Bei Netflix tut sich einiges hinter den Kulissen. Man hat vor Analysten im Earnings call durchblicken lassen, dass Künstliche Intelligenz in diesem Jahr bereits bei rund 300 Titeln zum Einsatz gekommen ist. Die Technologie wird dabei vor allem für die Erstellung von Menschenmengen oder historischen Schlachtszenen genutzt. Viele dieser Szenen wären aus Kosten- oder Zeitgründen ohne KI überhaupt nicht gedreht worden. Man betonte jedoch, dass KI nur ein Werkzeug bleibe. Filme würden weiterhin von Menschen für Menschen gemacht.
Gleichzeitig muss sich Netflix mit Zweifeln an der Börse auseinandersetzen, wie gut der Dienst seine Kunden langfristig binden kann. Zudem untermauern Daten von Marktforschern die Sorge, dass die Zuschauerzahlen ab der zweiten Staffel selbst bei erfolgreichen Netflix-Serien spürbar sinken. Netflix wiegelte hier ab und erklärte, dass sich die Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr sogar verringert hätten.
Zukünftig will Netflix zudem den Informationsfluss einbremsen. Daten zur Popularität von Filmen und Serien sollen nur noch einmal im Jahr statt wie bisher halbjährlich veröffentlicht werden. Das Management argumentiert, dass die reine Sehdauer in Stunden nicht direkt mit dem Umsatz verknüpft sei. Live-Events beispielsweise würden zwar weniger Streaming-Stunden generieren, dafür aber überdurchschnittlich viele Neukunden anlocken.
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