Ich habe einen Kalender ausprobiert, der die restliche Lebenszeit anzeigt — so hat er meine Produktivität verändert

Der Freiberufler und Schriftsteller Andrew Lloyd mit seinem 4K-Wochen-Kalender über seinem Schreibtisch auf der rechten Seite.

Der Freiberufler und Schriftsteller Andrew Lloyd mit seinem 4K-Wochen-Kalender über seinem Schreibtisch auf der rechten Seite.
Alex Lloyd.

Andrew Lloyd hat den Kalender „4K Weeks“ einen Monat lang ausprobiert, um zu sehen, ob er dadruch produktiver sein kann.

Der Kalender ist ein Poster mit 4576 Quadraten, die die Anzahl der Wochen im Leben eines durchschnittlichen Menschen anzeigt.

Lloyd sagte, dass die anfängliche Wirkung beeindruckend war – aber sie ließ schließlich nach und wurde sogar lästig.

Ich arbeite zwischen 50 und 55 Stunden pro Woche als hauptberuflicher digitaler Autor und Freiberufler. Produktivität ist für mich eine Priorität. Ich mag Listen und farblich gekennzeichnete Kalender sehr gerne.

Ich neige dazu, handgeschriebene Zeitpläne zu verwenden, um den Überblick über meine Arbeit zu behalten. Dabei bringe ich meine Gedanken und Termine zu Papier und klebe sie an meine Wand, um dann die täglichen Aufgaben, die ich mir selbst gestellt habe, hinterher abzuhaken.

Trotz dieser Organisation ertappe ich mich oft dabei, wie ich während des Arbeitstages ziellos auf meinem Telefon herumscrolle. Auf der Suche nach Möglichkeiten, meine Produktivität zu verbessern, entdeckte ich das „4K Weeks Poster“ – ein Wandkalender, der keine Tage, Wochen oder Monate anzeigt, sondern eine Zeitleiste für das gesamte Leben.

Ich beschloss, ihn einen Monat lang als Produktivitätsexperiment auszuprobieren

Würde dieser Kalender dazu beitragen, meine Konzentration und mein Arbeitstempo zu steigern oder würde er mich dazu bringen, die Art und Weise, wie ich meine Zeit verbringe, neu zu bewerten? „Die durchschnittliche (optimistische) Lebensspanne beträgt etwa 4.576 Wochen“, schreibt 4kweeks.com, die Marke hinter dem Poster.

Bevor ihr das Poster „My Life In Weeks“ kauft, das 39,90 Euro kostet, müsst ihr euer Geburtsdatum eingeben, um zu berechnen, wie viele Wochen ihr schon lebt. Aber das eigentliche Ziel ist es, zu schätzen, wie viele Wochen ihr noch vor euch habt.

Jede Woche wird durch ein kleines schwarzes Kästchen dargestellt – die Wochen zwischen eurem Geburtstag und dem Tag des Kaufs sind bereits ausgefüllt. Eure Aufgabe ist es dann, die verbleibenden Wochen im Laufe der Zeit auszufüllen.

Die Idee dahinter ist einfach: Sobald ihr an eure Sterblichkeit erinnert werdet, könnt ihr euch besser auf eure Ziele konzentrieren und seid weniger dazu geneigt, Zeit zu verschwenden. Das ist zumindest die Theorie, die in vielen Studien bestätigt wurde.

Als 29-Jähriger auf dem Weg zur 30 hatte ich 1549 meiner Wochen verbraucht und nur noch 3027 übrig. Die voraussichtliche Lieferung des Kalenders war auch noch zwei Wochen entfernt. Bis dahin werde ich 1.551 Wochen alt sein, dachte ich. Ich behielt meine üblichen Listen an der Wand, schob sie aber beiseite, um dem neuen Kalender Priorität einzuräumen.

Als der Kalender endlich ankam, war ich erstaunt, wie kurz das Papier erschien

Der Kalender hatte eine unmittelbare Wirkung auf mich: Ich spürte, dass mein Leben endlich war, und hatte eine blitzartige Panik, was ich damit anfangen würde. Ich klebte den Kalender direkt über meinem Schreibtisch an die Wand, sodass er über mir schwebte, während ich arbeitete.

