
Sony informiert derzeit Nutzer des britischen PlayStation Store darüber, dass sie den Zugriff auf zuvor gekaufte Filme von StudioCanal verlieren werden. Die Filme werden aus der persönlichen Videobibliothek entfernt. Als Begründung nennt das Unternehmen lediglich bestehende beziehungsweise geänderte Lizenzvereinbarungen. In der Mitteilung heißt es, dass die betroffenen Inhalte „aufgrund unserer Content-Lizenzvereinbarungen“ nicht länger verfügbar sein werden. Hinweise auf Rückerstattungen oder andere Entschädigungen finden sich in der Benachrichtigung nicht.
Hier grätsche ich allerdings mal rein, weil es viele Medien oft übersehen oder des Klicks wegen überlesen wollen: Das ist jetzt kein Ding, was uns in Deutschland unmittelbar betrifft. Das ist derzeit keine deutsche Ankündigung, denn da hatte man erste Titel von StudioCanal schon 2022 rausgeworfen. Das isnd also jetzt die letzten Ausläufer, weil: Der Kauf und das Ausleihen von Filmen und Fernsehsendungen über den PlayStation Store ist bereits seit dem 31. August 2021 nicht mehr möglich.
Man darf und muss es wohl aber erwähnen: Der Vorfall dürfte die Diskussion um digitale Käufe erneut anheizen. Wer einen Film digital erwirbt, geht in der Regel davon aus, dauerhaft darauf zugreifen zu können. In der Praxis hängen solche Inhalte jedoch oft von den Lizenzverträgen zwischen Plattformbetreiber und Rechteinhaber ab. Enden diese Vereinbarungen oder ändern sich die Bedingungen, kann das im schlimmsten Fall dazu führen, dass selbst bereits gekaufte Inhalte aus der Bibliothek verschwinden.
Für betroffene Nutzer ist das natürlich ärgerlich. Während man bei einer DVD oder Blu-ray den Datenträger dauerhaft besitzt, sind digitale Käufe häufig an die Infrastruktur und die Verträge der jeweiligen Plattform gebunden. Genau solche Fälle zeigen, dass ein digitaler „Kauf“ nicht zwangsläufig mit dauerhaftem Besitz gleichzusetzen ist. Einer der Gründe, warum ich nicht aktiv Medien in dieser Art kaufe, Ausnahmen waren gezwungenermaßen mal eine Handvoll Spiele innerhalb der Familie. Ich hasse es sehr, wenn Spiele nur digital zu kaufen sind. Anders hätte ich sie am Ende noch weiter verschenken / verkaufen können.
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