch Geheimhaltungsabsurditäten erzwungene Abgang über Nacht brachte viele Lavabit-Nutzer allerdings um alle ihre exklusiv beim Dienst gespeicherten Daten, wenigstens bis heute: ab sofort aber nur bis Donnerstag haben sie jetzt die Möglichkeit, ihr Passwort zu ändern und anschließend ihre Archive zu sichern. Dabei kommen frische SSL-Zertifikate zum Einsatz, weitere Details und Hintergründe der Aktion bleiben wieder mal unklar.

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Souce: DE Engadget

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