Microsoft hat offiziell einen Bug in Windows Update eingeräumt, der viele Nutzer seit etwa zwei Monaten daran hindert, Sicherheitsupdates herunterzuladen und zu installieren. Ursache ist eine Änderung an den Download-Timeout-Anforderungen, eine Lösung ist in Arbeit.

Seit dem Patch-Tuesday im März 2026 berichten zahlreiche Windows 11-Nutzer in Foren und sozialen Netzwerken, dass sich Updates schlicht nicht mehr installieren lassen. Konkret begann das Problem mit dem März-Update KB50794373, das sich einfach nicht herunterladen lässt und damit auch alle nachfolgenden Updates blockiert. Betroffene erhalten stattdessen den Fehlercode 0x80010002 in den Windows Update-Einstellungen.

Unter den fehlenden Updates befindet sich auch ein wichtiges Sicherheits-Update für Secure Boot sowie die neuen Zertifikate, deren Rollout seit einigen Monaten langsam anläuft. Aufgrund der dysfunktionalen Updates erhalten viele Nutzer diese momentan nicht automatisch.

Lange schwieg Microsoft zu dem Problem, das in der Community bereits seit Wochen diskutiert wurde. Nun hat das Unternehmen den Bug offiziell in einer Support-Meldung im Admin-Center bestätigt. Demnach ist nicht die Hardware oder das Betriebssystem des Nutzers schuld, vielmehr hat eine interne Änderung an den Download-Timeout-Anforderungen den Fehler ausgelöst.

Microsoft arbeitet an einer Lösung. Als möglicher Reparaturweg wird ein sogenanntes Known Issue Rollback (KIR) genannt, ein Mechanismus, mit dem Microsoft fehlerhafte Änderungen serverseitig zurückrollen kann, ohne dass Nutzer manuell eingreifen müssen. Einen konkreten Zeitplan für die Behebung hat Microsoft bislang nicht genannt.

Workaround: Manuelle Update-Installation

Wer den Fehlercode 0x80010002 in Windows Update sieht, sollte regelmäßig nach Updates suchen und auf das KIR warten. Als Workaround können Updates alternativ über den Microsoft Update Catalog oder das Windows Update-Installationsassistent-Tool manuell heruntergeladen und eingespielt werden.