Nach Microsofts jüngster Vorstellung des Surface Laptop Ultra mit Nvidias RTX Spark-Plattform machen sich auch andere PC-Hersteller bereit, in Microsofts Fußstapfen zu treten.  Erste durchgesickerte Bilder zeigen nun erstmals das finale Design und mehrere technische Details des kommenden Geräts.

Lenovos erster RTX Spark-Laptop wird Lenovo Yoga Pro 9n heißen und übernimmt große Teile des Gehäusedesigns vom bereits erhältlichen Yoga Pro 9i. Das Nvidia-Modell (9n) setzt jedoch auf ein kompakteres 15‑Zoll‑Format anstatt auf das 16-Zoll Display des 9i. Das Aluminium‑Chassis bleibt in „Thunder Gray“ und behält die typischen, weich abgerundeten Kanten der Serie bei. Auffällig ist die Kameraeinheit im oberen Displayrahmen, die Lenovo mit „Studio Grade Sound and Vision“ markiert ist. Auch ein IR‑Sensor für Windows Hello-Gesichtserkennung ist in die Einheit integriert.

Auf der Unterseite fällt ein großflächiges Belüftungsgitter auf, flankiert von Dolby‑Atmos‑ und PureSight‑Pro‑Hinweisen. Insgesamt verbaut Lenovo ein 6‑Lautsprecher‑System mit vier Woofern und zwei Hochtönern. Die Rückseite zeigt massive Auslassöffnungen, die auf die hohe thermische Last des neuen Chips hinweisen.

Im Inneren arbeitet nämlich erstmals NVIDIAs RTX Spark (N1X), ein einzelner Chip, bei dem CPU und GPU vereint sind. Es ist die Antwort der Windows-Welt auf Apples M-Serien-Chips. Die RTXSpark-Plattform kombiniert eine 20‑Kern‑Grace‑CPU mit einer Blackwell‑GPU mit 6144 CUDA‑Kernen und bis zu 128 GB Unified Memory. NVIDIA spricht von bis zu einem Petaflop an KI‑Leistung und bringt damit erstmals seine Server‑Architektur in ein Windows‑on‑Arm‑Notebook. Microsoft hat Windows 11 laut eigenen Angaben für Spark optimiert, unter anderem durch neue Workload‑Profile und Anpassungen im Power‑ und Thermal‑Framework, die Teil einer exklusiven Windows 11 Version 26H1 sind.

Magnetischer Stift für das Touchpad

Eine Besonderheit des Lenovo Yoga Pro 9n ist der magnetische Stifthalter im Displaydeckel. Der Stift für das Gerät wird nicht im Gehäuse, sondern am A-Cover verstaut. Dieser Stift kommt hier allerdings nicht für das Display zum Einsatz: Wie schon beim Intel‑basierten 9i dient der Stift zur Benutzung des haptischen ForceHaptic‑Touchpads als Zeichenfläche. Ebenfalls eine sehr innovative Lösung.

Solide Anschluss-Auswahl

Die Anschlüsse unterscheiden sich dafür deutlich vom Intel‑Modell: Lenovo verzichtet beim 9n auf den proprietären Stromanschluss und setzt vollständig auf USB‑C‑Laden. Links befinden sich HDMI, USB‑A, USB‑C und ein 3,5‑mm‑Klinkenanschluss. Rechts gibt es einen vollwertigen SD‑Kartenleser, einen weiteren USB‑C‑Port (10 Gbit/s), USB‑A sowie einen Kamera‑eShutter‑Schalter. Gerade Kreative dürften sich über den Erhalt des SD‑Slots freuen.

Details fehlen

Angekündigt hat Lenovo seinen RTX Spark-Laptop bislang nicht, wodurch konkrete Spezifikationen noch fehlen. So gibt der Hersteller in den durchgesickerten Marketing-Materialien eine Akklaufzeit für den ganzen Tag an, jedoch sind Kapazitäten oder nähere Angaben bislang nicht zu bekommen. Außerdem fehlen konkrete Informationen zu Displayauflösung, Speicher- und SSD-Konfigurationen sowie deren Preise. Klar ist: Günstig werden sie nicht und die Hersteller, Microsoft und Nvidia werden die Geräte als direkte Konkurrenz zu Apples MacBook Pro verkaufen. Ein Marktstart wird für Herbst 2026 erwartet. NVIDIA nennte Lenovo bereits während der Vorstellung der Chips als Launch‑Partner für die ersten Spark‑Geräte, weitere Details sollen im Laufe des Jahres folgen.

Build 26300 bringt neues Startmenü:


Quelle: WindowsLatest