Android Apps in Windows 11: Microsoft verkündet neue Partnerschaft mit Tencent

Microsoft hat Anfang des Jahres viele Nutzer mit der Ankündigung überrascht, dass man das Windows Subsystem für Android unter Windows 11 einstellen wird. Damit wird es ab dem 5. März 2025 nicht mehr möglich sein, Android-Apps auf dem Betriebssystem zu installieren und auszuführen. Es scheint nun allerdings so, als würde Microsoft das Subsystem beibehalten, allerdings dürfte die Partnerschaft mit Amazon zu Ende sein.

Der Konzern hat nämlich nun eine andere Partnerschaft angekündigt, um Android-Apps in China auf Windows 11-Geräte zu bringen: In Zusammenarbeit mit Tencent wird es Nutzern in China künftig möglich sein, Android-Apps direkt über den Microsoft Store zu beziehen. Dabei dürfte Microsoft an die bisherige technische Basis des Windows Subsystem für Android anknüpfen, um Anwendungen von Googles Smartphone-System auf die Windows-Plattform zu bringen. Laut der Ankündigung mit Tencent werden offenbar alle Schnittstellen bis Android 13 unterstützt, was auch die „finale“ Version des Windows Subsystem für Android waren. Gleichzeitig werde man Intel Bridge und Caladon implementieren, um auch die Unterstützung von ARM-Apps für Android auf der x86-Plattform nutzbar zu machen. Zudem sollen Android-Apps weitreichenderen Zugriff auf Windows-Schnittstellen bekommen, um Kameras, Mikrofone, aber auch GPS und NPUs nutzen zu können.

Tencent und Microsoft möchten, dass sich Android-Apps unter Windows 11 so nativ wie möglich anfühlen, indem auch Zugriff auf gewisse Windows-Funktionen ermöglicht wird. Tencent plant, über 1500 Android-Apps und Games direkt in den Microsoft Store zu bringen. Insbesondere in China ist mobiles Gaming sehr beliebt, sodass es durchaus Sinn ergibt, die Anwendungen auch auf den PC zu bringen. Gleichzeitig dürfte das WSA somit weiterhin in Windows enthalten bleiben, womit es auch in anderen Regionen wohl nutzbar bleiben dürfte. Vor allem in Anbetracht kommender, kompakter Windows-PCs mit Touchscreens, darunter den neuen Copilot PCs auf ARM-Basis, aber auch möglichen Gaming-Handhelds, könnten Android-Apps eine sehr nützliche Funktionalität sein.


Quelle: Microsoft China

Wie funktioniert Windows Recall? Next-Gen Windows 11 KI-Funktionen im Detail

Microsoft hat kürzlich eine Welle von spannenden KI-Funktionen für Windows 11 angekündigt, die im Laufe der nächsten Monate als Teil des Windows 11 24H2 Updates ausgerollt werden. Viele der neuen Funktionen sind jedoch exklusiv für die neuen „Copilot PCs“ verfügbar, sodass dafür wohl ein PC-Upgrade notwendig sein wird.

Windows 11 Recall-Funktion erklärt

Die neue Recall-Funktion von Windows 11 ist im Grunde eine verbesserte Version der Windows 10 Timeline, allerdings diesmal mit KI-Integration. Windows Recall zeichnet dabei jede Aktivität auf dem Bildschirm auf, indem es alle paar Sekunden quasi einen Screenshot erstellt und diesen im Hintergrund mithilfe der Neural Processing Unit (NPU) und lokaler Machine Learning-Modelle analysiert. Dadurch wird Nutzern ermöglicht, vergangene Aktionen, wie das Ansehen einer Webseite, das Bearbeiten einer Datei oder das Senden einer Nachricht, mithilfe von KI-Modellen zu durchsuchen und wiederzufinden. Nutzer werden mit natürlicher Sprache nach den Inhalten auf ihrem Bildschirm suchen können, um beispielsweise ein Kleidungsstück in einem Onlineshop wiederzufinden, wo sie die Marke nicht kennen oder sich nicht an den Händler erinnern können. Es reicht, das Produkt in eigenen Worten zu beschreiben, damit es Recall wiederfinden kann.

