Beben im Play Store: Ab nächster Woche mit großer Änderung

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Der jahrelange Rechtsstreit zwischen Epic Games und Google nimmt ein überraschendes und schnelles Ende. Die beiden Unternehmen haben laut The Verge ihren gemeinsamen Versuch zurückgezogen, die weitreichenden Vorgaben aus dem US-Gerichtsverfahren nachträglich zu entschärfen. Für Google bedeutet das: Der Suchmaschinengigant muss sich geschlagen geben und wird bereits ab kommenden Mittwoch, dem 22. Juli 2026, konkurrierende App-Stores direkt innerhalb von Google Play zulassen.

Hintergrund ist das Urteil aus dem Jahr 2024. Dieser hatte entschieden, dass Google sein illegales Monopol auf Android-Apps nur dadurch abbauen kann, indem es alternative Stores direkt im eigenen Play Store erlaubt und diesen Zugriff auf den gesamten Google-Play-Katalog gewährt. Google hatte sich lange dagegen gewehrt und sogar Epic Games mit einem globalen Vergleich im Boot, um stattdessen ein komplizierteres Sideloading-Modell durchzudrücken. Der Richter blieb jedoch hart, weshalb Google nun klein beigibt, um weitere Unsicherheiten für das Ökosystem zu vermeiden.

In den USA rollt die Änderung nun im Eiltempo an. Google informiert Entwickler bereits darüber, dass ihre Apps ab dem 22. Juli automatisch auch für alternative Stores bereitgestellt werden, sofern sie dem nicht aktiv widersprechen. Drittanbieter-Stores, die auf den Play-Katalog zugreifen wollen, müssen sich über ein spezielles Programm registrieren. Google verlangt dafür eine jährliche Sicherheitsgebühr von 5.000 US-Dollar und stellt strenge Bedingungen: Die Stores dürfen die Apps nur in den USA vertreiben, müssen für alle Entwickler offen sein und dürfen eine Malware-Quote von maximal 1 Prozent aufweisen.

Während in den USA damit echte Stores-in-der-App starten, will Google im Rest der Welt an seinem angekündigten Modell für registrierte, aber extern installierte App-Stores festhalten. Dennoch ist dieser Schritt ein echter Meilenstein, der die Tür für andere Stores sperrangelweit öffnet.

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