
Beim Blick auf die Nebenkostenabrechnung oder die Anzeige an der Zapfsäule vergeht vielen derzeit die Laune. Eine aktuelle Umfrage von Verivox unter gut tausend Teilnehmern soll nun zeigen, dass der Optimismus im Keller sitzt. Gut zwei Drittel der Leute blicken mit reichlich Bauchschmerzen auf die Preisentwicklung bei Gas, Öl und Strom. Nur eine kleine Minderheit von acht Prozent schaut entspannt in die Zukunft.
Seit Beginn der Unruhen im Iran sind die Preise für Neukunden beim Gas um rund 20 Prozent nach oben geklettert. Kostete die Kilowattstunde im Februar noch 8,1 Cent, werden jetzt 9,7 Cent fällig. Beim Heizöl sieht es mit einem Plus von 33 Prozent noch düsterer aus. Selbst staatliche Eingriffe wie der Tankrabatt können nicht verhindern, dass Diesel 13 Prozent und E10 etwa 10 Prozent teurer geworden sind als vor der Krise.
Knapp die Hälfte der Befragten glaubt auch nicht an eine Entspannung, selbst wenn der Konflikt im Iran beigelegt würde. 49 Prozent rechnen mit weiter steigenden Kosten, wobei sich die Erwartungen zwischen leichtem und deutlichem Anstieg die Waage halten. Lediglich jeder Dritte hofft auf sinkende Preise. Experten dämpfen die Erwartungen zusätzlich, da kaputte Lieferketten nicht von heute auf morgen repariert sind.
Neben dem Geldbeutel sorgt die nackte Verfügbarkeit für Stress. Fast jeder Zweite fürchtet, dass im nächsten Winter das Gas oder Öl knapp werden könnte. Die Bundesnetzagentur gibt hier zwar Entwarnung und stuft das Risiko als gering ein, doch bei den Menschen kommt diese Beruhigung bisher nur bedingt an. 47 Prozent bleiben skeptisch, während nur 22 Prozent die Versorgungslage als sicher ansehen. Am Ende bleibt das Gefühl, dass billige Energie vorerst der Vergangenheit angehört.
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