Sämtliche zuvor geöffneten Programme und Webseiten werden außerdem auch in Form einer Zeitleiste durchsuchbar sein. Nutzer werden sich in der Windows Recall-App einfach durch eine Zeitleiste scrollen können, um Inhalte aus der Vergangenheit aufrufen zu können. Es ist somit im Grunde wie ein lokaler Browserverlauf, der jedoch sämtliche Programme mit einbezieht.

KI-Modelle und Datenschutz

Recall verwendet mehrere kleinere Sprachmodelle, darunter Screen Region Detector, Optical Character Recognizer und Natural Language Parser, um den Inhalt der Schnappschüsse zu analysieren. Diese Modelle laufen auf den neuen Copilot PCs im Hintergrund und erkennen Texte, Bilder und andere Motiven auf dem Bildschirm des Nutzers. Diese Daten werden nur von der verbauten Neural Processing Unit (NPU) des Geräts verarbeitet und die Informationen verschlüsselt gespeichert.

Die Daten bleiben dabei stets auf dem Gerät des Benutzers, was bedeutet, dass keine Informationen zur Verarbeitung in die Cloud hochgeladen werden. Somit kann Microsoft diese Daten auch nicht nutzen, um damit seine KI zu trainieren. Sie verlassen nämlich niemals das Gerät, was bereits einige Entwickler prüfen konnten. Dies stellt einen wichtigen Aspekt des Datenschutzes dar, da Benutzer die Kontrolle über ihre Daten behalten.

I’ve seen a few people concerned about Recall and whether all the processing is done locally. That indeed is the case. I am able to save snapshots, OCR them, access the timeline, and perform text as well as visual searches across it, all offline. You can see the ???????? icon here.… pic.twitter.com/BPKAfFhOmT

— Albacore ☁️ (@thebookisclosed) May 27, 2024

Leistungsanforderungen und Verfügbarkeit

Um die Recall-Funktion nutzen zu können, müssen sehr hohe Hardwareanforderungen erfüllt werden. Dazu gehört eine ausreichend leistungsfähige NPU. Diese muss mindestens eine Leistung von 40 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) liefern können. Zudem wird mindestens 16 GB Arbeitsspeicher und sogar 225 Gigabyte an SSD-Speicher benötigt. Windows Recall ist eine sehr ressourcenintensive Funktion.

Microsoft hat sich wohl auch deshalb entschieden, das Feature exklusiv für die neuen „Copilot PCs“ verfügbar zu machen. Aktuell erfüllen diese Anforderung lediglich Computer mit Qualcomms Snapdragon X-Serie an ARM-Prozessoren. Zwar scheint Recall auch bereits auf älterer ARM-Hardware zu laufen, aber Microsoft könnte sich auch aus marketingtechnischen, aber auch aus Effizienzgründen dazu entschieden haben, Recall für „Copilot PCs“ vorzubehalten.

Recall wird mit dem Windows 11 2024 Update (Version 24H2) eingeführt, welches im Herbst 2024 ausgerollt werden dürfte.

Windows Studio-Effekte

Die Windows Studio Effekte sind eine KI-Funktion, welche bereits auf einigen bestehenden ARM-Geräten unterstützt wird. Seit dem Surface Pro X erlaubt diese Nutzern beispielsweise, die Augen in Videokonferenzen mithilfe von KI in die Kamera blicken zu lassen, selbst, wenn die Nutzer nicht direkt in die Kamera schaut. In Zukunft verbessern die Studio Effekte die Webcam-Videoqualität durch künstliche Beleuchtung und künstlerische Filter, die in jeder App angewendet werden können. Benutzer können ihre Videoanrufe und -aufnahmen zudem mit professionellen Effekten aufwerten.

Live-Untertitel und Echtzeit-Übersetzung

Live-Untertitel sind eine neue Zugänglichkeitsfunktion, die schon jetzt Untertitel auf Inhalten in über 40 verschiedenen Sprachen in Echtzeit anbieten kann. Dies erleichtert das Ansehen von Videos, kann aber auch die Kommunikation für und mit Personen mit besonderen Bedürfnissen erleichtern. Neu ist, dass Windows 11 bald auch eine Echtzeit-Synchronisation bieten wird können. Das System wird in Echtzeit Untertitel erstellen und diese mit einer KI-Stimme vorlesen, sodass man Videos, aber auch Videokonferenzen sowie Telefonate in der eigenen Sprache wird in der eigenen Sprache hören können.

