Kahlschlag bei Bungie: Sony entlässt Großteil des „Destiny“-Teams

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Sony hatte das Entwicklerstudio Bungie, früher verantwortlich für die Marke „Halo“, im Jahr 2022 für 3,6 Mrd. US-Dollar übernommen. Anno dazumal gab man sich euphorisch: Bungie sollte nicht nur mit seinem Titel „Destiny 2“ weiterhin die Kassen klingeln lassen, sondern auch intern andere Teams der PlayStation Studios bei neuen Live-Service-Spielen unterstützen. Doch rasch kam es zu Problemen und Sony wurde immer unzufriedener. Fakt ist: Inzwischen entlässt man fast das gesamte Team hinter „Destiny“ und kürzt auch bei der Crew hinter „Marathon„.

Auch das zuletzt genannte Spiel blieb hinter den Erwartungen zurück. Das gilt auch für „Destiny 2“, das nicht die Erfolge verbuchen konnte, die Bungie und Sony sich erhofft hatten. Das bestätigt auch das Entwicklerstudio selbst via X. Hermen Hulst, der aktuelle Leiter der Studio Business Group, hat zudem einen offenen Brief veröffentlicht. In diesem begründet er die Kürzungen und bedauert, dass talentierte Mitarbeiter nun ihren Hut nehmen müssen. Betroffen sind im Übrigen auch Teams direkt bei Sony Interactive Entertainment, die bisher Bungie zugearbeitet haben. Auch dort wird es Entlassungen geben.

Laut Hulst habe man diese Entscheidung keineswegs leichtfertig getroffen. Über viele Monate habe man gemeinsam mit der Führung des Entwicklerstudios abgewogen, wie es mit Bungie weitergehen könne. Am Ende habe man verschiedene Alternativen durchgespielt, sich am Ende aber zugunsten Sonys langfristiger Ziele für Kürzungen beim Entwicklerstudio entscheiden müssen. „Marathon“ soll wiederum ein wichtiger Teil von Sonys Spielekatalog bleiben und Updates erhalten. Dieses Kapitel will man also noch weiterschreiben.

Realistisch gesehen muss man aber sagen, dass auch „Marathon“ alles andere als ein Hit geworden ist. Sony hält sich zwar zu Verkaufs- und Spielerzahlen bedeckt, Marktforscher gehen jedoch von einem Flop aus. Sollte Bungies Zukunft also erst einmal vor allem auf diesem Spiel ruhen, dann sind das düstere Aussichten.

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