„Shadow of the Tomb Raider“ angezockt: Wehret den Anfängen

Diese Woche ist der Spieleherbst in die nächste Runde gegangen: Nach „Yakuza Kiwami 2“ sowie „Dragon Quest XI“ und natürlich auch „Spider-Man“ ist ein weiterer hochkarätiger Titel erschienen. In „Shadow of the Tomb Raider“ kehrt Gaming-Urgestein Lara Croft zurück. Es handelt sich hier um den dritten Teil der Reboot-Reihe, welche im Jahr 2013 unter der Schirmherrschaft von Crystal Dynamics noch zu PS3- und Xbox-360-Zeiten ihren Anfang genommen hatte. Ich habe mir das aktuelle Game, den direkten Nachfolger zu „Rise of the Tomb Raider“, mal an meiner Xbox One X angeschaut.

Während „Rise of the Tomb Raider“ 2015 zunächst temporär exklusiv für Microsofts Konsolen erschien, ist der Nachfolger direkt für alle Plattformen zu haben. Mir haben die beiden Vorgänger persönlich sehr gut gefallen. Lara Croft wurde in ein zeitgemäßeres Licht gerückt und kann nun als Protagonistin mit mehr als einer üppigen Oberweite bestechen. Das Gameplay der ersten beiden Spiele erinnerte mich auf angenehme Weise an die Titel der Reihe „Uncharted“. Insofern habe ich mir auch von „Shadow of the Tomb Raider“ wieder ein Action-Adventure erhofft, dass mich mit in fremde Länder mitnimmt, Schurken umnieten und Gräber ausräubern lässt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/xC72QwTiWaE

Spannenderweise liegt der Schwerpunkt des neuen Games dann auch tatsächlich stärker als bei den beiden Vorgängern auf letzterem: Es gibt deutlich mehr Gräber. Außerdem sind die Rätsel in jenen auch eine ganze Ecke herausfordernder als noch in „Rise of the Tomb Raider“. Sprich hier muss man wesentlich mehr sein Köpfchen anstrengen, um auf einen grünen Zweig zu kommen bzw. die verborgenen Schätze zu ergattern. Mit so einer Neufokussierung hatte ich vor dem Anspielen nicht unbedingt gerechnet.

Empfinde ich aber als durchaus sinnige Veränderung: „Rise of the Tomb Raider“ wirkte auf mich manchmal doch etwas zu krawallig. In „Shadow of the „Tomb Raider“ sind die Areale, in denen man sich bewegt, nun etwas größer und nicht so sehr mit Gegnerhorden überzogen. Dadurch tendiert man eher dazu Wege auszuprobieren und dem Entdeckungsdrang zu frönen. Erneut spielt dabei auch ein Crafting-System eine große Rolle. Durch beispielsweise das Erlegen von Tieren sammelt ihr Materialien und könnt dadurch eure Waffen, wie den bereits aus den Vorgängern bekannten Bogen, aufwerten.

Dabei ist die Lara, die man in „Shadow of the Tomb Raider“ verkörpert, bereits eine andere als noch 2013 im ersten Teil der Reboot-Reihe. Die Protagonistin wirkt selbstbewusster, abgebrühter und den Herausforderungen von Anfang an gewachsen, die sich ihr entgegen stellen. Während der Charakter gereift ist und die Bedeutung der Rätsel-Gräber gewachsen ist, bleibt der Rest des Gameplays aber weitgehend identisch. Das führt auch dazu, dass man recht klar sagen kann: Wer „Tomb Raider“ (2013) und „Rise of the Tomb Raider“ mochte, der wird auch „Shadow of the Tomb Raider“ mögen. Wer mit den Vorgängern jedoch nicht richtig warm wurde, dürfte seine Meinung aufgrund des neuen Games kaum ändern.

