Angela Mygind bloggt als Miss Finance über ihren Weg in die finanzielle Freiheit
Angela Mygind
Die Schweizerin Angela Mygind investiert mindestens 30 Prozent ihres monatlichen Einkommens in ETFs. Ihr Ziel: Ein passives Einkommen von 3000 Franken (umgerechnet 2915 Euro) im Monat.
Die 34-Jährige investiert unter anderem in einen ETF aus dem Gaming-Bereich, in die Emerging Markets und Tech-Unternehmen.
Ihr wichtigster Ratschlag: „Lasst euch nicht von der Gier leiten. Gerade nach Corona, als die Zeiten extrem euphorisch waren, überschätzt man sich schnell mal.“
Angela Mygind hat ihre Karriere an der Börse mit einem enormen Verlust begonnen. Heute hat die 34-jährige Schweizerin ein sechsstelliges Depot. Wie hat sie es geschafft?
„Ich konnte immer schon gut sparen. Das war nie ein Problem“, sagt Mygind im Gespräch mit Business Insider. Doch je höher die Summe auf dem Konto wurde, desto mehr sei ihr klar geworden, dass das Geld wegen der Inflation stetig an Wert verliere. „Mit 25 Jahren habe ich gemerkt, dass dies nicht so clever ist, weil man keine Rendite bekommt“, sagt Mygind. Doch sie interessierte sich weder für Finanzthemen noch gab es Menschen im privaten Umfeld, die helfen konnten. So versuchte sie, die Verantwortung abzugeben – und ging zu einem Finanzdienstleister.
Die alte Börsenregel „Sell in May and go away“ stimmt nicht — Aktien haben 9 der letzten 10 Jahre bis Oktober positive Gewinne erzielt
Anleger sollten sich nicht auf die Börsenweisheit „Sell in May“ verlassen
Spencer Platt / Staff / Getty Images
Das alte Börsensprichwort „Sell in May and go away“ („Verkaufe im Mai und verschwinde“) ist keine verlässliche Regel.
Auch wenn die Sommermonate traditionell keine starken Börsenmonate sind, wies der Zeitraum von Mai bis September in den vergangenen zehn Jahren positive Renditen auf.
Anleger sollten Aktien daher nicht meiden oder verkaufen, sondern die Sommermonate als Kaufgelegenheit nutzen, so Ryan Detrick von LPL Financial Holdings.
Das alte Wall-Street-Sprichwort „Sell in May and go away“ (“Verkaufe im Mai und verschwinde“) hat sich in den letzten vergangenen Jahren als wenig erfolgreich bewiesen, schreibt Ryan Detrick von LPL Financial Holdings in einer Mitteilung am Montag. Das Sprichwort hieß ursprünglich „Sell in May and go away until St. Leger’s Day“ (“Verkaufe im Mai und verschwinde bis zum St. Leger-Tag“) und bezog sich auf St. Leger, ein Pferderennen im September in Doncaster, England, das das Sommerende markierte und damit verbunden die Rückkehr der Anleger und des großen Handelsvolumens, so Detrick.
Seit 1950 hat der Zeitraum von Mai bis Oktober mit einer durchschnittlichen Rendite von 1,8 Prozent und einer Gewinnquote von 65 Prozent die niedrigsten Sechsmonatsrenditen für den S&P 500 erzielt. Im Vergleich dazu erzielte der S&P 500 laut LPL im Zeitraum von November bis April eine durchschnittliche Rendite von 7,1 Prozent bei einer Gewinnquote von 78 Prozent.
Chancen für Anleger
Doch auch wenn die Monate Mai bis Oktober historisch gesehen eine schwache Phase für Aktien sind, gilt das nicht für die vergangenen zehn Jahre. Detrick zufolge lag der S&P 500 in neun der vergangenen zehn Jahre von Mai bis Oktober im Plus und erzielte eine durchschnittliche Rendite von 5,7 Prozent.
Auch der Dax (gegründet 1988), so das “Handelsblatt”, gab in den vergangenen 33 Jahren nur in 18 Jahren zwischen Mai und September nach und legte in 15 Jahren zu. Zwar haben Anleger, die 1989 rund 10.000 Euro in den Dax investierten und die “Sell in May and go away”-Strategie befolgten, heute rund 171.450 Euro und damit etwa 56.000 Euro mehr als Anleger, die durchgängig investiert blieben, aber ein Trend lasse sich nicht beobachten.
„Obwohl wir uns auf eine mögliche saisonale Schwäche und eine unruhige Entwicklung einstellen, sollte uns bewusst sein, dass diese Phase nur kurz andauern könnte, und sie als Kaufgelegenheit nutzen“, so Detrick. Man solle also nicht Aktien meiden oder verkaufen, sondern die extreme Bärenmarkt-Stimmung, in Kombination mit gesundem Verbraucherverhalten und starken Unternehmensgewinnen, können ein Erfolgsrezept für das Anlegen in den nächsten Monaten sein.
Stephen Suttmeier, Stratege bei der Bank of America, äußerte in einer Mitteilung am Montag ähnliche Bedenken über das alte Wall Street-Sprichwort und warum es eine schlechte Strategie für Anleger sein könnte: „Da die durchschnittlichen Renditen zwischen Mai und Oktober nicht negativ sind, lässt die Strategie ‚Sell in May and go away‘ viel zu wünschen übrig“.
Dieser Artikel wurde von BenPeters aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet Ihr hier.
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