Generative KI für Paint

Die verbesserte Leistung von Copilot und Cocreator auf Copilot PCs wird einige neue generative KI-Erlebnisse ermöglichen, welche vollkommen lokal, offline und ohne Cloud benutzbar sein werden. Paint wird beispielsweise mit dem Cocreator eure ganz simplen Zeichnungen in spannende Meisterwerke verwandeln können. Dies wird im oben verlinkten Video auch bei der Stelle 6:15 auch eindrucksvoll demonstriert. Paint wird auf KI-PCs zu einem sehr leistungsfähigen Tool, das auch fotorealistische Kunstwerke wird erstellen können mit den bestehenden Tools, über die es auch aktuell bereits verfügt.

Zukunftsaussichten

Die Einführung von Recall ist ein Schritt in Richtung einer KI-zentrierten Zukunft, in der Computer nicht nur als Werkzeuge, sondern als intelligente Partner fungieren, die die Effizienz und Produktivität der Benutzer verbessern. Mit der Möglichkeit, vergangene Aktivitäten mühelos zu durchsuchen und zu finden, könnte Recall die Art und Weise, wie wir mit unseren Computern umgehen, grundlegend verändern.

Windows 11 Recall auf Gerät ohne NPU und mit nur 4GB RAM ausgeführt

Der Windows-Enthusiast und Entwickler, bekannt unter dem Twitter-Nutzernamen Albacore, hat kürzlich einen interessanten Durchbruch erzielt: Trotz der offiziellen Hardwareanforderungen für Windows 11 Recall AI, die einen Copilot PC samt NPU mit mehr als 40 TOPs vorsehen, hat Albacore es geschafft, die Kernfunktionen von Recall auf einem älteren ARM-PC mit Snapdragon 7c ohne dedizierten NPU-Chip zum Laufen zu bringen.

Experiment widerlegt NPU-Notwendigkeit

Microsoft hatte ursprünglich verkündet, dass die Windows 11 Recall Funktion exklusiv für PCs mit NPU sei. Hierfür hat der Konzern eine gänzlich neue Kategorie an Geräten präsentiert, nämlich die neuen „Copilot PCs“. Albacore ist es allerdings gelungen, die Funktion auf die Hardware eines Samsung Galaxy Book Go2 zu portieren, welches über einen sehr schwachen ARM-Prozessor und nur 4 GB RAM verfügt. Die grundlegende Funktionalität von Windows 11 Recall scheint darin überraschend gut zu funktionieren, obwohl das Gerät meilenweit entfernt ist von den Systemanforderungen für Recall. Auf ARM-Geräten scheint die Funktion, wenn wohl auch etwas langsamer, bislang jedoch vollständig funktional zu sein.

Einige Recall-Funktionen könnten somit auch auf bestehenden Intel- und AMD-PCs ohne NPU ausgeführt werden. Momentan ist dies nur deshalb nicht der Fall, da die erforderlichen KI-Modelle nicht für die x86-Architektur verfügbar sind. Momentan sind sämtliche Modelle nämlich nur für die ARM64-Architektur implementiert. Sobald sich dies ändert, könnte Windows 11 Recall jedoch auch auf älterer Hardware laufen.

Obwohl die NPU also für bestimmte Aufgaben notwendig und selbstverständlich das Feature beschleunigen mag, so beweist Albacores Test, dass die Kernfunktionen von Recall auch ohne vollkommen funktional sind. Dies könnte die Tür für eine breitere Verfügbarkeit von Recall auf einer Vielzahl von Systemen öffnen, auch auf solchen ohne NPU. Microsoft verkauft das Feature allerdings momentan so, dass die meisten Nutzer einen neuen PC benötigen werden, um Windows 11 Recall zu verwenden.


Quelle: Albacore

Microsoft reduziert Systemanforderungen für Windows 11 24H2 LTSC: TPM für IoT nun optional

Microsoft hat kürzlich die Mindestanforderungen für Windows 11 24H2 LTSC bekanntgegeben.  Zu den Kernanforderungen gehören dabei ein unterstützter Prozessor, ein TPM 2.0-Chip, UEFI mit Secure Boot, mindestens 4 GB RAM sowie mindestens 64 GB Speicherplatz. Damit entsprechen die Anforderungen jenen der Endkunden-Editionen. Wer jedoch die Windows 11 IoT LTSC Enterprise Edition installiert, muss die Anforderungen für den TPM-Chip und ein UEFI mit Secure Boot nicht erfüllen.