Ihr müsst im neuen Serienteil aber nicht nur beim Erkunden der Gräber stärker das Köpfchen anstrengen: Viele Abschnitte sind dieses Mal auch nur durch Schleichen zu lösen, statt durch stumpfes Rumgeballer. Neu ist dabei etwa, dass sich Lara mit Schlamm einreiben kann. Klingt fast so, als müsste man da als Mann Herzchen in den Augen bekommen, hat aber eher darin seinen Sinn sich besser vor Gegnern tarnen zu können. Statt den Herzchen landet so also leichter der Pfeil im Auge. Spaß macht es aber auch die Gegner mit vergifteten Pfeilen paranoid zu machen, so dass sie sich dann gegenseitig attackieren. Derlei Sperenzchen haben mir zuletzt auch in etwa „Mittelerde: Schatten des Krieges“ jede Menge Freude bereitet.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/Tu5GbyGiDPY

Die KI ist dabei allerdings generell eher mäßig, eine Schwäche, die „Shadow of the Tomb Raider“ von den beiden Vorgängern geerbt hat. Manchmal knüppelt man einen Feind um, während sein Kumpan direkt daneben steht und offenbar vergessen hat das Hörgerät anzuknipsen. Denn der Kamerad starrt unbeeindruckt weiter ins Leere, während seine Kumpels hinter ihm das Zeitliche segnen. Allerdings gibt es auch Szenarien, in denen einen Gegner plötzlich mit Adleraugen erspähen, obwohl das selbst mit einem Nachtsichtgerät mit mehrfacher Vergrößerung ein Kunststück hätte sein müssen. Mit anderen Worten, die KI ist zwar nicht die Schlechteste, die man von dieser Art Game erwarten kann, aber diese unberechenbaren Einlagen, trüben sporadisch das Spielerlebnis leicht.

Außerdem fühlt sich Lara im Nahkampf weiterhin leicht tolpatschig an. Besser ist es, stets Gegner entweder im Stillen oder wenn schon mit Krawall, dann mit Feuerwaffen auszuschalten. Hier gibt es dann wieder im Verlauf der Story einige schöne Gefechte, welche sich durchaus mit den rasanten Skriptsequenzen aus „Uncharted 4: A Thief‘s End“ messen können. Wenn man von Cover zu Cover hechtet, Molotowcocktails schmeißt und den Salven der Feinde ausweicht, dann kommt man sich durchaus vor wie in einem Actionfilm.

Kritik auf hohem Niveau ist dafür angebracht, dass die Spielareale wiederum in „Rise of the Tomb Raider“ etwas abwechslungsreicher gewesen sind, als in der aktuellen Fortsetzung „Shadow of the Tomb Raider“. Vor allem da man in den Hub-Bereichen, in denen sich auch einige Stadtbewohner tummeln, relativ wenig fabrizieren kann. Die Dschungel-Areale in Peru sind zudem etwas unübersichtlich, weil es manchmal schwer fällt, einen Baum vom anderen zu unterscheiden, könnte man sagen. Dafür macht es mehr Spaß als erwartet, die zusätzlichen Artefakte und Schatztruhen aufzustöbern, welche die Entwickler in jenen Bereichen versteckt haben. Spielerisch erhält man dadurch zwar im Grunde keine Vorteile, es macht aber Laune auf diese Weise die liebevoll gestaltete Spielwelt etwas mehr kennenzulernen.

Letzteres lohnt sich, denn „Shadow of the Tomb Raider“ ist zwar in meinen Augen nicht so beeindruckend wie etwa ein „Assassin‘s Creed Origins“, „Far Cry 5“ oder „Spider-Man“, enthält aber ausreichend visuelle Verfeinerungen, um etwa den Vorgänger in den Schatten zu stellen. An der Xbox One X kann man das Game in Fast-4K mit 30 fps zocken oder aber in 1080p mit fast durchgängigen 60 fps loslegen. Beides hat seine Reize und es ist schön, dass die Entwickler dem Spieler die Wahl lassen. Auch die Soundkulisse macht einiges her – egal ob ihr auf Deutsch oder auf Englisch zockt, beide Synchros sind wirklich gelungen. Die Musik hält sich dabei mehr im Hintergrund bzw. unterstreicht dezent die Atmosphäre, als dass sie euch nach dem Zocken noch im Gedächtnis bleiben dürfte.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/YC0D2EAVMIw

Was die Geschichte des Games betrifft, so konnte sie meiner Ansicht nach schon bei „Tomb Raider“ und „Rise of the Tomb Raider“ keinen Blumentopf gewinnen. Doch das sah anno dazumal bei den alten Games genau so aus. Die Handlung um Laras Weiterentwicklung, Besessenheit von der Schatzjagd und ihren moralischen Kompass funktioniert in erster Linie, weil ihr mit ihrem Partner Jonah ein sympathischer Gegenpart gegenübersteht. Ich bin allerdings gerne drangeblieben und die Cutscenes im Spiel sind nach wie vor sehr filmreif inszeniert – besser als der Kinofilm aus diesem Jahr, von dem ich absolut nicht begeistert gewesen bin.

