
Anthropic macht mit seiner Cowork-Funktion einen weiteren Schritt weg vom reinen Desktop-Tool. Was bisher hauptsächlich am Rechner lief, gibt es jetzt auch fürs Smartphone und den Browser. Wer eine Aufgabe angestoßen hat, soll direkt am Smartphone weitermachen können oder eben im Webbrowser.
Mit dem Sprung auf iOS, Android und die Webbrowser bringt Anthropic drei technische Neuerungen mit, die den Umgang mit dem Tool dann auch ordentlich verändern. Zum einen wird die Arbeit wie erwähnt plattformunabhängig: Eine Aufgabe lässt sich am Rechner starten und später einfach auf dem Handy weiterverfolgen oder kontrollieren, weil Sitzungen und Dateien geräteübergreifend synchronisiert werden. Zum anderen laufen Prozesse jetzt auch autonom im Hintergrund, ohne dass ein Gerät dafür aktiv eingeschaltet bleiben muss.
Ihr könnt Aufgaben für eine bestimmte Uhrzeit einplanen, sodass die KI etwa E-Mail-Verläufe durchgeht und Textentwürfe vorbereitet, während alle eigenen Geräte offline sind. Drittens gibt es jetzt Push-Benachrichtigungen für manuelle Freigaben: Sobald die KI an einem Punkt ankommt, an dem eine menschliche Entscheidung gefragt ist, kommt eine Anfrage direkt aufs Smartphone. Wichtig dabei: Ohne ausdrückliche Freigabe verschickt das System laut Anthropic keine finalen Aktionen wie etwa eine E-Mail.

Auch an der Oberfläche hat sich einiges getan, zumindest bei der Web- und Desktop-Version. Der normale Chat-Bereich und Cowork sind jetzt in einer gemeinsamen Ansicht zusammengefasst, sodass Projekte und erstellte Dokumente an einer zentralen Stelle landen. Wer allerdings mit lokalen Systemdateien oder dem lokalen Browser arbeiten möchte, kommt aus technischen Gründen weiterhin nicht um die Desktop-App herum.
Im Web ist Cowork ab sofort ganz normal über die Startseite von claude.ai erreichbar. Auf dem Handy taucht die Funktion direkt in der Seitenleiste der jeweiligen App für iOS oder Android auf. Die Beta-Version wird in den kommenden Tagen zunächst für Nutzer des Max-Tarifs freigeschaltet, andere Abo-Modelle sollen in den folgenden Wochen nach und nach dazukommen. Wer die neuen Hintergrundprozesse bei anspruchsvolleren Aufgaben gleich ausprobieren will, profitiert außerdem von einer zeitlich begrenzten Aktion: Bis zum 5. August hat Anthropic die Nutzungslimits für Cowork vorübergehend verdoppelt.
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