Wer auf seinem Smartphone die Fitbit-App öffnet, wird sie bald nicht mehr so vorfinden wie gewohnt. Google hat angekündigt, die App vollständig in „Google Health“ umzubenennen. Das ist kein bloßes Redesign – dahinter steckt eine grundlegende Neuausrichtung des gesamten Gesundheits- und Fitness-Angebots von Google.
Bestehende Fitbit-Nutzer bekommen das Update automatisch eingespielt, die bisherigen Daten bleiben dabei erhalten. Wer hingegen noch parallel Google Fit nutzt, wird im Laufe des Jahres zur Migration aufgefordert. Google vereint damit zwei Dienste, die lange parallel existiert haben – selbst hier bei mir.
Die neue App ist in vier Bereiche aufgeteilt: ein tagesaktuelles Dashboard, einen Fitness-Bereich für Trainingsplanung, die Schlafanalyse und einen Abschnitt für eure Vitalwerte und medizinische Trends. Über Schnittstellen wie Health Connect oder Apple Health lassen sich weiterhin auch Daten aus Drittanbieter-Apps einbinden, etwa von MyFitnessPal oder Peloton-Geräten. In den USA soll sogar die Synchronisation von Laborergebnissen und Medikamentenplänen möglich sein.
Das technisch wohl spannendste Element ist der sogenannte Google Health Coach. Dahinter steckt Gemini, welcher auf Basis der gesammelten Daten Trainingsvorschläge macht, Schlaftrends zusammenfasst und medizinische Daten einordnet. Wer das nutzen möchte, braucht dann aber natürlich ein kostenpflichtiges Google Health Premium-Abonnement. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass die KI-Auswertungen keine ärztliche Diagnose ersetzen, das sollte aber auch jedem bewusst sein.
Zur Datenschutzfrage: Google gibt an, dass Gesundheits- und Wellnessdaten nicht für personalisierte Werbung genutzt werden. Ihr sollt selbst bestimmen können, welche Daten gespeichert oder gelöscht werden. Der Rollout startet am 19. Mai 2026. Die Fitbit-Hardware verschwindet dabei nicht vom Markt, der Name Fitbit bleibt vorerst beim neuen Tracker erhalten, verliert aber als eigenständige Plattform an Bedeutung.
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