„Shadow of the Tomb Raider“ beendet die Reboot-Trilogie auf mehr als würdige Weise. Zwar bietet das Action-Adventure im Gameplay nur wenige dramatische Neuerungen, der verlagerte Fokus auf die Herausforderungs-Gräber und das Lösen von Rätseln führt das Spiel aber auf angenehme Weise etwas mehr zu den Ursprüngen zurück. Es liegt hier jedenfalls ein technisch und spielerisch wirklich gutes Game vor, das mit Main-Story und Nebenaufgaben gut 20 Stunden bestens unterhält. Da kann man kleinere Mankos bei der KI leicht verzeihen, wenn Laras neues Abenteuer die Spannung über die gesamte Spieldauer dermaßen hoch hält.

-> Zum Beitrag „Shadow of the Tomb Raider“ angezockt: Wehret den Anfängen

-> Zum Blog Caschys Blog

Unser Feedsponsor:


Continue reading “„Shadow of the Tomb Raider“ angezockt: Wehret den Anfängen”

Google Chrome Umfrage: Gefällt euch das neue Design?

Google Chrome ist mein Browser der Wahl. Täglich nutze ich das Programm sowohl am Phone als auch am Desktop-PC und Notebook, um das WWW zu durchkämmen. Mittlerweile ist die Version 69 da, welche zahlreiche Änderungen mit sich gebracht hat. Sascha hat dazu auch schon einen Beitrag verfasst. So hat Google abseits des neuen Designs auch ein paar Funktionen verbessert – etwa für Auto-Fill. Doch wie es so mit optischen Neuerungen in geliebter Software ist: Die einen lieben sie sofort und die anderen hassen sie sofort.

Immerhin könnt ihr in der neuen Chrome-Version nun auch mehr personalisieren: Etwa dürft ihr in Seiten für „Neuer Tab“ eigene Lesezeichen einbinden. Ja, auch eigene Hintergründe dürft ihr nun zudem reinkleistern. Trotzdem sind aber nicht alle glücklich mit der neuen Version. Caschy etwa hat ebenfalls über das Re-Design philosophiert. Er stört sich daran, dass er nicht mehr so einfach einzelne Tabs in ein neues oder anderes Fenster ziehen kann. Stattdessen wird bei ihm das ganze Fenster mitgezogen.

Folgerichtig hat Caschy euch auch erklärt, wie ihr zum alten Design zurückwechseln könnt -steht im oben verlinkten Post. Mir persönlich gefällt das neue Design recht gut und ich empfinde es eher als gelungene Evolution und nicht als Revolution. Das mag bei euch aber völlig anders aussehen. Lese ich mir eure bisherigen Comments durch, scheint ihr aber auch eher auf technische Bugs zu stoßen und mit den visuellen Änderungen größtenteils d’ac­cord zu gehen.

Doch nun mal Butter bei die Fische: In unserer neuen Umfrage wollen wir von euch wissen, was ihr vom Chrome-Redesign haltet: Gefällt es euch? Steht ihr dem euer mit einem Schulterzucken gegenüber? Oder findet ihr es besch…eiden? Falls ihr euch noch ausführlicher äußern wollt, tut das natürlich abseits der Umfrage auch gerne in den Kommentaren! Ich bin auf eure Meinungen und die Umfrageergebnisse mehr als gespannt.

Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post’s poll.

-> Zum Beitrag Google Chrome Umfrage: Gefällt euch das neue Design?

-> Zum Blog Caschys Blog

Unser Feedsponsor:


Continue reading “Google Chrome Umfrage: Gefällt euch das neue Design?”

Honor 9 Lite Smartphone nun mit 64 GB

Honor 9 Lite Smartphone nun mit 64 GB

Einsteiger-Smartphone bekommt noch mehr Platz und Power für Selfies & Co.: Der Huawei-Ableger Honor spendiert dem Honor 9 Lite mit 4 GB RAM und 64 GB ROM mehr Speicherplatz für Fotos und Serien.