In den ersten zwei Wochen blieb dieser Eindruck bei mir haften. Ich neige dazu, mein Telefon während des Arbeitstages etwa einmal pro Stunde in die Hand zu nehmen, zum Beispiel, um auf Twitter zu gehen. Das dauert in der Regel fünf bis zehn Minuten am Stück. Mit dem Kalender neben mir nahm ich mein Telefon genauso regelmäßig in die Hand, aber ein Blick auf meine verbleibenden Wochen brachte mich viel schneller wieder davon ab. Ich schien die Zeit, die ich mit dem Telefon verbrachte, auf etwa eine oder zwei Minuten zu reduzieren. Auch das ziellose Scrollen fühlte sich weniger befriedigend an.

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Ich schreibe täglich eine Liste, auf der alles steht, was ich an diesem Tag zu erledigen habe sowie zusätzliche Dinge, die ich zu erreichen hoffe. In der Regel besteht diese zweite Liste aus fünf zusätzlichen Aufgaben, von denen zwei bis drei nicht abgehakt sind, wenn ich sie abarbeite. In den ersten zwei Wochen stellte ich fest, dass ich alle diese zusätzlichen Aufgaben erledigte oder nur noch eine übrig hatte.

Ich verspürte nicht den Drang, länger zu arbeiten, denn der Kalender inspirierte mich nicht dazu, mehr zu arbeiten. Vielmehr erinnerten mich die schwarzen Kästchen daran, dass man seine Zeit nicht mehr zurückbekommt – und es daher wichtig ist, sie sinnvoll zu nutzen.

Der neue Fokus ließ mich zunächst effizienter arbeiten

Wenn ich mit einer Aufgabe im Rückstand war, schaute ich absichtlich auf den Kalender. Das gab mir einen Schub an Dringlichkeit. Als ich ein leeres Kästchen mit schwarzer Tinte füllte und die Zahl der „noch zu lebenden“ Wochen um eine reduzierte, fühlte sich die Wirkung des Kalenders erfrischend an.

Doch in der dritten Woche ließ der Reiz des Neuen allmählich nach. So sehr, dass ich bis Mitte der vierten Woche vergaß, das Kästchen abzuhaken. Ich hatte zwar immer noch Momente, in denen ich auf den Kalender schaute und einen neuen Motivationsschub bekam – aber manchmal wurde er auch selbst zur Ablenkung.

Ich begann, mir die Wochen anzusehen und über die großen Fragen des Lebens nachzudenken, die viel zu intensiv für einen Arbeitstag sind. Insgesamt hatte dieser Kalender daher nur wenig Wirkung auf meine Produktivität. Meine Arbeitszeiten blieben im Laufe der Woche gleich, und meine Effizienz während dieser Stunden war durchschnittlich – manchmal förderte er meine Konzentration, manchmal nahm er sie mir weg.

Der Kalender war also effektiv, aber nur für einen kurzen Zeitraum. Es kann ernüchternd sein, sich die begrenzte Zeit auf Erden vor Augen zu führen, aber ein zu häufiger Blick auf das Poster verwässert diese Wirkung. Ich denke, dieser Kalender funktioniert schon – nur nicht über meinem Schreibtisch. Ich werde ihn nicht abschaffen, sondern ihn nur hin und wieder entrollen. Das wird mir dabei helfen, mich daran zu erinnern, härter zu arbeiten – und über meine übergeordneten Ziele nachzudenken.

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Dieser Text wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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Balázs Kétyi/Unsplash


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Die Bücher des Jahres 2021: Bestseller und Geheimtipps für gemütliche Stunden

Shiromani Kant/Unsplash

Jedes Jahr lohnt sich für Leseratten ein Blick auf die Liste der erfolgreichsten Bücher des Jahres.

Wir haben für euch einige der Bestseller-Bücher für 2021 zusammengetragen.

Außerdem verraten wir euch ein paar unserer Geheimtipps für gemütliche Lesestunden.



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Auch 2021 lief, sagen wir mal, anders ab, als wir es uns vielleicht vorgestellt haben. Vielleicht hattet ihr das Jahr über etwas mehr Zeit, ein paar gute Bücher zu lesen. Vielleicht habt ihr es euch aber auch einfach ganz fest für die nächsten Wochen vorgenommen. Wir wollen euch daher einige 2021 erschienene Bücher vorstellen, die Unterhaltung, Entspannung und interessante Einblicke mitbringen.

Gute Bücher: 2021 erschienene Bestseller und Geheimtipps


Eine Bestseller-Liste ohne einen Psychothriller von Sebastian Fitzek? Undenkbar. In „Playlist“* rückt der Autor die Musik in den Mittelpunkt und schafft es damit erneut, auf unerwartete Weise Spannung zu erzeugen. Worum es diesmal geht? „Musik ist ihr Leben. 15 Songs entscheiden, wie lange es noch dauert.“


Hape Kerkeling hat 2021 seine schriftliche Liebeserklärung an Katzen* veröffentlicht und sich damit auch als Bestseller-Autor einen Namen gemacht. Ein humorvoller und überraschend guter Ratgeber für alle, denen viel am Stubentiger und seinen Eigenheiten liegt.


Was man für Ruhm so alles tun würde – diesem Gedanken geht John Boyne in „Die Geschichte eines Lügners“* auf den Grund. Protagonist der Story ist der smarte, aber erfolglose Schriftsteller Maurice Swift, der schließlich doch noch seinen großen Durchbruch schafft, dafür aber einen Kollegen untergehen lässt.


Über das Leben und die Karriere von Foo-Fighters-Gründer und Ex-Nirvana-Drummer Dave Grohl gab es schon einige unautorisierte Biografien. Für „Der Storyteller“* schrieb der Musiker jedoch selbst auf, welche Geschichten aus seinem bewegten Rockstarleben ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind.


Der Sommerurlaub fällt für Frieder leider aus: Nachprüfungen in Mathe und Latein verderben ihm die Freude an der freien Zeit – bis er feststellt, dass Alma, Johann und Beate, ein Mädchen im flaschengrünen Badeanzug, ihm in diesem Sommer einiges Neues zeigen können. Ein eindrucksvolles Buch* über, Freundschaft, Angst, Respekt, Vertrauen, Liebe und Tod.


Fermentieren war gestern? Stimmt, und heute ist die Technik wieder da und gefragter denn je: In „Magic Fermentation“* lernt ihr, welche Rezepte für Obst, Gemüse, Sauerteig, Joghurt, Kefir und Kombucha demnächst eure Ess- und Trinkgewohnheiten herausfordern werden.


Und auch fürs Kinderzimmer haben wir einen echten Bestseller: Das NEINhorn* trifft im neuen Buch auf die SCHLANGEweile, die allessss ssssuper schlangweilig findet. Wie die beiden ungewöhnlichen Tiere miteinander klarkommen, lässt sich wunderbar gemeinsam beim Vorlesen entdecken.


Hier findet ihr weitere Buchempfehlungen:



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14 kleine Weihnachtsgeschenke, die weniger als 25 Euro kosten

14 kleine Weihnachtsgeschenke, die weniger als 25 Euro kosten

Unsplash / superkitina

  • Weihnachten steht praktisch vor der Tür. Beim Geschenke-Shopping will das Budget smart verteilt sein. Nicht für jede oder jeden könnt ihr ein Vermögen ausgeben.
  • Wir haben uns nach Geschenken umgesehen, die ihr schon für unter 25,00 Euro erhaltet. Wir stellen euch Produkte vor, die nicht aussehen, als würden sie in das kleine Budget passen.
  • Unser Favorit: der Mini-Vibrator „So Divine Shine“ für 14,45 Euro bei Lookfantastic.*


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In weniger als einem Monat werden wir alle gemeinsam Weihnachten feiern – ob nun wirklich unter einem Tannenbaum oder Pandemie-bedingt via Videocall. In jedem Fall werdet ihr euren Lieben auch in diesem Jahr ein Geschenk von Herzen machen wollen. Für die einen fällt dieses Geschenk größer und teurer aus, für die anderen bleibt nicht das große Budget übrig. Kleine Weihnachtsgeschenke zu finden, die trotzdem kein billiger Ramsch sind und nach dem Fest in der Ecke versauern, kann manchmal gar nicht so einfach sein. Wir haben uns im Netz auf die Suche nach tollen Geschenkideen gemacht, für die ihr nicht mehr als 25,00 Euro ausgeben müsst.

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Wir haben uns in Onlineshops wie Amazon*, Otto*, dem Avocadostore* oder The Body Shop* umgesehen und einige Produkte entdeckt, mit denen ihr euren Lieben eine Freude machen könnt. Sie kosten alle weniger als 25 Euro und sehen dabei hochwertiger aus als ihr Preis es suggeriert. Unser Favorit: der Mini-Vibrator „So Divine Shine“ für 14,45 Euro bei Lookfantastic.*

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Bacardi, Mojito, Margarita? Das sind die beliebtesten Cocktails in 45 Ländern Europas

Home » Leben »

Bacardi, Mojito, Margarita? Das sind die beliebtesten Cocktails in 45 Ländern Europas

  • Profielfoto Business Insider Deutschland


PeopleImages/Getty Images

Mit den sommerlichen Temperaturen und schrittweisen Öffnungen von Restaurants und Bars steigt auch die Lust auf Cocktails.

Der Londoner Online-Konditor Jack & Beyond wollte daher herausfinden, welche der Mischgetränke in Europa am beliebtesten sind und hat dafür die Suchstatistiken aus 45 europäischen Ländern verglichen.

Auf dem ersten Platz steht der Earthquake, ein meist absinthhaltiger Cocktail. Ihm folgen mit dem Mojito – hierzulande die Nummer eins – und dem Margarita zwei weitere Klassiker.

Sommerzeit ist Cocktailzeit. Zumindest passen viele der hochprozentigen Getränke perfekt zu den heißen Tagen. Und egal, ob mit Freunden nach der Arbeit oder im Urlaub am Strand: Cocktails verleihen den meisten Abenden einen besonderen Glanz. Der Londoner Online-Konditor Jack & Beyond hat herausgefunden, welches die beliebtesten Cocktails in Europa sind – und dafür die Suchmaschinen befragt.

Der erste Befund: Cocktails sind mit der schrittweisen Öffnung der Gastronomie wieder im Trend. Die Anzahl der weltweiten Suchanfragen mit dem Begriff „Refreshing Summer Cocktails“, erfrischende Sommercocktails, hat sich im Juni demnach verdreifacht. Für ihre Recherche ermittelte das Team von Jack & Beyond zunächst über die Website „TasteAtlas.com“ die 50 Cocktails mit den höchsten Bewertungen in Europa. Anschließend schauten sie sich die Suchanfragen nach diesen Cocktails aus 45 der 51 europäischen Länder an. Die Daten aus den restlichen Staaten seien nicht zugänglich gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Earthquake liegt in 18 Ländern auf Platz eins

Die Nachforschungen ergaben einen klaren Sieger: In 18 europäischen Ländern steht der Earthquake, zu Deutsch Erdbeben, an der Spitze der meistgesuchten Cocktails. Sein Name geht angeblich auf den Effekt zurück, den er auf den Trinker hat – was angesichts des Absinths, der in den meisten Rezepturen enthalten ist, wenig überraschen dürfte. Erfunden hat ihn angeblich der Maler Henri de Toulouse-Lautrec Ende des 19. Jahrhunderts. Sein „Tremblement de terre“ soll zu gleichen Teilen aus Cognac und Absinth bestanden haben. Heute kommt der Earthquake Jack & Beyond zufolge auf 72.800 monatliche Suchanfragen – die meisten davon in Kroatien.

Auf dem zweiten Platz findet sich ein Klassiker, den es heute in allerlei Abwandlungen – und sogar in der Dose im Supermarkt – zu kaufen gibt: der Mojito. Dieser kubanische Cocktail, der mit dem Schriftsteller Ernest Hemingway einen berühmten Fan gehabt haben soll, schaffte es in 13 europäischen Ländern auf den ersten Platz. Was die Gesamtzahl der monatlichen Suchen angeht, ist er dem Earthquake jedoch deutlich überlegen: Die Analysetools kommen insgesamt auf knapp 260.000 Anfragen – die meisten davon aus Deutschland, wo er mit 84.000 an der Spitze steht.

Auf dem dritten Platz landet mit dem Margarita ein weiterer Klassiker. Der Tequila-basierte Cocktail kam in vier Ländern auf die Nummer eins. Spanien war dabei allein für 34.000 der insgesamt etwa 52.500 Suchanfragen verantwortlich. Eine Erwähnung sollte darüber hinaus auch der Mimosa finden. Obwohl er es nur in zwei europäischen Ländern – Italien und Estland – auf Platz eins schaffte, lag der Mix aus Champagner und Orangensaft bei den durchschnittlichen monatlichen Suchanfragen mit 83.400 auf Platz zwei hinter dem Mojito.

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sb

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