
Die EU-Kommission hat am 29. April 2026 eine Empfehlung verabschiedet, die einen gemeinsamen Standard für die Altersverifikation im Netz festlegt. Ziel ist ein EU-weites System, das bis zum 31. Dezember 2026 für alle Bürger verfügbar sein soll. Dabei steht der Schutz von Minderjährigen im Vordergrund, da laut aktuellen Zahlen etwa 24 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren wöchentlich mit Inhalten für Erwachsene konfrontiert werden.
Technisch setzt die Behörde auf das Prinzip der Datensparsamkeit. Nutzer sollen nachweisen können, dass sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, ohne ihr exaktes Geburtsdatum oder ihre Identität preiszugeben. Das Verfahren bestätigt lediglich, ob jemand beispielsweise über 18 Jahre alt ist. Diese anonymen Belege sollen Tracking verhindern und die Privatsphäre wahren. Als Grundlage dienen offizielle Dokumente wie Personalausweise, Reisepässe oder Bank-IDs. Grundsätzlich hatte man da bereits Mitte April eine Blaupause vorgestellt, die unter bestimmten Voraussetzungen wohl flott umgehbar war.
Die Mitgliedstaaten sind jetzt jedenfalls angehalten, nationale Umsetzungspläne zu erstellen und dabei auf einen technischen Entwurf der Kommission zurückzugreifen. Dieser lässt sich in die kommenden „EU Digital Identity Wallets“ integrieren, die jeder Mitgliedstaat bis Ende 2026 kostenlos bereitstellen muss. Ein Verzeichnis vertrauenswürdiger Anbieter soll sicherstellen, dass die verwendeten Lösungen hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards erfüllen. Unabhängige Dritte prüfen die Einhaltung dieser Vorgaben.
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