Seit Februar macht Honor Selfie-Fans mit dem Honor 9 Lite besonders glücklich. Honors erstes Smartphone hat eine Dual-Kamera auf Front- und Rückseite sowie Hardware-Bokeh-Effekt. Damit die Community noch mehr Platz für Selfies und Co. erhält, veröffentlicht Honor jetzt eine zweite Version des Honor 9 Lite mit 4 GB RAM sowie 64 GB ROM.  Continue reading “Honor 9 Lite Smartphone nun mit 64 GB”

Social Media: Instagram Stories nun mit Musik ganz legal

Instagram stories Musik
Instagram-Nutzer können ihre Stories jetzt auch legal mit Musik unterlegen. Dafür hat das Foto-Netzwerk neue Musiksticker eingeführt, die Nutzer vor oder nach der Aufnahme ihrer Videos einfügen können.

Instagram Stories mit Musik – ganz legal

Zur Auswahl stehen nach Unternehmensangaben Tausende Songs, die dann im Hintergrund abgespielt werden. Zuschauer hören den Song und erfahren über einen eingeblendeten Sticker den Titel und den Namen des Interpreten.

Die Musikbibliothek soll laufend erweitert werden. Mit den Musikstickern können Nutzer nun in ihren Stories Musik abspielen, ohne dabei Urheberrechtsverletzungen zu begehen und Abmahnungen fürchten zu müssen. Die neue Funktion ist zunächst in der iOS-Version von Instagram verfügbar, Android soll bald folgen.

Continue reading “Social Media: Instagram Stories nun mit Musik ganz legal”

Apex Launcher: Android-Launcher kehrt mit großem Update zurück

Totgesagte leben länger, so sagt man. Der Apex Launcher war vor gefühlt 100 Jahren eine gute Alternative zu anderen Launchern auf der Android-Plattform. Irgendwann zog der Wettbewerb vorbei. Ob nun Klassiker wie der Nova Launcher, neuere Lösungen wie der Action Launcher oder die diversen Ports des Pixel Launchers. Und dann war ganz lange Zeit Schicht im Schacht, keine Entwicklung. Prinzipiell nicht ganz schlimm, wenn alles läuft.

Aber beim Apex Launcher passierte wirklich so gar nichts, zwei Jahre lang. Im Mai 2017 dann die nebulöse Rückkehr. Nun der erste große Schritt auf die Version 4.0, hier hat man für alle, die am Beta-Programm teilnehmen, am 20. Juni ein Update verteilt. Schaut man sich die Bewertungen im Play Store an, dann kann es wohl zu Abstürzen kommen. Komische Eigenschaft von Nutzern, eine Betaversion zu testen, dieses Feedback aber nicht in den dazugehörigen Gruppen zu melden, sondern im Play Store.

Wie immer gibt es noch die kostenfreie und die kostenpflichtige Version des Launchers, wobei es zum jetzigen Zeitpunkt so aussieht als können ehemalige Käufer das Update kostenlos nutzen, zumindest wurde mir mit der Beta des Apex Launchers mein vor Jahren getätigter Kauf der Vollversion anerkannt. Kann natürlich sein, dass das nur während der Betaphase der Fall ist.

Die noch englischsprachige Betaversion des Apex-Launchers bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und lief auf Android 8.1 Oreo bei mir ohne großartige Hänger – und es lässt sich wirklich recht viel einstellen – vom Dock über die Ordner, Gesten und vieles mehr. Abgesehen vom Beta-Status, der natürlich eine gewisse Unfertigkeit präsentiert, ein auf den ersten Blick rundes Update, welches den Apex Launcher wieder mehr in die Spur bringt.

Aber – und das muss man eben auch sehen – es gibt zahlreiche andere Launcher. Und ich bin eben ein Spielkind, ein Ausprobierer, der x Launcher installiert und ausprobiert, weil ich eben auch darüber blogge. Die meisten werden sich sicher irgendwann mal für eine Lösung entscheiden, die dann ewig lange genutzt wird. Falls aber nicht, ihr also auch gerne ausprobiert, dann gibt es mit dem Apex Launcher in seiner neuen (Beta-)Version wieder frisches Futter.

Apex Launcher (Kostenlos, Google Play) →

-> Zum Beitrag Apex Launcher: Android-Launcher kehrt mit großem Update zurück

-> Zum Blog Caschys Blog

Unser Feedsponsor:


Continue reading “Apex Launcher: Android-Launcher kehrt mit großem Update zurück”

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies