Xbox Handheld könnte noch viele Jahre entfernt sein

Phil Spencer, seines Zeichens CEO von Xbox, hat in einem Interview mit Bloomberg bestätigt, dass Microsoft an verschiedenen Prototypen eines Xbox-Handhelds arbeitet. Diese Bestätigung kommt nach monatelangen Spekulationen und Gerüchten über die Möglichkeit eines solchen Geräts. Spencer betonte jedoch, dass Prototypen noch in der sehr frühen Entwicklungsphase bzw. Erkundungsphase ist und es noch einige Jahre dauern könnte, bis ein Ergebnis davon auf den Markt kommt.

Im Interview ließ Spencer wissen, Microsoft möchte zunächst den Markt und die bestehenden Handheld-Geräte analysieren, um sicherzustellen, dass ihr eigenes Produkt innovativ und wettbewerbsfähig ist. Spencer erklärte, dass das Team von den aktuellen Entwicklungen und Erkenntnissen lernen möchte, bevor es ein endgültiges Produkt auf den Markt bringt. Microsoft sieht die Xbox-Plattform als eine Einheit zwischen Konsole, PC und Cloud, sodass die Handheld-Strategie ohnehin nicht oberste Priorität haben dürfte. Spencer betonte auch, dass ein eventuelles Produkt ohnehin mehrere Jahre auf sich warten lassen würde.

Die Ankündigung hat gemischte Reaktionen in der Gaming-Community hervorgerufen. Microsoft hinkt dem Markt bei Handhelds schon jetzt hinterher, liefert man doch weiterhin keine optimierte Systemversion für diese Geräte. Während einige Fans begeistert sind von der Aussicht auf ein Xbox-Handheld, sind andere enttäuscht über die lange Wartezeit. Bis dahin gibt es für viele Windows-Handhelds kein richtiges Konsolenerlebnis, es sei denn man installiert einen SteamOS-Form auf seine Windows-Geräte.


Quelle: Bloomberg (Paywall)

Windows 11: Android-Apps werden eingestellt trotz überwältigendem Nutzer-Feedback dagegen

Microsoft hatte Anfang des Jahres angekündigt, dass das Windows Subsystem für Android (WSA) im Jahr 2025 eingestellt wird. Diese Entscheidung ist insbesondere enttäuschend im Zusammenhang mit dem Erscheinen von neuen Tablets und Laptops auf Basis der Windows ARM-Plattform, welche erstmals sowohl die benötigte Leistung als auch die Effizienz bieten, um ein solches Feature sinnvoll benutzen zu können. Die Entscheidung sorgt dementsprechend sowohl bei Nutzern als auch bei Entwicklern für Unmut.

Die Entscheidung hat tatsächlich zu einer Welle an negativem Feedback zu dieser Entscheidung geführt. Tatsächlich verlangt ein beliebter Eintrag im Feedback Hub, dass Microsoft seine Entscheidung nochmals überdenkt und das Windows Subsystem für Android in Windows 11 weiter unterstützt. Der Konzern hat das Feedback bislang nicht bestätigt oder mit einer Antwort gewürdigt. Es zählt allerdings mittlerweile zu den Top-Einträgen im Feedback Hub mit immerhin über 700 Stimmen und bereits 50 Kommentaren.

Die Nutzer haben im Feedback Hub ihre Enttäuschung und Frustration über die Entscheidung von Microsoft deutlich gemacht: Viele haben darin betont, wie wichtig das WSA für ihre tägliche Arbeit und Nutzung von Android-Apps auf Windows-Geräten ist. Ein Nutzer schrieb: „Ich habe mir ein Surface Pro 9 5G gekauft, um mein iPad zu ersetzen, und ein wesentlicher Faktor dafür waren die Android-Apps. WSA ist für mich unverzichtbar geworden“. Auf ARM-Geräten ist die Ausführung von Android-Apps in Windows 11 tatsächlich sehr sinnvoll, erlaubt die bessere Touch-Optimierung von Android-Apps ein echtes Touch-Erlebnis mit Apps unter Windows, gibt es doch zahlreiche Android-Apps bekanntlich nicht für Windows.

Die Einstellung des Windows Subsystems für Android ist ein klarer Rückschritt für Nutzer, die auf Android-Apps auf ihren Windows-Geräten angewiesen sind. Trotz der zahlreichen Rückmeldungen und Proteste scheint Microsoft entschlossen zu sein, diesen Schritt zu gehen. Es bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen auf dieses Feedback hören wird. Erfahrungsgemäß ist dem allerdings nicht so, denn sonst gäbe es Windows Phone schließlich noch heute.

Wer möchte, kann unter dem folgenden Link dennoch gerne im Feedback Hub abstimmen.

> WSA-Eintrag im Feedback Hub 

Office für macOS bekommt Widget vor Windows-Version

Obwohl Widgets mittlerweile bereits seit 2021 in Windows 11 integriert sind, haben sich auch Microsofts eigenen Entwickler nicht etwa vorbildlich die Arbeit gemacht, das neue Widget-Feature der Plattform zu unterstützen. Derweil hat der Konzern nun für die macOS-Version seiner Office-Anwendungen nun ein Update mit Widgets ausgerollt, das kurz nach Einführung der Widgets am Desktop diese Funktionalität für Apple-Nutzer zuerst mitbringt. Es zeugt erneut von Microsofts Desinteresse für die eigene Plattform, welche beispielsweise auch die native ARM-Unterstützung erst Jahre nach der Mac-Version erhielt.

Ein Widget für macOS, aber nicht für Windows

Das neue Widget ermöglicht es macOS-Benutzern, schnell auf kürzlich verwendete Dateien in Word, Excel und PowerPoint zuzugreifen. Diese Funktion wurde ursprünglich auf iOS eingeführt und ist mit der Verfügbarkeit von Desktop-Widgets in macOS nun auch auf Apples Desktop-Plattform portiert worden. Windows-Nutzer warten allerdings weiterhin auf eine ähnliche Funktion, obwohl Microsoft sein Widgets-Panel bereits 2021 ins System eingeführt hatte. Weiterhin bleibt dieses bei den meisten Nutzern mangels vieler Widget-Optionen meist leer, wären daneben nicht Microsofts MSN-Headlines ebenfalls integriert.

Microsofts Prioritäten in Frage gestellt

Die Entscheidung, das Widget zuerst für macOS zu veröffentlichen, hat viele Windows-Nutzer enttäuscht. Es scheint, als ob Microsoft mehr Wert auf die Entwicklung für Apple-Produkte legt als auf die eigene Windows-Plattform. Dies ist besonders frustrierend, da Windows-Nutzer oft das Gefühl haben, dass sie als zweite Wahl behandelt werden. Der Grund dafür ist allerdings ganz einfach: Apple verknüpft Funktionalität seiner mobilen Plattform mit seinem Desktop-Betriebssystem, womit man Entwickler leichter dazu motiviert, diese zu unterstützen. Microsoft hat allerdings vor mehreren Jahren seine mobile Windows-Plattform eingestellt, womit dem Konzern jetzt die Entwicklerbasis sowie eine Plattform beispielsweise für all die neuen KI-Bemühungen fehlt. Satya Nadella sprach vor einiger Zeit selbst darüber, dass die Einstellung von Windows Phone wohl ein Fehler war.


Quelle: Microsoft

Microsoft Edge hat ein neues Popup, um Chrome-Nutzer zu ärgern

Microsoft greift erneut zu umstrittenen Taktiken, um Nutzer von Google Chrome zu Edge zu locken. Ein neues Popup in Windows 11 zielt darauf ab, Chrome-Nutzer dazu zu bringen, ihre Daten in Microsoft Edge zu importieren. Die Meldung erscheint ungefragt und im Vordergrund, wobei der Schließen-Knopf aufgrund des geringen Kontrasts nicht sofort ins Auge sticht.

Das neueste Popup in Microsoft Edge erscheint automatisch beim Hochfahren des PCs und schlägt vor, Daten wie den Browserverlauf, Lesezeichen und geöffnete Tabs von Chrome in Edge zu importieren. Die Meldung erscheint dabei nur für Nutzer des konkurrierenden Webbrowsers Google Chrome und will damit Nutzer zum Wechsel zu Microsoft Edge überreden. Dabei enthält die neueste Taktik von Microsoft erneut Anhaltspunkte für „Dark Pattern Designs“: Der Schließen-Knopf ist aufgrund des kleinen, grauen Icons auf grauem Hintergrund kaum sichtbar, sodass Nutzer auf den ersten Blick keine Möglichkeit haben, das Angebot zur Datenübertragung abzulehnen. Das einzig ins Auge stechende Bedienelement ist der große, blaue „Weiter“-Knopf, der natürlich sofort die Datenübertragung von Chrome in Microsoft Edge aktiviert. Dies könnte viele Nutzer dazu verleiten, den Knopf ungelesen

Microsoft scheint nicht zufrieden zu sein mit der aktuellen Nutzerbasis von Edge und greift zu immer aggressiveren Methoden, um Chrome-Nutzer zu Edge zu bewegen. Man scheint diese Nutzer dabei weniger mit spannender Funktionalität oder gar durch besseren Datenschutz locken zu wollen, sondern setzt stattdessen auf Werbung. Diese Taktik ist nicht neu für Microsoft. Bereits in der Vergangenheit hat das Unternehmen ähnliche Methoden angewandt, um Nutzer zu Edge zu bewegen. Anfang dieses Jahres wurde berichtet, dass Edge ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer Chrome-Daten importierte, was zu erheblichem Unmut führte.

Die aktuelle Strategie von Microsoft, Nutzer durch aggressive Popups zu Edge zu bewegen, hat erneut Kritik hervorgerufen. Viele Anwender empfinden diese Taktik als aufdringlich und manipulativ. Die Tatsache, dass das Popup nach einem Windows-Update automatisch erscheint und die Datenübertragung standardmäßig aktiviert ist, verstärkt den Eindruck, dass Microsoft versucht, die Kontrolle über die Nutzerdaten zu übernehmen.


via The Verge

Windows Intelligence kommt: Was wir bisher wissen über Microsofts KI-System

Microsoft arbeitet angeblich an einem neuen KI-System namens „Windows Intelligence“, das tief in Windows 11 integriert werden soll. Obwohl das Unternehmen bislang keine offizielle Ankündigung gemacht hat, deuten zahlreiche Hinweise darauf hin, dass Microsoft seine künstliche Intelligenz im System noch weiter ausbauen möchte und dabei auf einen einigermaßen vertrauten Namen dafür setzen möchte.

Seit der Einführung des Windows Copilot setzt Microsoft verstärkt auf die Integration von KI-Funktionen in Windows 11. Dabei hielt nicht nur die Chat-App ins System Einzug, sondern auch die Fotos-App, Paint und zuletzt auch der Editor erhielten neue generative KI-Funktionen. All diese und weitere geplante Neuerungen möchte Microsoft künftig unter einem Überbegriff zusammenfassen und laut aktuellsten Hinweisen aus neuen Insider Builds dürfte dieser „Windows Intelligence“ lauten. Darunter möchte wohl Microsoft die verschiedenen KI-Funktionen im System bündeln.

Die Gerüchteküche brodelt

Die Spekulationen um „Windows Intelligence“ wurden durch jüngste Leaks und Entdeckungen in Insider-Builds von Windows 11 angeheizt. So tauchten in den Gruppenrichtlinien bereits Referenzen zu „Windows Intelligence“ auf, was darauf hindeutet, dass Microsoft an einer systemweiten KI-Integration arbeitet, welche allerdings auch für Admins und potenziell auch Nutzer gemeinsam deaktiviert werden können. Zudem wurde eine neue Einstellungsseite gesichtet, worüber Nutzer die KI-Funktionen aktivieren oder deaktivieren und den Zugriff spezifischer Apps steuern können. Diese Seite in den Einstellungen heißt aktuell noch „Generative KI“, könnte aber schon in naher Zukunft in „Windows Intelligence“ umbenannt werden.

Privatsphäre rückt in den Fokus

Microsoft scheint mit der Implementierung von „Windows Intelligence“ allerdings nicht nur eine reine Umbenennung bisheriger Einstellungen und Gruppenrichtlinien zu planen. Der Konzern soll mit Windows Intelligence auch einige Verbesserungen bei der Privatsphäre planen, die man zumindest bei Windows Recall wohl noch übersehen hatte. Der Konzern dürfte wohl bemerkt haben, dass sich neue KI-Funktionen nur mit entsprechenden Zusagen in Bezug auf den Datenschutz verkaufen lassen. Ein besonders interessantes Detail ist dabei die „Recent Activity“ in den Windows Intelligence-Einstellungen, die angeblich eine Übersicht über KI-bezogene Anfragen der letzten sieben Tage bereitstellen soll. Dies würde Nutzern mehr Transparenz über die Verwendung von KI auf ihrem System geben. Zudem werden Nutzer dort die Möglichkeit haben, generative KI-Funktionen im System ganz einfach zu aktivieren oder generell zu deaktivieren, wenn man diese nicht nutzen möchte.

Copilot-Name am Abstellgleis?

Bisher wurden die meisten KI-Bemühungen von Microsoft Copilot-Branding vermarktet, das allerdings aus Sicht vieler Nutzer eher als smartes Chatprogramm als wie ein „Copilot“ angesehen wird. Windows Intelligence könnte eine neue Marke schaffen, welche als Überbegriff für KI aus dem Hause Microsoft stehen würde. Neue Integrationen sind bereits geplant, während jedoch Windows Recall selbst noch nicht einmal bei Insidern im Test gelandet ist. Daneben plant der Konzern neue KI-Features für Windows 11, darunter Click To Do, was ein kontextbasiertes Befehlssystem sein wird, das Nutzer bei der Ausführung von Aufgaben unterstützen könnte.

Die Tatsache, dass Microsoft bislang keine offizielle Ankündigung gemacht hat, lässt Raum für Spekulationen. Möglicherweise plant das Unternehmen, „Windows Intelligence“ in einer zukünftigen Veranstaltung oder in kommenden Updates vorzustellen.


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