Microsoft hat damit erstmals die Anforderungen für Windows 11 reduziert. Grund dafür könnte sein, dass der Konzern das Upgrade auf diese Edition für spezialisierte Anwendungsfälle erleichtern will, wo Hardware-Upgrades nicht sehr häufig und zudem schwierig umzusetzen sind. Dazu gehören beispielsweise noch zahlreiche Geldautomaten, die mit älteren Versionen von Windows laufen. Für diese Geräte wird also das Risiko offenbar in Kauf genommen, dass diese nicht durch die Virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) und einen sicheren TPM-Chip geschützt werden. Bei Endkunden kommt das nicht infrage. Sie müssen entweder nach Support-Ende von Windows 10 ein Abo bezahlen für verlängerten Support oder einen neuen PC erwerben.

Die aktualisierten Anforderungen für die IoT Enterprise LTSC-Version sind im Grunde dieselben wie bei Windows 7:

  • 1 GHz-Prozessor mit zwei Kernen
  • 2 GB RAM
  • 16 GB Speicher

Es gibt keine Anforderungen bzgl. der Display-Auflösung, des Speichertyps oder der System-Firmware. Somit können damit auch Geräte, die zuvor mit Windows 7 liefen, künftig eine sehr abgespeckte Edition von Windows 11 installieren. Während frühere Versionen, darunter Windows 11 21H2, 22H2 und 23H2, sowohl TPM 2.0 als auch UEFI voraussetzten, ist dies für die IoT Enterprise Edition von Windows 11 24H2 nicht mehr der Fall.

Die offizielle Einführung von Windows 11 24H2 ist für September/Oktober geplant, und es wird erwartet, dass zahlreiche spannende Neuerungen, darunter bessere Unterstützung für Archive im Datei-Explorer und Sudo in Windows, Energiespar-Einstellungen, HDR-Hintergrundunterstützung und verbesserte Einstellungen enthalten sein werden.


Quelle: Microsoft

Darum ist Windows Recall kein Datenschutz-Albtraum

Microsoft hat kürzlich seine neueste KI-Funktion namens Windows Recall vorgestellt. Recall zeichnet dabei, ähnlich wie ein Browserverlauf, sämtliche Aktivitäten auf dem PC auf und nutzt lokale Verarbeitung durch NPUs, um diese für Nutzer durchsuchbar und leichter zugänglich zu machen. Medial ist allerdings eine Hetzjagd auf die angeblich dystopische Funktion entbrannt, welche vor allem durch technologisches Unverständnis und Angst getrieben ist.

Windows Recall ist grob zusammengefasst ein Nutzungsverlauf für alles, was der Nutzer auf seinem PC macht. Um allerdings sämtliche Aktivitäten über unterschiedliche Programme hinweg aufzeichnen zu können, benutzt Windows 11 künftig einen eigenen, in kommende Copilot PCs integrierten KI-Prozessor, um diese Daten zu verarbeiten. Windows macht somit im Grunde einen Screenshot der aktuellen Aktivität am PC, verarbeitet diesen mit der Neural Processing Unit und macht diese als Snapshots für den Nutzer durchsuchbar. Somit werden Nutzer in der Lage sein, ihren PC zu fragen, wo sie zuletzt „diese weißen Sneaker“ gesehen haben, wenn sie sich weder an das Modell der Schuhe noch die Shopseite erinnern können, noch an den Browser, den sie zum Durchsuchen damals benutzt haben.

Windows Recall erklärt

Wichtig ist hierbei: All das wird vollständig auf dem Gerät des Nutzers verarbeitet. Die Informationen verlassen nicht das Gerät und werden nicht an einen Cloud-Server übertragen zur weiteren Verarbeitung, wie das beispielsweise bei den neuen KI-Funktionen der neuen Samsung Galaxy S24-Serie der Fall ist. Dies ist nicht notwendig, da kommende „Copilot PCs“ die dafür notwendige Hardware mitbringen werden. Die von Windows 11 erstellten Snapshots werden von der Neural Processing Unit (NPU) gescannt und verschlüsselt auf dem Gerät gesichert. Dies kann auch nicht auf irgendeinem beliebigen Gerät geschehen, sondern erfordert eine ausreichend leistungsfähige NPU, welche auch nur in den kommenden Copilot PCs drinsteckt.

Wer will, kann nicht. Wer nicht will, muss nicht.

Nutzer, die das Feature überhaupt erst nutzen wollen, müssen sich tatsächlich aktiv für ein solches Gerät mit Unterstützung für die KI-Funktion entscheiden. Wer also einen aktuellen PC besitzt, wird diese Funktionen ohnehin gar nicht nutzen können. Kein aktueller Prozessor, mit Ausnahme der neuen, kommenden Snapdragon X-Serie von Qualcomm sowie der noch nicht vorgestellten Lunar Lake-CPUs von Intel, werden über NPUs verfügen, welche die Anforderungen für „Copilot PCs“ erfüllen und somit das Windows Recall Feature unterstützen. Ob man das Feature nutzen will oder nicht, man wird dafür einen kompatiblen PC erwerben müssen.

Auf der anderen Seite wird das Windows Recall-Feature auf den neuen Geräten optional sein, wobei die Nutzer es standardmäßig deaktivieren müssen. Dies kann man so gesehen allerdings mit dem Browserverlauf vergleichen, welcher auch bei den meisten Browsern ein Opt-Out und kein Opt-In-Feature ist. Während allerdings viele Browser bis heute den Verlauf an ihre jeweiligen Browserhersteller übertragen, bleiben die Snapshots, wie gesagt, immer am Gerät. Die Snapshots werden sich über die Windows 11-Einstellungen vollständig deaktivieren lassen und einzelne Snapshots und Snapshot-Zeiträume können auch einfach darüber gelöscht werden.

Konfigurierbarkeit, keine Snapshots in Incognito-Tabs, Blockliste für Apps und Webseiten

Wie das ganz generell der Fall ist für zahlreiche Windows-Funktionen, werden auch die Snapshots über zahlreiche Einstellungen verfügen, welche sie für Organisationen und IT-Admins konfigurierbar machen werden. An öffentlichen Computern, beispielsweise in Internet-Cafés (gibt es die noch?) oder in Bibliotheken, sollten daher IT-Administratoren sichergehen, dass die Funktion nicht konfiguriert ist.

Gleichzeitig wird Windows Recall allerdings ohnehin die eingebauten Privatsphäre-Funktionen unterschiedlicher Software respektieren: Es werden keine Snapshots in Incognito-Tabs erstellt, sodass Nutzer unbesorgt surfen können, ohne sich über die, wohlgemerkt, lokale Datenerfassung Sorgen machen zu müssen. Zudem werden Nutzer die Möglichkeit haben, Apps und Webseiten auf eine Blockliste hinzuzufügen, sodass diese gar nicht erst erfasst werden.

Kein Datenschutz-Problem, aber auch billiger für Microsoft

Ob man nun Microsoft in dieser Hinsicht vertraut, dass die lokalen Daten auch tatsächlich verschlüsselt und am Gerät bleiben, hängt dann vom jeweiligen Kunden und Endbenutzer ab. Wie auch iOS, aber auch Googles Dienste auf Android, gilt das Wort des jeweiligen Konzerns, schließlich ist der Code nicht öffentlich einsehbar.

Zuletzt muss allerdings ein Punkt angesprochen werden, der hier ganz oft und gerne vergessen wird: KI existiert nicht nur in Datenzentren. Kleinere, effizientere Modelle können auch lokal auf der Hardware des Endkunden laufen. Für vergleichsweise einfache Aufgaben, wie beispielsweise die Generierung von einfachen Textausgaben, Bildern oder auch das Windows Recall-Feature, ist keinerlei externe Serverinfrastruktur notwendig, solange die Geräte beim Endbenutzer genügend KI-Rechenleistung besitzen. Bei Windows-PCs ist dies nun der Fall, was tatsächlich gänzlich neue Erfahrungen und Anwendungsfälle unter Windows ermöglichen könnte.

Gleichzeitig ist lokale Ausführung vorteilhaft für App-Entwickler, die sich hierfür keine teuren Server mieten müssen, für Nutzer, die für solche Dienste (meist monatlich) bezahlen müssten und zuletzt auch für Microsoft, wo man bislang mit der KI-Revolution kaum Geld verdienen konnte. Die wenigen Copilot Abonnenten dürften kaum die hohen Kosten von leistungsfähiger KI-Hardware in Datenzentren decken.

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